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über 300000 Dollar wurde innerhalb von 21 Tagen ein Horrorthriller abgedreht, welcher einen Kult begründete. Die Idee zu "Freitag der 13." schlummerte zu dieser Zeit vermutlich noch in Cunninghams Schublade, das Slasher-Genre als solches war bis dato noch nicht als solches definiert und plötzlich drängelt sich dieser Independent-Film an den Kinokassen nach ganz oben. Was wäre aus ihm geworden, hätten Peter Cushing oder später Christopher Lee die Rolle des Dr. Loomis nicht abgewiesen, hätte man Jamie Lee Curtis nicht für diese Rolle entdeckt, wären wir heute um eine Perle ärmer? Für ihre überzeugende Rolle als Mauerblümchen (erste Besetzung in einem Kinofilm), welches sich angsterfüllt aber bestimmt gegen den Mann mit der William Shatner-Maske zur Wehr setzt, verdiente Jamie L. Curtis nur 8000 Dollar
und musste sich sämtliche Kleidung auch noch selbst kaufen. Belohnt wurde sie mit weiteren Hauptrollen in Carpenters Filmen und einer 100000 Dollar-Gage für die Fortsetzung.
Gewissheit, dass der Gegner übermenschliche Kräfte und einen unbändigen Tötungstrieb besitzt, und natürlich der simple, aber nervenaufreibende Synthiesoundtrack von Carpenter, welcher noch ein Vierteljahrhundert später beinahe unverändert Verwendung findet, erzeugen einen atmosphärische Erste-Klasse-Slasher. Technisch ist nicht alles völlig ausgereift, denn schon die Effekte sind teilweise simpel in Szene gesetzt, andererseits verblüfft man den Zuschauer mit einer interessanten Kameraarbeit. Eine mehrere Minuten umfassende Kameraperspektive durchs Haus, bei der der junge Myers auf sein Opfer zuschreitet, es tötet und von seinen Eltern gefunden wird, würde sich heute kaum noch jemand trauen und der stets aus dem Hintergrund auftauchende Myers, der sich in den Schatten zu bewegen scheint, ist legendär.
Astro ist trotz der Tatsache, dass jene DVD nur ein Letterboxed-Widescreen hatte, kaum feststellbar. In Bewegungen werden deutliche Nachzieheffekte sichtbar, dafür gibt es aber so gut wie keinerlei Bildrauschen. Die Kompression arbeitet ohne nennbar Aussetzer und zeigt vor allem in helleren Szenen ein gutes Bild. Fehler wie Kratzer wurden nicht vollständig korrigiert und fallen in einigen Szenen vermehrt auf, man wird sich aber nicht an ihnen stoßen. Der Kontrast ist fürs Alter ordentlich, aber auch hier wird kaum ein Unterschied zur alten DVD-Fassung deutlich. Einzig in der Farbgebung schlägt die neue Version die Alte um Längen. Sie hinterlässt zwar immer noch einen kalten Eindruck (wahrscheinlich sogar von Carpenter so gewollt), bietet aber angemessen kräftig Farben, vor allem der Rot- und Grünton wurde angehoben und so sind Tagaufnahmen erstmals richtig plastisch. Die nächtlichen Sets werden meist vom blauen Mondlicht ausgeleuchtet, nicht mehr dieses eintönige Grau, was die alte DVD kennzeichnete. Die eingefügten Szenen fallen übrigens weder positiv noch negativ aus den Rahmen und passen sich gut in den Film ein.
klingen sie unprofessionell, teilweise lustlos. Unangenehm fällt auf, dass die alten Stimmen der Sprecher nicht beibehalten wurden und Dr. Loomis und Laure somit etwas fremdartig klingen. Der 5.1-Track fällt in einigen Szenen durch ein breiteres Klangbild auf, vor allem beim Score macht sich der Upmix positiv bemerkbar. Andererseits nervt das gleichmäßige Gedröhne aus allen Boxen nach einiger Zeit (ein Halleffekt stellt sich zusätzlich ein) und es empfiehlt sich, auf die Dolby Surround-Variante umzuschalten und den Dolby Pro Logic-Decoder für ein paar Effekte sorgen zu lassen, was sich nicht schlecht anhört, schließlich wurde 1978 nur in Mono aufgenommen. Hier fällt auch das dumpfe Rauschen nicht so stark auf wie beim 5.1-Track. Der deutsche Ton klingt altersgemäß etwas dumpf, die Stimmen zischen ein wenig und die dadurch entstehende Atmosphäre fügt sich gut in den Handlungszeitraum der 70er Jahre ein. Einige Geräusche wurden offensichtlich neu abgemixt, vielleicht sogar neu aufgenommen. So bemerkt man, dass beim Wühlen im Kühlschrank plötzlich eine viel klarere, kräftigere Soundkulisse aufgefahren wird und auch die Schüsse, die Dr. Loomis am Ende abfeuert, sind mit einem höheren Soundpegel belegt und werden den Zuschauer noch einmal richtig wachrütteln. Für den deutschen Surroundtrack gibt es 3 Punkte, da der 5.1 und der englische Track aber vergeigt wurde, im Endeffekt nur 2.
weitere kurze Einschübe lohnen das 12minütige Feature nicht unbedingt. Beim Interview (wahlweise deutsch- oder englischsprachig) sieht das schon ganz anders aus, denn Carpenter wirkt redselig, gelassen und rückt mit vielen Informationen (rund 27 Minuten OHNE lästige Unterbrechung durch Filmschnipsel) rund um sein Schaffen heraus. Die Behind The Scenes-Bildergalerie bietet s/w-Aufnahmen vom Set, am Ende finden sich sogar ein paar Seiten vom Skript ein. Ein wahres Mekka für Coversammler dürfte die nachfolgende Artwork-Galerie mit farbigen Bildern von allerlei "Halloween"-Veröffentlichungen sein. Hätte man dies (und alle anderen Texteinblendungen auch) noch steuerbar und nicht als Slideshow gestaltet, wäre ich vollends zufrieden. Weiterhin enthalten sind 3 Trailer und ausführliche Bio- und Filmografien zu den wichtigsten Mitwirkenden am Film.






























