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nun vorliegende Umsetzung einen wirklich wegbombt. In einer trostlosen dreckigen Stadt, deren dominierenden Farben beklemmende Grautöne sind, scheint das Schicksal der Protagonisten von der ersten Sekunde an vorherbestimmt zu sein. Die einzige Frage, die sich stellt, ist für wen der Verlust sämtlicher Werte, moralischer Vorstellungen und Familienangehöriger am Ende größer sein wird. Eingeleitet durch erfolglose Bemühungen seiner Schwester zu helfen, bringt Ryu eine Lawine von Ereignissen in Gang, die in kurzer Zeit keinen Ausweg mehr aus dem nie endenden Alptraum zulassen. Die Motivationen beider Parteien sind offensichtlich, dennoch schocken die kompromisslosen Methoden der beiden Hauptdarsteller ihren Seelenfrieden zurückzugewinnen. Die Sympathie des Zuschauers, welche wohl wirklich nur noch durch Mitleid zu definieren ist, schwankt den kompletten Film hin und her. Der Schlüssel zum Pathos des Ganzen findet sich eindeutig in den Szenen wieder, in denen Steine flach übers Wasser geworfen werden: Wenn ein einzelner Stein bei jedem Aufschlag Wellen hinterlässt, so ist genau abzusehen, dass er nach kurzer Zeit sinken wird. "Sympathy for Mr. Vengeance" wirft genau so einen Stein und dass das Ende erschreckend und zugleich erlösend sein wird, steht von Anfang an fest. Die in nihilistisch depressiven Bildern dargestellte Verwandlung vom Menschen zur Bestie, welche nur noch durch Vergeltung angetrieben wird, degradiert den Zuschauer innerhalb kürzester Zeit zum Exhibitionisten, der den Charakteren beim immer tieferen Fall in psychische Abgründe beobachtet. Ein angenehmes Gefühl, welches ein Film zu Unterhaltungszwecken weckt, sucht man vergebens. 120 Minuten Tour de Farce, die wirklich weh tun, sind für den Durchschnittsseher eher ein richtig harter Schlag ins Gesicht. Die meiste Zeit ist der Film sehr still und nimmt sich viel Raum um seine Akteure auszuleuchten, wenn dann allerdings diese Stille durch krasse realistische und ungeschönte Gewaltausbrüche jäh gestört wird, muss man ordentliche schlucken. Gerade zu exemplarisch für so einen Break, ist eine Szene, in der Ryu sich an den Organhändlern rächt: Einem Mitglied der ebenfalls nekrophilen Truppe wird
quälende 15 Sekunden mit einem Baseballschläger das Gesicht zertrümmert. Zwar ist das nicht wirklich explizit zu sehen, aber allein die Geräuschkulisse im Kontext der Darstellung dieses seelischen Aufschreis schmerzen und ekeln an. Definitiv kein Film für Seher mit Actionerwartungen, wer hingegen ein leises und wirklich berührendes Meisterwerk erwartet, sollte einen Blick riskieren, auf einem Asienkracher, der im Nachhinein noch zu Diskussionen anregt über Sinn und Unsinn von Selbstjustiz und dem totalen Verlust der Menschlichkeit.
machen lässt. Zurückhaltend aber detailreich gibt sich dieser, was man anhand der gut ortbaren Umgebungsgeräusche innerhalb der Wohnung bestens nachvollziehen kann. Immerzu werden Geräusche auf die hinteren Lautsprecher gestreut, die anders als im Actiongenre keine umherschießenden Objekte vertonen, sondern schlicht und einfach nur die Umwelt, in der sich der Charakter jeweils befindet. Zwischen dem DTS- und dem Dolby Digital 5.1-Track gibt es da kaum Unterschiede; beide zeichnen sich durch eine hohe Dynamik mit gegebenfalls dicker Basswand (siehe Aufnahmen in der Fabrik) und einer klaren Sprachverständlichkeit - soweit ich das beim koreanischen Originaltrack beurteilen kann - aus. Diese DVD enthält keinen deutschen oder englischen Ton, man muss also mit den fast fehlerfreien englischen Untertiteln vorlieb nehmen, die einige Details aber nicht übersetzen.
vorausgesetzt ist. Bei "Dactylology" sieht man den beiden Hauptdarstellern beim Erlernen der Gebärdensprache zu und das Make Up-Special ist gänzlich ohne Sprache. Ein besonderes Extra findet sich unter "Moving Continuity", wo von etwa 10 Minuten des Filmes die Storyboardzeichnungen eingeblendet sind und im Hintergrund der Originalton abgespielt wird. "O.S.T. & Photo" präsentiert dann ein paar Schlüsselszenen mit isoliertem Soundtrack (Gänsehautgarantie!) und Einleitung des Regisseurs. Die Fotogalerie läuft mit einem Bild pro Sekunde ziemlich schnell ab, zeigt aber viele Aufnahmen, die man so nicht aus dem Film kennt, und wurde wie das gesamte Menu musikalisch unterlegt. Zum Schluss gibt es noch einen Trailer mit fest eingebrannten englischen Untertiteln. Die Verarbeitung des anamorphen Menus ist sehr stimmig gehalten und die schweren Melodien stimmen sofort auf die niedergeschlagene Stimmung des Films ein. Insgesamt also 3 Punkte, wer Koreanisch spricht, für den ist diese 2DVD natürlich sehr viel mehr wert.































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