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USA 2005
Originaltitel:Hills Have Eyes, The
Länge:103:57 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Alexandre Aja
Buch:Alexandre Aja, Wes Craven, Grégory Levasseur
Kamera:Maxime Alexandre
Musik:tomandandy
SFX:K.N.B. EFX, Rez-Illusion
Darsteller:Aaron Stanford, Kathleen Quinlan, Vinessa Shaw, Emilie de Ravin, Robert Joy, Ted Levine, Desmond Askew, Tom Bower, Ezra Buzzington, Maisie Camilleri Preziosi, Billy Drago, Laura Ortiz, Michael Bailey Smith
Vertrieb:20th Century Fox
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Türkisch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:16.06.2006 (Verleih) / 18.09.2006 (Kauf)
Specials:
  • Separate Untertitelspur "Fakten zum Fim"
  • Audiokommentar von Drehbuchautor/Regisseur Alexandre Aja, Drehbuchautor/künstlerischem Leiter Gregory Levasseur und Produzentin Marianne Maddalena
  • Audiokommentar der Produzenten Wes Craven und Peter Locke
  • Inside Look:
    • Teaser "Das Omen" (1:25 Min.)
    • Teaser "The Ringer" (1:12 Min.)
  • Überleben in den Hügeln: Making-Of "The Hills have Eyes" (50:24 Min.)
  • Musik-Video: "Leave the Broken Hearts" von The Finalist (3:36 Min.)
  • Trailer: "Im Fadenkreuz 2" (0:59 Min.)
  • Trailer vor dem Hauptmenü:
    • Das Omen (1:32 Min.)
    • 28 Day Later (1:26 Min.)
    • Alien Quadrilogy (DVD-Trailer) (1:07 Min.)
New Mexico, irgendwo off road auf einem ehemaligen Atomversuchsgelände: Hier endet der Urlaubstrip für die (anfangs) siebenköpfige Familie Carter nach einer mysteriösen Panne! Es beginnt eine Höllenfahrt in die Tiefen perverser Mordlust. Denn eine Rotte von Mutanten geht auf jede vorstellbare (und unvorstellbare) Art daran, den Gestrandeten die dünne Haut der Zivilisation vom Leibe zu reißen.
"The lucky ones die first."

Talentierter Horrorfrischling aus Frankreich trifft auf früheren Horror-Guru aus Amerika. Alexandre Aja beglückte vor einiger Zeit die Fans des deftigen Splatter-Slashers mit einem mehr als nur geglückten Schlitzer-Beitrag aus Frankreich, der nicht nur extreme Spannung und eine überdimensional knisternde Atmosphäre zu bieten hatte, sondern auch so deftige Splatter- und Goreeffekte in Old-School-Manier, dass er hierzulande nicht einmal durch die SPIO/JK kam und nur offiziell gekürzt erscheinen durfte. Diese Erfahrung haben auch Wes Cravens Projekte zur Genüge durchgemacht. Doch der Meister, der hinter Klassikern wie Interner Link"A Nightmare on Elm Street" und Interner Link"Last House on the Left" steht und mit Interner Link"Scream" die moderne Slasher-Welle erst so richtig ins Rollen brachte, hatte in letzter Zeit eigentlich nur noch Müll produziert. Dieses Mal nahm er allerdings wieder einmal auf dem Produzentenstuhl Platz und drehte, zusammen mit dem frischen Regisseur aus Frankreich, ein Remake seines sozial-kritischen Schockers Interner Link"The Hills Have Eyes". Herausgekommen ist dabei ein weiterer unglaublich derber Filmbeitrag des modernen Terrorkinos, bei dem aber mal nahezu alles stimmt.



"The Hills Have Eyes", das ist Terror-Kino pur und bringt uns zurück in die zeigefreudigen 80er-Jahre und ihre Art des Horrorfilms. Die Story hält sich dabei schon einmal ziemlich genau an die Vorlage. Eine Familie kommt auf einer Reise durch die Wüste vom rechten Weg ab und bleibt mitten im Nirgendwo mit ihrem Wohnwagen stehen. Weit und breit ist keine Menschenseele zu sehen und so machen sich die Männer, abgesehen vom Jüngsten, auf den Weg, um Hilfe zu suchen. Was sie allerdings nicht ahnen: Sie werden von einigen Hinterwäldlern beobachtet, die vor einiger Zeit Opfer einiger Atomtests der Regierung wurden und nun auf Rache sinnen. Und diese Rache fällt blutig aus ... Zugegeben, im Grunde hat die Geschichte um eine liegen gebliebene Familie, die von einigen brutalen Mutanten gejagt wird, nicht viel Innovatives zu bieten, denn solche Vorfälle gab es so oder so ähnlich schon des Öfteren, auch in letzter Zeit, wenn man nur mal an Interner Link"Michael Bays Texas Chainsaw Massacre" oder Interner Link"Wrong Turn" denkt.
Allerdings erwartet man bei einem Remake auch nicht unbedingt sonderlich viele Neuheiten, sondern eher, dass sich das Gezeigte möglichst nah ans Original hält, und da kann das Drehbuch dann doch überzeugen. Zwar sind Logiklücken und Ungereimtheiten auch hier an der Tagesordnung und der sozialkritische Kern der Geschichte kommt heutzutage auch nicht mehr sonderlich glaubwürdig rüber, doch für eine genauso einfache, wie fantastische Horrorgeschichte reicht das Gegebene vollkommen aus! Und wie bei den meisten Horrorfilmen, sowohl von damals als auch heute, kommt es ja im hauptsächlichen Sinne auch nicht unbedingt auf eine tiefgründige Geschichte an, sondern vor allem auf Spannung, Atmosphäre und/oder auf ordentliche Gore-Effekte. Und davon hat "The Hills Have Eyes" nun wirklich massig zu bieten. Spannung und Atmosphäre sind hier wirklich auf einem Niveau, das man in letzter Zeit wirklich oft schmerzlichst vermisst hat, vor allem bei solch einem Film. Wie es sich gehört, wird die Spannungsschraube hier langsam aber bestätig immer fester zugeschraubt, um dann beim Finale wirklich richtig fest zu sitzen und den Zuschauer regelrecht vor Spannung zittern lässt. Auch wenn der Plot für Kenner nicht unbedingt sonderliche Überraschungen bereithält und durchaus vorhersehbar ist, so kann auch dieser Schlag von Zuschauern durchaus mit einigen Schweißperlen auf der Stirn rechnen. Denn nicht nur der Spannungsgrad stimmt, auch die Atmosphäre tut ihr übriges. Die menschenleere Wüste ist wirklich gespenstisch ausgefallen, vor allem in den Nachtszenen. Und wenn die Mutationen dann aus ihren Höhlen gekrochen kommen und die Familie terrorisieren, dann beben auch sie förmlich mit im heimischen Kinosessel. Denn so ein schauderhaftes Gesocks gab es in letzter Zeit fast nirgends zu sehen.



Doch nicht nur dass diese Figuren wirklich scheußlich und Grauen erregend aussehen, sie sind auch in ihrer Handlungsweise alles andere als zimperlich und das zeigt Aja seinem splatterbegierigen Publikum hier nur allzu deutlich. Strotzte schon sein Interner Link"High Tension" vor bitterbösen Szenen, so setzt er hier noch einmal einiges drauf und bietet ein so dreckiges, abstoßendes und dabei dennoch beeindruckend brutales Horrorkino, wie man es schon lange nicht mehr zu Gesicht bekommen hat. Wenn die Hinterwäldler hier die Familie terrorisieren, dann fließt nicht nur das Blut in Strömen, auch der Strudel von Gewalt geht manchmal an die Grenzen des Ertragbaren und dürfte so mache zartbesaitete Seele schnellstens aus dem Kino vertreiben. Brennende Menschen, blutige Schießereien und das ständige Zweckentfremden einer axtartigen Spitzhacke sind hier an der Tagesordnung. Und das schon in der leicht gekürzten Kinofassung. Selten hat es dem Zuschauer gleichzeitig so weh getan wie Freude bereitet, bei diesem Strudel aus Perversitäten und Gewalt zuzuschauen. Ob man es wirklich so weit in Sachen Brutalität treiben muss, das kann sicher diskutiert werden. Doch man sollte immer bedenken, dass man es hier mit einem eiskalten Horrorschocker zu tun hat, der sich eigentlich nur so tabulos und brutal gibt, wie viele 80er-Jahre-Streifen, die in letzter Zeit eigentlich undenkbar waren. Und wer auf solche Filme noch nie was gegeben hat, der hat in "The Hills Have Eyes" eigentlich auch nichts verloren, schon gar nicht die Teenie-Horror-Fraktion von heute!


Doch nicht nur das Übermaß an Atmosphäre und Gore lassen dem Horrorfreund das Herz in der Brust höher schlagen, auch die Tatsache, dass alles auch noch auf herrliche Old-School-Art inszeniert wurde, ist Gold wert. Die Splattereffekte sind wirklich von Anfang bis Ende vollkommen frei von Computeranimationen geblieben und wurden auf wirklich herrlich dreckige und schön auf 80er-Jahre-Stil getrimmte Weise inszeniert, die dem geneigten Horror-Freak das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Make-Up-Guru Tom Savini dürfte sich wohl warm angezogen haben, als er diese prachtvolle Splattertour hier miterlebt hat. Denn diese Effekte kommen wirklich erstaunlich nah an seine damaligen Werke heran.
Dazu dann noch die grandiosen Masken der Hinterwäldler, die man so prächtig scheußlich nicht einmal bei Interner Link"Wrong Turn" gesehen hat. Und für die richtige Atmosphäre sorgt dann neben der tolle Kulissenauswahl, der perfekten Regiearbeit sowie den eben genannten Effekten, noch ein absolut prächtiger Score, der richtig schön prickelnde Klänge im Kino verteilt und wirklich wunderbar atmosphärisch wirkt. So muss gutes Horrorkino inszeniert sein!
Einzig und allein der etwas träge Beginn müsste ein wenig angeprangert werden. Denn wie schon z.B. Interner Link"House of Wax", so hat auch "The Hills Have Eyes" leider ein wenig Überlänge und geht ungefähr eine viertel Stunde länger, als es unterm Strich vielleicht nötig gewesen wäre. Die Vorstellung der einzelnen Figuren hätte man alles in allem doch etwas kompakter halten können, zumal einem die (teils recht klischeehaften) Charaktere im Endeffekt irgendwie sowieso am Arsch vorbeigehen. Da hätte eine normale Laufzeit von gut 90 Minuten sicher mehr als ausgereicht. Aber nun gut, wir wollen mal nicht so sein!
Zu den Darstellern sei noch fix gesagt, dass sie allesamt typische Horrorkost abliefern, wobei sie dieses mal allerdings am oberen Rand schwimmen und im Vergleich dennoch besser sind als viele ihrer Kollegen. Wirklich kennen wird man da zwar bloß Interner Link"Lost"-Schnuckel Emilie de Ravin als blondes Klischee-Flittchen Brenda, sowie Ted Levine als Familienoberhaupt Big Bob, aber auch all ihre Kollegen, egal ob nun aus ihrer Familie oder aus der Familie der Mutanten, machen ihre Sache soweit ganz zufriedenstellend, wie man es durchaus fürs Genre erwarten darf. Gut so!

"It's breakfeast time."

Es wundert irgendwie, dass "The Hills Have Eyes" seitens Fox weder im Digipack, noch im zur Zeit heiß angesagten Steelbook erscheint, sondern einfach in einer normalen roten Amaray-Box. Gerade bei diesem Titel, wäre solch eine Sonderverpackung ideal gewesen. Aber wie dem auch sein, kommen wir lieber zum anamorphen Widescreen-Transfer, der hier eine wirklich hervorragende Arbeit abliefert und trotz stark in den Vordergrund gerückter Bildverfremdungen durch Stilmittel und Farbfilter zum Besten gehört, was uns in den letzten Monaten geboten wurde. Die Schärfe ist wirklich hervorragend und offenbart meist jedes noch so kleine Detail. Es kommt nur selten vor, dass das Bild einmal etwas zu weich wirkt und selbst die Kantenschärfe hat die Note sehr gut verdient und sorgt dafür, dass uns ein sehr plastisch wirkendes Bild spendiert wird. Der Kontrast wurde gewollt sehr hart gewählt und lässt helle Flächen meist überstrahlen, was im Kontext mit den erdigen Farbtönen den besonderen Look des Filmes ausmacht. Zudem bekommen wir es mit einem meist satten und kräftigen Schwarzwert zu tun, der selbst in dunklen Szenen keinerlei Details missen lässt und sich hervorragend dem Geschehen auf den Bildschirm anpasst. Dass einige Szenen im Bereich Schwarzlevel etwas abfallen und ins Gräuliche oder gar Bläuliche abdriften, dürfte ebenfalls so gewollt sein, da dies immer Szenen abhängig geschieht und stets passend wirkt.
Weiterhin ist der Transfer sehr rauscharm und lediglich die Kompressionen könnten etwas besser arbeiten. So findet sich immer wieder leichtes Blockrauschen auf hellen Flächen und in schnellen Kameraschwenks zeigt sich leichte Bewegungsunschärfe. Defekte und Verschmutzungen sind den Transfer fremd, was man bei einem solch neuen Film auch nicht anders erwarten sollte.
Der deutsche Dolby Digital 5.1 Track macht ebenfalls einen guten Eindruck, hält sich zu Beginn in puncto Soundeffekte aber deutlich zurück. Hier werden die Rears aber immer wieder recht ordentlich für gezielte Umgebungsgeräusche genutzt und die Dialoge sind sauber und klar aus dem Frontbereich zu hören. Richtig in Fahrt kommt der Ton erst nach ca. 45 Minuten während der Wohnwagen-Sequenz. Von nun an werden immer mehr direktionale Effekte eingesetzt, alle Kanäle werden passend angesteuert, die Musik untermauert die trostlose Wüstenatmosphäre und der Subwoofer darf hin und wieder so richtig Druck ausüben in der Magengegend. Mehr als man erwartet hat und für einen Horrorfilm wirklich gut. Der englische Track unterscheidet sich nicht sonderlich von der deutschen Sprachfassung, lediglich im Dialogbereich klingt der englische Track etwas natürlicher. Optional lassen sich unter anderem deutsche Untertitel hinzuschalten, sowie eine Untertitelspur mit Fakten zum Film.
Beim DVD-Menü hätte sich Fox Home ruhig mehr Mühe machen können, aber lieblos animierte oder gar hässliche Standbilder scheinen immer mehr an der Tagesordnung zu sein. Die Extras wurden fast komplett von der US-DVD übernommen, lediglich die "Produktionstagebücher" wurden seltsamerweise weggelassen. Dafür gibt es zwei Audiokommentare. Einmal mit Drehbuchautor und Regisseur Alexandre Aja, dem Co-Autor und künstlerischen Leiter Gregory Levasseur, sowie der Produzentin Marianne Maddalena. Der andere Kommentar ist mit den Produzenten Wes Craven und Peter Locke. Beide wurden deutsch untertitelt und sind sehr interessant und aufschlussreich ausgefallen. Hier lohnt es sich wirklich beide Kommentare komplett zu schauen bzw. zu hören.
Zudem finden wir hier noch ein 50minütiges Making of, welches sehr ausführlich auf die Entstehung des Filmes und vor allem die Effekte eingeht. Werbelastigkeit gleich Null und das ist heutzutage sehr selten. Weiter geht es mit einem Musik-Video der Gruppe The Finalist und unter Inside Look bekommen wir noch zwei Filmtrailer zu sehen, sowie einen weiteren Trailer im Bonusmaterial. Alles drei haben leider nichts mit dem Film zu tun und so fehlt leider der Original-Trailer zum Film.
Viel wird uns hier zwar nicht geboten, aber hier darf man von Qualität statt Quantität sprechen. Audiokommentare und Making of sind hervorragend und lediglich "geschnittene Szenen" wären noch nett gewesen.



"97% of nation wide service, and we get stuck in the 3%."

Dreckiges, extrem atmosphärisches und wirklich ultrabrutales Remake eines Wes Craven-Horrorklassikers, das dieses mal wirklich alle Tabus bricht und mit seiner zeigfreudigen Filmpräsentation, in Sachen Gewalt und Sadismus, sicher zu Diskussionen anregt. Horrorfreunde, die sowohl auf Atmosphäre als auch auf Splatter stehen, sind bei "The Hills Have Eyes" jedenfalls absolut richtig aufgehoben und dürfen sich über eines der wenigen Remakes freuen, die wirklich nah ans Original herankommen, wenn es nicht sogar übertrumpfen. Und dass die FSK hier sogar ganz mühelos ihren KJ-Stempel auf die 2 Minuten längere Unrated-Fassung gepresst hat, dürfte die Fans genauso glücklich machen.
Die DVD besticht durch eine hervorragende Bild- und Tonqualität und die Extras sind trotz des geringen Umfangs absolut sehenswert. Ein würdige Umsetzung, die in keiner Sammlung fehlen sollte.


Film+++++-
Bild+++++-
Ton+++++-
Bonus+++---


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Hills Have Eyes, The - Hügel der blutigen Augen
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