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USA 2002
Originaltitel:Defiance
Alternativtitel:Defiance: Justice by the Barrel of the Gun
Länge:75 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Doveed Linder
Buch:Dovedd Linder
Kamera:Dave Rutherford
Musik:Fred Early, Jim MacMorran
Darsteller:Brandon Bollig, Walker Deibel, Jim Freivogel, Tony Twist
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,33:1 (Vollbild)
Tonformat:Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:
- Original Trailer
Missouri 1874: Ex-Revolverlegende Nathan Cross versucht mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen Will und Tommy in dem kleinen Städtchen Defiance Frieden zu finden. Doch Clay Randal, sein alter Feind und Widersacher, regiert in der Stadt mit eiserner Hand. Als Nathan und eine handvoll wildentschlossene Cowboys versuchen Clay zu stellen, geraten sie jedoch in einen Hinterhalt und Nathan stirbt im Kugelhagel vor den Augen seiner Söhne. 10 Jahre später ist die Zeit der Vergeltung gekommen. Tommy und Will hinterlassen eine blutige Spur auf ihrem Rachefeldzug: Showdown in Defiance...
Machen wir uns nichts vor, "Defiance" ist ein absolut misslungener Versuch einen Rache-Western zu produzieren. Obwohl es sich hier um eine Independent-Produktion handelt, dürfte man ein Minimum an Handlung und Einfallsreichtum erwarten. Gerade die Independent-Szene steht unter anderem für unkonventionelle und innovative Werke, da man seine Ideen noch frei von jeglichen "Big-Studio"-Eingriffen verwirklichen kann. Nun ja, bei "Defiance" wurde auch wohin gegriffen und zwar direkt ins Klo. Das fängt schon bei den bescheidenen Kulissen an und endet bei den fast ausschließlich schlechten Darstellern. Hier und da mal ein Fell an der Wand macht noch keine glaubhafte Kulisse aus. Die meiste Zeit spielt der Film in irgendwelchen Waldstücken oder in geschlossenen Räumen. So kann man zwar eine Menge Geld sparen, aber wohlwollende Western-Atmosphäre kommt hier nicht auf. Neben der langweiligen Story, die sich wieder einmal um Rache dreht, aber sich meist wie Kaugummi durch die gerade mal 72 Minuten Film zieht, wirken sämtliche Szenarien steril und abgeklärt und die ewigen Rückblicke auf die Vergangenheit der beiden Brüder sollen zwar die Dramaturgie steigern, wurde aber so geschnitten, dass es keinen optischen Unterschied zwischen Gegenwart und Vergangenheit gibt. Bevor es dann zu der sogenannten "Blutrache" und dem dazugehörigen blutigen jedoch äußerst billigen Finale kommt, muss man sich 50 Minuten anschauen, wie die beiden Brüder Will und Tommy auf der Flucht sind. Tommy ist zudem noch schwer krank und stirbt langsam vor sich hin. Und als der Abspann dann nach 62 Minuten beginnt, fragt man sich wirklich, was einem dieser "Kurzfilm" außer schlechte Laune gebracht hat? Richtig, rein gar nichts ...

Einmal abgesehen davon, dass es sich hier um eine "Billig"-Produktion handelt und die Qualität dabei von Natur aus etwas schlechter ausfällt, könnte man ja noch einmal ein Auge zudrücken, aber was uns bei "Defiance" geboten wird, schlägt einem fast den Boden aus. Der Kontrast ist miserabel und aus Schwarz wird Grau, egal ob nachts oder bei Tageslicht. Details lassen sich kaum erkennen und das ganze Bild wirkt überhellt und unscharf. Teilweise ist das Bild sogar so unscharf, dass man nur noch starke Nachzieheffekte sieht. Noch dazu kommt das Bildrauschen, welches ebenfalls zu Lasten der Schärfe geht. Die Farben sind ok, aber das war auch schon das Positive am Bild. Die Kompressionen fallen durch ständiges Blockrauschen auf und im Bild hagelt es voller Fehler. Mittendrin gibt es mal einen unschönen Strich durchs ganze Bild oder ein transparentes Kreuz rechts unten. Alles Sachen, die da nicht hingehören und auf das Unvermögen des Regisseurs zurückzuführen sind, der sich sichtlich viel Mühe gemacht hat eine Vorlage abzuliefern, die auf DVD nur noch katastrophal werden kann. Hier gibt es von uns ganz klare Abzüge in der E-Note.
Tonal kann der Film ebenfalls nicht sonderlich überzeugen. Zwar gibt es beim Dolby Digital 5.1 Mix eine gute Sprachverständlichkeit, jedoch wirkt der Ton sehr dumpf und einen richtigen Raumklang bekommen wir nie geboten. Aus den hinteren Kanälen kommen ganz dezent die Nebengeräusche, der erklingt aus dem Frontbereich, der sehr dominant ausgefallen ist. Der deutsche 2.0-Ton unterscheidet sich kaum vom 5.1 Mix und klingt nur weniger dumpf, jedoch ebenso unnatürlich wie die 5.1-Variante und auch hier wurde der Frontkanal mit auf die Rearspeaker gelegt. Der englische Originalton klingt etwas natürlicher, jedoch wesentlich leiser als die Synchronfassung. Deutsche Untertitel gibt es genauso wenig wie Bonusmaterial, was bei diesem Werk auch kein Wunder ist. Lediglich der Originaltrailer und weitere Trailer aus der e-m-s-Serie bekommen wir hier zu sehen.

"Blutrache" ist ein Western zum Abgewöhnen und sollte auf keinen Fall der erste Kontakt mit dem Genre darstellen. Dann schon lieber zum xten mal einen Leone-Film, da weiß man was man hat ...


Film+-----
Bild++----
Ton++----
Bonus------


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