Login 18er Bereich
vielen Parallelen gleich reihenweise ins Auge springen: wieder ein Todesfluch, wieder eine Frau als Geist (plus Kind diesmal), welche sich verrenkend, mit wirren Haaren und stierem Blick den Opfern nähert, wieder reihenweise Tote. Bleibt also die Frage danach, wie man sich diesem Beitrag nähert und wie er umgesetzt wurde. Hat man noch keinen anderen Film gesehen ("Ring-Trilogie", "Dark Water"), so setzt "Ju-On" durchaus Maßstäbe. Er ist höllisch gruselig, hat diverse Schockeffekte und einfallsreiche Gruselszenen zu bieten und packt den Zuschauer am Nacken, denn es scheint keinen Ausweg zu geben.
werden, die mit dem Haus samt Fluch in Kontakt kommen. Erst eine junge Sozialarbeiterin, die das Haus inspiziert, dann ein Rückblick auf die verschwundene Familie, die dazugehörige Schwester, die untersuchenden Polizisten, ein überlebender Polizist des Originalfalls, dessen Tochter mit ihren Mitschülerinnen usw.
ans Erzählerische geht. Es gibt weder eine ordentliche Auflösung noch irgendwelche Erklärungen, die Geschichte entwickelt sich nach dem Fortpflanzungs- aber nicht nach dem Schneeballsystem. Man harrt einer Identifikationsfigur, doch der Film präsentiert nur Rätsel und nicht mal ein praktikables Ende, wobei die finale Enthüllung so vage bleibt, dass man noch Stunden weiterdiskutieren kann, was denn nun wirklich geschehen und wer an den Todesfällen Schuld ist, der Mann, die Frau, das Kind, die Katze, was auch immer.
Langatmigkeit der "Ring"-Filme. Mir persönlich hat er gefallen und es gibt nicht so viele Geisterfilme, die tatsächlich Wirkung haben und auf Konventionen scheißen. Aber von hier an muss das Grauen ein neues Gesicht bekommen, denn Kinder, Spiegel, Treppen und Kriechgang werden irgendwann ihre Magie verlieren.































![]() | |
![]() | Druckbare Version |
![]() | ![]() |
![]() | Fluch - The Grudge 2, Der Grudge - Der Fluch, The (Premium Edition) Ju-on: The Grudge 2 Ju-on: The Curse (Teil 1+2) Grudge 3, The - Der Fluch |
![]() | Ju-On: The Grudge |
![]() | ![]() |


| André K. am 2004-02-16 Bewertung: ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Netter Gruselschocker für Zwischendurch Die Welle von Mysterythrillern aus Fernost, die auf "Ring"-Welle schwimmen, reißt einfach nicht ab. "Ju-On: The Grudge" ist einer der neusten Vertreter, welcher einmal mehr eine hilflose junge Frau übersinnlichen und gruseligen Phänomenen aussetzt. Im Fernsehen erfolgreich gelaufen, machte man sich schnell an ein Kinoremake, um maximalen Gewinn zu erzielen. „Ju-On“ handelt von der Pflegerin Rika, die bei einem Hausbesuch mit einem seltsamen Fluch belegt wird. Jeder der dieses Haus betritt sieht sich mit Geistern konfrontiert, die ihren Opfern letztendlich den Tod bringen. Das Motiv und Schicksal dieser untoten Seelen wird erst langsam im Verlauf des Films offenbart. Vor allem im soundtechnischen Bereich zeigt dieser Film seine Stärken. Die schleichenden, undefinierbaren Geräusche erzeugen zusammen mit der an den Nerven zerrenden Musik für eine aussichtslose, pessimistische, ausweglose Atmosphäre. Optisch hätte der Film aber deutlich abwechslungsreicher und düsterer ausfallen können, da der triste Anblick des Hauses auf die Dauer eintönig ist. Das Problem des Films ist die komplizierte Erzählweise, durch die der Zuschauer zusätzlich verwirrt wird. Gegenwart und Vergangenheit sind oft nur schwer zu unterscheiden. Hinzu kommt, dass die Fülle von Opfern, denen jeweils eine einzelne Episode zusteht, dazu führt, dass die Figuren alle recht beliebig und austauschbar bleiben. Flache Charaktere, mit denen man sich nicht identifizieren kann, da ihre Auftritte und ihr Ableben schon festgelegt sind tragen nicht zur Atmosphäre bei. Fazit: Netter Gruselschocker, der dank der Soundkulisse für Gänsehaut sorgt. Die eintönigen Sets und der regelmäßige Bruch durch neue Episoden schaden dem Gefüge aber merklich. Für Fans wahrscheinlich ein Muss, für den Rest nur ein "Kann". |