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JP 2003
Originaltitel:Ju-on: The Grudge
Länge:89 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Takashi Shimizu
Buch:Takashi Shimizu
Kamera:Kikimura Tokusho
Musik:Sato Shiro, Suitei Shojo
SFX:Matsumoto Hajime
Darsteller:Yui Ichikawa, Misaki Ito, Megumi Okina, Misa Uehara, Kanji Tsuda, Yoji Tanaka, Takashi Matsuyama, Takako Fuji, Chikara Ishikura, Daisuke Honda, Hirokazu Inoue
Vertrieb:Highlight
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Japanisch
Specials:
  • Originaltrailer
  • Trailershow:
    • The Princess Blade
    • St.Johns Wort
    • Hero
    • City of God
  • Der besondere Filmtipp: "Dark Water"
Als die junge Altenpflegerin Rika Nishina von Ihrem Chef gebeten wird, nach einer bettlägerigen Frau zu sehen, ahnt sie noch nicht, was sie erwartet. Rika findet die alte Frau völlig verwahrlost und apathisch vor sich hin stammelnd in ihrem Haus. Doch die Sache wird noch unheimlicher. In den Mauern gehen seltsame Dinge vor sich und Rika sieht sich dem puren Bösen unmittelbar gegenüber. Auf dem Haus scheint ein Fluch zu liegen, vor dem es kein Entkommen gibt.
"Ein Haus, ein Fluch und kein Entkommen"

Und die japanische Welle der Geisterwelle à la "Ringu" läuft weiter, wie ein Tsunami...
Hier ist noch ein Beitrag, eine Kinoversion eines doppelten TV-Film-Hits: "Ju-On - The Grudge". Aufmerksamen Genrekennern werden die vielen Parallelen gleich reihenweise ins Auge springen: wieder ein Todesfluch, wieder eine Frau als Geist (plus Kind diesmal), welche sich verrenkend, mit wirren Haaren und stierem Blick den Opfern nähert, wieder reihenweise Tote. Bleibt also die Frage danach, wie man sich diesem Beitrag nähert und wie er umgesetzt wurde. Hat man noch keinen anderen Film gesehen ("Ring-Trilogie", "Dark Water"), so setzt "Ju-On" durchaus Maßstäbe. Er ist höllisch gruselig, hat diverse Schockeffekte und einfallsreiche Gruselszenen zu bieten und packt den Zuschauer am Nacken, denn es scheint keinen Ausweg zu geben.
Ein Todesfluch hängt über einem Wohnhaus, nachdem ein Ehemann dort einst seine Frau ermordete. Das dazugehörige Kind verschwand und ward nicht mehr gesehen - und nun stirbt jeder, der seinen Fuß über die Schwelle setzt, eines grausamen Todes, samt denen, die mit ihm in Folge in Kontakt kamen. Inszeniert ist das alles in einer Art Buchkapitel oder Kurzgeschichtenform, bei der nacheinander Charaktere vorgestellt werden, die mit dem Haus samt Fluch in Kontakt kommen. Erst eine junge Sozialarbeiterin, die das Haus inspiziert, dann ein Rückblick auf die verschwundene Familie, die dazugehörige Schwester, die untersuchenden Polizisten, ein überlebender Polizist des Originalfalls, dessen Tochter mit ihren Mitschülerinnen usw.
Bemerkenswert ist die ausweglose Gnadenlosigkeit, mit der allesamt in einem Horrorszenario nach dem anderen abserviert werden. Zwar ähneln sich die Effekte, aber es sind immer wieder Szenen und Sets, die nervösen Naturen schlaflose Nächte bereiten und das nicht zu knapp. Ob es jetzt am Bildrand vorbeihuschende Kinderfiguren, starrende Augen, Schattenfiguren oder untote Teenagergeister sind, stets ist der Schock auf der Habenseite der Macher. Womit sich aber das Problem ergibt, dass der Film außer seinen episodenhaften Tableaus wenig zu bieten hat, wenn es ans Erzählerische geht. Es gibt weder eine ordentliche Auflösung noch irgendwelche Erklärungen, die Geschichte entwickelt sich nach dem Fortpflanzungs- aber nicht nach dem Schneeballsystem. Man harrt einer Identifikationsfigur, doch der Film präsentiert nur Rätsel und nicht mal ein praktikables Ende, wobei die finale Enthüllung so vage bleibt, dass man noch Stunden weiterdiskutieren kann, was denn nun wirklich geschehen und wer an den Todesfällen Schuld ist, der Mann, die Frau, das Kind, die Katze, was auch immer.
Aber vielleicht braucht man das nicht unbedingt, wenn man endlich mal einen Film präsentiert bekommt, der einem in Reihe die Haare zu Berge stehen lässt und in punkto Ausweglosigkeit keine Verwandten kennt. Immerhin verzichtet "Ju-On" auf die typisch japanische Langatmigkeit der "Ring"-Filme. Mir persönlich hat er gefallen und es gibt nicht so viele Geisterfilme, die tatsächlich Wirkung haben und auf Konventionen scheißen. Aber von hier an muss das Grauen ein neues Gesicht bekommen, denn Kinder, Spiegel, Treppen und Kriechgang werden irgendwann ihre Magie verlieren.

"Ju-On:The Grudge" hat keine 2 Jahre auf den Buckel und trotzdem kann man dem Film in puncto Bildqualität kaum mehr als 3 Punkte geben. Dies resultiert daraus, dass und hier eine gerade mal befriedigende Schärfe geboten wird, deren Detailsschärfe nur in Nahaufnahmen der Gesichter überzeugen kann. Die Farben wirken blass und ausgewaschen, was jedoch auch ein Stilmittel des Regisseurs sein kann, der hier meist Erdtöne wie Braun benutzt. Der Kontrast ist recht gut geworden und gewährt uns in dunklen Aufnahmen noch einen guten Einblick. Rauschen fällt kaum auf und die Kompressionen leisten eine recht gute Arbeit und warten mit einer sehr hohen Bitrate zwischen 9 und 10 MBit/sek auf. Trotzdem fällt hier ein deutliches Nachziehen bei schnellen Bewegungen und Blockrauschen im Hintergrund negativ auf. Defekte und Verschmutzungen sind zwar geringfügig vorhanden, fallen aber kaum störend auf.
Der Ton macht hierbei schon ein deutlich besseren Eindruck als das Bild. Zwar wirkt der deutsche 5.1 Track etwas zu frontlastig und die gute Synchronisation dominiert oft das Geschehen, trotzdem weiß das Gesamtbild zu gefallen. Eine richtige Räumlichkeit will sich hier jedoch nicht einstellen, da die Rearspeaker meist nur für den Einsatz der spärlichen Surroundeffekte benutzt werden, die es nur in den Schockmomenten im Film gibt, ansonsten bleibt es bis auf einige Music Score-Einstreuungen still im Effektbereich. Wenn die Effekte dann aber einsetzen, passen sie immer perfekt zu der düsteren Atmosphäre des Films und warten mit einem kräftigen Bass auf. Der japanische Track klingt im Ganzen etwas zurückhaltender, weist aber eine natürlichere Sprachverständlichkeit auf. Da es aber keine deutschen Untertitel gibt, ist diese Version nutzlos, außer man legt dieser DVD noch einen Japanischkurs für Anfänger bei ...
Als Bonus gibt es leider nur den Originaltrailer, eine Highlight Film-Trailershow und den besonderen Filmtipp. Nicht gerade das, was man Extras nennen kann, aber die Ausländischen VÖs hatten nichtmal einen Trailer.

"Ju-on: The Grudge" sorgt einmal mehr für 90 Minuten Grusel "Made in Asia" und sollte man sich einmal schmecken lassen. Leider hapert es bei der DVD-Umsetzung nicht nur am Bonusmaterial, sondern auch an dem viel zu unscharfen Bild und den fehlenden deutschen Untertiteln. Dies wird aber durch den ordentlichen 5.1 Mix und der guten deutschen Synchronisation wieder wett gemacht.


Film+++++-
Bild+++---
Ton++++--
Bonus------


Druckbare Version
Fluch - The Grudge 2, Der
Grudge - Der Fluch, The (Premium Edition)
Ju-on: The Grudge 2
Ju-on: The Curse (Teil 1+2)
Grudge 3, The - Der Fluch
Ju-On: The Grudge
IMDb.com OFDb.de







 
 
André K. am 2004-02-16
Bewertung:

Netter Gruselschocker für Zwischendurch
Die Welle von Mysterythrillern aus Fernost, die auf "Ring"-Welle schwimmen, reißt einfach nicht ab. "Ju-On: The Grudge" ist einer der neusten Vertreter, welcher einmal mehr eine hilflose junge Frau übersinnlichen und gruseligen Phänomenen aussetzt. Im Fernsehen erfolgreich gelaufen, machte man sich schnell an ein Kinoremake, um maximalen Gewinn zu erzielen.
„Ju-On“ handelt von der Pflegerin Rika, die bei einem Hausbesuch mit einem seltsamen Fluch belegt wird. Jeder der dieses Haus betritt sieht sich mit Geistern konfrontiert, die ihren Opfern letztendlich den Tod bringen. Das Motiv und Schicksal dieser untoten Seelen wird erst langsam im Verlauf des Films offenbart.
Vor allem im soundtechnischen Bereich zeigt dieser Film seine Stärken. Die schleichenden, undefinierbaren Geräusche erzeugen zusammen mit der an den Nerven zerrenden Musik für eine aussichtslose, pessimistische, ausweglose Atmosphäre. Optisch hätte der Film aber deutlich abwechslungsreicher und düsterer ausfallen können, da der triste Anblick des Hauses auf die Dauer eintönig ist. Das Problem des Films ist die komplizierte Erzählweise, durch die der Zuschauer zusätzlich verwirrt wird. Gegenwart und Vergangenheit sind oft nur schwer zu unterscheiden. Hinzu kommt, dass die Fülle von Opfern, denen jeweils eine einzelne Episode zusteht, dazu führt, dass die Figuren alle recht beliebig und austauschbar bleiben. Flache Charaktere, mit denen man sich nicht identifizieren kann, da ihre Auftritte und ihr Ableben schon festgelegt sind tragen nicht zur Atmosphäre bei.

Fazit:
Netter Gruselschocker, der dank der Soundkulisse für Gänsehaut sorgt. Die eintönigen Sets und der regelmäßige Bruch durch neue Episoden schaden dem Gefüge aber merklich. Für Fans wahrscheinlich ein Muss, für den Rest nur ein "Kann".



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