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USA 2002
Originaltitel:Super Sucker
Länge:90 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Jeff Daniels
Buch:Jeff Daniels
Kamera:Richard Brauer
Musik:Alto Reed
Darsteller:Jeff Daniels, Dawn Wells, Sandra Birch, Matt Letscher, Kate Peckham, Harve Presnell, Guy Sanville, Aaron Toronto, Lora Vatalaro
Vertrieb:Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, DTS 5.1, Dolby Surround
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:
- Biografie von Jeff Daniels
- Trailershow
- Trailer
Fred Barlow ist Staubsauger-Vertreter mit Leib und Seele. Als der Konkurrenzkampf mit seinem Erzrivalen Winslow Schnaebelt wieder einmal eskaliert und in einer ausgiebigen Schlägerei endet, hat ihr Boss, der Enkel des legendären "Super Sucker"-Erfinders Cy Suckerton, die Nase voll. Ein letztes Verkaufsduell soll darüber entscheiden, wer das ganze Gebiet bekommt. Und wie immer sieht es für Fred Barlow und sein Team schlecht aus. Doch das Blatt wendet sich dramatisch, als der ewige Looser ein längst vergessenes Zubehörteil wieder entdeckt. Dank einer völlig neuen Verkaufsstrategie wird das handliche Gerät zum Quell der Freude für vernachlässigte Hausfrauen. Die Last wird zur Lust, und die gesamte Staubsauger-Industrie wird nie mehr so sein, wie sie einmal war...
"Was macht der Noppennippler?"
"Er nippelt ihre Noppen" - Super Sucker -

Habt ihr als Kind die ständig nervenden Vertreter genauso gehasst wie ich?
Jedes mal, wenn man nach der Schule das Bedürfnis hatte, sich bei einem schönen Film etwas zu erholen, klingelte es an der Tür und da stand er dann wieder, der alte Mann mit dem breiten Grinsen im Gesicht und versuchte seine Haushaltsgeräte an den Mann zu bringen. Ich konnterte meist mit "Mutter ist nicht zu Hause" und knallte die Tür wieder zu. Wäre es wenigstens eine hübsche Frau gewesen, dann hätte sie gerne beim Hausputz mit Hand anlegen können, aber lassen wir das lieber ...
Bei Jeff Daniels ("Dumm und Dümmer", "Arachnophobia") zweiter Autoren- und Regiearbeit merkt man deutlich, dass er sich dem Thema mit Leib und Seele verschrieben hat und zaubert uns eine schräge und freche Komödie über die Leidenschaft als Staubsaugerverkäufer und das Verlangen der Kundinnen nach mehr Freude beim Hausputz. Neben dem Posten als Regisseur und Drehbuchautor sehen wir Daniels auch noch als Hauptdarsteller Fred Barlow, ein Super Sucker-Vertreter durch und durch und ich dachte mir sofort: "Genau das ist der Kerl, der mir damals so auf die Nüsse ging.". Er und alle anderen "Super Suckers" spielen ihre Rollen hierbei total überzogen und fast schon comichaft. Der Staubsauger sieht aus wie aus einem billigen Science Fiction-Film und als Fred Barlow seine Frau mit dem Noppennippler im Bett erwischt- ist alles aus.
Sexualität mit Haushaltsgeräten heißt von nun an das Motto des Films und wer sich als prüde oder verklemmt bezeichnet, dem wird es schnell die Schamesröte ins Gesicht treiben. Zwar ist die ganze Geschichte um den Wettkampf der "Super Sucker" recht simpel und altbacken, jedoch langt es für 90 Minuten recht witzige Unterhaltung. Sei es beim Frauenabend oder in der Kirche, hier schreckt Fred Barlow und seine Crew nicht davor zurück, den Super Sucker samt Noppennippler an die Frau zu bringen. Dass dies teilweise ganz lustig ist, steht außer Frage. Teilweise denkt man, man würde hier die behämmertsten Vertreter der Geschichte mit einer versteckten Kamera beobachten und wenn sie dann noch den Kundinen vorführen, wie der Noppennippler die Noppen nippelt, dann bleibt kaum ein Auge trocken und selten ein Nippel weich.
Nur einige wenige Gags im Film wollen nicht so richtig zünden, was zur Folge hat, dass einige Szenarien zu flach erscheinen. Im Grunde nicht weiter schlimm, denn eine innovative Komödie hatte man hier auch gar nicht erwartet. Vielmehr einen fusselfreien Ausflug in die chaotische Welt der Super Sucker-Vertreter, umgesetzt mit viel Witz, einigen Geschmacklosigkeiten, die Genre-Kenner kaum schockt und einer Portion Saugkraft...

Sunfilm präsentiert "Super Suckers" im anamorphen Widescreen von 1,78:1. Das Bild kann leider nicht ganz überzeugen. Zum einen ist die Schärfe gerade mal befriedigend, was man vor allem in der Detailschärfe sieht. Auch die Kantenschärfe ist nicht optimal und neigt zu Überstrahlungen. Kontrast und Farben schwenken zwischen gut und ausreichend, wobei gerade die Farbe Rot hier viel zu intensiv und künstlich erstrahlt. Die Kompressionen sind gut und Blockbildungen fallen kaum auf. Dafür stören aber die recht häufig auftretenden Bilddefekte und Verschmutzungen, sowie das leichte Bildrauschen, welches den ganzen Film über zu sehen ist. Hier hätte man deutlich mehr herausholen können.
Dafür gibt es aber wieder 5 Tonspuren, wovon zwei komplett gereicht hätten, um für das Bild mehr Platz zu lassen. Bei der DTS-Spur gibt es einmal mehr kaum einen hörbaren Unterschied zur 5.1-Variante. Der Ton spielt sich meist im Frontbereich ab. Die Effektlautsprecher kommen meist nur beim Score oder einigen Umgebungsgeräuschen zum Einsatz. Es fehlt hier aber deutlich an Druck und Dynamik. Auch die Dialoge, die zwar gut zu verstehen sind, verzerren oftmals unangenehm. Der englische Track klingt im Dialogbereich natürlicher, dafür hat der deutsche Ton im Bereich Musik die Nase vorn, die hier viel dynamischer erklingt als bei der englischen.
Als Bonus gibt es leider nur den Original-Trailer, eine Biografie und Filmografie von Jeff Daniels und eine Sunfilm-Trailershow.

Wer Spaß daran hat, sich 90 Minuten von total überzeichneten Charakteren zuknallen zu lassen, liegt bei "Super Sucker" genau richtig. Schräger Humor mit wenig Tiefgang, genau das Richtige für einen erholsamen DVD-Abend zu zweit. Da fällt mir auf, dass meine Frau schon viel zu lange im Schlafzimmer am Saugen ist ...


Film++++--
Bild+++---
Ton+++---
Bonus+-----


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