Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
IT 1972
Originaltitel:Mio nome è Shanghai Joe, Il
Alternativtitel:Mann mit der Kugelpeitsche, Der
aka. Karate Jack - Ich bin Euer Richter
aka. Karate Jack
aka. Fighting Fists of Shanghai Joe, The
aka. Mezzogiorno di fuoco per Han-Hao
aka. My Name Is Shanghai Joe
aka. Shanghai Joe
aka. To Kill or to Die
Länge:94:15 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Mario Caiano
Buch:Carlo Alberto Alfieri, Mario Caiano, Fabrizio Trifone Trecca
Kamera:Guglielmo Mancori
Musik:Bruno Nicolai
Darsteller:Klaus Kinski, Chen Lee, Roberto Undari, Katsutoshi Mikuriya, Gordon Mitchell, Carla Romanelli, Carla Mancini, Giacomo Rossi-Stuart, George Wang, Federico Boido, Francisco Sanz, Piero Lulli, Andrea Aureli, Buxx Banner, Giorgio Bixio, Dante Cleri, Umberto D'Orsi, Luigi Antonio Guerra, Dante Maggio
Vertrieb:X-Rated
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,35:1 (Letterbox)
Tonformat:Dolby Digital 2.0
Sprache:Deutsch, Englisch, Italienisch
Specials:
  • Trailer (16:15 Min.)
    • Terror House
    • Die Frau am heißen Fluss
    • Evil Dead Trap 2
    • Das Geheimnis der blauen Diamanten
    • Knochenbrecher im Wilden Westen
    • Fünf blutige Stricke
    • Django - Leck Staub von meinem Colt
  • Interview mit Mario Caiano (3:32 Min.)
  • Japanischer Originalanfang (1:59 Min.)
  • US-Anfang (2:19 Min.)
  • Videovorspann (1:51 Min.)
  • Bildergalerie (13 Bilder)
Ein karatesüchtiges Gelbgesicht geht in den wilden Westen um Cowboy zu werden. Dort trifft er aber auf den brutalen Spencer, der mit seiner Bande Menschenschmuggel betreibt. Reihenweise erschießt er Mexikaner wie Freiwild. Der "Gelbe" wird Spencer zur Gefahr, also heuert er die Superschurken unter den Gangstern an: Sam den Totengräber, Skalp-Jack, Pedro den Kannibalen und Tricky den Falschspieler. Es kommt zu brutalen Kämpfen. Doch das alles ist kein Problem, denn der Gelbe ist super!
Anfang der 70er starb das Interesse des Publikums an dem Italowestern-Genre. In den späten 60er Jahren fand dieses Genre seinen Höhepunkt mit "Spiel mir das Lied vom Tod", und dümpelte seitdem eher belang- und einfallslos durch die Kinosäle. Regisseur Mario Caiano war einer der Ersten, die versuchten dem Italowestern neue Impulse zu geben, in dem dieses mit Eastern-Einflüssen aufgepeppt wurde. 1973 schließlich entstand "Der Mann mit der Kugelpeitsche".
Caiano setzt auf den chinesischen Schauspieler Chen Lee, der die Rolle des Chen Ho bekam. Ein durch eine mysteriöse Lotusblütenausbildung geformter, perfekter Kämpfer, gleichzeitig aber auch sanft und edelmütig. Auf der Suche nach Arbeit und Bestimmung kommt Chen Ho von Shanghai nach Amerika. Doch anstatt von Gastfreundschaft erfährt Chen Ho nur Rassenhass und Intoleranz. Als die Situation in einem Saloon eskaliert, setzt der Chinese erstmals seine Karate-Kampfkunst ein, und setzt seine Gegner auf beeindruckende Weise außer Gefecht. Fortan trägt er den Namen Shanghai Joe (in der deutschen Synchro: Karate-Jack). Er legt sich mit dem Millionär Spencer (Piero Lulli) an, der Menschenhandel mit armen Mexikanern betreibt...
Als dieser Spencer die Gefährlichkeit des Shanghai Joes erkennt, setzt er eine kuriose Truppe von Killern auf ihn an: Ein Totengräber, einen Trickbetrüger, einen Kannibalen und einen perversen Skalpsammler (Klaus Kinski). Eben jene nicht wirklich ernstzunehmenden Kuriositäten lassen "Der Mann mit der Kugelpeitsche" eher wie eine vergnügliche Nummernrevue ausschauen, anstatt hier ernsthaft die amerikanische Rassenproblematik kritisch zu durchleuchten. Mario Caiano schuf nicht zu einer Minute einen ernsthaften, ambitionierten Western, sondern eine unterhaltsame Trashgurke aller bester Güte!
Oft treibt es Caiano auf die Spitze, wenn er naiv realisierte Tricktechnik einsetzt um die übermenschlichen Kräfte des Chinesen darzustellen. Anschlussfehler und offenkundiger Einsatz von Stuntdoublen machen es dem Zuschauer nicht gerade einfach, das Werk ernst zu nehmen. Doch zu oft versucht der Film durch pseudo-bedeutungsschwangere Dialoge und konstantem Zelebrieren von Moral und Ethik besonnen und ernst zu wirken. Viele der Szenen ziehen sich dadurch in die Länge und scheinen sich so gar nicht in den vergnüglichen Rest zu integrieren. Dafür gibt's aber schön billige Karatestunts und völlig undistanzierte Splattereinlagen, die aus "Der Mann mit der Kugelpeitsche" ein ganz besonderes Erlebnis machen. Auch der Auftritt von Klaus Kinski und besonders sein Abgang sind kleine Highlights des Films. Ebenso lobenswert ist der Morricone-inspirierte Soundtrack von Scoreveteran Bruno Nicolai.

Die zweite DVD aus der X-Rated Italowestern Edition liegt uns neben zwei wunderschönen Hartbox-Coverdesign-Varianten zudem in einem alternativen Titel vor. "Knochenbrecher im Wilden Westen" hat man den damals unter dem Titel "Der Mann mit der Kugelpeitsche" erschienen Film aus Vermarktungsgründen nun genannt. Der stellt einen Titel dar, den ich ausnahmsweise mal besser finde als der Ursprungstitel.
"Knochenbrecher im Wilden Westen" hat mehr als 30 Jahre auf dem Buckel, aber dafür kann sich das Widescreen-Bild durchaus sehen lassen. Zwar gibt sich die Farbsättigung recht blass und unausgewogen, dafür ist der Kontrast durchweg gelungen, wenn in einigen Szenen etwas zu steil. Detail- und Kantenschärfe können natürlich nicht mit aktuellen Produktionen mithalten und gelegentliches Nachziehen stört den Sehgenuss ebenfalls etwas. Jedoch kann man durchaus sagen, dass die Schärfe für solch einen Film als recht ansehnlich zu bezeichnen ist, jedoch sollte man in Anbetracht des Alters und des Ursprungslandes keine Wunder erwarten. Bildrauschen findet man hier ebenso häufig wie Verschmutzungen, sind aber im Rahmen des Erträglichen und stören nicht unbedingt. Die Kompressionen machen ebenfalls einen guten Eindruck und Blockrauschen fällt nur geringfügig auf. Daher gute 3 Punkte mit Berücksichtigung des Alters. Mit etwas kräftigeren Farben und mehr Schärfe, wären durchaus 4 Punkte drin gewesen.
Tonal merkt man dem Film sein Alter noch mehr an als dem Bild. Hier kann wirklich nur die italienische Spur überzeugen, welche klar und sauber erklingt. Rauschen oder andere Störungen waren hierbei kaum auszumachen. Auch der englische Track sticht die deutsche Spur um Längen aus. Zwar ist die Sprachverständlichkeit gegeben, aber insgesamt klingt das Ganze zu dumpf und auch der Rauschfaktor ist relativ hoch, noch dazu kommen Knistern und Knacksen im Ton. Deutsche Untertitel gibt es leider nicht.
Als Bonus gibt neben weiteren Trailern aus dem X-Rated-Programm, noch eine Slideshow mit 13 Bildern, den Japanischen Originalanfang, den US-Vorspann, sowie den alten Deutschen Vorspann. Am interessantesten ist jedoch das Interview mit Mario Caiano, was mit knapp 3 Minuten etwas zu kurz ausgefallen ist. Abgerundet wird das Ganze mit dem Trailer zum Film, der extra für die DVD angefertigt worden ist und eigentlich richtig genial, wenn auch mit knapp 5 Minuten deutlich zu lang und zu spoilerhaft ausgefallen ist. Daher erst nach dem Genuss des Filmes reinschauen, sonst kennt ihr das Ende schon ...

Für Trashfans mit guter Sitzmuskulatur wird "Knochbrecher im Wilden Westen" ein wahres Fest sein. Zuschauer, die sich mit der schleppenden Länge des Films nicht anfreunden wollen oder gar nicht erst albernen Trash akzeptieren, wenden sich tunlichst ab. "Knochbrecher im Wilden Westen" ist ein netter, kleiner, ungewöhnlicher, abgedrehter Western, für den Filmfan mit dem besonderen Geschmack und die X-Rated-DVD für jeden Fan des Films zu empfehlen.


Film+++---
Bild+++---
Ton++----
Bonus++----


Druckbare Version
NewsX-Rated-Veröffentlichungen im April und Mai
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.