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USA 2003
Originaltitel:S.W.A.T.
Länge:117 Minuten (ungeküzt)
Freigabe:PG13
Regie:Clark Johnson
Buch:Robert Hamner, Ron Mita, Jim McClain, David Ayer, David McKenna
Kamera:Gabriel Beristain
Musik:Elliot Goldenthal
Darsteller:Samuel L. Jackson, Colin Farrell, Jeremy Renner, Michelle Rodriguez, LL Cool J, Olivier Martinez, Réal Andrews, Sara Arrington, Willam Belli, Joe Bucaro III, Reg E. Cathey, Heather Charles, Josh Charles, Chris Daher, James DuMont, Matt Gerald, Terry Gingles, Sheri Goldner, Garry Guerrier, Steven Hack, Page Kennedy, Benjamin King, Danny LaCava, Larry Poindexter, Scott Sandler, Ashley Scott, Ben Siegler, Richard Steinmetz, David St. James, Shannon Sturges, Andy Umberger, Brian Van Holt
Vertrieb:Columbia
Norm:NTSC
Regionalcode:1
Bildformat:2,40:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Englisch, Französisch
Specials:
  • Audiokommentar mit Regisseur Clark Johnson und den Darstellern Samuel L. Jackson, LL Cool J, Brian Van Holt, Josh Charles, Jeremy Renner und Michelle Rodriguez
  • Audiokommentar mit dem Drehbuchautor und dem technischen Beratern
  • 8 Geschnittene Szenen
  • 4 Kurzdokumentationen:
    • 6th Street Bridge: Achieving the Improbable
    • Anatomy of a Shootout
    • S.W.A.T.: TV's Original Super Cops
    • "Sound & Fury: The Sounds of S.W.A.T."
  • The Making of S.W.A.T.
  • Outtakes
  • Filmografien:
    • Samuel L. Jackson
    • Colin Farrell
    • Michelle Rodriguez
    • LL Cool J.
  • Trailershow:
    • Underworld
    • TV Action Favorites
    • Bad Boys 2
    • Once Upon a Time in Mexico
    • Radio
    • Big Fish
  • Easter Egg: S.W.A.T. Golf Tournament
Als sie bei einer Geiselnahme versehentlich eine Geisel anschießen, ist die SWAT-Karriere der Polizisten Jim Street (Colin Farrell) und Brian Gamble vorbei. Beide werden suspendiert, Street landet später im Büro, was seine Freundschaft mit Gamble zerstört. Jahre später sucht SWAT-Squad-Leader "Hondo" Harrison (Samuel L.Jackson) für sein Team noch einen Mann und wählt Street aus, nicht zuletzt um dem Polizeichef Fuller eins auszuwischen. Street hat zunächst Probleme, sich in das Team einzufühlen, aber als es schließlich darum geht, einen Drogenboss ins Gefängnis zu überstellen, sind alle Reibereien vergessen. Der Drogenbaron hat nämlich eine Millionenprämie auf seine Befreiung ausgesetzt und die wollen sich einige verdienen. Und leider ist auch im SWAT-Team jemand, der die Prämie höher schätzt als seine Berufsehre...
TV-Serienadaptionen haben immer noch Konjunktur in Hollywood und ebenso gern, wie man ein bekanntes Schema zum abendfüllenden Film aufbläst, finden Videoclipregisseure damit immer noch ihren Einstieg in das Big Business. Möglichst cool soll es aussehen, schnell, wild und adrenalintreibend. Logik ist nicht so wichtig, Innovation bleibt dem Zufall überlassen. Schauspieler werden weniger gesucht, eher schon Gesichter, noch besser Präsenzen. Damit lassen sich Filmserien gestalten, zumindest Fortsetzungen.
Nach diesen Grundsätzen läuft auch "S.W.A.T" ab und so überflüssig der Film ist, so sicher ist seine Stellung als Lieferant harmloser Unterhaltung für zwei nette Stunden. Spätestens beim Stichwort "TV-Adaption" weiß man, dass man Realitätsnähe oder einen halbwegs brauchbaren Polizeifilm hier lange suchen kann. Filme wie "S.W.A.T." müssen keine Kritiker überzeugen. Filme wie "S.W.A.T." müssen funktionieren. Nur auf diese Frage kommt's an. Dabei hat es ein Film schon schwer, wenn die Macher von "XXX" sich bemüßigt fühlen, dies als ihr neuestes Werk auszugeben, denn so erfolgreich der Vorgänger war, so hohl war er. Zum Glück hören die Vergleiche dann auch hier auf, wenn man vergisst, dass das Drehbuch genauso kein Ausbund meisterhafter Schlüssigkeit darstellt.
Wir haben also eine Gruppe von SWATs, Jungs (und ein Mädel), die es drauf haben, wenn es um Schwer(verbrecher)transporte und Geiselnahmen geht. Daraus folgert: schwierige Lage, Teamplay. Was läge näher, als die Gruppe erst mal zu basteln, das bringt Kumpelszenen und ggf. Spannungen. Einen charismatischen Leader für die One-Liner, ein brauchbares Gesicht für die führende Rolle, der Rest ist Füllmaterial. Schließlich ist das nicht "Einsame Entscheidung", wo man die Hälfte des Films als Vorbereitung auf einen einzige Situation freigab. Gleichzeitig führt man den Bösen ein, baut ihn auf und bringt die Handlungsstränge schließlich zusammen. Dann rührt man noch eine alte Geschichte dazu und bastelt sich den unvermeidlichen Verräter. Kann losgehen...
Nein, einen Oscar fürs Drehbuch gibt's nicht, aber losgehen, das geht klar. "S.W.A.T" setzt auf Tempo und Geschwindigkeit, kernige Typen und flotte Kameraschwenks, Coolness als Lebensmaxime. Mit zuviel US-Patriotismus ist das dankbarerweise nicht zugekleistert, da sieht man die Fahne anderswo öfters im Wind flattern. Dies ist die MTV-Essenz eines Actionfilms, mit funktionellen Motivationen als schauspielerischen Gefühlsersatz. Wenn man das flott genug umsetzt, hat man eine kurze gute Zeit im Kino und gleichzeitig belastet es nicht. Wie Milchschnitte, allerdings für das Langzeitgedächtnis. Der Film hat Erfolg, wenn bei den zu erwartenden Handlungsdrehs die Schmerz- "Ooooohs" im Publikum belustigt und nicht ärgerlich klingen. Und davon gibt es genug, aber längst nicht so viele wie etwa in einem gewissen Vin Diesel-Vehikel. Solange man noch mit einem "ja, klar!" darüber weglächeln kann, wird es nicht allzu wehtun. Referenzpunkte sind natürlich die Actionsequenzen und nicht die Charakterstudien. Die fallen auch unterschiedlich aus, manche bisweilen albern konstruiert (der wild um sich ballernde Bankräuber in der Eröffnungssequenz, die Gangmitgliedsequenz), andere brauchbare Kost (der finale Flugzeugtest, der Showdown). Dazu sieht Colin Farrell natürlich gut aus und Samuel Jackson hat nun mal Präsenz, ob er will oder nicht.
Ja, man kann "S.W.A.T." voll und ganz vorausberechnen, aber das weiß man praktisch schon vorher. Aber mit dem Wissen soll man sich ja gerade zwei lässige Stunden machen. Wir wissen, der Regisseur wird nie ein Genie seines Fachs, zu uninspiriert werden verschiedene Stile aneinandergeklebt, aber das Team hat Drive und ist leinwandfüllend. Ist die Leinwand weg, ist auch das Team weg. Und hinterher muss man trotzdem dringend was essen gehen - denn "S.W.A.T." ist Film als Burger, eben lecker für dem Moment ohne Sättigung oder geistigen Nährwert.

Eine neue Columbia-DVD ist immer wie ein Überraschungs-Ei: Man weiß nie, was einen erwartet. Mal wird uns eine Top-DVD mit Referenzbild geboten, mal ein solider Transfer aus den man hätte mehr machen können und dann gibt es noch die Kategorie inakzeptabel für einen aktuellen Film. Bei "S.W.A.T." handelt es sich um gutes aber nicht überragendes Bild. Dies liegt mitunter an der Schärfe, die für solch eine neue Produktion einfach zu schwach ist und deutliche Mängel in den Details und Bewegungsschärfe offenbart. Auch die Kompressionen haben hier dank der viel zu geringen Bitrate mit etwas Blockrauschen zu kämpfen, was nicht hätte sein dürfen. Bildrauschen ist nur leicht im Hintergrund zu erkennen und die Farben wirken kraftvoll und frisch. Der Kontrast ist bis auf wenige Ausnahmen recht gut geworden, wirkt jedoch in einigen Szenen etwas zu dunkel und an anderen wiederum einen Tick zu steil.
Wir können es nicht nachvollziehen, warum Columbia bei einem Film aus dem Jahre 2003 nicht das Optimum an Qualität heraus holt. Eine bessere Schärfe, einen ausgewogenen Kontrast und eine höheren Bitrate hätten der DVD eine bessere Punktzahl als gerade mal 4 beschehrt.
Tonal sieht das Ganze schon etwas rosiger aus. Eine hervorragende Dialogverständlichkeit ist hier selbstverständlich und auch die Surroundeffekte können überzeugen, auch wenn der 5.1 Mix sich im Ganzen etwas zurückhält. Zwar werden die Effektlautsprecher gut und oft genutzt, so dass man in den ganzen Actionszenen ein schönes Mittendrin-Gefühl bekommt, doch leider hätte es etwas dynamischer ausfallen können. Auch der Bass dürfte gern ein wenig wuchtiger sein. Schlussendlich bleibt ein guter, aber nicht überragender Dolby Digital-Ton, aus dem man deutlich mehr hätte herausholen können, deshalb geben wir gute 4 Punkte.
Als Bonus zu der französischen Tonspur gibt es noch zwei Audiokommentare. Einmal mit Regisseur und einigen Schauspielern und einmal mit dem Screenwriter und dem technischen Beratern. Während der zweite Audiokommentar recht intreressant ausgefallen ist, wirkt der Erste recht gekünstelt. Die Schauspieler wurden getrennt vom Regisseur aufgenommen, nur um es dann zu einem zusammen zu schnippeln. Das Ergebnis ist recht zwiespältig und bei weitem nicht so interessant wie der zweite Kommentar geworden. Unter "Anatomy of a Shootout" wird uns die Anfangssequenz erklärt und man lässt neben dem Regisseur auch den Editor zu Worte kommen. Das ganze geht knapp 9 Minuten und man erfährt auch, dass die Schießerei auf einer wahren Begebenheit beruht.
"S.W.A.T - TVs Original Super Cops" geht knapp 7 Minuten und widmet sich der Serie aus dem Jahre 1975, die in Deutschland unter dem Titel "Die knallharten Fünf" bekannt sein dürfte und recht interessant, wenn auch etwas zu kurz ausgefallen ist. Das "Making Of" ist wieder schön Werbe lastig und geht gerade mal 22 Minuten. Trotz einiger netten Infos sollte man langsam kapiert haben, dass man ein Making Of auf einer DVD, die man schon gekauft hat nicht als Werbeplattform nutzen sollte. So etwas ergibt überhaupt keinen Sinn und langweilt nur. Langweilen tun hier auch die 8 "Deleted Scenes", die sofort beim Anschauen vermitteln, warum sie nicht im Film enthalten waren. Dafür ist aber das "Gag Reel" Feature witzig geworden, denn verpatzte Szenen könnte man sich stundenlang anschauen.
"6th Street Bridge - Achieving the Improbable" geht mit knapp 5 Minuten nicht sonderlich lang, ist aber dafür umso interessanter. Hier wird uns die animierte Landung des Flugzeuges auf der Brücke haargenau erläutert. "Sound & Fury: The Sound of S.W.A.T" ist eine Dokumentation über die Waffen. Hier werden sie nicht nur vorgestellt, sondern man erhält auch Infos zu der Tonabmischung. Zum Schluss gibt es noch "Filmografien" und Trailer zu weiteren Columbia-Titeln wie z.B. "Bad Boys II", "Once Upon a Time in Mexico" und "Underworld". Einen Trailer zum Film selber gibt es nicht, dafür aber ein nettes Hidden Feature und zwar ein Golftunier mit den Stars aus "S.W.A.T", was ihr euch hier ein Stück anschauen könnt.

"S.W.A.T" ist wie ein Besuch bei McDonalds. Nach dem Genuss hat man ein leeres Gefühl im Magen und man weiß nicht so recht, wieso sein Geldbeutel plötzlich leer ist. Diese RC1-"Special Edition" macht ihren Namen nicht unbedingt alle Ehre, da neben den deutlichen Schwächen im Bild auch die Extras etwas dürftig ausgefallen sind. Mal sehen was Deutschland aus der Vorlage macht.


Film+++---
Bild++++--
Ton++++--
Bonus++++--


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