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USA 2000
Originaltitel:Python
Länge:96 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Richard Clabaugh
Buch:Phillip J. Roth, Chris Neal, Gary Hershberge, Paul Bogh
Kamera:Patrick Rousseau
Musik:Daniel J. Nielsen
SFX:J.M. Logan, Andrew Hofman
Darsteller:Frayne Rosanoff, Dana Barron, William Zabka, Sara Mornell, Robert Englund, Jenny McCarthy, Chris Owens, Sean Whalen, Casper Van Dien
Vertrieb:CinePlus
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.33:1 (Vollbild)
Tonformat:Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch
Mountain Bike-Champion John Cooper kehrt zurück in seine Heimatstadt New Haven. Als eine Reihe schrecklicher Morde geschehen, gerät er unter Mordverdacht. Doch die Wahrheit ist viel Grauen erregender: Eine gewaltige Python konnte auf dem Transportweg entkommen und treibt nun hier ihr Unwesen. Selbst das FBI kann mit einer Spezialeinheit nichts gegen das schnelle Raubtier unternehmen, welches Jagd auf Menschen macht. John wollte eigentlich nur einen Campingausflug mit seinen Freunden unternehmen, aber fortan ist er auf der Flucht vor der Riesenschlange, die nicht nur intelligent, sondern auch extrem widerstandsfähig zu sein scheint ...
Klotzen, nicht kleckern.

Was immer momentan an tierhaften Monstrositäten wiedererweckt wird, es muss schon gigantische Ausmaße haben, um noch ein Schwein dafür zu interessieren. Die Schweine, die sich dann dafür interessiert haben, müssen aber auch extrem genügsam in puncto Anspruch und Logik sein, damit aus dem Schweinkram keine Sauerei wird.
Diesmal sind die Riesenschlangen dran und weil wir Monsterschlangen schon dutzendfach hatten, wurde hier gleich mal ein 39-Meter-Exemplar geschaffen, das seltsamerweise einen schnittigen Schwanz hat und Magensäure speit, um uns anzuätzen. Na, doll! Das Vieh landet nach einem Flugzeugabsturz in einer Kleinstadt, in dem ein Twen-Drama der herzerwärmenden Sorte abläuft, denn ein zurückgekehrter Aussteiger hatte mal kurzfristig seine Herzallerknuddeligste an den patenten Hilfssheriff verloren und nu ist sie zurück zu ihrem Bärchen. Dass das nicht den üblichen Eifersuchtsscheiß produziert, ist auch schon das Beste, was dem Film passieren kann. Der Rest ist dafür schön doof von vorne bis hinten: die Existenz der Schlange ist den Kriegstreibereien (und Chemiewaffen) der Armee zu verdanken, ein Einsatzteam (das Kommando hat Casper van Dien, DER Garant für einen miesen Film), Robert Englund weiß mehr, als er sagt und die Twens rennen sich baldigst die Seele aus dem Leib.
Strapaziös für die Logik wird es, wenn da mitten in der Pampa ein unterirdischer Bunker rumsteht und alle Türen offen sind; wenn der Wissenschaftler es versäumt, seinem Armyteam mitzuteilen, dass man dem Vieh ein Schnippchen schlagen kann, wenn man sich ganz still hinstellt; die Soldaten mit Bazookas auf eine Schlangenhaut ballern, der Held in einer Mini-Chemiefabrik seines Bruders arbeitet, in der er zwei Hebel umlegt, um wieder Feierabend zu machen, während sich sonst nur zwei grenzdebile Idioten da rumtreiben; wenn von einer 39-Meter-Schlange in einer Garage erst nur der Schwanz zu sehen ist, bis sie plötzlich hinter dem Opfer aufzutauchen, um dann durch eine Art Katzenklappe zu verschwinden. Das Vieh an sich in ganz imposant, stinkt aber dermaßen nach Pixelgeburt, dass keine echte Freude aufkommen kann, einzig die gut verdauten Leichen sehen brauchbar aus.
Ansonsten nervt man uns mit einem hirntoten Hilfssheriff, den zum Glück auch seine Kollegen als solchen behandeln. Englund brauchte anscheinend dringend mal wieder einen Scheck, sonst hätte er diese blöde Billigrolle nicht angenommen. Wesentliches lässt er sich zwar nicht zu schulden kommen, aber sein Anzug passt besser in ein Südstaatenepos. Und eine Bazooka feste Schlange lässt sich natürlich am Ende von Chemieabfällen weichkochen!

Ein wenig mehr Farbe hätte gut getan, um vor allem die Hauttöne etwas kräftiger darzustellen, vor allem in dunklen Szenen fällt das Bild etwas blass aus und der Kontrast ist nicht sehr überzeugend. Die Schärfe ist in den meisten Fällen noch gut, einige Szenen wirken aber etwas unscharf. Unter die positiven Aspekte fallen, dass keinerlei Defekte sichtbar sind und auch die Kompression ebenso wenig wie ein Bildrauschen negativ ausfällt. Das Vollbild scheint nicht dem richtigen Bildformat zu entsprechen, da der Film (zumindest in den USA) für das Kino ausgewertet wurde und auf der RC1-DVD im Widescreen vorliegt. Haarscharfe 4 Punkte.
Täusche ich mich oder klingt der Stereosound besser als Dolby Digital 5.1? Denn er ist kraftvoller und die Stereoeffekte sind schon ziemlich beeindruckend. Dafür sind die Dialoge hier etwas dumpfer ausgefallen. Die Effektpalette des 5.1-Tons ist ziemlich erbärmlich, sieht man von einigen Musikeinlagen ab und gibt sich stark fixiert auf den Center. Einen Originalton gibt es leider auch nicht. Qualitativ in Ordnung, wenn auch wenig dynamisch, für einen Action-/Horrorfilm wird aber zu wenig geboten.
Die Ausstattung dieser DVD ist im Grunde ein Witz, ein äußerst schlechter sogar, denn nicht einmal eine Kapitelanwahl wurde integriert, im Film selbst stehen aber 20 Kapitel zur Verfügung. Das Hauptmenu besteht schlicht aus 3 Punkten: zwei, um die Tonspuren anzuwählen und einer, um den Film fortzusetzen, der sofort nach Einlegen der DVD von selbst startet. Dabei existieren sogar Extras, wie die US-DVD beweist, nur dass hier nicht einmal ein Trailer zu finden ist. Auch der reißerische Text auf dem Cover, den ich abgeändert in die obige Inhaltsangabe übernommen habe, strotzt nur so vor Fehlern.

Wer nach einem "Anaconda"-RipOff der schlimmen Sorte sucht, darf hier zuschlagen, vorausgesetzt ihm sind nachvollziehbare Handlungen genauso wenig wichtig wie eine ordentliche Gänsehaut, die beim Vorbild ja noch auftrat. Für die deutsche DVD aus dem Hause CinePlus sollte man bei Gefallen nicht mehr als 5 Euro bezahlen, schließlich befindet sich rein gar keine Ausstattung darauf, Bild und Ton sind im oberen Durchschnitt anzusiedeln.


Film+-----
Bild++++--
Ton+++---
Bonus------


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