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USA 1987
Originaltitel:House 2 - The Second Story
Alternativtitel:House II
Länge:84 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Ethan Wiley
Buch:Ethan Wiley
Kamera:Mac Ahlberg
Musik:Harry Manfredini
SFX:James Isaac, Mark Sullivan, Mike Smithson
Darsteller:Arye Gross, Jonathan Stark, Royal Dano, Bill Maher, John Ratzenberger, Amy Yasbeck, Dwier Brown, Devin DeVasquez
Vertrieb:Ascot Elite/Splendid
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:
  • 3 Bio- und Filmografien
  • Trailer:
    • Hollywood Cop (1:39 Min.)
    • Ninja Commando (0:29 Min.)
    • Karate Tiger (2:03 Min.)
    • Concorde Inferno (3:30 Min.)
    • My Chauffeur (1:32 Min.)
Der Waise Jesse kehrt nach vielen Jahren in sein verlassenes Elternhaus zurück, wo er auf die Spuren seines Ur-Ur-Großvaters gleichen Namens stößt, eine Legende zu Zeiten des Wilden Westen. Dieser soll einen Schatz gefunden haben, einen Schädel der Azteken, der ewiges Leben verspricht. Jesse jr. und sein Kumpel suchen in der Nähe von Grampas Grab nach dem Schatz, stoßen aber nur auf die Überreste von Grampa selbst. Und die sind keineswegs tot, zwar ein wenig eingestaubt, aber quicklebendig. Von nun an gilt es, die geisterhafte Erscheinung vor den Frauen im Haus zu verstecken und den Schädel zu beschützen, denn das Haus lädt allerlei Räuber aus verschiedenen Zeitepochen ein, die nach ihm trachten. Allen voran Grampas ehemaliger Partner, der noch eine Rechnung offen hat ...
Statt sich mit bitterem Ernst aus dem Rennen der guten Horror-Fortsetzungen zu katapultieren, regiert in "House 2" der pure Schwachsinn und Spaß. 80er Trash und familientauglicher Horror treffen sich zu einer wilden Mixtur, bei der man den Anspruch und scharfsinnigen Humor mit Sicherheit lange suchen darf. Was soll's, "House 2" bietet trotzdem Unterhaltungswert en masse, denn die geschickte Verknüpfung der verschiedenen Elemente macht den guten Film aus.
So bemerkt man eigentlich gar nicht, wie schnell das Intro mit altbekannter "Haunted House"-Thematik ganz fix in eine Gruselgeschichte übergeht, die sich durch Abenteuer und grimmige Figuren, aber nicht durch Blut, Gewalt oder Psychoterror auszeichnet. Dabei ist die FSK12-Freigabe nicht einmal so sehr der Garant für eine handzahme Märchengeschichte, wie man es vielleicht von "Retro Puppet Master" her kennt, sondern für einen wilden Action-Mix in düsterem Ambiente. Opa Jesse ist mitnichten der "Zombie Teil 57"-Hauptdarsteller, sondern ein waschechter Westernheld, den die Zeit ein wenig verknittern lies, dem die 170 Jährchen Gruftgeruch aber keineswegs seine Lebensfreude, sein Geschick als Revolverheld und Geschichtenerzähler nehmen konnte. Rund um den ruppigen Märchenonkel mit Charmefaktor hoch 10 baut sich auch die Story auf, auch wenn Gramps (hervorragend von Royal Dano umgesetzt) nur eine untergeordnete Rolle spielt. Die anfangs ein wenig nach "Ghostbusters" riechende Eighties-Geisteratmosphäre entwickelt sich nämlich zum reinrassigen "Bill & Teds verrückte Reise durch die Zeit" trifft "Indiana Jones und der Tempel des Todes"-Verschnitt, denn der lebensspendende Kristallschädel öffnet so manches Tor in eine andere Dimension. Die Erste entlässt einen Muskelprotz aus einem Land vor unserer Zeit (*hüstl*) und verschafft den zwei Comedy-Hauptakteuren (Arye Gross als Sympathieträger und Jonathan Stark als überdrehter Clown) zwei knuddlige Handpuppen, zunächst getarnt als gefräßige Bedrohung, die man später einfach nur noch lieb haben muss. Gegen Ende der sehr kurzweiligen Unterhaltung werden interessante Ausschweifungen in Richtung Wilder Westen unternommen, standesgemäß mit Shout-Out und Sprünge durch Fenster und man vollkommen in eine bunte Fantasywelt versetzt, die - wie sollte es auch anders sein - in einem Happy End mündet.
Dabei lenkt Regisseur Ethan Wiley, der im ersten "House"-Teil noch als Drehbuchautor agierte, ja geschickt von der hauchdünnen Handlung ab, könnte man meinen. Ganz richtig, aber wo es an Hintergründen mangelt, wird die verrückte Welt aus "House 2" mit weiteren abgedrehten Einfällen bestückt. So hat später "Cheers"-Star John Ratzenberger einen skurrilen Gastauftritt als Elektriker Bill, der sich tollpatschig ernst seinen Weg durch eine Reihe von Azteken in einer Opferungszeremonie bahnt. Zuvor noch darf sich Kane Hodder, der hier mal wieder seinen Job als Stuntman ausübte, als Riesengorilla in einer Menge ausgelassener Halloween-Partygäste tummeln.

DVD-Standard gibt es nicht für diesen Film, denn dafür überstrahlen die meist kalten, matten Farben etwas zu stark und der Bildstand ist zu unruhig. Ein leichtes Flimmern ist auch zu sehen und die Schärfe ist grad einmal mittelmäßig, also nicht zu matschig, aber auch keinesfalls detailliert. Beim Kontrast offenbaren sich keine groben Fehler, insgesamt sind aber viele Szenen recht dunkel ausgefallen. Die Kompression arbeitet erwartungsgemäß nicht perfekt, starkes Blockrauschen oder Artefaktbildung bleiben aber aus, was zumindest die technische Seite der DVD in ein gutes Licht rückt. Knappe 3 Punkte, denn mit etwas mehr Rottönen würde der Film und die DVD bedeutend besser aussehen.
Unüblicherweise ist die deutsche Tonspur mal deutlich besser als der Originalton (beide DD 2.0), denn sie ist weniger dumpf und rauscht nur sehr wenig. Etwas sonderlich Positives oder Negatives lässt sich nicht darüber sagen, man bekommt eine gute Synchro, die im Vergleich zum Restton etwas zu laut abgemischt ist und keinerlei auffällige Aussetzer oder Qualitätsschwankungen. Eigentlich sollte man nicht mehr erwarten, Raumton oder besonders dynamische Momente sucht man besser woanders. Der Score ist übrigens sehr interessant gelungen und hilft oft über kleine inszenatorische Schwierigkeiten hinweg, hätte aber wie der gesamte Ton etwas mehr Bass vertragen können.
Im Bonusbereich finden sich 3 kurze Bio- und Filmografien zu den Hauptdarstellern und 5 Trailer (teilweise anamorph). Kaum etwas, womit man sich länger beschäftigen könnte, aber besser als gar nix.

Als leichte Unterhaltung darf man "House 2" sicher bezeichnen, der nun mehr auf Comedy als auf Horror setzt. Kindern (ab 12 Jahren natürlich) wird er wahrscheinlich sogar mehr Spaß machen als Erwachsenen, die aber trotzdem gern zur kunterbunten Gruselstory greifen dürfen. Bild- und Tonqualität der DVD von Elite sind leider nur durchschnittlich, vor allem weil das Bild zu wenig Farbe besitzt.


Film++++--
Bild+++---
Ton+++---
Bonus+-----


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House III
House 2
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