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USA 1992
Originaltitel:Basic Instinct
Länge:128 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:unrated
Regie:Paul Verhoeven
Buch:Joe Eszterhas
Kamera:Jan de Bont
Musik:Jerry Goldsmith
Darsteller:Michael Douglas, Sharon Stone, George Dzundza, Jeanne Tripplehorn, Denis Arndt, Leilani Sarelle, Bruce A. Young, Chelcie Ross, Dorothy Malone, Wayne Knight, Daniel von Bargen, Stephen Tobolowsky, Benjamin Mouton, Jack McGee, Bill Cable
Vertrieb:Artisan
Norm:NTSC
Regionalcode:1
Bildformat:2,35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Surround, Dolby Digital 5.1
Sprache:Englisch
Untertitel:Englisch, Französisch, Spanisch
Specials:
Film-DVD:
  • Audiokommentar mit Paul Verhoeven und Jan de Bont
  • Audiokommentar von der bekannten US-Frauenrechtlerin Camille Paglia
Bonus DVD:
  • Blonde Poison: The Making of Basic Instinct
  • Cleaning up Basic Instinct
  • Storyboard
  • Fotogalerie
  • Original Teaser
  • Trailer
  • Biografien
  • Production Notes
Ein Rocksänger wird bestialisch mit einem Eispickel ermordet. Während des Liebesspiels wurde er ans Bett gefesselt und dann regelrecht abgeschlachtet. Der innerlich ausgebrannte Cop Nick Curran wird auf den Fall angesetzt. Einzige Tatverdächtige ist die Ex-Geliebte des Opfers: Romanautorin Catherine Tramell. Ihr neuester Roman handelt von Morden, die auf exakt die gleiche Weise begangen werden. Die kühle Blonde treibt ein laszives Spiel mit dem verliebten Nick. Und er kann der intelektuellen Schönheit nicht widerstehen. Zwischen beiden entwickelt sich eine heiße Affäre. Doch plötzlich beginnt Catherine, ihren neuen Lover Nick in wilder Extase ans Bett zu fesseln...
"Basic Instinct" ist vermutlich einer der am meisten überschätztesten Filme, die zum Kassenerfolg wurden. In einer Phase, als eine ganze Welle dieser Polizist-hat-Affäre-mit-möglichem-Killer-Filme (z.B. "Sea of Love") in die Kinos schwappte, machten die Gerüchte um reale Sexszenen am Set zwischen Michael Douglas und Sharon Stone den Film zu einem Skandalschlager, den zu sehen als chic galt. Tatsächlich streut Joe Esterhasz in dem Buch, welches ihn berühmt (und teuer) gemacht hat und gleichzeitig seinen Untergang bedeutete (denn alles was danach kam, ging in einem Rutsch den Lokus runter), reichlich falsche Fährten aus, die den Zuschauer bis zum Schluss (und darüber hinaus) rätseln lassen, wer denn nun wirklich der berühmte Eispickelkiller ist, der Männer beim Liebesakt zur Cocktailzutat verkommen lässt. Dummerweise kommen aber nur zwei Personen in diesem Film in Frage, von denen eine später als vermeintlicher Killer erschossen wird, obwohl wir doch alle jemand anderen im Sinn hatten. Tatsächlich gibt es dann noch den bis in die Frühgeschichte des Kinos (oder der Menschheit) zurückgehenden Schlussgag, der uns alle an der dargebotenen Lösung zweifeln lässt und Raum für Diskussionen offen lässt.
Selbige wären jedoch reine Zeitverschwendung, denn wer mit einer solchen Pointe aufwartet, wenn man von dem zweistündigen Treiben allmählich ärgerlich geworden ist, gehört die Schreibmaschine auf die Finger gehauen (und zwar zwölfmal).
Insgesamt dreht sich nämlich alles nur um die Frage: War es Sharon Stone oder nicht und alle, die noch ihre fünf Sinne beisammen haben, wünschen, sie wäre es, denn einen derart unsympathischen Charakter hat es schon lange nicht mehr gegeben und Michael Douglas ist auch nur einen Hauch besser. Vielleicht hätten wir doch gewarnt sein sollen, als die Skandalfotos über den großen Teich schwappten, denn was in den USA hohe Wellen schlägt, kratzt in Deutschland eh kein Schwein mehr.

Die deutschen Fans, waren sichtlich irritiert, als das US-Independent-Label Artisan "Basic Instinct" in einer transparenten Plastikbox inklusive Eispickel-Kugelschreiber auf den Markt brachte. Nicht etwa wegen der edlen Box, sondern viel mehr wegen des Beititels "Unrated Director's Cut". Mag diese Aussagen für die Amerikaner vielleicht noch Stimmen, so ist der Film identisch mit unserer FSK16-Kinofassung und enthält nicht die geheimnisvolle Eispickelszene, die Verhoeven während der Fertigstellung herausschnitt. Für die MPAA war das Gezeigte jedoch zu anrüchig, weshalb man einige Kamereinstellungen bei den Sexszenen entfernen musste, sowie die berühmte und total überbewertete "Muschi"-Szene mit Sharon Stone. Also zumindest für uns filmisch keine Neuerung.
Über die Bildqualität kann man jedoch nicht meckern, so wird uns eine saubere und natürliche Farbsättigung geboten und ein durchgehend guter Kontrast, der auch in dunklen Szenen noch überzeugen kann. Ebenfalls die Schärfe ist als gut zu bezeichnen und wartet mit einer ordentlichen Detailschärfe auf, die allerdings einen Tick besser hätte ausfallen dürfen. Störend fällt hier jedoch das zu starke Rauschen auf, was das Bild etwas zu grieselig erscheinen lässt. Die Kompressionen leistend dafür eine meist gute Arbeit und hier macht sich nur das geringe Blockrauschen im Hintergrund negativ bemerkbar. Dafür gibt es aber leider um so mehr Drop-Outs und leichte Verschmutzungen im Bild, die zwar nicht wirklich störend sind, aber nicht verschwiegen werden dürfen. Doch insgesamt weiß dieser anamorphe Widescreen-Transfer zu gefallen und bekommt von uns knappe 5 Punkte.
Tonal kann der Film ebenfalls überzeugen, auch wenn hier die Möglichkeiten eines 5.1-Tons nicht wirklich optimal genutzt werden. Die Rearspeaker werden hier mehr für den Score oder die Umgebungsgeräusche genutzt als für die Surroundeffekte, die hier recht spärlich eingesetzt wurden. Dafür bekommen wir eine natürliche Dialogwiedergabe geboten, sowie eine saubere Klangkulisse, von der man aber durchaus mehr hätte erwarten können.
Als Bonus gibt es auf der Hauptfilm-Disc neben drei optionale Untertitel noch zwei Audiokommentare. Einmal von Paul Verhoeven und Jan De Bont und einmal von der Frauenrechtlerin Camille Pagila. Letztere ist ein Kommentar zum abgewöhnen und man möchte der Frau am liebsten ihr Mikro einführen ... (in den Mund natürlich...). Ganz im Ernst, der Kommentar von ihr ist absolut langweilig und scheint nur von irgendwelchen Blättern abgelesen worden zu sein. Die Kommentare mit Paul Verhoeven und Jan De Bont hingegen sind interessant und vor allem wirklich amüsant ausgefallen.
Auf der Bonus-DVD geht es dann weiter mit dem knapp 24minütigen Making of Basic Instinct, welches Extra für die DVD produziert wurde und einen wirklich guten und interessanten Einblick über die Dreharbeiten verschafft. Hier kommen alle Beteiligten noch mal zu Wort, sogar auf die Proteste gegen den Film wurde eingegangen. Unter Cleaning up Basic Instinct wird die Kino- und die TV-Version anhand einiger Szenen miteinander verglichen und man sieht, wie das Werk zensiert wurde. So hat man auch "böse Worte" einfach umsynchronisiert.
Dann findet man noch 3 Storyboard-Vergleiche, eine Bildergalerie mit 37 Bilder, den Original Kinotrailer, Biographien und Produktionsnotizen. Auf den ersten Blick nicht gerade viel, aber hier heißt es einmal mehr Qualität statt Quantität.

"Basic Instinct", ein Film über einen Mordfall, der nicht recht vorankommt und dann auch noch ohne rechte Auflösung bleibt, ohne jegliche Identifikationsfigur. Recht gut gedreht (Verhoeven bürgt für Qualität), doch Skanalöses ist daran kaum zu entdecken. 3 Punkte, denn hier ist außer der Besetzung eigentlich alles nur Durchschnitt.
Wer die deutsche DVD hat, sollte es sich genau überlegen, ob er sich die US-DVD wegen dem Design kauft, der Rest ist mehr oder weniger identisch und die deutsche DVD bietet in der Collector's Box sogar noch mehr Extras. Nur die Bildqualität ist bei der US-DVD etwas besser, aber das sollte jeder selber wissen.


Film+++---
Bild+++++-
Ton++++--
Bonus++++--


Druckbare Version
Basic Instinct (Special Edition)
Basic Instinct 2 - Neues Spiel für Catherine Tramell
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