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USA 2002
Originaltitel:Purgatory Flats
Länge:98 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Harris Done
Buch:Harris Done, Diane Fine
Kamera:Pedro Castro
Musik:Sean Murray
Darsteller:Vincent Ventressa, Alexandra Holden, Brian Austin Green, Gregg Henry, Kevin Alejandro, Nicholas Turturro, Amanda Foreman
Vertrieb:Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 (Deu, Eng), Dolby Digital 5.1 (Deu, Eng), DTS 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Specials:
  • Trailer
  • 4 Bio- und Filmografien
  • Weitere Trailer zu:
    • I Witness
    • Super Sucker
    • Shelter Island
Verschuldet durch den Einfluss von Alkohol gerät der erfolgreiche Arzt Thomas Reed in einen Verkehrsunfall, welchem seine Gemahlin Natalie zum Opfer fällt. Nach abgessessener Haftstrafe beschließt er, in der Kleinstadt Purgatory Flats sein Leben neu zu beginnen und trifft dort auf die attraktive Sunny, die starke Ähnlichkeit zu seiner verstorbenen Frau hat. Beim nächtlichen Treff mit ihrem Drogendealer wird Sunny angeschossen und ihr Mann Owen lebensgefährlich verletzt. Da kommen Thomas Fähigkeiten gerade recht, denn Owen kann auf Grund seines Vorstrafenregisters nicht in ein normales Krankenhaus eingeliefert werden und wird so ambulant im Haus seines Vaters Dean und dessen Sohn Randy behandelt. Doch bei der anfänglichen Hilfeleistung in der Not soll es nicht bleiben und Thomas wird immer mehr in die kriminellen Aktivitäten des Mecklin-Clans gezogen. Davon wollte er sich eigentlich fernhalten, aber das Unglück zieht ihn ähnlich stark an wie die bezaubernde Sunny...
Ich bin positiv überrascht! Thriller setzt man nun mal viel zu oft mit dem billigen 22:00 Uhr-TV-Schrott gleich, der den Äther als seelenlose Schnell-und-billig-Produktionen zumüllt. Man kennt das ja, diese halbgaren Pseudokrimis, die von der ersten bis zur letzten Minute durchschaubar sind und gern als abendliche Schlaftablette missbraucht werden. "Der 7. Kreis der Hölle" (so richtig bin ich nicht hinter den deutschen Titel gestiegen) versteht sich ganz bestimmt nicht als Genre revolutionierender Beitrag oder ausgefuchstes, großes Kino, sondern hat eineinhalb Stunden Zeit, den Zuschauer mit unverbrauchten Gesichtern aus TV und B-Movies in eine kleine Krimigeschichte zu entführen.
Den smarten Hauptcharakter hat es nach 5 Jahren Zwangsaufenthalt in staatlichen Gittergemächern ins Wüstennest Purgatory Flats verschlagen, obwohl er eigentlich schon beim Anblick des Ortsschildes hätte umkehren sollen. Schon kurze Zeit später steckt der mittlerweile als Barkeeper angestellte Ex-Arzt in Schwierigkeiten, denn auf dem Heimweg trifft er auf einen Angeschossenen, der dringend ärztlicher Hilfe bedarf. Was folgt, ist die typische Durchschlagementalität des Film-Noir-Helden, der in Drogenmissbrauch, Vergewaltigung und die seltsamen Liebschaften von Sunny verwickelt wird. Das ist seinen eigenen Resozialisierungsvorhaben natürlich nicht unbedingt zuträglich und schon bald stellt sich heraus, dass die heiße nicht unbedingt zufrieden mit dem Überleben ihres Mannes ist, der sie schlecht behandelt und erniedrigt, und am liebsten sofort auf eine Südseeinsel türmen möchte. Ein gefährliches Terrain, auf dass Thomas sich da begibt, zumal Randy, der Bruder des Angeschossenen, eine sehr kurze Zündschnur hat und Thomas bis zum Rand gefüllt mit Argwohn und Eifersucht (auch er hatte ein Techtelmechtel mit Sunny) gegenüber steht. So richtig heikel wird die Situation erst, als der Patient im falschen Moment seine Augen öffnet und neben sich Thomas und Sunny beim Sex erwischt.
Bis dahin eilt "Purgatory Flats", so der Originaltitel, mit Siebenmeilenstiefeln voran und lässt keine Langeweile aufkommen, obwohl die Action sich budgetbedingt etwas zurückhält. Stattdessen werden armselige Kleinstadtcharaktere vorgestellt, die es kaum zu kümmern scheint, ob morgen noch die Sonne aufgeht, ein wenig Erotik eingepasst und später auch ein interessanter Plottwist eingebracht, auf den man aber mit ein wenig Nachdenken schon hätte kommen können. Ein großes Lob an die Darsteller, die wie angegossen in ihre Rollen zu passen scheinen, was ich gerade beim "Beverly Hills, 90210"-TV-Star Brian Austin Green nicht für möglich gehalten hätte. Zumindest ist seine Rolle als verschlagener Familienrambo eine wirkliche Überraschung. Auch Hauptdarsteller Vincent Ventressa gibt eine gute Darstellung des bedrängten Aushilfsarztes, der sich am liebsten aus allem raushalten möchte. "Der 7. Kreis der Hölle" beweist, dass man einen Film mit wenigen Darstellern und einer Hand voll Sets interessant und vor allem spannend gestalten kann. Da ist es auch nicht schlimm, dass die abschließende Autoverfolgungsjagd mit nur einem Crash auskommt (der rummst aber gewaltig!) und man einen der Darsteller auf recht alberne Weise los bekommt.

Das anamorphe Breitbild ist wirklich toll geworden! Ein Hintergrundrauschen ist fast nicht existent und nur selten wird man auf hellen Flächen eine leichte Bewegung ausmachen können. Leichte Schwächen zeigt der Kontrast und auch die Helligkeit ist ein wenig zu niedrig, so dass die kräftigen Farben (auf den Gesichtern ein wenig rotstichig) einen Tick zu dunkel wirken. Die Vorlage ist zwar nicht gänzlich frei von Verunreinigungen, ein paar kleinere Kratzer hier und da werden aber nicht stören, dafür ist die Schärfe zwar ein wenig weich, aber durchweg gut und ein Nachziehen ist nicht zu erkennen. Die Kompression hat keine sichtlichen Probleme mit den Bildern, sie arbeitet auch fast ununterbrochen am maximalen Datendurchsatz mit durchschnittlich 9 MBit/s (abzgl. 2 MBit/s für die fünf Audiotracks).
Die Handlung orientiert sich vor allem an den häufigen Dialogen, welche stets sauber über den Center ertönen. Dafür gibt die Musik, die wesentlich mehr zu bieten hat als der TV-Thriller-Standard, den Rear Speakern ordentlich Klangfutter und erzeugt ein sehr klares, kraftvolles und mit einem guten Tiefenbass versehenes Klangbild. Trotzdem sind Surroundeffekte eher rar gesät und die Rear Speaker treten nur selten in Erscheinung. Besondere Unterschiede zwischen der Dolby Digital 5.1- und der DTS-Spur konnte ich nicht feststellen. Auch der Unterschied zwischen deutschen und englischen Tracks ist minimal, der deutsche ist nur etwas höher gestimmt und in den Umgebungsgeräuschen nicht ganz so detailliert. Mit der guten Synchronisation, die deutlicher als das Original klingt, kann man aber auch hier nichts falsch machen.
Das Bonusmaterial ist kläglich belegt mit dem Trailer zum Film und 3 weiteren Titeln des Sunfilm-Programms sowie 4 kurzer Bio- und Filmografien der Darsteller. Das Menu ist anamorph, mit Szenen aus dem Film unterlegt und entspricht dem wunderschönen Covermotiv.

"Der 7. Kreis der Hölle" ist in allen Belangen überdurchschnittlich gut. Wer auf Bonusmaterial verzichten kann, sollte diesem Thriller eine Chance geben, schon allein wegen der aufreizenden Sunny, die eine interessante Wandlung durchmacht, vom haltlosen Dorfblondchen zum ... das verrate ich besser nicht.


Film++++--
Bild++++--
Ton++++--
Bonus+-----


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