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HK, USA 1976
Originaltitel:Cannonball!
Alternativtitel:Carquake
Länge:90:27 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Paul Bartel
Buch:Donald C. Simpson, Paul Bartel
Kamera:Tak Fujimoto
Musik:David A. Axelrod
Darsteller:David Carradine, Bill McKinney, Veronica Hamel, Gerrit Graham, Robert Carradine, Belinda Balaski, Judy Canova, Carl Gottlieb, Mary Woronov, Aron Kincaid, Archie Hahn, David Arkin, John Herzfeld, James Keach, Dick Miller, Roger Corman, Joe Dante, Jonathan Kaplan, Martin Scorsese, Paul Bartel, Sylvester Stallone
Vertrieb:Marketing Film
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (Upmix), Dolby Digital 2.0 (Mono)
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:
  • Kinotrailer
  • Artworks
  • Kinoaushang
  • Filmografien
  • Werberatschlag
  • Presseheft
Ein illegales Autorennen von Kalifornien nach New York lockt viele zwielichtige Gestalten an. Auch Coy Buckman will das gefährliche Rennen gewinnen, doch seine Gegner nutzen jedes Mittel, um ihn daran zu hindern. Als auch noch illegale Wetten abgeschlossen werden und die Polizei versucht, die Raser zu stoppen, verwandelt sich das Rennen in eine Autovernichtungsschlacht.
"Cannonball" ist im Grunde der Urvater der Autorennfilme und trotz seiner prominenten Besetzung einer von den Filmen, die im deutschen TV am wenigsten wiederholt wurden. Dies resultiert unter anderem daraus, dass Paul Bartels Klassiker im Gegensatz zu den Genre-Nachfolgern wie z.B. "Auf dem Highway ist die Hölle los!" und "Highway 2 - Auf dem Highway ist wieder die Hölle los" recht ernst erscheint und es ihm an dem nötigen Humor fehlt. Regisseur Paul Bartel zeichnete sich ja schon bei "Death Race 2000", in dem David Carradine ebenfalls die Hauptrolle neben Sylvestern Stallone übernahm, dadurch aus, dass der Film von seinem sakastischen Humor und seiner satirischen und in den Gewaltdarstellungen völlig überzogenen Szenen lebte. Da war der Unterhaltungswert bei 200%. Jedoch bei "Cannonball", in dem es um illegales und regelfreies Autorennen quer durch Amerika geht, ist das Gezeigte bei weitem nicht so spektakulär wie erwartet. Das fängt schon bei der Menge an Wagen an, die hier mitfahren oder besser gesagt nicht mitfahren. Die aktiven Protagonisten lassen sich an einer Hand abzählen, so dass der gesamte Film recht übersichtlicht bleibt und man nur wenige spannende Verfolgungen erleben darf, die man bei den Nachfolgern oder bei "Death Race 2000" um die Ohren gehauen bekommt. David Carradine wird hier als Held dargestellt, dessen Bruder (gespielt von Dick Miller aus "Gremlins 1+2", "Ritter der Dämonen") nicht einmal davor zurückschreckt, den unwissenden Fahrer bei seinem Sieg tatkräftig zu unterstützen. Hier lässt er dann kurzerhand einfach einen Wagen von einem deutschen Teilnehmer (wieder auf grausamste Weise als typischer deutscher Nazi dargestellt) in die Luft fliegen, bis er durch eine Verwechslung fast sogar seinen eigenen Bruder ermorden lässt. Im ganzen Verlauf des Films geht es eigentlich nur um David Carradine, seinen Mechaniker und seine Freundin, die ihm das Rennen wegen seiner Bewehrung ausreden will.
Im Clinch mit seinem Rivalen Cade Redmann (völlig überdreht Bill McKinney aus "Hellboy" und "Green Mile") gibt es dann auch die eine oder andere Karambolage und fiese Action, die aber ebenfalls recht überschaubar bleibt. In den späteren "Cannonball"-Filmen stand zwar auch das Geld im Vordergrund, doch mussten alle Protagonisten cool sein. Carradines Rolle ist eher die eines Mannes, dessen letzte Hoffnung im Rennsieg liegt, damit er für sich und seine Freundin ein neues Leben anfangen kann. Zwischendurch wird eine Prise Humor eingestreut, die sich aber stark in Grenzen hält und sich meisten auf 2 Personen reduziert. Wenn der Film nach 90 Minuten und einer recht unbeholfenen und unglaubwürdigen Massenkarambolage dem Ende zu geht, ist der Schluss auch nicht mehr wirklich überraschend und man ist sogar etwas über den doch arg düsteren Ausgang entäuscht.
Ein Highlight im Film sind jedoch all die Cameo-Aufftritte von Leuten wie Joe Dante, Sylvester Stallone, Roger Corman oder Martin Scorsese, deren Auftritte in der alten deutschen Fassung oftmals komplett geschnitten wurden, damit der Film nicht zu lang ist. Dabei wurden jedoch die Szenen entfernt, die einen teilweise recht humorvollen Touch hatten.
"Cannonball" ist typische 70er Jahre Unterhaltung mit einem tollen 70s Style Score und Songs, die von David Carradine himself gesungen werden. Jedoch ist die gesamte Inszenierung teilweise recht schlampig und auch die Kameraführung wirkt manchmal recht unbeholfen und holperig, so dass es "Cannonball" leider nicht über die Zielinie schafft und Fans und Liebhaber der Nachfolger wenig Spaß an dem viel zu ernsten und recht langatmigen Film haben werden.David Carradine-Fans werden aber trotzdem Gefallen finden.

Da der Film damals um viele Dialogszenen geschnitten war, existiert für diese Szenen keine deutsche Synchronisation. Daher hat Marketing diese Szenen für die uns vorliegende DVD extra untertiteln lassen und präsentiert "Cannonball" somit erstmalig ungeschnitten auf DVD.
Obwohl der Film nun schon einige Jahre auf dem Buckel hat, darf das Bild durch seine kräftigen und satten Farben, die teilweise sogar etwas zu kräftig ausgefallen sind, überzeugen. Selbst der Kontrast weiß zu gefallen, auch wenn der mehr ins Gräuliche tendierende Schwarzwert etwas zu wünschen übrig lässt. Störend fällt hier jedoch mangelhafte Schärfe auf. Lassen sich Details in ruhigen Nahaufnahmen wie Gesichter und Gegenstände noch recht gut erkennen, so schwankt die Schärfe in den anderen Szenen aber gewaltig. Mal ausreichend, dann wieder mangelhaft, aber nie wirklich befriedigend. Bei schnellen Bewegungen fallen dann auch noch starke Nachzieheffekte auf und selbst in Aufnahmen, die im Auto spielen, ist das Bild sehr unruhig und stellt das Auge auf eine harte Probe. Die Kantenschärfe weist einige Doppelkonturen auf, die wohl auf eine Nachschärfung zurückzuführen sind. Durch den Einsatz der Rauschfilter, die nicht minder Schuld an Detailarmut des Bildes sind, fällt Bildrauschen fast komplett flach, auch die Kompressionen leisten eine gute Arbeit, weisen jedoch leichtes Blockrauschen im Hintergrund auf. Defekte und Verschmutzungen in der Vorlage gibt es recht selten zu bemängeln.Der auf der DVD befindliche 5.1 Track ist nichts weiter als eine splitted Spur, in der die vorhandene Tonspur einfach auf alle Kanäle gelegt wurde. Daher empfehle ich lieber die Stereospur, die eine gute Dialogverständlichkeit ohne störendes Rauschen oder großartige Verzerrungen aufweist. Unterschiede zur englischen Sprachfassung fallen nicht auf, lediglich die Stimmen klingen etwas natürlicher. Deutsche Untertitel gibt es nicht.Als Bonus gibt es neben dem Original Trailer, 4 Filmografien, noch 11 Kinoaushangfotos, eine Artwork Galerie mit 8 Bildern und den Original Werberatschlag, sowie das Presseheft zu bewundern. Nicht sonderlich viel, aber wenigstens etwas.

"Cannonball" biete 91 Minuten solide Unterhaltung, wer allerdings mehr an der Comedy-Variante Gefallen findet, sollte einen großen Bogen um Paul Bartels Werk machen oder lieber zu "Death Race 2000" greifen, der ebenfalls von Marketing erschienen ist. Dem Bild sprechen wir gerade noch so 3 Punkte zu, was auf die wirklich schwachen Schärfe und den unruhigen Bildstand zurückzuführen ist. Der Stereoton ist ok und die Wahl der Extras obligatorisch für Marketing. Fans des Filmes bzw. von David Carradine können zuschlagen.


Film+++---
Bild+++---
Ton++----
Bonus+-----


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NewsNeue Marketing-DVDs ab dem 18.12.2003
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