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D 2003
Originaltitel:Halloween Filmfest 2002 - Die besten Kurzfilme
Länge:101 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Thomas Frick, Ulrich Meczulat, Alexander Pfander, Rene Jacob, Jim Torres, Ramzi Abed, A.C. Horn
Buch:diverse
Kamera:diverse
Musik:diverse
SFX:diverse
Darsteller:diverse
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1.33 (Vollbild), 1.66:1 & 1.85:1 (Letterbox)
Tonformat:Dolby Digital 2.0
Sprache:Deutsch / Englisch
Specials:
  • Audiokommentar zu "Flirt im Nachtbus"
  • Audiokommentar zu "Eine Sekunde"
  • Outtakes zu "Eine Sekunde" (4:24 Min.)
  • Audiokommentar zu "Nachbarn"
  • Trailer "Sado Mannequin" (1:12 Min.)
  • Making Of "The Tunnel (7:55 Min.)
  • 3 Folgen "Happy Tree Friends" (4:53 Min.)
Im Rahmen des Halloweenfilmfest 2002 wählte das Publikum aus verschiedenen internationalen Beiträgen ihre 7 Favoriten. 7 Regisseure zeigen ihre Visionen von filmischen Fingerübungen und 3 Clips der Cartoon-Splatter-Serie um die allseits beliebten "Happy Tree Friends" runden die DVD ab.
Emmerich (11:49 min)

Dr. Munster besucht die Kirche von Pater Emmerich um die eine Madonnen-Statue abzuholen, die verkauft werden soll. So wie es aussieht, willigt Emmerich diesem Wunsch endlich ein. Doch da der Legende nach das Relikt die Pforte zur Hölle im Gotteshaus verschließt, spielt er seinen letzten Trumpf aus um den Verkauf zu entgehen.

Was Thomas Frick hier auf die Beine gestellt hat, beeindruckt von der ersten Minute an und führt Zuschauer bis zum Ende geschickt an der Nase herum. Alle Komponenten, die einen guten (Kurz-)Film ausmachen, sind restlos vorhanden. Da wäre zum einen eine gute Story, in die man trotz der kurzen Laufzeit sofort hineinfindet, großartige Ausleuchtung, die eine tolle Atmosphäre schafft, gut besetzte Schauspieler und professionelle Kameraarbeit. Abgerundet wird das Ganze durch geballt platzierte Spezialeffekte und einem rasanten Schnitt. 12 mehr als vergnügliche Minuten! Mehr davon!


Flirt im Nachtbus (22:50 min)

Der neueste Wahnsinn des Reality-Irrsinns ist die Sendung "Flirt im Nachtbus", in der eine Gruppe von jungen Leuten nachts auf den Bus wartet, während sie von einer Moderatorin zu ihren Flirt-Gewohnheiten befragt werden. Natürlich sind die Kandidaten nicht zufällig vor Ort, wie es die Sendung dem Zuschauer suggeriert, sondern allesamt Anwärter auf Praktikumsplätze beim TV-Sender. Was sie jedoch nicht wissen ist, dass der erwartete Bus nicht kommen wird! Die kalte Nacht an der Bushaltestelle wird zur psychischen Tour de Farce, die letztendlich brutal eskaliert.

Das Regie-Gespann Ulrich Meczulat ("Der Teufel von Rudow") und Alexander Pfander reflektieren hier gekonnt den "Big Brother"-Wahn im fiktiven Doku-Style. Die Perfektion dieser Satire wird bis auf die Spitze getrieben, so dass unwissende Zuschauer anfangs wirklich glauben könnten, alles hätte sich real zugetragen. Die Mischung aus Reality-Show und "Blair Witch Project" überzeugt nicht zuletzt durch gute Schauspieler. Allen voran Lucia Gailova (aus der Serie "Das Büro"), die gekonnt ein diabolisches Spiel mit den Kandidaten treibt und im Verlauf des Films den gesamten Hass des Zuschauers auf sich zieht. Die mit der Handkamera eingefangenen Bilder vermitteln so viel Atmosphäre, dass man fast schon mitfriert und permanent hofft, der Bus kommt doch noch. Komplettiert wird Film noch durch einen lockeren und aufschlussreichen Audiokommentar, in dem die Regisseure alles Wissenswerte zur Produktion erzählen.


Eine Sekunde (24:37 min)

Das Paar Michael und Susanna sind mit dem Auto unterwegs, als sie sich plötzlich in einem Wald verirren. Irgendwer oder irgendetwas herrscht hier vor und die beiden sehen sich mit einer düsteren Situation konfrontiert, aus der es kein Entrinnen zu geben scheint. Nachdem Susanna verschwindet, registriert Michael langsam, was geschehen sein könnte und stellt sich seinem Schicksal.

Was Debütant Rene Jacob uns hier auftischt, ist schlicht und einfach ein simpler Mix aus "The Sixth Sense" und "Tanz der Teufel". Ist der Beginn noch relativ interessant und versprüht auch einen gewissen Funken von Suspense, so wandelt der Film sich schnell zum nervigen Wald-und-Wiesen-Ärgernis. Man merkt sofort, dass der Regisseur wohl auch Filmfan sein muss und daraus macht er wirklich keinen Hehl. Kameras, die schnell durch den Wald fahren oder aufklärende Flashbacks kennt man schon zu Genüge. "Eine Sekunde" könnte ein guter Film sein, wenn er 5 Minuten lang wäre, aber mit 24 Minuten Laufzeit nervt er gehörig.
Zum Film gibt es noch einen Audiokommentar des Regisseurs, der zwar etwas informiert aber ziemlich belanglos und unbeholfen daher kommt. Es reicht halt nicht wenn man seine Fehler einsieht und dabei erzählt, dass das beim nächsten Film besser geworden ist. Auch ein paar Outtakes werden hier als Extras geboten, die insgesamt unterhaltsamer als der eigentliche Film sind.


Nachbarn (34:37 min)

Jasmin zieht in eine neue Wohnung, die ihr ihre Freundin vermittelt hat. Komischerweise scheint der Vormieter spurlos verschwunden zu sein und auch die neuen Nachbarn, ein mysteriöses Pärchen macht einen suspekten Eindruck. Langsam scheint Jasmin paranoid zu werden oder sind die Nachbarn gar wirklich psychopathische Mörder?

Hier ist nun auch der Film von dem Rene Jacob im "Eine Sekunde"-Kommentar erzählt, dass hier alles besser gemacht wurde als im Vorgängerwerk. Leider stimmt das nicht ganz! Wieder mal wird eine nicht gerade innovative Story, die höchstens 10 Minuten füllen würde auf 35 Minuten gestreckt. Dabei hätte man aus dieser "Das Fenster zum Hof"/"The Game"-Kombination wahrlich etwas zaubern können. Zumal die Schauspieler wirklich nett agieren und die Bedrohung durch die Nachbarn schön dargestellt wird. Auch das Ausleuchten von Szenen sollte man Rene Jacob mal näher bringen. So wie das hier gelöst wurde, wirkt die durchaus aufkommende Spannung gleich wieder zerstört. Positiv zu erwähnen wäre noch die gute Musik und nette Kameraführung. Insgesamt bleibt aber ein zäher Brei, über dem das Interesse des Zuschauers schnell entflieht. Rene Jacob scheint ja Talent zu haben, jedoch sollte er seine Filme kürzer halten und noch etwas handwerkliches Geschick seiner offensichtlichen Vorbilder übernehmen. Der durchaus nette Showdown und die makabere Pointe hinterlassen beim Zuschauer ein großes Fragezeichen! Warum das Gesehene nun so ist, wie es ist, wird nicht wirklich klar und ist irgendwie ziemlich aufgesetzt. Der vorhandene Audiokommentar ist mal wieder informativ, geht aber auf diese Frage auch nicht ein.


Subhuman Delight (1:07 min)

Story??? Ah ja! Snuff, Vampire!!!

A.C.Horn's Film (!!??) dauert genau 1 Minute und 2 Sekunden (inkl. Ab- und Vorspann!), ist schwarz/weiß und mehr kann man eigentlich nicht erzählen! Warum? Gibt nichts!


Sado Mannequin (13:16 min)

Peters erster Arbeitstag als Nachwächter eines Security-Service scheint anfangs wenig aufregend. Das in einem alten Gemäuer auf Schaufensterpuppen Aufpassen versüßt sich der Neuling halt mit Lesen, Fernsehen und Futtern. Die Ruhe scheint trügerisch und plötzlich erwacht eine Puppe in SM-Kleidung scheinbar zum Leben. Oder ist es ein Traum? Oder ein Albtraum? Oder doch die Realität?

In schön eingefangenen schwarz/weiß-Bildern präsentiert und Regisseur Jim Torres zwar keine gänzlich neue aber schwer unterhaltsame Story. Hier wurde wirklich mit liebe und Fanherz gewerkelt. Sei es jetzt eine große Bücherkiste mit Fangoria-Magazinen in der Peter schmökert oder ein Fernseher, auf dem klassische Horrorfilme beim Durchzappen laufen. Genau an die unverwüstlichen Klassiker aus dem Hause Universal ist "Sado Mannequin" auch angelehnt. Das verführerische und titelgebende Mannequin setzt dieser liebevollen und witzigen Fanproduktion dann noch die Krone auf. Hier wurde Wert auf Atmosphäre und Schauspieler gelegt und eine vergnügliche Genre-Hommage ist das Ergebnis. Als Extra gibt's noch den Trailer zum Shortie.



The Tunnel (17:04 min)

Wie sieht eigentlich das Leben nach dem Tod aus? Anhand der Geschichte eines Selbstmörders beleuchtet "The Tunnel" diese Frage und zeigt uns Etappen des langen Tunnels, an dessen Ende wohl eher der Anfang steht, oder? Wir werden Zeuge, was im Leben vor dem Tod geschah und anscheinend auch immer noch geschieht. Gibt es überhaupt irgendwo Licht am Ende?

Ramzi Abed's Film, in dem auch Troma-Chef Lloyd Kaufman einen Auftritt absolviert, folgt eigentlich keiner chronologischen Geschichte und die wahre Motivation der Geschehnisse bleiben dem Zuschauer erstmal verborgen. Ähnlich wie bei Filmen vom Großmeister David Lynch, der hier wohl Pate gestanden hat, führen viele Wege ins Leere und hinterlassen große Fragezeichen! Ziemlich beklemmende, fast schon abstoßende Bilder wollen mehr verwirren als die Story preisgeben. Die Message steht aber eindeutig fest: Der Tod ist genauso dreckig und verkommen wie das Leben und wir hocken beidseitig in einer großen Psychiatrie mit unseren Mitpatienten. Als Experimentalfilm überzeugt "The Tunnel" durchaus aber für reine Unterhaltung ist das nichts! Eingeleitet und abgeschlossen wird das brachiale Werk vom Regisseur persönlich. Als Extra findet sich hier auch ein Making of, das die gleiche Laufzeit wie der Film aufweist.


Die Bewertung von Compilations ist immer recht schwierig, vor allem wenn die Beiträge aus allen Ecken der Amateur- und Independentszene kommen. Das Bild liegt zwischen Vollbild und 1.85:1formatigen Widescreen (nicht anamorph) vor und umspannt in der Qualität den Bereich von "schlecht" ("The Tunnel") bis hin zu "äußerst gelungen" ("Flirt im Nachtbus"). Beim Letztgenannten überzeugt die gute Ausleuchtung, das recht scharfe Bild, welches einem guten TV-Bild nahe kommt und es gibt wie bei den meisten anderen Werken keine Anzeichen von optischen Störungen zu sehen. Nur "Sado Mannequin" wurde ganz offensichtlich mit Kratzern belegt, mit einer s/w-Optik ausgestattet und im Kontrast angepasst, um die schaurige Horrorstimmung eines älteren Horrorklassikers zu erreichen. Gut gelungen! "Emmerich" ist wie viele der Streifen ein wenig zu dunkel und farblos, was aber wohl auf die Aufnahmetechnik zurückzuführen ist. Trotz alledem auch hier ein gutes, wenn auch verrauschtes Bild. Bei allen Kurzfilmen wird man immer wieder mal Blockbildung in schnellen Schwenks erleben und ein leichtes Blockrauschen im Hintergrund. Bei Jacobs Beiträgen "Eine Sekunde" und "Nachbarn" gefällt mir vor allem der Erste, bei dem nach und nach die Farblichkeit zu Gunsten eines Blaukontrastes herausgefiltert wird, bis man in der letzten Szene meint, einen s/w-Film zu sehen. "Nachbarn" ist dann in einigen Szenen schlicht zu dunkel. "The Tunnel" fällt durch einen miesen Kontrast, wenig Farbe und ein stetiges Rauschen am meisten negativ auf und hätte 2 Punkte verdient. Insgesamt wird der Käufer mit der DVD zufrieden sein dürfen, schließlich weiß er, dass ihn keine kommerziell produzierten Werke erwarten, die mit der entsprechenden Hochglanzoptik aufwarten können. Wer schon einige Amateurfilm-DVDs sein Eigen nennt, weiß, dass es sehr viel schlechter geht.
Beim Ton gibt es kaum etwas zu bemängeln, meist gibt es eine Dolby Digital 2.0-Spur, welche die üblichen, leicht dumpfen Anzeichen macht, aber ein gut verständliches Geschehen vermittelt. Das Highlight dürfte der Soundtrack von "Eine Sekunde" sein, der bei aktivierten Dolby Surround ein breites Klangbild erzeugt. Auch wurden hier sämtliche Dialoge ordentlich synchronisiert. "The Tunnel" bildet auch hier das Schlusslicht, was zum überwiegenden Teil an der Bild/Ton-Asynchronität liegt. Umwerfende Dynamik, wummernden Bass oder fein abgestimmte Höhen sucht man vergeblich, dafür ist der Ton fast ausschließlich sehr solide, selten blechern oder verzerrt und meist nachsynchronisiert.

Abschließend gibt's noch drei superbe Folgen der "Happy Tree Friends", die ja mittlerweile schon viele Fans gewinnen konnten. Knuffige Cartoon-Tiere, die brutal ums Leben kommen in absurden Situationen, beschließen die CMV-DVD in der Glasbox, die ihre Höhen und auch Tiefpunkte hat.


Film++++--
Bild+++---
Ton+++---
Bonus++----


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IMDb.com OFDb.de (Emmerich)
OFDb.de (Flirt im Nachtbus)
OFDb.de (Sekunde, Eine)
IMDb.com OFDb.de (Nachbarn)
IMDb.com OFDb.de (SadoMannequin)



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