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USA 2002
Originaltitel:Halloween: Resurrection
Alternativtitel:Halloween 8
aka. H8
aka. Halloween H2K
aka. Halloween: Evil never dies
aka. Halloween: Homecoming
aka. Helloween: MichaelMyers.com
aka. Hall8ween
Länge:90 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Rick Rosenthal
Buch:Larry Brand, Sean Hood
Kamera:Daniel Geddes
Musik:Marco Beltrami
SFX:Roy Gabriel, Cara E. Anderson
Darsteller:Jamie Lee Curtis, Brad Loree, Busta Rhymes, Bianca Kajlich, Sean Patrick Thomas, Tyra Banks
Vertrieb:Highlight
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:2,35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, DTS 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:
DVD 1:
- Halloween-Special: Auf der Suche nach Michael Myers (Testen Sie Ihre Beobachtungsgabe)
- deutsche Untertitel

Bonus DVD:
- Making of (ca. 20 Minuten)
- Deleted Scenes (8 Minuten)
- Alternative Enden (ca.4 Minuten)
- Infos zu Darstellern und Crew
- Interviews mit Darstellern und Crew
- Blick hinter die Kulissen (ca. 5 Minuten an B-Roll Material)
- Der besondere Filmtipp: "Equlibrium"
- Trailer
- Trailershow
- Highlight im Internet
- Storyboard-Vergleiche
- Am Set mit Jamie Lee Curtis (ca. 4 Minuten)
- Headcam Featurette (ca. 4 Minuten)
- Webcam Special ca. (41 Minuten mit Audiokommentar )
- Am Set mit dem Production-Designer (ca. 8 Minuten)
- Hidden Feature
Laurie Strode ist nach den jüngsten Vorfällen in Heddonfield Patientin in der geschlossenen Psychiatrie. Wie sich herausstellt, ist Michael Myers nicht tot, sondern quicklebendig, und er sucht seine Schwester ein letztes mal auf um sie zu töten. Kurz darauf kommt der schmierige Fernsehproduzent Freddie Harris auf die Idee, eine Gruppe Studenten zu Halloween in Myer's Geburtshaus einzuquartieren, um eine "Big Brother-like" Show zu inizieren, in der alle Internet-User die Truppe via Kameras beobachten können. Zunächst läuft alles nach Plan, doch dann taucht Michael im Haus auf.
Michael geht in die 8. Runde und alles bleibt gleich. Während Steve Miner mit "Halloween - H20" aber einen für "Halloween"-Verhältnisse recht ordentlichen Slasher in Szene setzte, reiht sich "Resurrection" nahtlos an die unterirdischen Teile 5 und 6 an. Dabei darf man die ersten 15 Minuten noch hoffen, dass alles gut wird ...
Lässt man die blödsinnige Erklärung der myerschen Auferstehung außer Acht, bei der die gealterte Screamqueen dem Falschen die Last von den Schultern nahm, bietet der Film ein recht atmosphärische Einführung, in der aber unter anderem Szenen wie "Ich lass mich mit einer Hand von der Decke ab" aus Teil 7 recycelt werden. Laurie Strode sitzt nach dem letzten Bruderbesuch in der Anstalt und wartet darauf, dass dieser ihr endlich mal wieder einen Besuch abstattet, was natürlich auch prompt geschieht und ihr nun endlich (oder auch nicht?) die finale Auslösung aus der längst vermurksten Serie bringt. Leider hat dies aber gar nicht mit dem Rest des Films zu tun.
Im 8. Teil versucht man sich an neuen Ideen, scheitert aber an Klischees und extrem schlechten Schauspielern. Geschlagene 30 Minuten in denen nichts passiert, verbringt Rosenthal mit der Vorstellung seiner Figuren und dem Webcamkonzept übers Internet. Busta Rhymes (peinliche Leistung) spielt den sensationsgeilen Fernsehproduzenten, der eine Art Big Brother für Horrorfans kreiert. Tyra Banks sieht zwar scharf aus, führt in diesem Film aber nur die talentfreie Zone untalentierter oder völlig fehlbesetzter Teeniestars an, die maximal auf unterem GZSZ-Niveau agieren. Neben dem obligatorischen Großmaul gibt es das schüchterne Mädchen, die karrieregeile Blondine, den mutigen Schwarzen, den baggernden Beau und die kluge Studentin, die später ihre Titten zeigen darf. Als Ergänzung gibt es noch den pubertären Internetjunkie, der später dank seiner Fähigkeiten Retter spielen darf.
Befindet man sich endlich in Haddonfield (War in den ersten Teilen noch ein kleines verschlafenes Nest), dass inzwischen sogar eine Universität hat, schnallt man die Webcams an und marschiert ins Haus, in dem Michael vorweg schon mal kurzfristig Pionierarbeit geleistet hat. Busta erklärt die Regeln, macht den Jungs und Mädels klar, dass er Quote sehen will und lässt sie durchs inzwischen sehr dunkel gewordene Haus wandern. Der Rest läuft im bekannten "10 kleine Negerlein"-Prinzip ab. Michael ist @ home und vergnügt sich bei seiner Lieblingsbeschäftigung. Während die noch gemütlich eine Nummer schieben, sich gegenseitig Angst einjagen und über die Myerslegende philosophieren gibt es die ersten Toten, die aber niemandem so recht auffallen wollen.
Bei der Inszenierung der Morde wird viel Wert auf Brutalität und Blut (Kopf abhacken, Körper durchbohren etc), aber wenig auf Suspense und Spannung gelegt, so dass das Geschehen schon nach den ersten beiden Morden langweilig wird. Da hilft auch das Hinzuziehen von Chathilfe nichts mehr, die unfreiwillige Komik birgt ("Er ist im Haus" Ach neeeeee...). Schlussendlich darf Busta (nachdem alle überflüssigen Figuren tot sind) trotz mehrerer derber Messerstiche Michael zweimal derbst den Arsch versohlen, dass Dr. Loomis neidisch werden dürfte. Dass der finale Aufhänger, trotz abgebrandetem Hause, für weitere überflüssige Teile nicht fehlen darf, ist wohl selbstverständlich. Aber wer braucht die?

"Halloween: Resurrection" ist ein uninspirierter, nach Schema F verlaufender Myers-Slasher, der zwar Brutalität, aber wenig Atmosphäre zu bieten hat. Die Schauspieler sind unterirdisch und die verzerrten Webcamansichten nerven. Da kann auch die gelungene erste Viertelstunde nichts retten. So überflüssig wie das Rätseln in der Myersküche über die frischen Gewürze ...

Kommen wir nun zur DVD von Highlight Film, die nach der kein Bonusmaterial enthaltenden Verleih-DVD nun eine Doppel-DVD-Special Edition von "Halloween: Resurrection" auf den Markt bringt.
Wie auch bei der Highlight Film-DVD "Equilibrium" wurde bei "Halloween: Resurrection" zum ersten Mal das neue Encodingverfahren "HD2 - High Def Direct" angewendet, bei dem das HDTV-Signal mit 1080 Zeilen direkt zum Mastern der DVD genutzt wird, ohne es vorher in ein "nur" 576 Zeilen umfassendes Digital-Betacam-Material runterzurechnen. Dies hat bei "Equilibrium" perfekt geklappt, leider kann man das bei dieser Scheibe nicht behauptet, was jetzt nicht heißen soll, dass die Bildqualität der DVD schlecht ist, ganz im Gegenteil, aber man kommt einfach nicht an die Plastizität der "Equilibrium"-DVD heran.
Trotzdem besticht das Bild durch einen perfekten Kontrast und einer fast perfekten Detailschärfe. Die Farben wirken frisch und natürlich. Die Qualität fällt dann nur bei den Szenen etwas ab, die mit einer Digitalkamera gedreht worden sind und diese gehen nicht in die Bildbewertung ein, da sie ein Stilmittel des Filmes darstellen. Die Schärfe ist überwiegend gut bis sehr gut und nur selten kann man bei Bewegungen etwas Unschärfe erkennen. Als negativ ist hier aber auf alle Fälle das Blockrauschen anzumerken, was man im Hintergrund des öfteren mal erkennen kann, was bei einer so guten Komprimierung und bei einer hohen Datenrate, die fast immer zwischen 8 und 10 MBit/s liegt gar nicht verständlich ist. Was auch etwas ungewöhnlich für so einen neuen Film ist, sind die Bilddefekte, die ab und zu auftreten. Im Ganzen ist Highlight hier ein wirklich toller anamorpher Transfer gelungen, dem aber dank kleiner Schwächen die Höchstnote verwehrt bleibt.
Wo das Bild ganz knapp an der Höchstnote vorbei schlendert, kann der Ton vollauf überzeugen. Die Dolby Digital 5.1-Spur bietet neben der perfekten Dialogverständlichkeit einen wirklich hervorragenden Raumklang, in dem alle Kanäle voll und ganz genutzt werden. Die Rearspeaker sind ständig im Einsatz und bieten eine tolle Soundkulisse, was man z.B. sehr schön in den ersten 10 Minuten des Filmes merkt, wo auch der typische "Halloween"-Soundtrack mit einigen Umgebungsgeräuschen das Geschehen beherrscht. Der DTS-Ton klingt in allem etwas lauter und druckvoller. Beide Spuren bieten uns viel Dynamik und einen guten Tiefenbass, der sogar etwas druckvoller hätte sein können. Für die englische 5.1-Spur gelten dieselben Attribute wie bei dem deutschen Track, nur dass hier die Dialoge viel klarer und sauberer rüber kommen, ansonsten ebenfalls ein sehr kraftvoller und vor allem sauberer Dolby Digital Track. Deutsche Untertitel gibt es bei der englischen Tonspur leider nicht, aber dafür auch keine Zwangsuntertitlung. Das DVD-Menü ist sehr schön animiert, wenn auch der Aufbau des Hauptmenüs durch die vielen Animationen etwas zu lange dauert.

Das Bonusmaterial zu "Halloween: Resurrection" befindet sich aus Platzgründen komplett auf der zweiten DVD dieser Special Edition und wurde komischerweise in zwei Kategorien eingeteilt. Einmal der Menüpunkt "Extras" und einmal "Halloween-Special". Wieso dies so ist, wissen wir leider auch nicht. Der Menüpunkt "Extras" beginnt mit einem knapp 21minütigen komplett eingedeutschten Making Of, dessen Werbeeffekt man nicht leugnen darf, jedoch einige interessante Infos parat hält, in erste Linie aber nur für den Film mit einigen Ausschnitten und vielen Interviews werben will. Danach kann man 6 Deleted Scenes anschauen, die wenig interessant sind. Dafür um so interessanter sind die 3 alternativen Enden des Filmes. Hier sei vor allem das dritte Ende erwähnt, in dem man noch einmal einen Schockmoment geboten bekommt und Michael Meyers dann von Sara der Schädel mit einer Axt gespalten wird. Kein Wunder, dass diese Szene nicht im Film enthalten war, da man sich sonst wieder irgendso eine bekloppte Lösung für Meyers Auferstehung hätte einfallen lassen müssen.
Unter dem Menüpunkt "Cast and Crew" gibt es zu 8 Darstellern und dem Regisseur jeweils ein Interview, welche optional deutsch untertitelt wurden. Zu 6 der 9 Personen gibt es jeweils noch eine Bio- und Filmografie. Als nächstes können wir uns unter dem Punkt "Blick hinter den Kulissen" noch 5 Minuten an B-Rolls anschauen, bevor wir mit dem besonderen Filmtipp von "Highlight Film" überrannt werden, welcher diesmal "Equlibrium" ist. Dann gibt es noch den deutschen Trailer zu "Halloween: Resurrection", sowie ein Trailer zu "Blair Witch 2","The Hours", "Soul Survivors" und "Hellborn" und zum Schluss findet man noch einen kurzen Werbespot für die "Highlight Film"-Internetseite.

Bis jetzt ist das Bonusmaterial natürlich noch nicht so umfangreich, deshalb geht man auch wieder ins Hauptmenü und wechselt zu dem Punkt "Halloween-Special", wo uns ein schöner Storyboard-Vergleich mit Multi-Angle Funktion in 5 Szenen geboten wird. Einmal können wir uns die jeweilige Szene im Original angucken, einmal nur die Storyboardzeichnung und dann beides zusammen. Für Fans, die eventuell selbst mal einen Film machen wollen ist dies wie immer ein löbliches Feature.
Dann gibt es ein 4minütiges Featurette mit Jamie Lee Curtis am Set von "Halloween: Resurrection", sowie das "Headcam Featurette", wo man erfährt, wieso man sich für die Headcam-Variante entschieden hat und was für ein Aufwand hinter der ganzen Aktion steckte. Das Ganze geht knapp 4 Minuten, wurde optional deutsch untertitelt und ist wirklich sehr interessant geworden. Als nächstes kann man das "Webcam-Special" anwählen, was ganze 41 Minuten geht und den halben Film im Handycam-Format zeigt, da die Darsteller während des Drehs immer die Webcams am Kopf hatten und alles mitfilmten. Das Ganze kann man sich dann noch mit einem Audiokommentar von Rick Rosenthal anschauen, dann wird es noch interessanter. Leider wurde der Audiokommentar nicht deutsch untertitelt.
Zum Schluss gibt es noch einen Blick hinter die Kulissen von "Halloween: Resurrection" mit dem Set Designer Troy Hansen, der in knapp 8 Minuten einen tollen Einblick hinter die Kulissen zum 8. Halloween-Film gibt.
Da auf der Hauptfilm-DVD kein Bonusmaterial ist, sondern nur der Menüpunkt "Auf der Suche nach Michael Meyers", wo jeder testen kann, wie oft er Michel im Film findet, ist die Lösung auch auf dieser Bonus-DVD versteckt, aber wo, müsst ihr schon selbst heraus finden. Abgerundet wird das gute Bonusmaterial mit einem beiliegenden 8seitigen Booklet.


Film++----
Bild+++++-
Ton++++++
Bonus+++++-


Druckbare Version
Halloween: Resurrection (Verleih-Fassung)
Halloween (Steelbook Edition)
Halloween III - Season Of The Witch
Halloween 4 - The Return of Michael Myers
Halloween 5 - Die Rache des Michael Myers (Doppel-DVD)
Halloween 6 - Der Fluch des Michael Myers
Halloween H20 - 20 Jahre später
Halloween - Die Nacht des Grauens (TV-Extended Version)
Halloween - Die Nacht des Grauens
NewsHelloween Resurrection 2DVD von Highlight Video
Halloween Resurrection (2DVD)
IMDb.com OFDb.de







 
 
Matthias Paul am 10.11.2003
Bewertung:

Stirb, Michael Myers! Jetzt aber wirklich!
Oh oh, was habe ich mich geärgert, als ich mir den Film ansah, denn eigentlich kann ich für mich auch aus schlechten Filmen etwas herausziehen und böse Vorwarnungen in Form negativer Meinungen Anderer ignorieren. Aber hier schließe ich mich meinem Vorredner an: Man könnte meinen, Halloween hat viele Horrorfilme inspiriert, "H8" schafft aber den Abstieg zur Teenie-Klatsche und wird von den eigenen Sprößlingen überrundet. Der Cast ist hip und zum Meucheln geeignet, leider aber agiert Myers dermaßen träge, dass seine finsteren Mächte nicht so recht zu einer beängstigenden Stimmung beitragen wollen. Die Handlungsebene eignet sich mehr für eine TV-Serie und die blasphemische Behandlung einer Kultfigur als Objekt einer computerisierten Welt passt so gut wie der Kühlschrank in den heimischen PC. Schade, Teil 7 zeichnete die Entwicklung schon ab, lief trotzdem noch passabel durch, aber hier muss ich wirklich passen. Die Zielgruppe ab 18 dürfte wohl auch verfehlt sein, Normalogucker interessiert "H8" weniger und die wirklichen Horrorfans wird er nur abschrecken.



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