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JP 2001
Originaltitel:Shurayuki Hime
Alternativtitel:Princess Blade
Länge:92 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Shinsuke Sato, Donnie Yen
Buch:Kazuo Kamimura, Kazuo Koike, Kei Kunii, Shinsuke Sato
Kamera:Taro Kawazu
Musik:Kenji Kawai
SFX:Shinji Higuchi
Darsteller:Hideaki Ito, Yumiko Shaku, Shirô Sano, Yoichi Numata, Kyusaku Shimada, Yoko Maki
Vertrieb:Highlight
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch
Specials:
- Trailershow
- Der besondere Filmtipp "Equilibrium"
- Highlight im Internet
Nach Abschaffung der großen Monarchie zieht die ehemalige Leibgarde als eiskalte Auftragskiller durch die Lande. Yuki gehört zu dieser Truppe. Am Tag ihres zwanzigsten Geburtstages erfährt das junge Mädchen, dass ihre Mutter vom eigenen Anführer ermordet wurde. Mit ihrem Wunsch nach Vergeltung flieht Yuki aus der Söldnergruppe und damit als Verräterrin vor ihren eigenen Kameraden. Als sie Takashi begegnet, der für eine Terroristenvereinigung arbeitet, jedoch ebenfalls aus Gewissensgründen aussteigen will, scheint sie einen treuen Verbündeten gefunden zu haben. Aber wird das reichen, um sich gegen die unbesiegbare Übermacht an Gegnern behaupten zu können?
Zwar begibt sich die Story von "The Princess Blade" auf minimalistisches Terrain, dennoch reicht sie für dieses kurzweiliges Actiondrama, welches krampfhaft versucht seinen Charakteren Leben einzuhauchen und sie eine Entwicklung durchleben zu lassen. Dabei merkt man schnell, dass die Handlung nur die rasanten Schwertkämpfe und den tollen Martial Arts Fights rechtfertigen soll.
Kampfchoreograph und Regisseur der Second Unit Donnie Yen ("Blade 2", "Hero", "Legend of the Wolf") zeigt sich hierwie gehabt für die wirklich erstaunlichen Actionszene verantwortlich, die teilweise recht hart umgesetzt wurden. Hier muss die Hauptdarstellerin Yuki, gespielt von Yumiko Shaku ("Godzilla X Mechagodzilla"), eine Menge einstecken, darf aber auch viel austeilen und spielt ihre Rolle bis auf wenige Szenen sehr gut und überzeugend. Bei den Szenen, wo der Film versucht eine richtige Handlung aufzubauen, schaffen es die Darsteller nicht über eine soliden Darstellung hinweg zu kommen. Der Film verliert sowieso in der Mitte stark an Tempo als Yuki den jungen Deserteur Takeshi, gespielt von Hideaki Ito ("Crossfire", "Onmyoji: The Yin Yang Master "), kennelernt. Hierversucht man die beiden näher zu bringen und der Zuschauer erwartet eine Liebesgeschichte der beiden. Leider lassen die 90 Filmminuten dafür kaum Zeit und so hetzt der Film auch bald dem Finale entgegen, das allen Erwartungen strotzend mehr als nur negativ ausfällt und den Zuschauer schon recht verstört im Raum stehen lässt. Man stellt sich einfach die Frage, wieso für das Kennenlernen der beiden Personen soviel Zeit in Anspruch genommen wird, wenn Takashis Leben und das seiner kranken Schwester vom Chef des Terrorsyndikates genommen wird. Der Film bietet ständig eine sehr kalte und düstere Atmosphäre. Regisseur Shinsuke Sato spielt hier mit kalten Farben (meist blau) und kann in diesen Punkt wirklich überzeugen. Er gab aber zu, dass er gerade mit den Martial Arts-Kämpfen nichts zu tun hatte, dies übernahm alles die zweite Crew. Überhaupt merkt man, dass sein filmisches Zuhause mehr beim Drama liegt und man darf einfach mal sagen, dass hier für den falschen Mann der Regiestuhl freigemacht wurde. Denn man merkt deutlich, dass "The Princess Blade" immer zwischen Action und Drama hin- und herschwankt, aber nie eine wirklich berfiedigende Linie findet und ihn daher nur die harten Kämpfe und die tolle Atmosphäre vor dem absoluten Aus retten. Auch der gewaltige Score von Kenji Kawai "Ghost in the Shell", "Avalon") weiß zu überzeugen und untermalen alle positiven Elemente in dieser Manga-Verfilmung aus der Feder von Kazuo Kamimura und "Lone Wolf And Cub"-Schreiber Kazuo Koike. Leider hat man sich hier zu wenig an die Vorlage gehalten, weshalb Kenner mit Sicherheit einige Probleme mit der Verfilmung haben werden.

Die diesem Test vorliegende Verleih-DVD von Highlight ist trotz seiner Freigabe ab 16 und seinen schon recht harten Actionszenen völlig ungeschnitten und kann bis auf das fehlende Bonusmaterial in allen Belangenmehr als nur überzeugen. Das Bild ist recht scharf und bietet einen guten Kontrast. Durch den Einsatz von Farbfiltern ist die Detailschärfe nicht immer perfekt und ein leichtes Rauschen im Hintergrund macht sich ebenfalls bemerkbar, stört aber nicht wirklich, auch wenn es an einigen Stellen etwas zunimmt. Die Farben wirken natürlich, trotz der Tendenz ins Bläuliche als Stilmittel. Die Kompressionen machen einen guten Dienst. Hier wurde mit einer hohen Bitrate gearbeitet und nur selten macht sich Blockrauschen bemerkbar. Allerdings gibt es an einigen Stellen leichte Bildfehler, was durchaus an der Vorlage liegen kann. Defekte und Verschmutzungen treten nur äußerst selten auf, was schon beachtlich ist bei Filmen aus Japan, die sonst nicht sonderlich gut behandelt werden. Gute 4 Punkte mit steigender Tendenz.
Das recht gute Bild wird nur noch durch den wuchtigen Dolby Digital-Ton getoppt. Zwar gibt es keinen Originalton, jedoch ist die Synchronisation wirklich sehr gut geworden. Hier wird uns ein kräftiger Digital Track mit einer tollen Soundkulisse geboten. Die Dialoge sind gut zu verstehen, neigen jedoch zu leichten Verzerrungen. Die Musik und Umgebungsgeräusche werden sauber wiedergegeben und vor allem bei den Actionszene wird ein Klasse Raumklang geboten, der mit einem kräftigen Bass und einer Menge Effekten daher kommt. Die Rearspeaker sind ständig im Einsatz und leisten gute Arbeit und wären die Stimmen nicht etwas verzerrt, könnte man hier ohne zu zögern volle 6 Punkte geben.
Die Verleih-DVD bietet leider keinerlei Bonusmaterial, nichtmal den Originaltrailer oder den Originalton. Wie es mit der Kauf-DVD aussieht, können wir noch nicht sagen, angeblich soll diese eine englische Synchronisation enthalten, die aber niemand braucht, sowie eine deutschen DTS-Ton. Egal was kommt, "The Princess Blade" sorgt dank seiner wirklich düsteren Atmosphäre und seinen rasanten Schwertkämpfen, sowie wuchtigen Martial Arts Fights für 90 Minuten gute Unterhaltung und die DVD ist rein technisch wirklich auf einem hohen Niveau.


Film++++--
Bild++++--
Ton+++++-
Bonus------


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