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USA 2003
Originaltitel:Matrix Reloaded, The
Alternativtitel:Matrix 2, The
Länge:133 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Andy Wachowski, Larry Wachowski
Buch:The Wachowski Brothers
Kamera:Bill Pope
Musik:Don Davis, Rob Dougan, Marilyn Manson, P.O.D
SFX:Steve Courtley
Darsteller:Keanu Reeves, Laurence Fishburne, Carrie-Anne Moss, Hugo Weaving, Matt McColm, Jada Pinkett, Monica Bellucci, Lambert Wilson, Harold Perrineau Jr., Harry J. Lennix, Clayton Watson, Daniel Bernhardt, Christine Anu, Andy Arness, Steve Bastoni, Nona M. Gaye, Lachy Hulme, Roy Jones Jr., Randall Duk Kim, Nathaniel Lees, Hugh Mason, Ngai Sing, Adrian Rayment, Neil Rayment, Aaron Henry, Kathryn Jenkins, Nicole Roberts, Jacque Vickers, Craig Walker, Cassandra Williams, Gloria Foster, Helmut Bakaitis
Vertrieb:Warner
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2.35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 EX
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:
DVD 1:
  • Untertitel
DVD 2:
  • Preload: Werbe Making of (22:11 Min.)
  • The Matrix Unfolds: Werbefilm (5:21 Min.)
  • Freeway Chase: Making of der Freeway-Verfolgungsjagd (30:49 Min.)
  • Get me an exit (9:48 Min.)
  • Enter the Matrix: The Game (28:16 Min.)
  • The Animatrix Trailer (4:34 Min.)
  • Web Links
  • MTV Movie Awards (9:40 Min.)
Zion, die unterirdische Stadt der Menschen, ist von den Maschinen bedroht. Stunde um Stunde bohren sich die Maschinen tiefer durch das Gestein, um alle freien Menschen der Stadt zu töten.
Die einzige Hoffnung der Menschen liegt bei Neo (Keanu Reeves), der mit religiöser Verehrung bedacht wird, wo auch immer er sich in Zion zeigt. Zusammen mit Morpheus (Laurence Fishburne) und Trinity (Carrie-Anne Moss) kehrt er in die Matrix zurück, um einem Hinweis des Orakels nachzugehen. Dabei muss er feststellen, dass es noch viel über die Matrix zu lernen gibt. Manche Programme können autark handeln und ihre eigenen Ziele und Machtbestrebungen verfolgen. Das Orakel (Gloria Foster) schickt Neo zum Architekten der Matrix. Dazu muss er jedoch einen Geheimgang benutzen, durch den man von einem Ort der Matrix an einen anderen gelangen kann. Und um den Schlüssel für die richtige Tür in diesem Gang zu bekommen, braucht Neo die Hilfe des Schlüsselmachers (Randall Duk Kim). Doch bei den Versuchen, diesen zu finden, trifft Neo auf allerlei Hindernisse.
Den größten Widerstand vermag dabei Agent Smith (Hugo Weaving) hervorzubringen. Seit seiner „Befehlsverweigerung“, als er Neo nicht töten konnte, wurde er ins „Exil“ geschickt. Um der Löschung zu entgehen, hält er sich heimlich weiter in der Matrix auf und plant seine persönliche Rache gegen „Mr. Anderson“. Da er es geschafft hat, sich zu klonen, bekommt Neo es jetzt nicht nur mit einem Smith, sondern mit einer Unzahl zu tun. Zum Glück hat auch Neo dazugelernt und beherrscht nun die Matrix wesentlich besser als zuvor...
Manche sagen, "The Matrix Reloaded" wäre nur noch ein seelenloser Actionfilm, allerdings von diesen ein erlesener. Man sollte ihn zweimal gesehen haben, um bei all der Bilderflut und dem pseudophilosophischen Wirrwarr, das da von sich gegeben wird, sich wirklich seine eigenen Gedanken machen zu können. Was gar nicht so einfach ist! "The Matrix Reloaded" - das ist von der Aussage her das Kausalitätsprinzip, wie im Film fast zu Tode geritten. Kausalität auch bei der Bewertung im Nachhinein: Prinzip Ursache - Wirkung; je kürzer das Sssst, desto eher das Bums; auftragen - polieren; keine Arme, keine Kekse. Die Universalformel, heute schon anwendbar.

Ursache: die Wachowski Brothers drehen 1999 einen Film, der Philosophie, Religion, Action und SF zu einer aufsehenerregenden Mischung verband; ein Film, wie man ihn zum damaligen Zeitpunkt noch nicht gesehen hatte, mit reichlich Überraschungen, optischen Gadgets und aufsehenerregenden Fights.

Folgen: anschließend erklären sie die Fortsetzung zur Chefsache, geben an, gleich an eine Trilogie gedacht zu haben, basteln an neuem Aufsehenerregendem.

Wirkung: ein Film, der permanent unter Zugzwang steht. Nicht nur unter dem Erwartungsdruck der Macher, sondern auch von Millionen Fans.

Doch die Sache hat, trotz aller Mühen, einen Haken: die Überraschung ist weg. "The Matrix" hatte den göttlichen Vorteil, nicht nur mit den Zuschauererwartungen spielen zu können, sondern sich sogar frei von ihnen zu machen. Man wusste schlichtweg nicht, was kommt. "Reloaded" steht dagegen auf einem bereiteten Tableau, der Schauplatz ist gesetzt (so scheint es), die Rahmenbedingungen stehen, der Kosmos existiert. Diesen Kosmos nun auszubauen und für eine Fortsetzung interessant zu machen, war die Hauptaufgabe der Wachowskis. Dennoch wucherten die Erwartungen ins Uferlose, obwohl es klar war, worauf die künftigen Filme hinauslaufen würden, den Sieg der Menschen über die Maschinen, bzw. ein brauchbares Patt, bzw. die Befreiung der Menschheit. Oder auf etwas ganz anderes. Aber vielleicht wissen wir das einfach noch nicht, zumindest bis Teil 3. Ist der Kosmos aber nun mal umgrenzt, baut man nach innen und das hat das regieführende Brüderpaar gemacht, Feinschliff, Ausbau, mehr Details, noch komplizierter. Ihr Ziel dabei: Unterhaltung, Thrills und akute Unsicherheit, über das was ist, was scheint oder noch werden kann. Dieses Ziel wurde erreicht im Rahmen der Möglichkeiten, aber die waren eben nicht unendlich, wie viele enttäuschte Fans nun beklagen. Dabei zeichnete sich auch das Original nicht durch wahnsinnige Tiefe aus, präsentierte Mystik und Philosophie als Mumbojumbo-Eintopf, mischte krachende Szenen mit Coolness, aber nicht mit Tiefe und erging sich in Dialogen, die zwar brauchbar zititert, aber kaum literarisch wertvoll waren. Aber es war neu, dies hier ist es nicht - und das sollte man nicht vergessen.
Ergo wird in "Reloaded" übel geklotzt und das ist auch ein wunderbare Form der Unterhaltung. Vielleicht ein wenig zu viel, denn die tieferen Exkurse in die Philosophie (allgemein und matrixtechnisch) kommen dermaßen geballt und exzessiv, dass man sie zwischendurch per Überdosis Action neutralisieren will. Das funktioniert aber nur teilweise, denn das produziert einerseits einen teilweisen Actionoverkill und andererseits recht wirre Mono/Dialogstrecken, wenn es dann in höhere Sphären über Kausalität und freien Willen geht. Das passt nicht so recht, bzw. wirkt gewollt, wird aber durch den Style abgemildert.
Gehen wir noch etwas ins Detail: die ersten 30-40 Minuten sind für Matrix-Kenner eine Geduldsprobe. Die letzte Zuflucht Zion erweist als in der Erde liegende Stadt von ungeheuren Ausmaßen, wie sie von 250.000 Menschen in 100 Jahren (Zitat im Film) auf gar keinen Fall gebaut werden könnte, mal abgesehen von den nötigen technischen Fertigkeiten, die man sich angeeignet haben müsste, obwohl ja alle in der Matrix im 20.Jahrhundert leben. Irgendwo müsste da noch ein Knackpunkt liegen (ev. im dritten Teil), denn sogar die Zion-Erklärungen, die hier gegen Ende geboten werden, lassen reichlich Fragen über den dauernden Wiederaufbau der Stadt offen. Hier spürt man schon, dass wir uns in einem klassischen Gut-gegen-Böse-Schema-Film befinden, die Posititonen sind besetzt. Weil die Macher das wissen, werden dementsprechend Konflikte eingeflochten. Bei den Menschen gibt es nun ein militärische Fraktion und diverse eher auf Neo und die Prophezeiung eingeschworene Anhänger; bei den Maschinen wollen diverse Programme mehr Macht und basteln ihren eigenen Turn, was ungeahnte Abwechslung bringt. Das ist nicht überraschend, denn schon Agent Smith hatte im ersten Teil von seinem Programmjob die Nase voll. Der ist übrigens auch wieder aktiv, nachdem er zwar vernichtet wurde, aber eine Art autarker Wiedergeburt erfahren hat. Alles weitere klärt die Fortsetzung. Das Schema jedoch war zu erwarten, für Überraschung zwischendurch sorgt der Bordservice.
Für die Zion-Szenen benötigt man als Exposition für zwei Filme und nötige Weiterentwicklung des ersten Films reichlich Geduld, wobei man sich über einige wirre Gespräche (Anthony Zerbe, der ewige durchtriebene Fiesling als Mitglied des Rates, ob das mal gutgeht?) wundern darf. Richtig daneben aber ist nur der Exkurs unter die Decken von Neo und Trinity, garniert mit dem wohl gigantischsten Rave allerzeiten, auf den wir alle auch getrost verzichten hätten können. Aber was für eine Akustik.
Wenn sich das Orakel denn nun wieder meldet, kommt der Film in Schwung...auf eine, auch im Film, vorausberechnete Bahn, die erst kurz vor Schluss aus dem Ruder läuft, als der vorherbestimmte Ablauf aller Dinge zur Aufrechterhaltung des Status Quo durcheinandergewürfelt wird. Diese Bahn wird bestimmt durch reichlich Actionsequenzen, ist aber nichts weiteres als das futuristische Abenteuerprinzip z.B. der "Indiana Jones"-Filme. Suchen und finden, jagen und abjagen, kämpfen und siegen oder verlieren. Einen neuen Schritt machen, eine neue Information, eine neue Verfolgungsjagd.
Und ja, die Actionsequenzen in "Matrix Reloaded" sind herausragend, manches davon nie gesehen, aber in gewissen Teil regt sich der Purist im Zuschauer und wird dennoch unzufrieden. Ich setze mich jetzt mal zwischen alle Stühle und behaupte dickdreist: die beste Actionsequenz im ganzen Film ist der Waffenkampf in der Treppenhalle mit dem Merowinger und seinen Mannen. Es ist die härteste und die zurückhaltenste Sequenz gleichzeitig, denn hier wird, wie weilend im ersten Teil, voll auf den Drahtseileinsatz gesetzt und nicht auf die Erschaffung von virtuellen Kampfcharakteren, die dann mittels PC-Technik ein vollanimiertes, echtes menschliches Gesicht bekommen.
So aufregend der Kampf Neos gegen einhundert Agent Smiths auch ist, so wirkt er doch bedrückend künstlich - sicher, alles läuft flüssig und so realistisch wie möglich, aber echt wirken die Bewegungen trotzdem nicht, trotz Bullet Time-Einsatzes, Erhöhung der Geschwindigkeit oder Zeitlupe ist das Ergebnis meistens doch noch zu eckig oder schon zu flüssig (ein Problem, das auch "Blade 2" hatte). Die Verfolgungsjagd auf dem Highway dagegen bietet reichlich Aufregung, doch wieder ist der Kunsteinsatz in einigen entscheidenden Szenen zu überdeutlich. So sind auch die Zwillinge zwar interessante Charaktere, die man gern wiedersehen will, ihre geisterhaften Fähigkeiten tragen jedoch stets das Etikett "made by PC", mag die Idee dahinter auch noch so cool sein. Einiges in den Highwayszenen (leichte Bedienung bei "T2“ nicht entgangen!) hat jedoch wirkliche Klasse und wird als Referenzpunkt für spätere Werke herhalten.
Flacher fallen da schon die Flugszenen aus, wobei Reeves noch ganz gut abschneidet. Der Fall von Trinity und dem Agenten aus dem Architektenhochhaus ist jedoch so sehr Videospiel, dass ein ärgerliches Stirnrunzeln durchaus erlaubt ist. Künstlichkeit kennt keine Grenzen. Und kein Pardon. Auf der anderen Seite steht das Hintergrundsblabla: was ist die Matrix, welche Optionen haben wir. Dazu gibt es dreimal kryptisch Saures. Erst gibt das Orakel viel Mystisches von sich, aber wenig Konkretes; dann darf der Merowinger zum Kausalitätsprinzip beitragen und schließlich bringt uns der Architekt der Matrix den entscheidenden Schritt zu Teil 3 weiter. Von nun an scheint alles möglich zu sein, sagt uns schließlich der Höhepunkt mit den angreifenden Maschinen, der zum Cliffhanger wird - oder wir werden endgültig schon mal informiert, dass auch die Zion-Realität vielleicht nur eine Matrix ist. Es darf gerätselt werden. Wer aber in all den Ausführungen des Architekten zwischen Bestimmung, Anomalien, Faktoren und Unberechenbarkeiten den Faden verloren hat, sollte das spätestens bei der DVD-Veröffentlichung mitstenografieren, oder die Diskussion auf den dritten Teil verschieben, der uns noch einiges zu erklären hat.
So erfüllt "Matrix Reloaded" eigentlich die nötigen Erwartungen, wenn man über diese vorher ein klein wenig vernünftig nachgedacht hat. Wir konnten nicht mehr komplett überrumpelt werden, aber es gibt viele kleine Überraschungen. Die Action musste übertroffen werden, aber ob man das so mag, wie es geschehen ist, muss jeder selbst entscheiden. Der Style war vorgegeben und tatsächlich ist "TMR" wieder eines der stylischsten Werke des Jahres gewesen, das letztendlich nicht auszurechnen ist. Die Sets sind großartig und die Auswahl der Schauspieler (vor allem die erfreulich gesichtsneutralen Schlüsselmacher, Merowinger und Architekt) widerspricht immer wieder den Sehgewohnheiten. Darüber hinaus ohne die Vorkenntnis des ersten Teils absolut überflüssig, wenn nicht unkonsumierbar.

Noch mal Ursache: wir haben jetzt alle den zweiten Teil gesehen und wurden in der Luft gelassen. Viele Fragen noch unbeantwortet, diverse davon neu. Wir warten auf den dritten Teil, denn natürlich will jeder wissen, wie es ausgeht.

Noch mal Folge: können die Wachowskis denn jetzt noch gewinnen? Der einminütige Ausblick am Ende von Teil 2 sieht nach einer bombastischen Schlacht gegen die Maschinen aus. Was wir jedoch bräuchten, wäre der Clou, der uns die Socken auszieht, weil in der Matrix (und draußen auch) alles möglich ist. Oder? Es wird schwer für die Macher, aber sie haben alles getan, damit wir dran bleiben. Nur gegen die Regeln ihres eigenen Kosmos, die nun teilweise bekannt waren, konnten sie nichts tun.

Noch mal Wirkung: eine abschließende Analyse ist ohne den dritten Teil unmöglich und ein Qualitätsurteil ebenso. Natürlich ist das nicht derselbe Kultfaktor, den "The Matrix" mit sich brachte. Aber je höher der Vorgänger, desto schwerer an ihn ranzukommen.


Ich muss mich hier wirklich zurückhalten, denn was uns Warner hier mit dieser heiß ersehnten DVD-Veröffentlichung vorlegt, ist mehr als nur peinlich und zeugt davon, vor dem Start zu "Matrix Revolutions" noch einmal ordentlich Kohle zu schäffeln, bevor es eine "Matrix" -Box gibt.
Das Bild ist zwar nicht schlecht, aber kann für einen gerade mal 6 Monate alten Film einfach nicht überzeugen. Zu allererst fallen leichte Mangel in der Bildschärfe auf. Das Bild wirkt im ganzen zu weich und nur bei Nahaufnahmen erscheint es recht detailreich. Störend fallen auch die Doppelkonturen auf und auch von Bildrauuchen kann sich die DVD nicht freisprechen und stört zwar kaum, hätte aber nicht sein müssen. Die Farben sind wie im ersten Teil in einem Grünton gehalten. Diese Farbfilter sollen den Zuschauern klar machen, dass man sich in der Matrix befindet, wobei die Aufnahmem in der realen Welt meist kalt wirken. Der Kontrast liegt auf einem hohen Niveau und weiß zu gefallen und auch die Kompressionen machen meist einen guten Eindruck, wenn das Bild auch oft etwas zu unruhig wirkt und man stellenweisen leichtes Blockrauschen bemerken kann. Defekte und Verschmutzungen fallen wie erwartet nicht auf, jedoch hätte Warner den Speicherplatz auf der DVD besser nutzen können um den Film auf Superbit-Niveau zu erheben.
Die Abmischung des Tons ist sehr leise und zurückhaltend ausgefallen und man hat stellenweise das Gefühl Watte im Ohr zu haben, so dumpf klingt die deutsche Tonspur teilweise. Hier muss man über die Norm aufdrehen und wer keine Surround-Anlage besitzt, muss den TV soweit aufdrehen, dass die Dialoge irgendwann zwar verständlich klingen, es aber nur noch brummt, sobald ein Effekt kommt.
Zwar gibt sich der Bass sehr agressiv, jedoch wirkt der Dolby Digital-Ton in keiner Minute wirklich passend zu der Bildgewalt und die Dialoge wirken zu sehr vom Rest losgelöst. Hier wäre ein feineres Klangbild, bessere Dialogabmischung und ein dynamischer Raumklang wünschenswert gewesen, denn so macht Heimkino nicht viel Spaß. Der englische Track ist zwar auch keine Offenbarung, aber man ist wenigstens das dumpfe Gefühl im Ohr los. Hier klingt alles etwas klarer und dynamischer, wenn auch die Dialoge etwas zu leise abgemischt wurden, sich dafür aber vernünftig in das Geschehen intrigieren. Schlussendlich kann keiner der beiden Tonspuren überzeugen. Der deutsche ist zu frontlastig und recht unnatürlich ausgefallen und selbst die Originalspur kann einem DVD-Standard heutiger Zeit nicht gerecht werden, dafür fehlt es ihm ebenfalls deutlich an einer gewissen Räumlichkeit, die man in den letzten Wochen bei Filmen wie "Daredevil", "Herr der Ringe" oder gar "Equlibrium" geboten bekommen hat.

Das Zusatmaterial wurde komplett auf eine zweite DVD gepackt, kann aber nur bedingt überzeugen. Hier fehlen Trailer, TV-Spots, Radiospots, Geschnittene Szenen, Storyboard Zeichnungen, Bildergalerien, halt all das, was eine tolle Special Edition ausmacht. Aber moment, diese DVD ist ja gar keine Special Edition, sondern nur eine "2 Disc Edition". Trotzdem ist es im Grunde eine Frechheit, mit was uns "Warner" hier abspeißt und man muss blind sein um nicht zu bemerken, dass man Extras für eine eventuelle Box aller Matrix-Filme zurückhält.
Der Anfang auf dieser Disc macht das 22minütige Making of "Preload", welches zwar voller Lobpreisungen ist, jedoch einen interessanten Einblick in die Dreharbeiten gewährt und daher noch eins der besten Featurettes auf dieser DVD darstellt. "The Matrix Unfolds" geht knapp 5 Minuten und stellt ein Werbe typisches Featurette da, was man nicht unbedingt braucht. Beim knapp 31minütigen Featurette "The Freeway-Chase" dürfen wir der wohl atemberaubensten Szene des Filmes beiwohnen. Dieses Doku stellt das Highlight dieser DVD da und zeigt uns nicht nur die eigentlichen Dreharbeiten der Szene, sondern auch die Vor- und Nachberarbeitung. Wirklich empfehlenswert. "Get Me An Exit" beschäftigt sich in knapp 10 Minuten mit der "Matrix"-Franchise und die Werbung, die um "Matrix Reloaded" gemacht wird. Hier gibt es einige Einblicke hinter die Kulissen, aber im Grunde will man den Zuschauer nur nochmal die "tollen" Samsung-Produkte und die überteuerten Powerade Getränke nahe bringen. Ein Witz! Auch bei "Enter The Matrix - The Game" kann man in knapp 28 Minuten gut Werbung für ein weiteres Produkt aus dem Matrix-Universum machen, auch wenn man hier einen recht guten und interessanten Einblick in die Entstehung des Video-Spiels zu Gesicht bekommt.
Dann gibt es noch neben Web Links für den PC, ein Animatrix Trailer den man sich am besten gleich hinterher kaufen sollte, damit die Macher genug Geld für eine "Matrix"-Box haben. Das letzte Special auf der DVD, ist die witzige "Matrix"-Parodie der MTV Movie Awards 2003, in dem jedes Jahr ein Topfilm auf die Schippe genommen wird.
Das war es dann auch schon an Extras, aber wer weiß, vielleicht wird uns ja in ein paar Monaten eine 3 Disc-Edition angeboten, dann eine 4 Disc-Edition und irgendwann mal eine Ultimative Special Edition. Wer weiß, aber erst einmal muss der Rubel rollen.

So schlecht ist "Matrix Reloaded" gar nicht geworden, zumindest hinsichtlich des Trilogiekonstrukts. Für mich gibt's zwar einige verzichtbare Filmteile und etwas mehr Klarheit in den Ausführungen wäre erfreulicher gewesen, aber für 5/6 reicht es noch. Und die Erwartungshaltung besteht noch immer. Dafür kann man immer wieder betonen, dass die DVD-Umsetzung entäuschend ist und man hier lieber auf eine Neuauflage warten sollte, diese ist so sicher wie das Amen in der Kirche...


Film+++++-
Bild+++++-
Ton++++--
Bonus+++---


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Matrix Reloaded
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