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USA 2003
Originaltitel:Freddy vs. Jason
Alternativtitel:Friday the 13th Part 11
aka. Nightmare On Elm Street 8, A
aka. Nightmare On Friday the 13th, A
aka. Freddy contra Jason
Länge:97Minuten (ungekürzt)
Freigabe:R-Rated
Regie:Ronny Yu
Buch:Damian Shannon, Mark Swift
Kamera:Fred Murphy
Musik:Type O Negative, Slipknot, Murderdolls, Graeme Rev
SFX:Wayne Beauchamp
Darsteller:Robert Englund, Ken Kirzinger, Jason Ritter, Kelly Rowland, Monica Keena, James Callahan, Joshua Michal, Odesaa Munroe, Chris Marquette, Lochlyn Munro, Katharine Isabelle, Kyle Labine, Jake Kaese, Jesse Hutch, Chris Gauthier, Brendan Fletcher, Paula Shaw, Alistair Abell, Gary Chalk
Vertrieb:New Line Cinema
Norm:NTSC
Regionalcode:1
Bildformat:
2,35:1 (anamorph)
1.33:1 Vollbild (Pan & Scan)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 EX, Dolby Digital 2.0
Sprache:Englisch, Französisch
Specials:
Film-DVD:
  • Audiokommentar mit Ronny Yu, Robert Englund und Ken Kirzinger
  • Jump to Death
  • DVD-ROM / Online-Features (Script-to-screen, enhanced playback mode)
Bonus-DVD:
  • Deleted/Alternative Scenes (optional mit Audiokommentar von Regisseur Ronny Yu und Produzent Douglas Curtis):
    • Heather and Billy (Original Opening) (3:35 Min.)
    • Sheet Freak (0:30 Min.)
    • Nobody Home (0:20 Min.)
    • Taking Lori Home (0:20 Min.)
    • At Death's Door (0:55 Min.)
    • More At School (0:40 Min.)
    • Principal Shaye (0:30 Min.)
    • Party To Forget (0:15 Min.)
    • Party In The Corn (1:45 Min.)
    • Dead Trey Walking (0:20 Min.)
    • Dream Signs (0:45 Min.)
    • Eels (0:15 Min.)
    • Splitting Up (0:20 Min.)
    • Too Much Hypnocil (0:40 Min.)
    • No More Medicine (0:20 Min.)
    • Linderman's Apology (0:40 Min.)
    • A Promise (0:15 Min.)
    • Place Your Bets (0:45 Min.)
    • Kiss From Kia (0:35 Min.)
    • Original Ending (1:40 Min.)
  • The Production:
    • Fangoria Magazine Article Part 1 (37 Infoseiten)
    • Fangoria Magazine Article Part 2 (41 Infoseiten)
  • Production Featurettes:
    • Genesis: Development Hell (10:19 Min.)
    • On Location: Springwood Revisited (14:46 Min.)
    • Art Direction: Jason's Decorating Tips (11:31 Min.)
    • Stunts: When Pushs Comes To Shove (21:37 Min.)
    • Make-Up Effects: Freddy's Beauty Secrets (6:27 Min.)
  • Visual Effects Featurettes:
    • Mommy Krueger / Counselor Morph (3:26 Min.)
    • Blood Drops (3:29 Min.)
    • Dead Eyed Girl (1:07 Min.)
    • Wall Morph (1:39 Min.)
    • Jump Rope (1:52 Min.)
    • Shadow Claw (2:41 Min.)
    • Nose Job (3:04 Min.)
    • Dead Trey Walking (4:47 Min.)
    • Freddypillar (3:23 Min.)
    • Pinball Jason (2:49 Min.)
    • Jason's World (0:01 Min.)
    • Epilogue (1:42 Min.)
  • Galleries:
    • 1. Storyboards:
      • Opening (111 Bilder)
      • Trey's Death (47 Bilder)
      • Grain Silo / Boiler Room (46 Bilder)
      • First Battle (135 Bilder)
      • Freddypillar (31 Bilder)
      • The Dock (67 Bilder)
    • 2. Production:
      • Behind the scenes (33 Bilder)
      • Concept Art (26 Bilder)
      • Freddypillar (15 Bilder)
      • Locations (11 Bilder)
      • Make-Up Design / Models (33 Bilder)
  • Publicity and Promotion:
    • Pre-Fight Press Conference (3:48 Min.)
    • Original Theatrical Trailer (1:11 Min.)
  • TV-Spots:
    • Static (0:31 Min.)
    • Meet (0:31 Min.)
    • Slicer (0:31 Min.)
    • Turn (0:31 Min.)
    • Review (0:31 Min.)
    • Dare (0:31 Min.)
    • Freddy Legend (0:31 Min.)
    • Jason Legend (0:31 Min.)
  • Musikvideo (Ill Nino - "How can I live") (3:10 Min.)
  • My Summer Vacation: A Visit to Camp Hacknslash (3:56 Min.)
  • More from New Line (Dolby Digital 5.1) (8:13 Min.)
    • The Butterfly Effect (Trailer)
    • The Texas Chainsaw Massacre (Trailer)
    • Jason goes to hell (Trailer)
    • The Final Nightmare (Trailer)
  • DVD-ROM Online-Features ( the cutting room floor edit activity, Weblinks, Killer Sound Bites)
Freddy Krueger (Robert Englund) fristet ein gelangweiltes Dasein in der Hölle. Die Bewohner der Elm Street haben ihn vergessen - viele davon dank eines Medikaments, das Träume verhindert - und können ihn daher im Schlaf nicht mehr fürchten. Doch das Narbengesicht hat eine Idee, wie er die Leute an sich erinnern kann: indem er den maskierten Serienmörder Jason Voorhees (Ken Kirzinger) in die Elm Street schickt, um dort für Angst und Schrecken zu sorgen.
Freddy erscheint Jason in der Gestalt von Jasons Mutter, die schon immer einen großen Einfluss auf den Killer mit der Hockeymaske hatte, schickt ihn in die Elm Street, wo er auch tatsächlich einige grausame Morde begeht. Es dauert nicht mehr lange und die Menschen erinnern sich wieder an Freddy Krüger, doch dieser kann sich nicht besonders darüber freuen, denn Jason tötet so schnell und scheint unaufhaltsam zu sein. Bevor für Freddy niemand mehr übrig bleibt, entschließt er sich, Jason aus dem Weg zu räumen. Doch das erweist sich schwieriger als geplant ...
New Line Cinema setzt mit "Freddy vs. Jason" eine Tradition, die fest im Horrorgenre verwurzelt ist, fort: Den Crossover-Film. Zwei Charaktere aus zwei verschiedenen Filmwelten treffen in ein und demselben Film aufeinander und hauen sich bös die Köppe ein. Wie man's macht, haben bereits Al Adamsons "Draculas Bluthochzeit mit Frankenstein", Charles Bartons "Abbott und Costello treffen Frankenstein", Kimiyoshi Yasudas "Zatoichi meets the One Armed Swordman" und Ishirô Hondas "King Kong vs. Godzilla" gezeigt. Welche Filmfiguren in "Freddy vs. Jason" nicht gut aufeinander zu sprechen sind, dürfte jedem schon beim Titel klar sein: Zwar sind die jeweiligen Filmreihen von Freddy Krueger und Jason Voorhees unter anderem Namen gestartet, nämlich "A Nightmare on Elm Street" und "Freitag der 13.", jedoch sind gerade ihre Vornamen im Fandom unwiderruflich mit den Filmen verknüpft, weniger der komplette, ausgeschriebene Titel. Da in der Videothek später eh nach dem "neuesten Freddy-Streifen" gefragt wird, haben es die Produzenten den Videothekaren diesmal gleich leichter gemacht. "A Nightmare on Friday the 13th" heißt schlicht "Freddy vs. Jason".

Das Vorhaben, den Machtkampf der so unterschiedlichen Franchise-Serien auf die Leinwand zu projizieren, war schon Ende der Achtziger angedacht, wurde aber durch Lizenzprobleme immer wieder vereitelt. Nun, nachdem New Line die Rechte für die "Jason"-Filmreihe von Paramount bekommen hat, steht dem Duell der Giganten nichts mehr im Wege. Doch warum einfach, wenn's auch schwer geht? Unzählige Drafts und Skriptvarianten geisterten über die Schreibtische der Verantwortliche. Da diese frühen Entwürfe im Internet schnell verbreitet wurden, wuchs auch die Erwartungshaltung der Fans. 2003 war es dann schließlich soweit. Ronny Yu, der bereits mit "Chucky und seine Braut" eine Horrorserie aus der Mottenkiste holte, sollte die beiden Horrortitanen in ihrem Kampf führen.
Nun, das erste Problem liegt wohl darin, dass beide Serien bereits seit den Achtzigern existieren, und auf zusammengenommen 18 Filme zurückblicken können. In den 13 Jahren, in denen wir es mit Jason und Freddy schon ausgehalten haben, sind viele Traditionen entstanden, aber auch viele Fehler begangen worden. Und in dem vorliegenden Teil versucht Ronny Yu einen Drahtseilakt: Beiden Figuren genug Raum für ihre eigenen, individuellen Stil zu geben und dabei die bisherigen Filme schön berücksichtigen. Diese Formel geht in den ersten Minuten auch durchaus auf. Robert Englund als Freddy Krueger spricht den Prolog, der seine Figur für alle jene, die in den Achtzigern zu jung für die "Nightmare"-Filme waren, noch einmal erklärt. Dazwischen sehen wir Ausschnitte der delikatesten Morde aus der Filmreihe. Doch sobald Ronny Yu Jason gegen Filmmitte eine neue Schwäche andichtet, nämlich einer panischen Angst vor dem Element H2O, wird's unangenehm. Haben wir Jason doch eher als vergnügten Planschemann in Erinnerung, der gerne mal mit der Machete bewaffnet aus dem Crystal Lake, ganz in der Nähe seines Jagdreviers, auftauchte und seiner Mordroutine nachkam. Nun soll Jason plötzlich ein Schwimmflügelträger sein? Nicht mit uns, Mister Yu.



Ebenfalls muss man dem Film zugestehen, nicht ganz unbeeinflusst von den modischen Entwicklungen der letzten Jahre zu sein. Zwar gibt Yu vor, mit "Freddy vs. Jason" einen straightforward Horrorfilm gedreht zu haben, ganz im traditionellen Sinne beider Reihen, allerdings sieht man "Freddy vs. Jason" besonders in der ersten Hälfte all jene Unaussprechlichkeiten, die uns die Teenie-Slasher-Reihe á la "Scream" und die MTV-Generation für sich zu entdecken. Besonders in den Szenen der Opferclique wird deutlich, wie fad der Film doch eigentlich ist. Waren früher jene Filme wenigstens noch debil-lustig, so sind die "Sex, Drugs & Rock 'N' Roll"-Szenen mit den tief dekolletierten Teenagern heute nur noch dümmlich. Aber schließlich gibt es ja Erlösung in Form der beiden Titelhelden. Müsste man deren Auftreten in diesem Teil mit einem der direkten Vorgängerfilm vergleichen, so ähnelt "Freddy vs. Jason" am ehesten "Freddys New Nightmare", in dem eine selbstreflektive Idee ähnlich humorlos und geradlinig wie hier ausgefaltet wird. Von einer selbstironischen Farce á la "Jason X" fehlt hier jede Spur. Man sollte ebenfalls bemerken, dass dies eher ein "Nightmare on Elm Street"-Film ist, so erzählt er doch eher die Geschichte Freddy Kruegers, der aufgrund dessen, dass seine Legende in Vergessenheit geraten ist, jegliche übermenschliche Kraft verloren hat. Erst, wenn die heutige Jugend wieder Glauben an den Freddy-Spuk gewinnt und Angst vor ihm hat, wird Freddy die Macht zuteil, sich wie früher in deren Träumen offensiv herumzutrollen. Dafür manipuliert er die Träume von Säbelstampfer Jason, der für genug Schrecken sorgen soll, bis Freddy wieder auf dem Dampfer ist. Wir sehen: Protagonist ist Freddy, Jason ist bestenfalls seine Marionette. Eher ein Gaststar im achten Freddy-Film.
Gegen Ende bemerken die beiden Partner in Crime, dass ihre konträren Auffassungen von einem Mord zu Spannungen führen: So hat Freddy mehr die sadistische, Schweiß-treibende Tour drauf: Er lässt seine Opfer gerne durch fürchterliche Alptraume waten, bis er schließlich seinen Klingenhandschuh zum Tranchieren jugendlichen Fleischs benutzt. Jason dagegen macht sich kaum 'nen Kopf um Wirkung und Angst seines Auftretens. Traut sich einmal jemand - egal wer - vor seine Eishockeymaske, so wird derjenige schnurstracks zerteilt, geköpft, was auch immer. Als Freddy nach zirka einer Stunde Laufzeit beschließt, dass das Arbeiten mit seinem Kumpanen mittlerweile unmöglich geworden ist, bricht das titelgebende Duell an sich los. In einem farblich verfremdeten Labor bis hin zum Showdown am geliebten Crystal Lake entfacht Ronny Yu ein Schlachtfest, völlig konzentriert auf die beiden Opponenten, dass in seiner Schnelligkeit und aberwitzigen Brutalität eher einem Videospiel gleicht als einem ernsthaften Horrorfilm.
"Freddy vs. Jason" funktioniert nicht als spannender Horrorfilm. Die Morde sind zwar ultra-blutig und lassen nichts unserer Gedankenwelt übrig, jedoch interessiert uns das Schicksal der fliehenden Kiddies kaum. Der Zuschauer möchte die beiden Filmlegenden gegeneinander fighten sehen. Man hat weniger den Anspruch, einen Film zu sehen, sondern eher ein Wrestlingmatch. Jedoch selbst das wird uns leider ein wenig vermiest. Ronny Yu inszeniert "David gegen Goliath Teil 2" und zeigt einen oft unbeholfenen, mit weniger Screentime als Freddy ausgestatteten Jason. Das Finale mag dann sicherlich noch ein wenig Spaß machen, aber hätte man die ganze Chose ironisch aufgebrochen, so hätte der geneigte Kinogänger deutlich mehr Spaß an dem Gezeigten.

"Freddy vs. Jason" ist viel verschenktes Potenzial. Nicht wirklich schlecht, aber nicht jenes kleines Genremeisterwerk, was er hätte werden können. Ronny Yu nimmt die Story vielleicht einen Tick zu ernst. Dafür inszeniert er gewalttätige Morde, so, wie wir sie seit den wilden Achtzigern nicht mehr gesehen haben. Nostalgisch ernst und ohne Schnörkel. Wer aber mehr erwartet, oder gar die Qualität und den Witz einiger früherer, dummerweise veröffentlichter Skriptversionen sucht, der wird enttäuscht werden. Für das nächste Mal werden die beiden Horrorfilmgiganten wieder getrennte Wege gehen, und das Crossover-Genre hochwahrscheinlich zwei anderen Franchise-Serien überlassen. Und dann können wir unsere Erwartungen auch wieder trennen: Freddy = spannender Horror, Jason = dümmliches Slasherentertainment. Und kein verquaster Mix aus beidem.



Eigentlich konnte man von den letzten New Line Cinema-DVDs im Bereich Bild immer in höchsten Tönen sprechen. Seien es Filme wie "Blade 2" oder "Jason X", präsentiert wurde uns eigentlich immer ein scharfes und detailreiches Bild, welches kaum Wünsche offen lies. Bei "Freddy vs. Jason" sieht das Ganze zwar nicht so schlimm aus wie bei den zuletzt besprochenen Columbia-Titeln, aber trotzdem fällt auch hier der größte Mangel im Bereich Schärfe auf. Wo jedoch Filme wie "Underworld" wirklich durchgehend zu unscharf waren, fällt dies hier meist nur in den Totalen auf. Hier wirkt das Bild einfach zu detailarm, wobei z.B. Nahaufnahmen der Gesichter meinst recht detailliert wieder gegeben werden. Hier hätten wir uns einfach etwas mehr gewünscht und auch die Kantenschärfe macht sich hin und wieder durch unschöne Doppelkonturen bemerkbar. Am Rest vom Bild gibt es eigentlich kaum etwas zu meckern. Der Kontrast ist hervorragend geworden und offenbart uns jedes Details, obwohl der Film überwiegend im Dunkeln spielt. Die Farben wirken satt und kräftig und da der Regisseur hier oft mit Filtern spielt, werden viele Szenen entweder in einem künstlichen Rot, Grün oder gar Blau wieder gegeben. Rein optisch kleine Highlights im Film sind z.B. die Szene, in welcher Freddy zum ersten Mal gegen Jason im Heizwerk kämpft oder der geniale Moment als Freddy aus dem Wasser springt. Bildrauschen fällt so gut wie gar nicht auf und selbst die Kompressionen leisten hervorragende Arbeit, wobei man nur bei einem geringen Sichtabstand etwas Blockrauschen im Hintergrund festellen kann. Wir vergeben daher 5 Punkte für eine fast perfekten anamorphen Transfer, dem etwas mehr Schärfe gut getan hätte. Noch anzumerken sei, dass neben der Widescreen-Fassung noch eine Vollbild-Version des Films mit auf der DVD ist, welche sich durch zusätzlichen Platzbedarf zum Glück nicht negativ aufs Bild auswirkt.



Tonal kann diese US-DVD mal wieder voll und ganz überzeugen, weshalb wir hier auch ganze 6 Punkte vergeben. Hier wird uns ein unheimlich kräftiger Dolby Digital 5.1 EX Mix geboten, der neben der hervorragenden Dynamik und Räumlichkeit auch durch einen wuchtigen Basseinsatz überzeugen kann. Die Effektlautsprecher werden perfekt genutzt und sind die meiste Zeit im Einsatz. Ob Umgebungsgeräusche, Musik Sore oder die bombastischen Surroundefekte, diese Abmischung ist ein Genuss für die Ohren. Noch dazu kommt eine perfekte Sprachverständlichkeit und ein Tiefenbass, der einen in vielen Szene in den Sessel drückt. Für einen Film diesen Genres wirklich unglaublich.

New Line verlegte löblicherweise das Zusatzmaterial komplett auf eine zweite DVD, so dass wir neben dem Hauptfilm nur noch einen Audiokommentar mit Ronny Yu, Robert Englund und Ken Kirzinger und das schon von "Jason X" bekannte Jump to a Death Feature finden. Letzteres ist unglaublich geschmacklos und wird mit Sicherheit den Weg nicht auf die deutsche DVD finden. Hier kann man direkt zu den jeweiligen Morden springen oder sie sich sogar per Zufallswiedergabe anschauen. Wer es braucht. Der Audiokommentar ist recht interessant ausgefallen und alle Beteiligten sich sehr locker drauf. Schön auch mal Freddy himself in einem AK zu hören.



Auf der Bonus-DVD geht es gleich los mit 20 Deleted & Extended Scenes inklusive dem alternativen Anfang und Ende. Im Ganzen ist das, was uns hier erwartet, recht unspektakulär und die meisten Szenen sind uninteressant und würden den Film nur unnötig in die Länge ziehen. Das Alternative Ende (siehe Bild) ist ebenfalls recht unspektakulär, weshalb man mit dem Jetzigen recht zufrieden sein kann. Hier sieht man wie die beiden Überlebenden im Bett liegen und ein wenig ihren Trieben nachgehen, als aus dem Finger von Ken Kirzinger Freund plötzlich Klingen wachsen und ein breites Grinsen über seine Lippen kommt. Trotzdem schön, dass man uns diese Szenen nicht vorenthält und zudem hat man sie die Mühe gemacht, sämtliches Material in DVD-Qualität drauf zu packen und sogar mit einem 5.1-Ton zu versehen.
Unter "The Production" finden wir zwei Artikel aus dem "Fangoria"-Magazin als Textafeln, insgesamt 78!!! Seiten. Klickt man auf "Production Featurettes" werden uns folgende Dokus präsentiert: Genesis: Development Hell (10:19 Min.), On Location: Springwood Revisited (14:46 Min.), Art Direction: Jason's Decorating Tips (11:31 Min.), Stunts: When Pushs Comes To Shove (21: 37 Min.) und Make-Up Effects: Freddy's Beauty Secrets (6:27 Min.). Alle Featurettes sind sehr interessant und geben uns ein guten Einblick hinter die Kulissen. Hier dürfen wir die frühe Entwicklungsphase bis hin zum ersten Dreh anschauen, ebenso die Stuntarbeit und die Spezialeffekte werden durchleuchtet. 5 kurze Dokus, die zwar nie sonderlich lang sind, jedoch recht interessant ausfallen. Das Featurette über die Stunts ist hierbei das Längste und Ausführlichste von allen. Leider gibt es hier bei keine "Play All"-Funktion. Unter Visual Effects Featurettes finden wir 12 kurze Featurettes, die insgesamt knapp 30 Minuten gehen und uns sämtliche visuelle Effekte im Film vorstellen und erläutern. Ein ebenfalls recht interessantes Feature, welches man sich komplett oder nach un nach anschauen kann. Danach folgt eine umfangreiche Bildergalerie mit insgesamt 555 Bildern. Davon sind die meisten "Storyboard"-Bilder und der Rest Bilder vom Set, Make-Up, Artworks etc. Pre-Fight Press Conference zieht das "Clash of the Gigants"-Thema etwas durch den Kakao. Dieser knapp 4minütige Clip zeigt und Freddy und Jason bei einer Pressekonferenz, wie wir sie von einem Boxkampf oder anderen Pressekonferenzen her kennen. Moderiert wird das Ganze von dem bekannten Ringsprecher Michael Buffer, bevor beide sich den Gragen der Reporter stellen. Wirklich zum Totlachen komisch und eine gute Idee. Weiter geht es mit 8 TV-Spot, dem Original Kinotrailer, sowie dem Musikvideo "How Can I Live" von III Nino. My Summer Vacation - A Trip to Camp Hacknslash ist ein kurzer Einblick von knapp 4 Minuten in die Weltpremiere von "Freddy vs. Jason" in Austin (Texas). Hier lies man extra für die Premiere eine Camp im 70er Jahre Stil erbauen und versorgte die Gäste den ganzen Tag über mit diversen Attraktionen wie z.B. ein Wet-T-Shirts Wettbewerb (*lecker*), bevor der Film in einem großen Freilichtkino gezeigt wurde. Unter More from New Line finden wir 4 Trailer von weiteren Filmen aus dem Hause New Line. Das schöne daran ist, dass sämtliche Trailer in einem anamorphen Widescreen-Transfer vorliegen und in Dolby Digital 5.1 abgemischt wurden. So etwas ist sehr selten und daher umso löblicher.



Zum Schluss möchte ich noch auf die PC-Specials eingehen, die in vielen Reviews immer vernachlässigt werden, was zum einen daran liegt, dass viele kein DVD-ROM-Laufwerk haben und zum anderen, dass man meistens nur einfache Weblinks findet. Ok, beim DVD-ROM-Teil zu "Freddy vs. Jason" finden wir diese selbstverständlich auch, aber das ist noch längst nicht alles. Auf der ersten DVD kann man nicht nur den Film im Direktvergleich zum Drehbuch anschauen, sondern New Line erlaubt es uns dank eines speziellen Modus Freddy oder Jason zu spielen. Stellt euch das Ganze einmal wie eine Art Video-Game vor, in dem jede Figur links und rechts seine Power-Balken hat. Je nachdem, ob einer austeilt oder einsteckt, variiert auch dieser Balken. Wenn ihr diverse Fragen richtig beantwortet, könnt ihr die Energieanzeige wieder ausgleichen und somit euren Level erhöhen. Wer ihr zum Schluss siegreich gewesen seid, bekommt ihr eine kleine Überraschung. Auf der Bonus-DVD findet ihr neben den obligatorischen Weblinks noch den "Cutting Room Floor", in dem ihr den Kampf zwischen Freddy und Jason selbst schneiden könnt. Und unter "Killer Sound Bites" könnt ihr euch die besten Sprüche und Geräusche aus dem Film noch einmal anhören. Wer bisher also noch kein DVD-ROM-Laufwerk hat, sollte nun schleunigst zugreifen, es lohnt sich.

Schlussendlich bleibt eigentlich nur noch zu sagen, dass diese US-DVD mehr als nur gelungen ist. Ein Klasse Ton, tolles Bonusmaterial machen diese DVD trotz der kleinen Schwäche im Bild zum Pflichtkauf für Fans. Auch wenn der Film an sich nicht die Granate ist, ist er dennoch sehr unterhaltsam und macht Spaß. Wie die deutsche DVD, die in ein paar Monaten von Warner erscheint, aussehen wird, kann man noch nicht sagen. Wir glauben aber nicht, dass wir hier mit exakt dem selben Bonusmaterial rechnen dürfen. Wer also auf den deutschen Ton mit einer eher bescheidenen Synchro verzichtenden kann, ist bei der RC1-Scheibe gut aufgehoben, alle anderen warten einfach unseren Test zur Regionalcode 2-Disc ab ...


Film+++---
Bild+++++-
Ton++++++
Bonus+++++-


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NewsNeue Bilder von "Freddy vs. Jason"
Freddy vs. Jason (2DVD, UK)
Freddy vs. Jason (2DVD, Platinum Series)
IMDb.com OFDb.de



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