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UK 1966
Originaltitel:Witches, The
Alternativtitel:Devil's Own, The
aka. Teufel tanzt um Mitternacht, Der
Länge:87 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Cyril Frankel
Buch:Nigel Kneale, Norah Loft (als Peter Curtis)
Kamera:Arthur Grant
Musik:Richard Rodney Bennett
Darsteller:Joan Fontaine, Kay Walsh, Alec McCowen, Ann Bell, Ingrid Brett, John Collin, Michele Dotrice, Gwen Ffrangcon Davies, Duncan Lamont, Leonard Rossiter, Martin Stephens, Carmel McSharry, Viola Keats, Shelagh Fraser, Bryan Marshal
Vertrieb:e-m-s/Anolis
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,66:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 (Mono)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Specials:
  • World of Hammer "Wicked Woman" (24:26 Min.)
  • Trailer
  • TV Spot/Kombi Trailer 1
  • TV Spot/Kombi Trailer 2
  • Bildergalerie (29 Bilder)
Als die Englisch-Lehrerin Gwen Mayfield bei ihrer Arbeit in Afrika auf die Machenschaften eines Schamanen stösst, lässt sie sich in ein kleines, verschlafenes, englsiches Dorf versetzten, um sich dort von den Strapazen zu erholen und kurz darauf einen Job als Direktorin einer Privatschule anzunehmen. Doch schon bald kommen ihr unheimliche Geschichten über das Dorf zu Ohren und bei ihren Besuchen im ort fallen ihr mehr und mehr Gestalten auf, deren einziges Interesse ein pupertierendes, geistig leicht zurückgebliebendes Mädchen zu sein scheint. Insbesondere die beziehung des Mädchens zu einem Jungen wird von den Dorfbewohnern und speziell ihrer Grossmutter argwöhnisch betrachtet. In Gwen reift der Verdacht heran, dass die Dorfbewohner ein Jungfrauen-Opfer planen. Doch als sie anfängt, in diese Richtung Nachforschungen anzustellen, geschehen mehr und mehr seltsame und bedrohliche Ereignisse und ihr wird klar, dass nunmehr auch ihr eigenes Leben auf dem Spiel steht...
Waren die Hammer-Filme eigentlich immer für ihre reißerischen Produktionen bekannt, zeigte sich das Studio hier ungewohnt erwachsen und lieferten mit "The Witches" ihr wohl reifstes Projekt ab. Anstelle hier auf Schockeffekte zu setzen, setzt man hier auf puren Suspense. Von Anfang an wirkt alle sehr subtil und rätselhaft, erst nach und nach offenbart sich die grauenhafte Wahrheit, bis schlussendlich wieder eine hammermäßige Bombe explodieren darf.
Selten gab es einen Film aus dem Hause Hammer, der mit so vielen Überraschungen und Wendungen wie hier aufwartet. Der Zuschauer zittert mit der Direktorin mit und wenn sie sehen, wie sie den "falschen" Menschen im Dorf vertrauen schenkt, möchte man am liebsten ganz laut losschreien um ihr mitzuteilen, dass sie aufpassen soll. Hier macht es Regisseur Cyril Frankel ("Vertraue keinem Fremden") genau richtig. Er lässt den Zuschauer mit der Darstellerin im Dunkeln tappen, trotzdem wissen wir mehr als sie und vor allem Filmkenner merken schnell, wer hier ein falsches Spiel spielt, ohne dass dies in irgendeiner Weise filmtechnisch ins Licht gerückt wird.
Die schauspielerische Leistung aller Darsteller ist hervorragend und vor allem Jon Fontaine ("Rebecca") glänzt in ihrer Rolle als Direktorin und gibt eine beachtliche Leistung ab. Sie versuchte hiermit 1966 ihr Comeback, war aber danach erst wieder 12 Jahre später in einem Film zu sehen. Leider schenkte niemand dem Film wirklich die Beachtung, die er verdient hätte. Bei uns strahlte das öffentlich rechtliche Fernsehen den Film unter den selten dämlichen Titel "Der Teufel tanzt um Mitternacht" aus. Das Drehbuch schrieb niemand anderes als Nigel Kneal, Hammers Prügelknabe und Ausnahme-Autor, nach dem Joan Fontaine die Rechte an Peter Curtis Roman "The Devil's Own" erwarb. Aus einer Geschichte über eine Lehrerin, die in einem Strudel heidnischer Rituale gerät, machte Kneal einen Woodoo-Hexen-Thriller. Löblicherweise verzichtet man dabei auf plakative Gewaltdarstellungen, wie man es knapp 5 Jahre später tat, um überhaupt noch das Publikum anzusprechen und schaffte somit eine weitgehend unterschätzte Perle aus dem Hause Hammer, der bis heute nichts von seiner Spannung verloren hat.

Bildtechnisch präsentiert uns Anolis mit diesem anamorphen Transfer einmal wieder eine gute Leistung, wenn man das Alter des Filmes in Betracht zieht. Zwar sind die Farben zu blass, aber dafür ist der Kontrast stets gut und macht sogar in dunkeln Szenen noch einen ordentlichen Eindruck. Die Schärfe ist verhältnismäßig gut, hätte jedoch besser sein können und so fallen die Rauschfilter an einigen Stellen etwas negativ auf und bei schnellen Schwenks neigt das Bild zum leichten Nachziehen. Dafür ist die Detailschärfe auf einem hohen Level und auch die Kompressionen leisten gute Arbeit. Hier fällt nur noch das leichte Bildrauschen im Hintergrund auf und einige Defekte und Verschmutzungen im Bild, die mal mehr mal weniger stark auffallen, aber nur in den Anfangs-Credits richtig störend wirken.
Der Ton ist bei beiden angenehm rauscharm und gut verständlich. Der Originalton klingt von den Umgebungsgeräuschen her nicht so spitz und etwas natürlicher, dafür aber wesentlich dumpfer in den Dialogen. Lustigerweise haben beide Tonspuren einen unterschiedlichen Musik Score. Als Bonus gibt es neben dem "Original-Trailer", und einer "Bildergalerie" mit 29 Bildern, noch zwei "TV-Spots Kombi" Trailer mit "Prehistoric Women" und "The Devil's Own" (alternative Titel von "The Witches". Die "World of Hammer"-Dokumentation sollte natürlich auf keinen Fall vergessen werden und diesmal steht alles im Zeichen der Hexen. "Wicked Woman" heißt diese Folge, die wie der komplette Film optional deutsch untertitelbar ist. In knapp 25 Minuten werden uns die bösesten Frauen in der Filmgeschichte der "Hammer Studios" näher gebracht. Für Fans wie immer ein absolutes "Must See".

"The Witches" ist eine "Hammer Film"-Produktion der etwas anderen Art, trotzdem oder gerade deshalb unheimlich gut und spannend. Die DVD bietet ein gutes Bild, das mehr Farbe und Schärfe hätte vertragen können. Ansonsten gibt es keine gröberen Mängel und somit lässt sich die 8. DVD der Anolis Hammer Edition uneingeschränkt in die Hammer-Sammlung einreihen.


Film+++++-
Bild+++---
Ton++----
Bonus++----


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