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USA 1992
Originaltitel:Leprechaun
Länge:88 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Mark Jones
Buch:Mark Jones
Kamera:Levie Isaacks
Musik:Kevin Kiner, Robert J. Walsh
Darsteller:Warwick Davies, Jennifer Aniston, John Sanderford, Mark Holton, Ken Olandt, Robert Hy Gorman
Vertrieb:BMG/UfA
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Verpackung:KeepCase
Specials:
  • Kapiteleinleger
  • Die Saga (5 Seiten)
  • Bio- und Filmografie Warwick Davies (5 Seiten)
  • Bio- und Filmografie Jennifer Aniston (3 Seiten)
  • Schnittvergleich (2:29 Min.)
Der Leprechaun, ein bösartiger irischer Gnom mit Zauberkräften, verheißt dem, der ihn fängt, Reichtum und Gold. Pech nur, dass er jedem, der ihm sein Gold stiehlt, den Garaus macht. Bei der Renovierung eines alten Hauses wird der Leprechaun versehentlich aus einer Kiste befreit und die blutige Hatz um die Goldmünzen beginnt. Einzig und allein ein vierblätteriges Kleeblatt kann ihn stoppen.
Hier ist er nun, der Film an den Jennifer Aniston nicht erinnert werden will und der Warwick Davis eine sichere Dauerbeschäftigung bescherte. Und wahrlich, man kann beides meisterlich nachvollziehen, Mark Jones, der sich später noch mit dem thematisch fast identischen "Rumpelstiltskin" blamierte, greift vollends in die Slasher-Mottenkiste um einen von vorn herein kalkulierten Serien-Kult zu etablieren. Da gibt's zum einen den bösen Gnom mit Fantasy-Bezug, der von Warwick Davis verkörpert wird, eine Stadtgöre (Jennifer Aniston), die aufs Land kommt, den scharfen Bauernburschen, der ausschaut als wäre er den Chippendales verloren gegangen, ein neunmalkluges Blag und seinen geistig behinderten großen Freund. Diese ganzen flachen Z-Film-Charaktere werfe man in einen Topf mit einem Drehbuch, das einen Fünfjährigen unterfordern würde, und schon ist ein Film fertig!!

Wenn das Ganze bloß nur ansatzweise unterhaltsam wäre, könnte das Rezept aufgehen. Man hatte wohl nicht bedacht, dass Trash nicht sofort guter Trash wird, wenn der Killerzwerg unentwegt beim Morden Pumuckel-Reime von sich gibt, bei denen sich selbst Gustl Bayerhammer im Grab übergeben müsste. Qualitativ haut "Leprechaun" so derbe in die Vollen, dass selbst hartgesottene Leser des US-Magazins Fangoria ihn posthum zum schlechtesten Horrorfilm des Jahres 1993 wählten. Und watt soll ich sagen? Zu Recht!!! Allerdings gibt es hier einiges zu entdecken: Ganz vorne steht da die Erkenntnis, dass Warwick Davis uns besser als Ewok Wicked oder gar als Willow gefallen hat und besser dabei geblieben wär. Zweiteres wäre die Überzeugung hinter Kinderdreirädern gar Fürchterliches zu vermuten. Zu guter Letzt ist da dann noch Jennifer Aniston, die wohl nie die Rolle in "Friends" bekommen hätte, wenn die Produzenten vorher dieses Kasperletheater gesehen hätten. Ihr sämtliches Minenspiel und wildes Gestikuliere hat sich in 11 Jahren kein bisschen verändert und man merkt erstmal, was sie für eine schauspielerische Nullnummer ist. Ja, "Leprechaun" könnte durch ihr Mitwirken auch auf Unbedarfte wie eine neue Folge der "Friends" scheinen! Goretechnisch gibt's hier auch etwas zu sehen und die DVD ist sogar ungeschnitten.

Der Auftakt der Serie erscheint wie auch die anderen 2 Teile von UfA im anamorphen, bildschirmfüllenden Format, welches einen recht guten Eindruck macht. Damit haben wir zumindest einmal das Originalformat im Vergleich zur Vollbild-Fassung der RC1-DVD. Verschmutzungen fallen keine auf, insgesamt wirkt das Bild recht sauber, lässt aber in einigen Szenen das leicht körnige Ausgangsmaterial durchblicken. So zieht sich oft ein feines Rauschen über das Bild, welches per Filter eingedämmt wurde. Daraus resultiert eine Restbewegung, die leichte Unschärfen auf detaillierten Flächen abbildet. Die Bildschärfe entspricht ansonsten dem, was man von einem 10 Jahre alten Film erwarten darf - ganz ordentlich mit Schwächen in der Detailzeichnung. Die Farben sind in dunklen Szenen noch einen Tick zu schwach, aber kein Grund zur Klage, vorwiegend ist für ein farbfreudiges Erlebnis gesorgt. Der Kontrast arbeitet in dunklen Szenen nicht perfekt. Schwamm drüber, die Kompression selbst gibt keinen Grund zur Klage.
Jeweils eine deutsche und eine englische Fassung liegt als Dolby Digital 5.1-Ton auf dieser DVD vor, die deutsche ist aber für meinen Geschmack zu leise. Auch wenn die Synchronisation professionell erarbeitet wurde, weiche ich da lieber auf den englischen Ton aus, der lautere Dialoge und klarere Hintergrundgeräusche zu bieten hat. Der aufgemotzte Raumton lässt in beiden Versionen von Zeit zu Zeit ein paar richtige Effekte auf den Rearspeakern ertönen, das Hauptgeschehen ist aber auf die Front gelegt und somit sind die hinteren Lautsprecher eher mit dezenten Umgebungsgeräuschen beschäftigt. Erwartet also keinen bitte keinen Soundkrieg, sondern einen guten Stereoton mit einigen wenigen gut platzierten Effekten.
Durch das Bonusmaterial ist man recht schnell durch, auch wenn es anfangs nach viel aussieht. Auf insgesamt 5 Texttafeln gibt es Kurzabrisse zur Story der einzelnen Leprechaun-Teile, die Bio- und Filmografien von Warwick Davies und Jennifer Aniston sind ebenso recht kurz ausgefallen. Richtig interessant ist da der Schnittbericht im Vergleich zur alten deutschen Videofassung, die maßgeblich an Stellen gekürzt wurde. Im oberen Fenster läuft dabei die ungeschnittene Fassung und das Untere zeigt an den geschnittenen Stellen ein schwarzes Bild. Sehr anschaulich und interessant!

Insgesamt kann man seine Zeit mit 90 Minuten "Leprechaun" verplempern, aber sich zum hundertsten mal "Freitag der 13." anzuschauen macht mehr Sinn und ist spannender. Die DVD selbst ist empfehlenswert, wer also Gefallen an Koboldhorror oder an Ms. Anistons heißem Outfit Gefallen findet (sinnigerweise watschelt sie den ganzen Film über in aufreizenden Shorts herum), darf zugreifen. Leider sind die Extras bis auf den Schnittvergleich recht langweilig.

P.S. Das Review zum zweiten Leprechaun wird nur durch Einsatz von irischen Whisky zu bewerkstelligen sein!


Film++----
Bild++++--
Ton++++--
Bonus+-----


Druckbare Version
Leprechaun 2
Leprechaun 6 - Back 2 tha Hood
Leprechaun 3
Leprechaun 5 - In The Hood
Leprechaun 4 - In Space
Leprechaun
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