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IT 1968
Originaltitel:C'era una volta il West
Alternativtitel:Once Upon a Time in the West
aka. There Was Once the West
Länge:159 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Sergio Leone
Buch:Dario Argento, Bernardo Bertolucci, Sergio Leone, Sergio Donati, Mickey Knox
Kamera:Tonino Delli Colli
Musik:Ennio Morricone
SFX:Eros Bacciucchi
Darsteller:Henry Fonda, Claudia Cardinale, Charles Bronson, Jason Robards, Frank Wolff, Gabriele Ferzetti, Paolo Stoppa, Jack Elam, Woody Strode, Lionel Stander, Keenan Wynn, Frank Braña, Giovanni Ivan Scratuglia, Aldo Sambrell, Simonetta Santaniello, Claudio Scarchilli
Vertrieb:Paramount
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (Upmix), Dolby Digital 2.0 (Mono)
Sprache:Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Arabisch, Bulgarisch, Dänisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Hebräisch, Isländisch, Kroatisch, Niederländisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Schwedisch, Serbisch, Slowenisch, Spanisch, Türkisch, Tschechisch, Ungarisch
Specials:
DVD 1:
  • Audiokommentar in DD Surround (Engl. mit UT in Dt.,Engl.,Span.,Franz.) mit Beiträgen von:
    • Regisseuren: John Carpenter, John Milius & Alex Cox
    • Filmhistorikern: Christopher Frayling & Sheldon Hall
    • Cast & Crew
  • Easter Egg mit Trailer zur DVD-Veröffentlichung
Bonus-DVD:
  • 3 Dokumentationen (inkl. 23 Untertitelspuren):
    • Eine Oper der Gewalt (28:49 Min.)
    • Der Preis der Sünde (19:36 Min.)
    • Dem Tod nahe (18:16 Min.)
  • Featurette "Die Eisenbahn - Revolution des Westens" (6:21 Min.)
  • 2 Fotogalerie (selbstablaufend):
    • Locations Damals & Heute (67 Bilder.)
    • Produktionsbilder (71 Bilder)
  • 5 Besetzungsprofile (Texttafeln und Bilder):
    • Claudia Cardinale
    • Henry Fonda
    • Jason Robards
    • Charles Bronson
    • Gabriele Ferzetti
  • Original Kinotrailer (2:52 Min.)
Nur in der Holzbox enthalten:
  • Audio-CD mit 4 Titeln:
    • Once upon a time in the West
    • Farewell to Cheyenne
    • Man with a Harmonika
    • Jill's America
  • Mundharmonika
Drei Männer an einer einsamen Eisenbahnstation im Wilden Westen. Der Zug hält und ihm entsteigt ein Mann mit einer Mundharmonika (Charles Bronson). Nach einem kurzen Wortwechsel erschießt er die drei Killer. Währenddessen ermordet der Killer Frank (Henry Fonda) im Auftrag einer Eisenbahngesellschaft den Farmer McBain mit seiner ganzen Familie. Nur seine frisch angetraute Frau Jill (Claudia Cardinale) bleibt verschont, da sie noch nicht eingetroffen ist.
Währenddessen treibt der Bandit Cheyenne (Jason Robards) sein Unwesen in der Gegend. Harmonika fängt ihn und kauft mit der Prämie die Farm der McBains. Sein Ziel ist Rache, sein Opfer Frank. Doch der kann sich an den mysteriösen Fremden nicht erinnern ...
"Menschen sind leichter zu verängstigen, wenn sie sterben." (Frank)

Im Original heißt "Spiel mir das Lied vom Tod" "C'era una volta il West", also "Es war einmal im Westen". "Es war einmal ..." - so beginnen Märchen vergangener Tage, und so ist auch Sergio Leones Film ein Märchen. Ein trauriger Abgesang auf die Mythen des Westens. Leone verbeugt sich sowohl vor einer Zeit als Pioniere den Westen durch Eisenbahnen revolutionierten, und einer Zeit, in der Männer echte Kerle waren, als auch vor dem Filmgenre des Westerns, den er einst mit seinen Filmen wie Interner Link"Für eine Handvoll Dollar" neuen Schub gab, und das er nun mit einem epochalen Meisterwerk zu Grabe tragen würde. "Spiel mir das Lied vom Tod" kann durchaus als krönender Abschluss eines vergangenen Genres betrachtet werden.

Der Film beginnt gleich monumental mit der längsten Titelsequenz aller Zeiten. 14 Minuten lang erstrecken sich die Anfangscredits über die Bilder eines relativ einsamen Bahnhofes, auf dem drei Banditen (Woody Strode, Jack Elam und Al Mulock) auf den Zug warten. Leone treibt die Spannung auf die Spitze und zeigt ihr Warten und ihr kurioses Verhalten in Echtzeit. Bis zum Eintreffen des Zuges und ihrer "Verabredung" hat zum Beispiel Jack Elam mit einer Fliege zu kämpfen, Woody Strode lässt tropfendes Wasser aus einem undichten Bassin in seinen Hut fließen und Al Mulock knackt gelangweilt mit seinen Fingern. Zu dieser eher banalen Szenerie hören wir das ohrenbetäubend überspitzte Quietschen eines Windrades, das Kreischen des Telegraphen und die surrende Fliege, die in Elams Pistolenlauf eingesperrt ist. Als der Zug schließlich eintrifft, wird die erste große Hauptfigur des Films präsentiert: Charles Bronson als der Fremde.

Die Figur, das Motiv des Fremden, kennen wir bereits aus Leones früheren Filmen. Besonders Interner Link"Für eine Handvoll Dollar" lebte von einer mystischen Darstellung eines namenlosen Pistoleros. Charles Bronsons Charakter jedoch hat in "Spiel mir das Lied vom Tod" deutlich mehr Nuancen. Neben seinem charismatischen Mundharmonika-Spiels, das ihm den Spitznamen "Mundharmonika" eingebracht hat, besitzt die Figur eine Vergangenheit, die, auch wenn sie erst in den letzten Minuten des Films offenbart wird, der Figur Tiefe gibt. Auch ist sein Handeln, seine Motivation nicht durchweg egoistisch, so wie die diversen Eastwood-Charaktere. Zwar ist es Bronsons "Mundharmonika", der für das für den Western-typische Rache-Element im Drehbuch sorgt, dennoch scheint am Ende des Films eine Freundschaft zwischen ihm, Cheyenne und Jill entstanden zu sein, auch wenn er sie physisch abblockt. Ein weiterer, wichtiger Unterschied ist die Tatsache, dass Mundharmonika nicht die Hauptfigur des Geschehens ist. War Eastwood in den Interner Link"Dollar"-Filmen immer Dreh- und Angelpunkt, so ist Bronson hier eher der undurchsichtige Racheengel, der nicht stringent durch die Story hinweg leitet, sondern der dann auftaucht, wann er gebraucht wird.

Beim Auftreffen zwischen Gang und Mundharmonika wird bereits eine jener unvergesslichen Dialoge des Films gewechselt. Mundharmonika: "Did you bring a horse for me?" - Snaky: "Well... looks like we're shy one horse." - Mundharmonika: "Mh-mh. You brought two too many". Dass Bronson das darauf folgende Pistolenduell überlebt, versteht sich von selbst. Der Film hat schließlich gerade erst begonnen. Und auch die nächsten beiden Szenen sind voll künstlerischer Perfektion. Für die nächste Sequenz begeben wir uns auf die Farm des Iren Brett McBain, dessen drei Kinder gerade ein Festmahl vorbereiten, dass zur Ehre der Ankunft McBains neuer Frau aus New Orleans gefeiert wird. Jedoch als das Grillenzirpen mit einem Mal aufhört, wird die Familienidylle durch eine grausige Vorahnung überschattet. Schüsse erklingen, Brett und seine Tochter Maureen fallen tot zu Boden. Auch sein Sohn stirbt, und gerade in dem Moment, wo sein jüngster Sohn Timmy aus dem Haus gerannt kommt, nur um seine Familie in Blutlachen liegend vorzufinden, haben die Mörder ihr Versteck im Dickicht verlassen und zielen auf den Kleinen. Leone hält die Kamera hinter dem Anführer der Gang, so dass wir nicht sehen, wer hier der verantwortliche Schlächter ist. In einer genialen Kamerafahrt um den Mörder herum enthüllt er dem Publikum das überraschende Geheimnis. Hinter dem kaltblütigen Mörder versteckt sich eine schauspielerische Ikone des Saubermanns, des rechtschaffenen Helden, der Vaterfigur: Henry Fonda.
Henry Fonda, der Wyatt Earp verkörperte, der Theodore Roosevelt darstellte, der in unzähligen Filmen, wie "Der Mordbrenner von Arkansas", "Die zwölf Geschworenen" oder auch "Der Stern des Gesetzes" immer wieder Amerikas reines Gewissen porträtierte, wurde innerhalb einer Szene, eines kurzen Schnittes zum brutalen Kindermörder.

Darauf folgt eine Szene voller umwerfender Schönheit: Die junge, hübsche Jill McBain, gespielt von Claudia Cardinale, kommt am Bahnhof von Flagstone an. Ohne jeden Dialog sehen wir wie sie ergebnislos auf ihre Abholung durch ihren Mann wartet, und sich schließlich im Bahnhofshäuschen nach einer anderen Möglichkeit erkundigt zu der Farm McBains zu kommen. Während jener Ereignisse bleibt Kameramann Tonino Delli Colli außerhalb des Hauses, späht durch ein geschlossenes Fenster und schwenkt erst, als Jill das Haus auf der anderen Seite wieder verlässt über das Ziegeldach des Hauses auf die bevölkerte, belebte, arbeitende Stadt Flagstone. Im selben Moment erreicht Ennio Morricones wundervolles "Once upon a Time in the West"-Thema sein traumhaft schönes Crescendo. Eine Szene für die Ewigkeit ...

Nach diesen drei kleinen filmischen Meisterwerken sind schon 50 Minuten Film vergangen und erst jetzt wird der Plot richtig etabliert. Es geht also um Jill McBain, eine ehemalige Hure aus New Orleans, die ein scheinbar wertloses Stück Land von ihrem toten Ehegatten geerbt hat und es nun mit allerhand Gesindel zu tun hat: Der gesuchte Bandit Manuel Gutierrez alias Cheyenne (Jason Robards), der der Meinung ist, einer solch zarten Frau zu helfen, oder der bereits erwähnte Mundharmonika, der durch seine Rachepläne an den Mörder Frank (Fonda) in die Geschichte verwickelt ist. Frank selber mordet und arbeitet im Auftrag des Eisenbahnbarons Morton (Gabriele Ferzetti), dessen Eisenbahnlinie durch das McBain-Fleckchen gehen muss, da der einzige Brunnen in der Gegend auf diesem Stück Land liegt.

Diese Geschichte deckt so ziemlich jedes Westernmotiv ab und etabliert gleich nebenbei neue Ideen. So ist es undenkbar für einen Spaghetti-Western, dass eine Frau im Mittelpunkt steht. In "Spiel mir das Lied vom Tod" ist sie es: Jill McBain, die willensstarke Ex-Hure, die um ihr Land und um ihr Leben kämpft und zum Schluss ihren eigenen Stolz für die Zukunft überwindet. Es geht aber auch um Aufbruch, um technische Revolution. Es geht darum, dass die aufkeimende Wirtschaftlichkeit die alten Westernmythen vom starken Mann zerstört. Wie es Morton in einer Szene richtig darstellt, ist nun mehr der Mann einflussreicher und gefährlicher, der über Geld verfügt, als der, der mit dem Colt schnell umgehen kann. Die Ära der Pistolenhelden ist vorbei. Die Zeit des Wachstums, der Industrialisierung steht vor der Tür. Und der Bau der Eisenbahn ist nur ein Anzeichen dafür, dass der Westen als Synonym für Cowboys und Pferde, Abenteuer und Schießereien bald ausgesorgt haben wird. Es geht aber genauso um pure Rache, um ein zentrales Thema in vielen B-Western. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Die gesamte Storyline um Mundharmonika deckt diesen Strang ab. Und mit der Figur Cheyenne kommt der nötige, meist zynische Humor dazu, der überspitzt auch ein weiteres Westerngenre repräsentiert: Der europäische Spaßwestern.

Aber nicht nur inhaltlich zollt Leone dem Westen Tribut. Auch dem Genre des Western wird ein Nachgesang komponiert. So sind die Einflüsse John Fords Western unübersehbar. Allein die wunderschöne Szene, in der die Cardinale zusammen mit Paolo Stoppa zu Sweetwater reiten, bietet ein beeindruckendes Panorama als Kulisse: Der Monument Valley, der auch John Ford in acht seiner Filme zur Hintergrundverschönerung verhalf. Überall merkt man dem Film Referenzen an "Der schwarze Falke", "Zwölf Uhr Mittags" und "Mein großer Freund Shane" an, wenn auch nur größtenteils auf der visuellen Ebene. Aber natürlich nicht ohne auch selber visuelle Standards zu setzen. Nach "Zwei glorreiche Halunken" benutzte Leone ein weiteres Mal die Techniscope-Technologie, um ein wunderbares Breitband-Bild im Format 2,35:1 zu entfalten, in dem er weite, elegische Totalen mit extremen Close-ups, meist in die Gesichter der Akteure - viele Kritiker sprechen hier auf von Gesichterlandschaften - hinein kombiniert. Besonders hervorzuheben ist der wohl beeindruckendste Augen-Close-up der Filmgeschichte: Beim finalen Duell rückt Leone derart dicht mit einem Bildausschnitt in Bronsons Gesicht hinein, dass die Augenpartie die gesamte Fläche des Bildes einnimmt. An anderen Stellen inszenierte Leone im Rhythmus zu der bereits fertigen Musik Morricones. Pure visuelle Brillanz.

Nach 158 Minuten "Spiel mir das Lied vom Tod" ist der Film zu Ende. Ebenso das Westerngenre. Alles was nach diesem Meisterwerk kommt, hat eigentlich nichts Neues zu bieten. Alle Elemente wurden hier universell zu einem künstlerischen, kreativen Gipfel getragen und zelebriert. Herrliche, wenn auch wenige Dialoge, die wuchtige, fantastische Filmmusik Morricones, die Bilder, die Kamerafahrten, die Schauspieler. Das Gefühl mit jeder neuen Szene ein Highlight der Filmgeschichte zu erleben. Das hat nur dieses Märchen. Das Märchen vom Western ...

Sergio Leones Klassiker hat knapp 35 Jahre auf dem Buckel und verdammt noch mal, man merkt es ihm einfach nicht an. Zu Beginn war ich skeptisch, doch nach den ersten Filmsekunden war alles wie weggeblasen. Das Bild ist nahezu perfekt, vor allem die Schärfe ist grandios. Die Nahaufnahmen hätten besser nicht sein können. Hier erkennt man wirklich jedes Detail und lässt somit einige aktuelle DVD-Produktion vor Neid erblassen. Selbst der Kontrast ist nahezu perfekt und lässt keinen Grund zur Klage. Lediglich die Kantenschärfe hätte etwas besser sein können, dafür erstahlen die Farben aber natürlich und kräftig zugleich. Nur das minimale Hintergrundrauschen kann man noch bemängeln, was aber bei einem Film diesen Jahrgangs total in Ordnung ist. Selbst die Kompressionen sind hervorragend und Defekte oder sonstige Verschmutzungen lassen sich hier nicht ausmachen. 5 Punkte für den besten Transfer eines Klassikers.
Der deutsche Ton liegt uns hier zwar nur in Mono vor und wurde auf die beiden Frontlautsprecher verteilt, bietet uns trotzdem einen den Umständen entsprechenden guten Ton, mit einer hervorragenden Sprachverständlichkeit und minimalem Rauschen. Lediglich leichte Verzerrungen in den Stimmen lassen sich ausmachen, stören jedoch nicht sonderlich. Der englischen Spur verpasste man eine 5.1-Abmischung, die ganz nett anzuhören ist. Klar, hier darf man nicht viel erwarten, jedoch kann man sagen, dass gerade der Score sauber aus den Rearspeakern kommt und trotz eines Upmixes die bessere Tonvariante darstellt. Hier wirkt alles viel natürlicher als in der deutschen Fassung, die viel dumpfer und steriler klingt. Desweiteren gibt es dann noch den spanischen und französischen 2.0-Ton und einen sehr interessanten und informativen Audiokommentarzusammenschnitt mit Beiträgen von John Carpenter, John Milius, Bernardo Bertolucci, Alex Cox, Sir Christopher Freyling (Filmhistoriker), Dr. Sheldon Hall (Filmhistorikerin), Claudia Cardinale und weiteren Cast- und Crew-Mitgliedern. Zwar, wenn man es so sagen will, "unechte" Audiokommentare, da sie zusammengeschnitten wurden, trotzdem nicht minder interessant und wie sämtliche Tonspuren löblicherweise optional untertitelt.

Nachdem man schon sagen kann, dass Bild und Ton wirklich mehr als nur gelungen sind, darf man auch vom Rest der DVD begeistert sein. Allein das schöne Digipack mit dem 16seitigen Booklet rechtfertig schon den Kauf dieser DVD. Als Bonus geht es weiter mit drei Dokumentationen. Die Erste heißt "Ein Opfer der Gewalt" und stellt eine knapp 29-minütige Doku über Sergio Leone dar, in der Freunde, Mitarbeiter und andere Prominente wie John Carpenter zu Wort kommen und ein paar Anekdoten zum Besten geben. "Der Preis der Sünde" ist eine knapp 20 Minuten lange Dokumentation über den Film selbst und man lässt hier Cast & Crew-Mitglieder Revue passieren und ihre Eindrücke und Erfahrungen vom Dreh wiedergeben. Da sich auf dieser DVD leider nur die "Kinofassung" befindet, dürfte die dritte Dokumentation namens "Dem Tode nahe" sehr interessant sein. In den knapp 18 Minuten bringt man uns nicht nur den Soundtrack näher, man zeigt auch einige Szene vom Director's Cut, der bisher nur zweimal im deutschen Fernsehen zu sehen war. Unter dem knapp 6 Minuten langen Featurette "Die Eisenbahn - Revolution des Westens" wird uns hier die Geschichte der Eisenbahn und ihrer Wichtigkeit für den Westen erläutert. Natürlich wird hier der Film nicht aus den Augen verloren. "Locations Damals & Heute" stellt eine selbstlaufende Galerie mit 67 Bildern da, in denen die Drehorte von damals mit heute verglichen werden. Die zweite Bildergalerie zeigt uns 71 Produktionsfotos. Danach gibt es dann noch Besetzungsprofile, worunter sich nichts anderes als 5 kurze Biografien verbergen. Last but not least, gibt es dann noch den Original-Kinotrailer zu bewundern.
Im Großen und Ganzen kann man mit den Extras zufrieden sein, auch wenn natürlich mehr möglich gewesen wäre, doch das liegt an den Labels, die sich nicht die Mühe machen z.B. bei den richtigen Fans und Sammlern anzuklopfen, die locker nochmal einiges an Material für eine Artwork und Kinoaushangfotogalerie beigesteuert hätten. Ebenso ein Interview mit Drehbuchautor und Horrorfilmikone Dario Argento wäre noch interessant gewesen. Aber was nunmal nicht ist, ist nunmal nicht. Dafür gibt es zwei Auflagen der DVD-Edition. Einmal als normale Digipack-Version und einmal das Digipack in einer Holzbox, mit Mundharmonika und eine Soundtrack-CD mit einer Auswahl des Musik Scores. Bei dem Preisunterschied von knapp 30 Euro lohnt sich der Kauf der angeblich limitierten Holzbox jedoch nicht.

"Spiel mit das Lied vom Tod" ist wie es der Werbeslogan schon sagt, vom Anfang bis zum Ende ein Tanz mit dem Tod. Der wohl beste Western der jemals gedreht wurde. Die DVD glänzt durch ihr nahezu perfektes anamorphes Breitbild und dem guten Ton. Auch die Extras sind gut, wenn auch nicht so umfangreich wie es möglich gewesen wäre. Insgesamt aber endlich mal eine ehrenvolle Veröffentlichung dieses Klassikers.


Film++++++
Bild+++++-
Ton+++---
Bonus++++--


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Spiel mir das Lied vom Tod (2DVD)
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