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UK 1967
Originaltitel:Challenge for Robin Hood, A
Alternativtitel:Robin Hood, der Freiheitskämpfer
Länge:92 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:C.M. Pennington-Richards
Buch:Peter Bryan
Kamera:Arthur Grant
Musik:Gary Hughes
Darsteller:Barrie Ingham, Peter Blythe, John Arnatt, Gay Hamilton, John Gugolka, James Hayter, Eric Flynn, Reg Lye, Leon Greene, Douglas Mitchell, John Harvey, Arthur Hewlett, John Graham, Jenny Till, Eric Woolfe
Vertrieb:e-m-s/Anolis
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,66:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 (Mono)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Specials:
  • 4seitiges Booklet
  • World of Hammer "Thriller" (25:09 Min)
  • Englischer Trailer (1:48 Min)
  • Filmprogramm IFB (selbstablaufend) (1:00 Min)
  • Werberatschlag (selbstablaufend) (3:49 Min)
  • Bildergalerie (63 Bilder)
Der normannische Edelmann Robin de Courtenay wird von seinem Cousin Roger beschuldigt, einen Mord begangen zu haben. Nachdem er all seine Ländereien und sein Vermögen verloren hat, flüchtet er in den Sherwood Forest, wo er auf eine Gruppe von Ausgestossenen trifft. Gemeinsam überfallen sie die reichen Leute des Landes und verteilen die Beute an die Armen. Bald ist de Courtenay nur noch unter dem Namen Robin Hood bekannt. Doch die Rechnung mit seinem Cousin steht noch offen, denn der wahre Mörder läuft noch frei herum ...
Robin Hood! Ein Mann, ein Bogen, die Legende ...
... und wären seine Schuhe gebogen, so wäre er ein Elf!

Scherz beiseite und nun ernsthaft weiter im Text. Wie oft wurde die Geschichte vom Helden in Strumpfhosen schon verfilmt? Ich traue mich ehrlich gesagt gar nicht nachzuzählen, denn ich würde mich bestimmt verzählen. Bei den Hammer Studios war es jedoch genau 3mal, zumindestens wenn man den 1969 entstandenen TV-Film "Wolfshead - The Legend of Robin Hood" nicht mitzählt. "Robin Hood der Freiheitsheld" sollte daher der Abschluss einer Hammer'schen Robin Hood-Trilogie werden, die dem Horror lastigen Programm ein wenig mehr Familientauglichkeit verschaffen sollte. Nach Douglas Fairbanks und Errol Flynn ließ man den bislang recht unbekannten britischen Schauspieler Barrie Ingham in die Rolle des Rächers ohne Furcht und Tadel schlüpfen, der dem Zuschauer in den ersten Minuten etwas ungewöhnlich als Held vorkommen wird, aber im weiteren Verlauf kaum als Robin Hood wegzudenken wäre, auch wenn man gerade bei den Kampfszenen merkt, dass Barrie Ingham nicht immer dafür geeignet schien und seine Kampfkunst stellenweise etwas stark beholfen wirkte.
Wenn man bedenkt, wie alt "A Challenge of Robin Hood" (so der Originaltitel) bereits ist, muss man ihm jedoch zugestehen, dass er in all den Jahrzehnten nichts an seinem Zauber und seinem Charme verloren hat und immer noch durch seine ungewöhnliche, jedoch gut durchdachten Handlung und seiner durchgehend spannenden Inszenierung überzeugt, die auch ohne viel Blut und Gewalt auskommt. Dies schien den Hammer Studios sehr wichtig zu sein, um dem Film einem jüngeren Publikum nicht vorzuenthalten. Eine gute Entscheidung wie ich finde, ebenso wie die Tatsache, dass sich das Studio einmal mehr auf den renommierten und sich durch "Der Hund von Baskerville" und "Nächte des Grauens" auszeichnenden Hammer-Drehbuchautor Peter Bryan beriefen, ihn beauftragte, dem recht ausgelutschten Robin Hood-Thema zu neuen Reizen zu verhelfen und dem Film sogar einen etwas satirischen Unterton zu verleihen, indem man Robin diverse "One Liner" in den Mund legte, die nicht selten für ein Schmunzeln auf den Lippen der Zuschauer sorgten.
Untermalt wird diese gelungene Mischung aus Abenteuer- und Actionfilm durch den äußerst melancholischen Score von Gary Hughes, der sich schon durch den Soundtrack zu der Hammer-Produktion"Königin der Wikinger" auszeichnete. In weiteren Hauptrollen dürfen wir einmal James Hayter wieder sehen, der knapp 15 Jahre zuvor in "Robin Hood und seine tollkühnen Gesellen" ebenfalls den vollleibigen "Bruder Tack" verkörperte und hier für einige lustige Momente sorgt. Aber auch John Arnatt, der hier den "Sheriff von Nottingham" mimt, war bereits in der erfolgreichen britischen TV-Serie "The Adventures of Robin Hood" zu sehen und glänzt abermals in seiner Performance "Sheriff von Nottingham".
Produktionstechnisch kann der Film zwar nicht immer ganz an die gewohnten Maßstäben eines Mantel- und Degenfilmes festhalten, jedoch tut dies dem Unterhaltungswert keinerlei Abbruch. Ganz im Gegenteil. Trotz seiner oftmals viel zu steifen Charaktere, die z.B. Robin nur nach und nach angreifen und solange brav warten, bis Robin den Ersten erledigt hat, gehört diese Hammer-Produktion zu den wohl besten Robin Hood-Verfilmungen die sich zudem selbst nicht immer allzu ernst nimmt. Wer also auf schöne Kulissen, Männer in Strumpfhosen und eine Prise Humor steht, kommt an "Robin Hood der Freiheitsheld" nicht vorbei und wird 90 Minuten gut unterhalten...

36 Jahre gehen an keiner Produktion spurlos vorbei und vorallem nicht an einer Hammer-Produktion, die im Bereich B-Movie anzusiedeln ist. Dennoch kann man mit dem Gezeigten bei dieser 9. DVD aus der Anolis Hammer Edition recht zufrieden sein. Der Kontrast ist für eine 67er Produktion nocht recht gut, auch wenn die Farben zu ausgewaschen und blass wirken. Auch erscheint das Bild im Ganzen etwas zu weich und kann in puncto Detailschärfe nicht immer überzeugen. Dafür sind die Konturen jedoch wirklich gut geworden, man zeigt uns eine wirklich gelungene Kantenschärfe und ein Bildrauschen bemerkt man ebenfalls kaum. Die Kompressionen leisten eine recht gute Arbeit, fallen hier jedoch durch leichtes Blockrauschen im Hintergrund auf, sowie stehende Artefakte an einige wenige Stellen des Film. Verschmutzungen lassen sich bei dem Alter natürlich nicht verhindern, stören aber bis auf einige wirkliche Ausrutscher kaum den recht guten Gesamteindruck dieses anamorphen Transfers.
Der deutsche Monoton, der hier auf die beiden Frontlautsprecher gelegt wurde, kann zwar durch eine gute Dialogverständlichkeit überzeugen, fällt jedoch durch sein hörbares Rauchen und seine leichten Verzerrungen negativ auf. Der englische O-Ton klingt viel natürlicher und ist nahezu rauschfrei. Optional kann man noch deutsche Untertitel hinzuschalten. Da einige Szenen damals fehlten und dementsprechend nicht synchronisiert wurden, gibt es in der deutschen Fassung einige Englisch gesprochene Szenen, die mit deutschen Untertiteln versehen wurden.
Als Bonus gibt es wieder eine Folge der "World of Hammer"- Reihe, die sich diesmal um das Thema "Thriller" dreht und wie gehabt optional deutsch untertitelt wurden. Weiter geht es mit einem tollen Trailer zum Film, dem Film-Bühne Filmprogramm von 1967 als selbstlaufende Slideshow, sowie eine Bildergalerie mit 63 Bildern und einen selbstlaufenden Werberatschlag als Slideshow.

Eine etwas ungewöhnliche, aber durchaus unterhaltsame Robin Hood-Interpretation, deren Unbeschwertheit ansteckt und für kurze Zeit in die Welt der Ritter und Prinzessinen enführt, auch wenn letzteres hier entscheidend zu kurz kommt. Dafür wurden die Locations sorgfältig gewählt und sorgen für die passende Atmosphäre. Über die DVD aus dem Hause Anolis muss ich nicht mehr viel sagen, denn kennt ihr die ersten 8, so kennt ihr auch die neunte und auch wenn "Robin Hood der Freiheitsheld" nicht unbedingt das ist, worauf ihr gewartet habt, gehört dies einfach zum Hammer-Programm dazu und in jede ordentliche Hammer Film-Sammlung.


Film+++++-
Bild+++---
Ton++----
Bonus+++---


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