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USA 2002
Originaltitel:R.S.V.P.
Alternativtitel:Names Will Never Hurt You
aka. Sticks & Stones
Länge:95:49 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Mark Anthony Galluzzo
Buch:Mark Anthony Galluzzo
Kamera:Michael Muhlfriedel
Musik:Mark Anthony Galluzzo, Christian Grosselfinger u.a
SFX:David J. Barker
Darsteller:Glenn Quinn, Jason Mewes, Majandra Delfino, Daniel Joseph, Grace Zabriskie, Jonathan Banks, Rick Otto, Lucas Babin, Brandi Andres, Nora Zehetner, Jeanne Chinn, Reno Wilson, Tommy Hoe, Bruce Michael Paine, Fernando Quevedo, Lindsay Truxell
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 Surround (Deu), Dolby Digital 2.0 (En)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:-
Verpackung:KeepCase
Specials:
  • Originaltrailer (1:35 Min.)
  • Bio- und Filmografie Jason Mewes (3 Seiten)
  • Weitere DVDs:
    • Dahmer (2:10 Min.)
    • Running Out Of Time II (2:03 Min.)
    • Horror 101 (2:21 Min.)
    • 2009 - Lost Memories (3:22 Min.)
    • The Nameless (2:08 Min.)
    • The Heart Of The Warrior (2:10 Min.)
Endlich: School's out forever! Eine Gruppe von Highschool-Abgängern feiert ihren letzten gemeinsamen Abend ... ihren allerletzten Abend! Mitschüler Nick hat zur Abschlussparty geladen und alle sind gekommen. Gehen werden allerdings nur wenige, denn Nick hat einen teuflischen Plan. Und schon bald fragt sich die entsetzte und ständig kleiner werdende Gästeschar: "Wer wird der nächste sein?"
Ich kann den Unmut gegen "R.S.V.P." einiger sogenannter "Fachmagazine" in keinster Weise verstehen. Mark Anthony Galluzzos Hommage an Hitchcocks Klassiker "Cocktail für eine Leiche", der nebenbei in den USA mit 4 Filmpreisen ausgezeichnet worden ist, kann 97 Minuten lang gut unterhalten und wartet mit einigen schwarzhumorigen Szenen auf, die aber nie in einem sinnlosen oder übermäßig blutigen Gemetzel verlaufen. Die teilweise fiesen Morde werden ohne großes Blutvergießen über die Bühne gebracht und trotzdem wird der Zuschauer den dialoglastigen Partyszenen und den Morden von Nick (Rick Otto) immer wieder gespannt beiwohnen. Vor allem die Situationskomik wächst zunehmendst, da sich Nick recht unbeholfen bei seinen Taten anstellt und von Mord zu Mord immer extremer vorgeht. Erst erschlägt Nick zu Beginn ein Ehepaar und bricht dessen Nichte das Genick, später erledigt er die Leute mit einer Luftdruckpistole oder ertränkt eine Frau im kochenden Wasser, um sie danach in den Herd zu stecken. Nicks Ziel ist es, nach und nach alle auf der Party auszuschalten und niemanden weiter als zum Fahrstuhl gelangen zu lassen, der ins Freie führen würde. Er möchte den perfekten Mord inszenieren, von welchem später die ganze Welt spricht und da ist es ihm egal, ob er seinen besten Freund ganz wie in Hitchcocks "Cocktail für eine Leiche" tötet und in eine Kiste packt, um dann eine Party zu feiern, oder ob er alle andere Freunde nach und nach dezimiert. Er will endlich einmal etwas in seinem Leben zuende bringen und dies scheint für ihn die perfekte Gelegenheit zu sein.



Das Grundthema über Serienkiller und deren Vorgehen ist zwar schon reichlich ausgelutscht, wird hier dennoch auf eine recht amüsante Art umgesetzt, so dass der Zuschauer dank einiger netter Einfälle und guter Schauspieler immer unterhalten wird. Zum Ende hin verliert sich die Spannung und der Witz jedoch etwas in der Geschichte, die inszenierungstechnisch in den letzten 15 Minuten etwas zu hektisch und holprig wird. Dabei war gerade der Anfang sehr vielversprechend und auf einem hohen Niveau angesiedelt. Lange Diskussionen über Serienkiller, das perfekte Vorgehen bei solchen Taten und ein Jason Mewes (Interner Link"Dogma", "Jay & Silent Bob strikes back") in Höchstform sind einige der Gründe, warum der Film in Deutschland wohl keine Jugendfreigabe bekommen hat. Nicht nur das Töten von Menschen wird verharmlost, auch der Drogenkonsum bei "R.S.V.P." ist gewaltig und Jason Mewes sorgt als Party- und Drogensüchtiger wie immer für einige Lacher.
Der Film spielt auch ein wenig mit den Genre-Motiven: In einer frühen Szene sieht man Nick ins Schlafzimmer gehen und zwei Gewehre holen, die er in eine Tasche packt, um sich dann mitsamt dieser Tasche an Terry heranzuschleichen. Statt dann aber mit einem Gewehr auf Terry zu zielen, das er deutlich aus der Tasche holt, hält er plötzlich eine Bong in der Hand, die sich Terry, nachdem er den ersten Schreck verkraftet hat, erstmal benutzt. Goof oder nicht, auf jeden Fall wird man an dieser Stelle nett an der Nase herumgeführt.



Neben Jason Mewes dürfen wir noch einer recht unglaubwürdigen und oberflächlichen Leistung von Brandi Andres (Interner Link"Denn zum Küssen sind sie da") beiwohnen, die völlig talentfrei spielt, zumindest aber etwas was fürs Auge ist, auch wenn sich ihre aufreizende Charakterisierung schnell verliert. Glenn Quinn als undurchsichtiger Professor ist dann noch ein kleines Highlight im Film, auch wenn seine Rolle im etwas missglückten Finale wortwörtlich auf der Strecke bleibt und man ihm seine Position nicht so ganz abnimmt. Der aus Serien wie "Roseanne" und "Angel" bekannte Schauspieler ist hier in seiner letzten Rolle zu sehen, denn er starb 2002 an einer Überdosis Drogen.

Wäre der Schluss des Films nicht so hektisch und unglaubwürdig ausgefallen, hätte "R.S.V.P." eine kleine Perle werden können, so bleibt uns aber wenigstens ein guter Thriller, der dem Zuschauer kurzweilige Unterhaltung bietet ohne einen längeren Eindruck zu hinterlassen.



Zwar wurde das Bild auf dem Cover als Vollbild angepriesen, aber auf der DVD darf man dann doch das Originalformat von 1,85:1 im anamorphen Format bewundern. Die Farben sehen besonders auf Gesichtern etwas unnatürlich, fast fahl aus, weil Rot und Gelb das Bild dominieren, was zu einem bräunlichen, etwas leblosen Grundton führt. Der Kontrast ist auch etwas zu dunkel bzw. schaftt es kaum, ein sattes Schwarz darzustellen. Insgesamt wird keine angenehme Qualität erreicht, weil die Schärfe eher schwach ausfällt. Es gibt zwar ein paar angenehm detailreiche Szenen, aber auch viele, die deutlich zu weich aussehen. Außerdem durchzieht den Film ein relativ starkes Rauschen. Es ist also noch eine Menge möglich, diesen Film auf DVD besser darzustellen, und wenn es nur die Farbdarstellung und etwas mehr Schärfe sind.

Für den Film gibt es anscheinend keinen 5.1er Ton: Das Original bleibt bei Stereo und die deutsche Synchro darf man sich in Dolby Surround anhören. Insgesamt ist letztere aber enttäuschend, da es bis auf ein paar leise säuselnde Musikstücke keine wirklichen Surround-Momente gibt. Das wäre 3,5 Punkte wert, aber dadurch, dass auch die Dialoge, die ausschließlich die Front bedienen, nicht sonderlich sauber klingen, sind es nur 3. Das englische Original besitzt eine ähnliche, wenig aufregende Akustik, kann aber die Musik etwas dynamischer einbringen, weil diese im Vergleich zur deutschen Version lauter ist.



Auch beim Bonusmaterial muss man Abstriche machen. Es gibt nur die übliche e-m-s-Trailershow, eine Bio- und Filmografie von Jason Mewes und den Originaltrailer. Letzteren sollte man sich erst nach dem Film anschauen, denn gleich die ersten Sekunden nehmen einiges der Schlusspointe vorweg.

Für Fans schwarzhumoriger Thrillern ist "R.S.V.P." auf jeden Fall einen Blick wert. Zwar wird nicht nur der Genre-Kenner vieles schnell vorhersehen, sondern auch der Gelegenheitsgucker herausfinden können, was hier gespielt wird, den Unterhaltungswert mindert es aber nicht. Die DVD bietet keinerlei nennenswerten Extras und Bild und Ton bewegen sich im durchschnittlichen Bereich. Hier wäre mehr wünschenswert gewesen ...


Film++++--
Bild+++/--
Ton+++---
Bonus+-----


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