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USA 2002
Originaltitel:Untold, The
Alternativtitel:Sasquatch
Länge:83 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Jonas Quastel
Buch:Jonas Quastel, Chris Lanning
Kamera:Shaun Lawless
Musik:Larry Seymour, Tal Bergman
Darsteller:Lance Henriksen, Andrea Roth, Russell Ferrier, Philip Granger, Jeremy Radick, Mary Mancini, Taras Kostyuk, Erica Parker, Rob Clark, Scantone Jones
Vertrieb:MC One
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:
- Untertitel
- Biografien
- Trailer
- Trailershow
- Bildergalerie
Harland Knowles (Lance Henriksen, bekannt aus ALIENS und SCREAM 3), der milliardenschwere Präsident von Bio-Comp Industries, stellt ein Suchteam zusammen, um das mysteriöse Verschwinden eines Flugzeugs der Gesellschaft über der abgeschiedenen Wildnis des nordwestlichen Pazifiks aufzuklären. Knowles ist besessen von dem Gedanken, das Flugzeug zu finden und seine Tochter (Erica Parker), die sich unter den Passagieren befindet, zu retten. Schon bald bemerkt die Truppe, dass sie verfolgt wird. Irgendetwas ist da draußen und will nicht, dass sie die Maschine entdecken. Denn das, was sie tatsächlich finden, ist weitaus erschreckender als irgendeiner sich vorzustellen vermag. Ihr Rettungsversuch wird zu einem Wettlauf ums Überleben.
"Nichts ist so spannend wie die Wahrheit", erzählte mir damals meine Geschichtslehrerin, wenn sie mich mal wieder beim Comic-Lesen im Unterricht ertappte. Mir war aber schon damals klar, dass meine "Spiderman"-Comics durchaus interessanter und spannender waren, als es ein Geschichtsbuch jemals sein könnte. "The Untold" soll laut Angaben auf einer wahre Begebenheitbasieren und in der Tat, denn nichts könnte so langweiliger und unspektakulärer sein, als eine wahre Geschichte. Hier gibt es keine Helden mit besonderen Kräften und auch niemanden, der den Abenteurer immer aus der Patsche hilft wenn es brenzlig wird. Hier gibt es "nur" ganz normale Menschen, mit ganz normalen Sorgen, die durch einen fast ganz normalen Wald herumirren.
Bei knapp 83 Minuten Spielzeit plätschert der Film nur so vor sich hin und bietet bis 10 Minuten vor Ende nicht besonders viel. Der im Film mehr als eine Art Beobachter fungierende Sasquatch kommt erst in den letzten Filmminuten zum Vorschein und wirkt dann auch nicht gerade sehr Furcht erregend. Der ganze Film ist sehr ruhig inszeniert und es passiert kaum etwas wirklich Aufregendes, trotzdem bekommt man nie das Gefühl zwanghaft die Forward-Taste drücken zu müssen, dafür sind die Gespräche nicht dümmlich genug und die darstellerische Leistung nicht so schlecht wie erwartet. Alle spielen ihre Charaktere recht überzeugend und routiniert. Hauptdarsteller Lance Henrisken ("Aliens", "Mens best friend") hat jedoch schonmal bessere Tage gesehen. Gänzlich müde und ausgepowert mimt er hier einen milliardenschweren Präsidenten einer Biofirma und das ohne jegliche Motivation. Man wird bei ihm das Gefühl nicht los, dass er den Filmnicht unbedingt drehen wollte, was bei dem Gebotenen aber auch kein Wunder wäre. Regissuer Jonas Quastel ("Ripper 2") versucht die angeblich authentische und lahme Geschichte mit einer etwas gewöhnungsbedürftigen Schnitt- und Kameratechnik zu retten und ihm so etwas mehr Pepp zu verleihen. Das Ganze wirkt aber durch die vielen Verfälschungen und unüberlegten Schnitte total überladen und unausgewogen. Er versucht in seinem Debüt mit den Regeln der Regie zu spielen, versagt hier aber auf ganzer Linie. Auch den Sasquatch als reinen Beobachter im Stil des Predators fungieren zu lassen und ihn sogar noch fast die selbe Sichtweise zu geben, wird dem Zuschauer kaum gefallen, ja sogar abschrecken.
Wer mich kennt weiß, dass man die ersten Sätze nicht allzu ernst nehmen sollte, aber trotzdem lese ich mir lieber zum x-ten Mal ein und den selben Comic durch, als "The Untold" noch einmal zu gucken. Auch wenn der Film nicht das totale Fiasko ist und bestimmt seine Anhänger finden wird, ist dieses seichte Filmchen mehr was für Samstag nachmittag auf RTL. Ich bin mir noch nichtmal sicher, ob ein anderer Regisseur hier einen besseren Film aus der Story gemacht hätte, schwer wäre es nicht gewesen...

Die Bildqualität schwankt hier deutlich zwischen "geht so" und gehobenen Durchschnitt. Neben den vielen Verfremdungen als Stilmittel, die das Bild an sich schon schlechter machen, fällt noch ein deutliches Bildrauschen auf, welches man in abwechselnden Stärken zu sehen bekommt und meist in dunklen Szenen seinen Höhepunkt erreicht. Die Schärfe ist nie optimal und neigt zum leichten Nachziehen. Der Kontrast ist ok und auch die Farben sind durchweg gut gelungen. Im Ganzen ein nettes Bild, welches sogar anamorph kodiert wurde. Die Kompressionen sind recht unauffällig und Verschmutzungen und Defekte treten nur selten auf.
Der Ton kann durchweg überzeugen. Die Rearspeaker kommen gut zum Einsatz und auch der Subwoofer wird in einigen Szene ordentlich beansprucht. DieDialogverständlichkeit ist meist sehr gut und teilweise kommt hier wirklich eine gute Räumlichkeit zu Stande. Trotzdem fehlt hier das gewisse Etwas für eine sehr gute Abmischung. Die englische Tonspur liegt uns nur in Dolby Surround vor, weist eine saubere Dialogverständlichkeit auf und klingt deutlich frontlastiger. Für eine Surroundspur recht kraftvoll und teilweise lauter als der Digital Track. Als Bonus gibt es lediglich deutsche Untertitel, den Originaltrailer, eine Bildergalerie und 3 Biografien.

Wer bei "The Untold" einen richtig harten oder gar gruseligen Film erwartet, sollte den Film ebenso meiden wie diejenigen, die hier Trash vermuten. Beide Parteien werde hier nicht sonderlich angesprochen. Die DVD-Umsetzung ist in weiten Strecken ok und wer trotzdem einen Blick riskieren will, darf getrost zugreifen.


Film++----
Bild+++---
Ton++++--
Bonus++----


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