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HK 1993
Originaltitel:Shen Jing Dao yu Fei Tian Mao
Länge:85 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Kevin Chu Yin-Ping
Buch:Wong Jing
Kamera:Chen Rong-shu
Musik:ka.
SFX:ka.
Darsteller:Tony Leung Ka Fai, Jacky Cheung, Jimmy Lin Zhi Ying, Sharla Cheung Man, Maggie Cheung, Ng Man Tat, Gloria Yip, Chen Hung Lieh, Yuen King-Tan, Yuen Cheung Yan, Lee Ka Ting, Gu Bao Ming, Lo Lieh, Pauline Chan, David Wu
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0
Sprache:Cantonesisch, Deutsch
Specials:
- Trailer
- Trailershow
Im alten China: Hon Chung und Hon Lam sind Kopfgeldjäger, die zusammen mit den "zauberhaften" Fung-Schwestern den berüchtigten Killer "Neunschwanzfuchs" zur Strecke bringen sollen. Auf ihrer mörderischen Jagd kämpfen sie gegen todbringende Ninjas und dunkle Zauberer. Zu spät merken sie, wer der wirkliche Feind ist. Ihre einzige Chance ist gemeinsam mit "Neunschwanzfuchs" gegen den schier übermächtigen Gegner anzutreten
Fliegende Schwertkämpfer haben in Hong Kong bereits seit Jahrzehnten Tradition und wo sich die einen über die unrealistischen Drahtseilorgien aufregen, vergöttern die anderen diesen Mix aus Action und Fantasy. Aber was passiert, wenn man zu dieser phantastischen Mischung noch starke Comedy-Anteile hinzufügt inkl. der vollen Palette an haarsträubenden Gags und schrägem Humor, auf den sich viele einlassen müssen um ihren Spaß zu haben? "Flying Dagger" kopiert und parodiert das Eastern-Genre perfekt und darf zu keiner Minute ernst genommen werden. Er ist eine Komödie mit einem gewöhnungsbedürftigen Humor und währenddessen die Protagonisten durch die Lüfte fliegen und ihre Schwerter sprechen lassen, werden die Zuschauer mit den unglaublichsten Einfällen bombardiert, die einem entweder absolut kalt lassen oder einfach nur mitreißen. Denn wenn es eines bei "Flying Dagger" nicht gibt, ist es ein Mittelmaß.
Bot "A Chinese Ghost Story" in deren Fortsetzungen Jackie Cheung ("Bullet in the Head", "Total Risk") ebenfalls zu sehen war, schon atemberaubende Actionsequenzen, eine große Portion Fantasy und eine Prise Humor, so war dieser im Vergleich zu den 1993 entstandenen "Flying Dagger" sehr düster und zurückhaltend ausgefallen, was den humoristischen Bereich angeht. Man bemerkt sofort die Handschrift von Wong Jing, der hier einmal mehr die Funktion des Produzenten übernommen hat und Fans mit der "God of Gamblers"-Reihe oder jüngst dem "Flying Dagger" ähnlichem "Duell in der verbotenen Stadt" begeisterte. Angefangen mit einfachen Witzen und Parodien auf Filme wie "Drunken Master", "Butterfly & Swords" und der oben genannten "A Chinese Ghost Story"-Trilogie (Frau mit Männerstimme), reicht die Spannweite bis hin zu Fäkalhumor und total platten und dümmlichen Gags, die allesamt aber ihren Reiz haben. Es ist der durchgehenden Action, den gelungenen Regieeinfällen und der hervorragenden Wahl der Darsteller wie z.B. Ng Man-Tatzu ("A Better Tomorrow 2"), Tony Leung Ka-Fai ("A Better Tomorrow 3", "God of Gamblers 2") und Maggie Cheung ("The Seventh Curse") zu verdanken, dass man der Überdosis an Klamauk nie überdrüssig wird.
Derartige Sachen wie der Liebeszauber, der nur duch Jünglings Urin wieder gebrochen werden kann oder Jacky Cheung als der ach so böse Dieb "Nine Tails Fox" (zu deutsch Neunschwanzfuchs), der nicht davor zurück schreckt seinen Gegner mit seinem endlosen Fuchsschwanz der ihm aus dem Ar... äh von wo auch immer kommt... zu attackieren, zeigen schon in welche Richtung hier gezielt wird. Wer ihm dann auch noch richtig blöd kommt wird kurzerhand angefurzt. Auch der Kampf gegen "Kann nicht sterben" (nur einer von vielen unglaublichen Namen im Film) gehört zu einen der Highlights und man kommt in den Genuss eines unsterblichen Kämpfers, der sogar nach Verlust seines Kopfes nicht aufzuhalten ist und den Helden ordentlich einheizt. An dieser Stelle werden wir Zeuge einer wunderschönen Parodie auf "Evil Dead 2" und "The Addams Family", indem seine abgeschlagene Hand den ganzen Film über ein Eigenleben führen darf und den Kopfgeldjägern schlussendlich noch bei ihrem Auftrag unterstützt. Wie man sieht, geht es hier drunter und drüber und ich möchte jetzt auch nicht zu viel verraten um euch den Spaß nicht zu nehmen. Auch wenn die Story an sich recht dünn ist, reicht es doch um den Zuschauer 85 Minuten gut zu unterhalten, vorrausgesetzt man hat was übrig für diesen Mix aus "Mo Lei Tau" und "Swordplay"-Film.

"Flying Dagger" ist zwar erst knapp 11 Jahre alt, aber macht den Eindruck als hätte er das Doppelte auf dem Buckel. Direkt zu Beginn fallen uns schon die Unmengen an Defekten und Kratzern in der Vorlage auf, die sich durch die gesamte Laufzeit des Films in unterschiedlichen Stärken zu erkennen geben. Die Farben wirken dafür aber natürlich und kommen sehr kräftig zur Geltung. Der Kontrast ist meist recht gut geworden, jedoch ist die Schärfe gerade mal als ausreichend zu bezeichnen. Details sind nicht wirklich zu erkennen und bei Kameraschwenks kommt es zu gelegentlichen Nachzieheffekten. Schuld daran ist wohl der Einsatz von Rauschfiltern, die uns zwar jegliches Bildrauschen ersparen, dafür aber wirklich schwache Bildschärfe erzeugen.
Die Kompressionen leisten sich keine Ausrutscher und e-m-s spendiert uns eine sehr hohe Datenrate, sowie einen anamorphen Transfer. Trotzdem, mehr als 2 Punkte sind nicht drin.
Der Dolby Surround Track liegt uns einmal in einer gute deutschen Synchronisation vor und in der Original kantonesischen Sprachfassung mit optionalen deutschen Untertiteln. Die Dialoge sind in der deutschen Fassung gut zu verstehen und wirken im Gegensatz zur Originalversion viel natürlicher und auch die Umgebungsgeräusche wirken viel harmonischer als im Original. Das Ganze klingt jedoch sehr frontlastig und die Rearlautsprecher kommen nur recht schwach zum Einsatz und dann auch nur für die Umgebungsgeräusche und den Music Score. Die Abmischung hätte ingesamt jedoch deutlich dynamischer und kraftvoller ausfallen dürfen.
Als Extras gibt nur den "Original Trailer" und 6 weitere Trailer aus dem e-m-s Programm.

Wenn ihr es schräg liebt, dann ist "Flying Dagger" genau das Richtige für euch. Aber nehmt euch in acht, hier wird euch Slapstick pur geboten und wird trotz hervorragenden Kampfszenen für viele schwer verdaulich sein. Die DVD kann qualitativ leider nicht unbedingt überzeugen und bietet uns eine gerade mal ausreichende Bildqualität und einen soliden Ton. Trotzdem eine lohnende Anschaffung für Genrefans, wenn man die technische Seite nicht in den Vordergrund stellt.


Film+++++-
Bild++----
Ton+++---
Bonus------


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Matthias Paul am 02.08.2004
Bewertung:

Jetpack, eiskalte Händchen und Westerngitarre im wilden Osten
Wir bewegen uns auf einer Comic-Plattform im alten Kaiserreich, umhüllt von einem hauchdünnen Drehbuch (das Kamasutra hält oft her). Die Darsteller benehmen sich zwar bei ihrem Anbändelversuchen wie 14jährige Teenager, aber zum Slapstick-Humor und den schnell geschnittenen, meist harmlosen Kämpfen passt es hervorragend. Dazu ein paar selten dämliche Charaktere und lustige Namen (Zitat: "Kannnichtsterben ist gestorben. Dann war Kannnichtsterben gar nicht Kannnichtsterben!") und 85 Minuten vergehen hauptsächlich mit in der Luft ausgetragenen Schwertkämpfen wie im Fluge. Wem das Niveau des Filmes nicht so wichtig ist und auf Witzeleien und schnelle Action steht, wird hier garantiert richtig (f)liegen. Nichts für Verrat&Ehre-Fetischisten, anspruchsvolle Komödienfans oder Choreografie-Liebhaber - einfach nur für zwischendurch. Empfehlung!



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