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USA 1978
Originaltitel:Halloween
Alternativtitel:John Carpenter's Halloween
Länge:101 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:John Carpenter
Buch:John Carpenter, Debra Hill
Kamera:Dean Cundey
Musik:John Carpenter
Darsteller:Jamie Lee Curtis, Donald Pleasance, Tony Moran, P.J.Soles, Nancy Kyes, Charles Cyphers, Kyle Richards, Brian Andrews
Vertrieb:Marketing Film
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:2.35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 (Deu, Eng), Dolby Digital 5.1 (Deu)
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:
- dt. Untertitel
- Dokumentation zur TV-Fassung (11:22 min)
- Trailer zur TV-Fassung (0:33 min)
- Kinotrailer deutsch (2:25 min)
- Kinotrailer englisch (2:32 min)
- Interview mit John Carpenter (27:36 min)
- Bildergalerie: Behind The Scenes (102 Bilder)
- Bildergalerie: Promotion & Artwork (76 Bilder)
- 6 Bio- und Filmografien
Mit 6 Jahren tötet der kleine Michael Myers seine Schwester und lebt fortan in einer Art Wachkoma fort. Der Psychologe Dr. Loomis versucht das Verhalten seines Patienten zu studieren, findet aber heraus, dass der Junge durch eine teuflische Macht bestimmt wird. 15 Jahre später, kurz vor dem Halloween-Abend, kann er aus dem Sanatorium entkommen und er sucht fortan die Bewohner seiner Heimat Haddonfield heim, wo er aufs Neue zu morden beginnt.
"Wenn das wieder ein dummer Scherz ist, ich sag dir, das überlebst du nicht!" (Laurie Strode)

Was soll man zu John Carpenters Meisterwerk noch hinzufügen, was nicht schon erwähnt wurde? Mit einem Budget von etwas über 300000 Dollar wurde innerhalb von 21 Tagen ein Horrorthriller abgedreht, welcher einen Kult begründete. Die Idee zu "Freitag der 13." schlummerte zu dieser Zeit vermutlich noch in Cunninghams Schublade, das Slasher-Genre als solches war bis dato noch nicht als solches definiert und plötzlich drängelt sich dieser Independent-Film an den Kinokassen nach ganz oben. Was wäre aus ihm geworden, hätten Peter Cushing oder später Christopher Lee die Rolle des Dr. Loomis nicht abgewiesen, hätte man Jamie Lee Curtis nicht für diese Rolle entdeckt, wären wir heute um eine Perle ärmer? Für ihre überzeugende Rolle als Mauerblümchen (erste Besetzung in einem Kinofilm), welches sich angsterfüllt aber bestimmt gegen den Mann mit der William Shatner-Maske zur Wehr setzt, verdiente Jamie L. Curtis nur 8000 Dollar und musste sich sämtliche Kleidung auch noch selbst kaufen. Belohnt wurde sie mit weiteren Hauptrollen in Carpenters Filmen und einer 100000 Dollar-Gage für die Fortsetzung.
Der Auftakt zur mittlerweile 7 Sequels umfassenden Serie spielt gekonnt mit den Ängsten der Zuschauer ohne auf Giallo typische, abstrakt stilistische Inszenierung zu setzen. Ein Horrorfilm für den Bauch, weniger zum Nachdenken, aber mit einer psychologisch reizvollen Note versehen, die ihren Charme bis heute nicht verloren hat, auch wenn einige der späteren Teile stark darauf hin zielten, viel davon wieder zu zerstören. Im Gegensatz zu manch anderem Popcorn-Slasher sind nicht alle Charaktere von Beginn an durch ihr Lotterleben dem Tode geweiht, ganz davon abgesehen, dass das "Der unvernünftigste Teenie stirbt zuerst"-Schema 1978 noch keine so ausgelutschte Angelegenheit wie heute war. Durch seinen sehr ernsthaften Einschlag dürfte "Halloween" selbst Genre-Uninteressierten Freude bereiten und sticht Plagiate durch ein angenehmen niedrigen Trash-Gehalt und einen starken Spannungsaufbau aus, der es sehr lange ohne blutige Szenen bewältigt. Dunkelheit, die Gewissheit, dass der Gegner übermenschliche Kräfte und einen unbändigen Tötungstrieb besitzt, und natürlich der simple, aber nervenaufreibende Synthiesoundtrack von Carpenter, welcher noch ein Vierteljahrhundert später beinahe unverändert Verwendung findet, erzeugen einen atmosphärische Erste-Klasse-Slasher. Technisch ist nicht alles völlig ausgereift, denn schon die Effekte sind teilweise simpel in Szene gesetzt, andererseits verblüfft man den Zuschauer mit einer interessanten Kameraarbeit. Eine mehrere Minuten umfassende Kameraperspektive durchs Haus, bei der der junge Myers auf sein Opfer zuschreitet, es tötet und von seinen Eltern gefunden wird, würde sich heute kaum noch jemand trauen und der stets aus dem Hintergrund auftauchende Myers, der sich in den Schatten zu bewegen scheint, ist legendär.

Anamorph hin oder her, die Schärfe des Films ist trotzdem nur mäßig, obwohl schon damals die anamorphe Aufnahmetechnik genutzt wurde. Man könnte es als gleichbleibend weich bezeichnen, denn Detail- und Kantenschärfe sind auf einem einheitlichen Niveau und Schwankungen sind kaum festzustellen, eine Steigerung gegenüber der alten Auflage von Laser Paradise und Astro ist trotz der Tatsache, dass jene DVD nur ein Letterboxed-Widescreen hatte, kaum feststellbar. In Bewegungen werden deutliche Nachzieheffekte sichtbar, dafür gibt es aber so gut wie keinerlei Bildrauschen. Die Kompression arbeitet ohne nennbar Aussetzer und zeigt vor allem in helleren Szenen ein gutes Bild. Fehler wie Kratzer wurden nicht vollständig korrigiert und fallen in einigen Szenen vermehrt auf, man wird sich aber nicht an ihnen stoßen. Der Kontrast ist fürs Alter ordentlich, aber auch hier wird kaum ein Unterschied zur alten DVD-Fassung deutlich. Einzig in der Farbgebung schlägt die neue Version die Alte um Längen. Sie hinterlässt zwar immer noch einen kalten Eindruck (wahrscheinlich sogar von Carpenter so gewollt), bietet aber angemessen kräftig Farben, vor allem der Rot- und Grünton wurde angehoben und so sind Tagaufnahmen erstmals richtig plastisch. Die nächtlichen Sets werden meist vom blauen Mondlicht ausgeleuchtet, nicht mehr dieses eintönige Grau, was die alte DVD kennzeichnete. Die eingefügten Szenen fallen übrigens weder positiv noch negativ aus den Rahmen und passen sich gut in den Film ein.
Leider hat es der englische 5.1 Track nicht auf diese DVD geschafft, eben nur die Dolby Surround-Variante, welche man getrost abschreiben kann, es sei denn, man hat grad die Einzelteile seines Stereo-Hörgerätes vor den Boxen liegen. Ich musste die Lautstärke um etwa 120% erhöhen, um in etwa an das Level des deutschen Tons zu kommen. Für die in der TV-Version eingesetzten Szenen wurde eine neue Synchronisation vorgenommen, die natürlich besser klingt als der Rest der alten deutschen Synchro, was man nicht unbedingt zum Tonfall der Sprecher sagen kann, denn im Vergleich zur alten Version (und erst recht dem Originalton) klingen sie unprofessionell, teilweise lustlos. Unangenehm fällt auf, dass die alten Stimmen der Sprecher nicht beibehalten wurden und Dr. Loomis und Laure somit etwas fremdartig klingen. Der 5.1-Track fällt in einigen Szenen durch ein breiteres Klangbild auf, vor allem beim Score macht sich der Upmix positiv bemerkbar. Andererseits nervt das gleichmäßige Gedröhne aus allen Boxen nach einiger Zeit (ein Halleffekt stellt sich zusätzlich ein) und es empfiehlt sich, auf die Dolby Surround-Variante umzuschalten und den Dolby Pro Logic-Decoder für ein paar Effekte sorgen zu lassen, was sich nicht schlecht anhört, schließlich wurde 1978 nur in Mono aufgenommen. Hier fällt auch das dumpfe Rauschen nicht so stark auf wie beim 5.1-Track. Der deutsche Ton klingt altersgemäß etwas dumpf, die Stimmen zischen ein wenig und die dadurch entstehende Atmosphäre fügt sich gut in den Handlungszeitraum der 70er Jahre ein. Einige Geräusche wurden offensichtlich neu abgemixt, vielleicht sogar neu aufgenommen. So bemerkt man, dass beim Wühlen im Kühlschrank plötzlich eine viel klarere, kräftigere Soundkulisse aufgefahren wird und auch die Schüsse, die Dr. Loomis am Ende abfeuert, sind mit einem höheren Soundpegel belegt und werden den Zuschauer noch einmal richtig wachrütteln. Für den deutschen Surroundtrack gibt es 3 Punkte, da der 5.1 und der englische Track aber vergeigt wurde, im Endeffekt nur 2.
Für das computeranimierte Menu im Stile des Myers-Hauses mit eingearbeiteten Filmszenen gebührt Marketing zuerst einmal großes Lob. Das Ding sieht toll aus und passt 100%ig zum Film. Bei den Extras finden sich mit dem Carpenter-Interview (schon auf der "The Fog"-DVD enthalten gewesen) und der Dokumentation zur TV-Version (die Szenen waren bereits auf der Extra-DVD in der Halloween-Box enthalten) zwei alte Bekannte. Die Dokumentation ist nicht sonderlich interessant, die Szenen hat man ja grad im Film gesehen und das 1minütige Vorwort von Carpenter und 2 weitere kurze Einschübe lohnen das 12minütige Feature nicht unbedingt. Beim Interview (wahlweise deutsch- oder englischsprachig) sieht das schon ganz anders aus, denn Carpenter wirkt redselig, gelassen und rückt mit vielen Informationen (rund 27 Minuten OHNE lästige Unterbrechung durch Filmschnipsel) rund um sein Schaffen heraus. Die Behind The Scenes-Bildergalerie bietet s/w-Aufnahmen vom Set, am Ende finden sich sogar ein paar Seiten vom Skript ein. Ein wahres Mekka für Coversammler dürfte die nachfolgende Artwork-Galerie mit farbigen Bildern von allerlei "Halloween"-Veröffentlichungen sein. Hätte man dies (und alle anderen Texteinblendungen auch) noch steuerbar und nicht als Slideshow gestaltet, wäre ich vollends zufrieden. Weiterhin enthalten sind 3 Trailer und ausführliche Bio- und Filmografien zu den wichtigsten Mitwirkenden am Film.

1980 ging der Film zwecks einer TV-Ausstrahlung für $4 Mio. an NBC. Dort verlangte man aber nach einer längeren Laufzeit, so dass Carpenter kurzfristig während der Dreharbeiten zum 2. Teil ein wenig Füllmaterial nachdrehte. Die hier vorliegende DVD enthält diese 3 Szenen (Gesamtdauer: ca. 10 Minuten), welche den Film zwar nicht unbedingt aufwerten, aber einige interessante Einblicke in Myers Zeit nach seiner Verhaftung geben. Wäre die TV-Fassung von der Bild- und Tonqualität ähnlich gut wie die Kinofassung, könnte man also uneingeschränkt zugreifen, so kann ich diese Marketing-DVD (inhaltlich identisch mit der DVD in der Perfect und Limited Edition vom selben Label) aber nur jenen ans Herz legen, die unbedingt einmal die schon länger bekannten Zusatzszenen in einer "kompletten" Fassung besitzen möchten.


Film++++++
Bild+++---
Ton++----
Bonus+++---


Druckbare Version
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