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USA 2002
Originaltitel:Landspeed
Länge:90:02 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Christian McIntire
Buch:Micheal Baldwin
Kamera:Todd Barron
Musik:Ric Gallaher, Richard McHugh
SFX:Steven M. Blasini
Darsteller:Billy Zane, Pamela Gidley, Ray Wise, Scott Wiper, Greg Travis, Val Lauren, G.W. Stevens, Simon Rhee, Adam Caine, Robert Zachar, Amanda Reyne, Dylan Neal, Jeanette O'Connor, William Zabka, Amanda Collins
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:
- Original Trailer
- Bio - & Filmografie
- Trailershow
Utah 1972: Die Sonne glänzt auf der weißen Fläche des Salzsees. Plötzlich durchbricht ein farbiger Blitz gefolgt vom ohrenbetäubenden Lärm einer Raketenturbine die Stille. John Fincher rast in einem Raketenauto einem neuen Landgeschwindigkeitsrekord entgegen. Doch etwas geht schief und der Rekordversuch endet in einem Feuerball. 20 Jahre später winkt ein Preisgeld von 15 Millionen Dollar demjenigen, der erstmals die Mach 2-Barriere zu Land durchbricht. Chefkonstrukteurin Linda Fincher (Pamela Gidley), Tochter des 1972er Todespiloten, setzt einen hochmotivierten Jetpiloten ins Cockpit ihres Raketenautos. Härtester Konkurrent ist das Rennfahrerass Michael Singer (Billy Zane). Beide Teams gehen in ein Rennen, in dem der kleinste Fehler den sicheren Tod bedeutet...
Wer Billy Zane noch aus "Ritter der Dämonen" kennt, weiß dass er ein sehr charismatischer Darsteller mit leichtem Hang zum Over Acting ist, doch gerade dies wird ihm in "Landspeed" zum Verhängnis. Er versucht im gesamten Film über cool zu wirken, jedoch nimmt man ihn die Rolle des "besten Fahrers" der Welt nicht wirklich ab. Glücklicherweise ist die Geschichte spannend genug inszeniert, so dass sie nicht langweilig wird und wer noch dazu auf schnelle Autos steht wird hierbei durchaus seinen Spaß haben. Leider gibt es innerhalb der 90 Minuten Lauflänge viel zu wenig Autorennen, dafür aber viele dumme Sprüche und Gelabere, was trotzdem noch unterhaltsam genug ist um nicht die Vorlauftaste zu bedienen. So gibt es immer wieder Szenen, in denen der Zuschauer dank lustiger Einfälle bei der Stange gehalten wird. Zu erwähnen wäre die "Aufnahmeprüfung" im Club des Rennteams von Michael Singer, die aus einem Rennen mit motorisierten City-Rollern besteht. Hier bekommt man gleich Lust sich selbst einen Roller zu schnappen und durch die Straßen zu heizen, mit Helm versteht sich. Wenn es dann nach knapp 75 Minuten zum eigentlichen Rennen kommt, ist das Gezeigte leider immer noch zu wenig und noch dazu sind die Spezialeffekte an einigen Stellen zu offensichtlich und man sieht es teilweise überdeutlich, dass die Darsteller vor einem Blue Screen agieren.
Aus dem Thema "Raketenautos" hätten Regisseur Christian McIntire und Drehbuchautor Michael Baldwin deutlich mehr raus holen können als 90 Minuten Hahnenkampf zweier konkurrierender Teams, ein paar Intrigen und leider viel zu wenige und unspektakuläre Highspeed-Rennen. Nicht einmal die sonst so gerne eingesetzten Erotikszenen finden hier ihren Platz und so endet der Film leider viel zu schnell und man hat nach dem Genuss ein etwas leeres Gefühl im Magen, da hilft dann auch nicht der Auftritt von der hübschen Pamela Gidley ("Twin Peaks") und Ray Wise ("Twin Peaks", "Jeepers Creepers 2", "Robocop") drüber weg.

So ganz umgehauen hat uns die DVD aus dem Hause e-m-s nicht gerade. Zwar liegt uns der Silberling in einem anamorph abgetasteten Bildformat von 1.78:1 vor, jedoch stört hier zum einen das doch schon recht starke Bildrauschen. Der Kontrast kann ebenfalls nicht wirklich überzeugen und wirkt streckenweise richtig unnatürlich und zu dunkel. Die Schärfe ist gerade noch befriedigend und hätte mehr Detailschärfe vertragen können, auch die Farbsättigung ist uns eine Spur zu blass ausgefallen. Verschmutzungen und Defekte halten sich jedoch angenehm zurück und die Kompressionen leisten einen ordentlichen Dienst, fallen aber durch etwas Blockrauschen im Hintergrund negativ auf. Insgesamt 3 Punkte, aber mehr ist da wirklich nicht drin.
Tonal wird uns zwar nicht gerade viel geboten, es reicht jedoch für einen soliden 5.1-Ton. Die Dialoge sind gut zu verstehen, obgleich sie etwas zurückhaltend und weniger kraftvoll zur Geltung kommen als man es sich für einen 5.1-Ton gewünscht hätte. Richtige Surround -ffekte kommen nur selten auf und selbst der Bass hält sich für solch einen Film recht bedeckt. Insgesamt klingt das Ganze jedoch trotz allem recht dynamisch, unterscheidet sich aber kaum von der Dolby Surround-Spur. Der englische 5.1 Track wirkt im Dialogbereich etwas natürlicher, kann in puncto Räumlichkeit aber keinen Blumentopf mehr gewinnen. Wo die deutsche Spur einen Surroundeffekt zu bieten hat, passiert hier nichts und selbst der sanfte Bass wird hier unterboten. Die englische Tonspur erinnert hier mehr an Stereo als an Dolby Digital, daher geben wir 4 Punkte für die deutsche Spur, es wäre aber mehr möglich gewesen. Als Extras gibt es lediglich den "Originaltrailer", sowie den "deutschen Trailer" und eine Bio- & Filmografie von Billy Zane. Nicht fehlen darf hier die obligatorische e-m-s-Trailershow.

"Landspeed ist ein netter Film für Zwischendurch, wird aber wohl nur hartgesonnene Motorsport-Fans überzeugen können. Der Rest wird zumindest für 90 Minuten solide unterhalten. Die DVD hat ihre größte Schwäche im Bild, kaschiert dies jedoch etwas mit dem zufriedenstellenden Ton. Trotzdem eine eher schwache DVD-Umsetzung, die man sich einmal anschauen kann...


Film+++---
Bild+++---
Ton++++--
Bonus+-----


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