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UK, USA 1969
Originaltitel:Oblong Box, The
Alternativtitel:Dance, Mephisto
aka. Edgar Allan Poe's The Oblong Box
aka. Todesmaske, Die
Länge:92 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Michael Reeves, Gordon Hessler
Buch:Lawrence Huntington, Christopher Wicking, Edgar Allan Poe
Kamera:John Coquillon
Musik:Harry Robertson
Darsteller:Vincent Price, Christopher Lee, Rupert Davies, Uta Levka, Sally Geeson, Alister Williamson, Peter Arne, Hilary Dwyer, Maxwell Shaw, Carl Rigg, Harry Baird, Godfrey James, James Mellor, John Barrie, Ivor Dean
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 (Mono)
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:
  • US-Trailer
  • deutscher Kinotrailer
  • Bio- und Filmografien:
    • Vincent Price
    • Christopher Lee
    • Uta Levka
  • deutscher Original Videovorspann
  • Interview mit Darstelerin Uta Levka
  • Bildergalerie
  • e-m-s-Trailershow:
    • Die Folterkammer des Hexenjägers
    • Lebendig begraben
    • Kentucky Fried Movies
England in den düsteren Zeiten des 19. Jahrhundert: Edward Markham wird, weil er angeblich an einer gefährlichen Krankheit leidet, von seinem Bruder Julian (Vincent Price) in Ketten gefangen gehalten. Der Anwalt der Familie, Samuel Trench, ist vom Schicksal des Gefangenen seltsam berührt und verhilft ihm zur Flucht. Von nun an liegt ein unheilvoller Fluch auf allen, die Edward nahe standen. Einer nach dem Anderen wird von einem rotmaskierten Phantom zur Strecke gebracht ...
Bei "Im Todesgriff der roten Maske" steht einmal mehr die großartigen schauspielerischen Leistungen von Vincent Price ("Folterkammer des Hexenjäger", "Theater des Grauens") und Christopher Lee ("Dracula", "Herr der Ringe") die hier aber wohl mehr ihrer Berühmtheit wegen in "The Oblong Box" (so der Originaltitel) Film untergebracht wurden im Fordergrnd. Vor allem Christopher Lee, der hier einen Arzt mimt, welcher nachts Leichen ausgraben lässt um an ihnen im Zeichen der Wissenschaft Experimente betreiben, spielt seine Rolle wie immer sehr überzeugend, obgleich man merkt, dass gerade diese Rolle extra für ihn in das Drehbuch geschrieben wurde und die Geschichte kaum wichtige Aspekte verleiht.
Wie die meisten Film der 50er und 60er Jahre lebt der Film durch seinen langsamen Spannungsaufbau und offenbart die Wahrheit (in diesem Fall das Gesicht des Mörders) erst in den letzten Filmminuten. Zwar werden uns für die Zeit schon einige sehr harte Szenen geboten und auch etwas nackte Haut, aber meistens sind die "Splatter"-Szenen selbst für die 60er Jahre recht unbeholfen ausgefallen. Hier gibt es eine Unmenge an blutigen Kehlenschnitten, die allerdings so schlampig inszeniert wurden, dass man genau sieht, dass das Blut schon vorher den Hals runterläuft, oder das Messer die rote Farbe nur darauf streicht. Einer Person wird auf den Kopf geschlagen und man sieht später nur einen glibberigen Wackelpudding auf dessen Kopf. Im Ganzen ist das Blut knallig rot, viel zu unnatürlich um zu überzeugen.
Die Geschichte an sich ist mehr ein tragischer Rachethriller als ein reiner Horrorfilm und der Mörder mit der roten Maske spielt hier mehr die Opferrolle als einen wirklichen Bösewicht. Dies erfährt man aber erst am Ende, als sich die zu Beginn etwas verworren erscheinende Story langsam auflöst und noch dazu ein recht überraschendes, wenn auch teilweise unglaubwürdiges Ende bietet.

Dafür, dass "Im Todesgriff der roten Maske" knapp 35 Jahre auf dem Buckel hat, sieht man, dass sich die e-m-s hier sichtlich Mühe gab und einen anamorphen Transfer hingelegt hat, der sich sehen lassen kann. Die Schärfe ist wirklich gut geworden und schwächelt nur durch das teilweise zu stark werdende Bildrauschen in einigen Szenen. Aber gerade bei Nahaufnahmen lassen sich die Details gut erkennen. Die Kompressionen leisten eine gute Arbeit und geben kaum einen Grund zum meckern. Lediglich der Kontrast ist etwas enttäuschend und man merkt in dunklen Szenen, dass der Schwarzwert mehr ins Gräuliche tendiert. Auch hätte die Farbgebung etwas intensiver ausfallen können und so wirkt das Bild etwas farblos und teilweise einen Tick zu blass.
Der Ton liegt uns einmal in englisch ohne Untertitel und in deutsch als auf beide Frontkanäle gelegter Monoton vor. Die Dialoge sind bei beiden gut zu verstehen, hier kann aber der Originalton in puncto Natürlichkeit überzeugen. Dafür ist die Synchronfassung deutlich lauter, hat aber auch einen höheren Rauschpegel. Trotzdem sind beide Spuren fürs Alter wirklich gut geworden. Da einige damals gekürzte Szenen keine deutsche Synchronisation erfahren haben, können diese optional deutsch untertitelt werden.
Als Bonus gibt es neben gewohnten Bio- und Filmografien, dem US-Trailer und Original-Kinotrailer, noch eine Slideshow, eine e-m-s-Trailershow und den deutschen Videovorspann. Am interessantesten ist hier wohl das knapp 17minütige Interview mit Uta Levka, die hier ganz unbefangen von einigen ihrer Filme erzählt und sich dabei als eine richtig sympathische Quasselstrippe herausstellt und sogar einiges über Christoper Lee und Vincent Price zu berichten hat. Am lustigsten ist hier aber ihr Erlebnis mit dem "Geisterstadt der Zombies-Regisseur Lucio Fulci, dessen Name sie erstmal immer wieder falsch ausspricht und kein gutes Wort über den "Kultregisseur" übrig hat, aber das hört ihr euch am besten einmal selbst an...

"Im Todesgriff der roten Maske" bietet 90 Minuten spannende, wenn gleich nicht sehr originelle Unterhaltung für Fans gepflegter Gruselkost und wurde nach dem Tod des ursprünglichen Regisseurs Michael Reeves ("Der Hexenjäger", "Sisters of Satan"), der während der Dreharbeiten starb, von Gordon Hessler ("Lebenden Leichen des Dr. Mabuse") zuende gedreht. Für Fans von Price und Lee wird diese gelungene DVD-Umsetzung eine Pflichtanschaffung sein (zumal er zum ersten Mal völlig ungeschnitten zu sehen ist und als moderner Klassiker dieses Jahr von der FSK ab 16 frei gegeben wurde) und auch Freunde klassischer Gruselfilme werden an dem Film trotz kleiner Mängel ihren Spaß haben, auch wenn er nicht an die Klasse andere Edgar Allan Poe-Verfilmungen heranreicht und somit einer der schwächsten Interpretationen einer Poeschen Vorlage darstellt.


Film++++--
Bild+++---
Ton++----
Bonus++----


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NewsIm Todesgriff der roten Maske (Edgar Allan Poe)
Im Todesgriff der roten Maske
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