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USA 1980
Originaltitel:Galaxina
Länge:91 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:William Sachs
Buch:William Sachs
Kamera:Dean Cundey
SFX:Chris Casady, Chuck Colwell
Darsteller:Stephen Macht, Dorothy Stratten, Avery Schreiber, J.D. Hinton, Lionel Mark Smith, Tad Horino, Ronald Knight
Vertrieb:Marketing Film
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:2.35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 Mono (Deu, Eng), Dolby Digital 5.1 (Deu)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch für nicht synchronisierte Szenen
Specials:
  • 4 TV-Spots (2:13 Min.)
  • Kinotrailer (2:21 Min.)
  • Slideshow (29 Bilder)
  • Bio- und Filmografie Dorothy Stratton
  • 4 Filmografien
  • Artworks (14 Bilder)
  • Trailer:
    • Furz - Der Film (1:37 Min.)
    • Naufragos - Gestrandet (2:34 Min.)
    • The Pact (2:41 min)
Galaxina, eine wunderschöne Androidin, dient auf dem Polizei-Raumkreuzer Infinity, welcher in gefährlicher Mission in Richtung des stets in rötliches Licht getauchten Planeten Altar 1 unterwegs ist. Dieser diente ehemals als Gefängnis und wird nun vom Abschaum der Galaxie bewohnt. Da sich die Crew der Infinity nicht traut, auch nur einen Fuß auf dem menschenfeindlichen Planeten zu setzen, wird Galaxina losgeschickt, die den "Stein vom blauen Stern", einer Quelle unbeschreibbarer Energie und dadurch auch Macht beschaffen soll. Aber auch der böse Ordric trachtet nach dem Stein, genauso wie eine Gruppe von Bikern ...
"Gentlemen, a toast! May we be slaves to ... nothing ..." (Capt. Cornelius Butt)

Wäre Dorothy Stratton, Püppchen des Jahres 1980 im Playboy, nicht auf tragische Weise von ihrem eifersüchtigen Gatten kurz nach dem Release dieses Filmes ermordet worden, hätte sie eine Chance im Filmbuisness gehabt? Wohl kaum, wie sie als Roboter in ihrem vorletzten Streifen anhand ihres statischen Auftretens beweist. Das muss wohl so sein, schließlich ist es nur eine Maschine, ein Android mit Traummaßen und sprichwörtlich so blöd, wie ihre Blondheit vermuten lässt. In hautenge Kleider verpackt, lasziv (und manchmal auch leicht genervt) lächelnd ist es egal, ob der Star des Covers im Film selbst ein charakterloses Objekt darstellt, welches Männerherzen höher schlagen lässt und Frauenrechtler/innen die Wände hochgehen lässt, jeder Zuschauer muss schließlich zugeben, dass die Story um den Weltraum-"Barbarella"-Klon so hauchdünn ist wie Kojaks Haupthaar.
Nun, "Galaxina" ist leider kein Akteur, der den Aliens in die Ärsche tritt, sondern ein passiver Teil des losen Gesamtgeschehens, dafür geschaffen, dem rattigen Thor schöne Augen zu machen, was anfangs auf Grund von leicht übertragbaren Spannungsspitzen ein wenig in die Hose geht. Dazu noch ein stets bekiffter Chinese, dessen Funktion unklar ist wie die Bedeutung seiner Glückskeksweisheiten, ein vulkanischer Bordmechaniker mit Gargoyle-Flügeln (die zweite Anspielung auf Mr. Spock neben dem Barmann Mr. Spot), der dauerfröhliche Captain Cornelius Butt (der Name ist Programm) mit Tony Marschall-Frisur und ein inhaftierter, außerirdischer Steinfresser (hehe, das kennen wir doch aus einer anderen, ziemlich langen Geschichte), die sich in der deutschen Comicsynchronisation allesamt gegenseitig durch den Kakao ziehen. In 90 zu lang erscheinenden Minuten, die man natürlich mit einem in den Weltraum verschwindenden Schriftzug aus "Star Wars" eröffnet, reiht man eine Menge Kalauer aneinander und damit sind nicht etwa hochwertig komödiantische Einlagen à la "Spaceballs" gemeint, sondern Witzeleien von zumeist einsilbig charakterisierbaren Personen, die mit einigen Running Gags den Bogen doch etwas überspannen, siehe den Musikeinsatz bei der Erwähnung der Worte "Stein vom blauen Stern". Wer sich als Science Fiction-Fan outet, wird mit der Menge Anspielungen klar besser bedient sein als der Durchschnittsgucker, dem der Trashgehalt das Fernsehvergnügen ordentlich versauen wird. Als Hommage an die brutale Szene aus "Aliens" schlüpft beispielsweise ein solches aus einem Ei, Darth Vader heißt hier Ordric und duelliert sich im roten Weihnachtsmannkostüm im besten Westernstil mit Galaxina, der Kommandant des Raumschiffes "Infinity" (jedes Crew-Mitglied trägt das mathematische Zeichen für "unendlich" auf seinem Raumanzug) liest gerne "Perry Rhodan"-Hefte und der Kopf des hundsähnlichen Vierbeiners im Alienrestaurant könnte 1:1 für eine Gollummaske herhalten. Alles völlig verrückt dargeboten als Mixtur, die die schrillen Achtziger und auf Zukunftsvision im Rock'n'Roll-Stil treffen lässt, auch mal ein wenig politisch inkorrekt, aber nie wirklich packend oder lustig. Woran liegt's? Etwa am Budget, welches dem Monatsgehalt einer DriveIn-Kellnerin entspricht? Nein, eher am Prinzip, dass man eine Parodie auf das Genre nur mit oberflächigen Gags füttert und die liebevolle Atmosphäre der Vorbilder völlig außer Acht lässt.
"Galaxina" hat sicherlich seine Momente, die dem kruden Charme des Weltraum-Trashs entsprechen - man denke an die Miniatur-Raumfahrtmodelle, die sich gegenüberstehen und billigst aussehende Laserstrahlen aufeinander abfeuern - aber insgesamt sind die wenigen Ideen nicht genug, um daraus einen abendfüllenden Spielfilm zu kreieren. Trotzdem trifft man auf stets wieder auf Szenen, die vor absolutem Nonsens zu platzen drohen und die von Regisseur William Sachs ("Der Planet Saturn lässt schön grüßen") preiswert aber effektiv in Szene gesetzt werden. Einer der Besten sind wohl die "Ha Ley David's Son"-Jünger auf Altar 1 (dort findet sich übrigens das Batmobil am Straßenrand!!), die ihre Maschine wie einen Gott verehren und ihre Parole stets mit "Wroom, wrooom!" schließen. Schade nur, dass die Befreiung von Galaxina, die in die Falle der Outlaws tappt, in einem unendlich langweiligen Actionshowdown untergeht. Da wirkt der klassische, pompöse Soundtrack, der sich vor den großen Vorbildern nicht zu verstecken braucht und von dort einige Passagen übernimmt, ein wenig befremdend, denn die Handlung bleibt flach und ist nie spannend angelegt.

Viel rauszuholen war anscheinend nicht mehr aus dem Bild, trotz anamorpher Abtastung, denn die Bilder sehen ziemlich milchig aus, da der Kontrast die hellen Flächen kräftig überstrahlen lässt und somit beinahe jedes Objekt einen farbigen Schimmer mit sich trägt. Anstatt guter Schwarztöne werden oft nur graue Schleier dargestellt und die Farben schimmern oft ein wenig blass oder wechseln in der Sättigung. Da wirkt die Fernsehausstrahlung der ersten "Raumschiff Enterprise" besser. In hellen Szenen geht die Schärfe für eine Lowest Budget-Produktion anfang der 1980er in Ordnung, in dunklen aber wird es zunehmend matschig. Positiv ist das Ausbleiben von Defekten und Störungen, auch ein Rauschen ist nur sehr selten zu erkennen. Dafür produzieren einige Objekte in Bewegungen stehende Muster, am besten wohl bemerkbar an den Schwenks über die Raumfähren. Zufrieden sein kann man damit gerade so (knappe 3 Punkte!!), vor allem wenn man sich die miese Qualität der Spots anschaut, die anscheinend in dieser Form auf der US-DVD gelandet sind. Die Kompression stellt übrigens keine schwerwiegenden Fehler dar (ein paar Mal Blockbildung hier und da, aber was soll's), trotzdem muss man bemerken, dass gerade das Bildrauschen nachträglich verschlimmbessert wurde, aber eine bessere Alternative als dieser DVD von Marketing existiert noch nicht.
Der Ton überzeugt nicht wirklich, das wird man schon im leicht verzerrenden Song im Hauptmenu entdeckt haben. Sehr oft führt der kraftvolle, energiegeladene Soundtrack mit klassischer Orchesterbesetzung dazu, dass der Ton übersteuert oder minimal leiert. Der 5.1-Track, der dem sonst flachen Sound etwas mehr Fülle verleiht, wird dem Zuschauer schon nach kurzer Zeit überdrüssig werden, da hier mal wieder der gesamte Ton mit auf die hinteren Lautsprecher gelegt wurde, was grad bei den Blechbläsern mehr Lärm als Atmosphäre produziert. Der deutsche Stereotrack ist daher zu empfehlen, wirkt durch die nun frontlastige Beschallung vielleicht ein wenig schwächer, ist aber unbedingt nötig, um den gesamten Film durchzustehen. Hier zischen die Stimmen zwar immer noch und die Verständlichkeit dürfte ein wenig besser sein, aber das markante Rauschen des 5.1 Tracks ist fast nicht mehr vorhanden. Der englische Track wirkt vor allem in der Musik ein Stück dumpfer und schaltet sich in einigen Passagen automatisch um, da keine komplette deutsche Synchronisation des Filmes vorlag, worauf Marketing freundlicherweise schon auf dem Cover hinweist. In diesen Fällen stehen dann auch deutsche Untertitel zur Verfügung und die Umschaltung selbst erfolgt fließend ohne markante Übergänge.
Unter den Extras zum Film finden sich 4 englische Spots und der englische Trailer, sowie Informationen zu 4 Darstellern und dem Regisseur, im Falle von Dorothy Stratten sogar eine kurze Infotafel, die die Umstände ihres Schaffens und ihres frühen Ablebens erklärt. Die Artworkgalerie enthält Bilder zu verschiedenen Veröffentlichungen des Films, die Slideshow bietet leider nur Stillshots aus dem Film, die man sich genauso gut im Film selbst anschauen kann. Weiterhin sind 3 Trailer von zukünftigen Veröffentlichungen enthalten, die zwar alle lausig kodiert sind (Blöcke noch und nöcher), aber vor allem "Furz - Der Film" sollte man hervorheben, der hat gute Chancen auf den Oscar für das beste Drehbuch!

Die Zweitauswertung von Marketing enthält den Film nun inklusive der nicht deutsch synchronisierten Szenen und ist somit ungeschnitten. Comedy-Fans mit Hang zum billigeren Teil des Science Fiction-Genres dürfen gern einen Blick riskieren. Die DVD bietet einige Schwächen im Bild und Ton, ein paar Extras haben es aber auf die DVD geschafft.


Film+++---
Bild+++---
Ton++----
Bonus+-----


Druckbare Version
NewsNeue Marketing-DVDs ab dem 18.12.2003
Galaxina
Galaxina
Galaxina
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