Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 2001
Originaltitel:Xena: Warrior-Princess
Alternativtitel:Episode 133 + 134: Friend In Need
aka. Episode 133 + 134: Am Ende der Reise
Länge:100 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Robert Tapert
Buch:Robert Tapert, R.J. Stewart
Darsteller:Michelle Ang, Marton Csokas, Mac Jeffery Ong, Adrian Brown, Yvonne Tan, Kazuhiro Muroyama
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,33:1 (Vollbild)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:
- Behind the Scenes (ca. 30 Minuten)
- Originaltrailer
- Serien Guide
- Bildergalerie
- Biografie
- Filmografien
Als Xena über ihr Leben nachdenkt und mit Gabrielle beschließt das beide ein etwas ruhigeren Weg einschlagen sollten, entdeckt sie einen jungen Mönch der von Akemi Chan einen gesandt wurde um Xena um Hilfe zu bitten. Yodoshi, "Lord of the Darklands", lockt mit Hilfe junger Frauen - Akemi ist eine von ihnen - Menschen in eine Falle, tötet sie und verleibt sich ihre Seelen ein.
Auf dem Weg nach Japan enthüllt Xena Gabrielle ein bisher verschwiegenes Kapitel ihrer Vergangenheit. Getrieben von der Gier nach Macht und Reichtum verschlug es Xena und Borias damals nach Japan, wo sie die junge Akemi aus den Händen von Entführern befreitet, aber nur um das Lösegeld ihres Vaters zu kassieren. Doch auf den Weg dorthin bezauberte Akemi Xena mit einer Fülle von Gedichten und Bewunderungen der Kriegerin gegenüber. Xena erführ das was sie vorher noch nie kannte: Liebe. Als Akemi ihr das mythische Schwert der "Katana" verschaffte, brachte Xena ihr den "Pinch" bei. Zuhause angekommen tötete Akemi ihren verhassten Vater mit diesen Todesgriff und bat Xena danach sie zu enthaupten um ihr Ehre wieder herzustellen und danach ihre Asche in die heiligen Hallen zu bringen.
Betrunken und voller Trauer, macht sich Xena auf den Weg und wird von den Dorfbewohner aufgehalten, die verhindern wollen, dass eine Mörderin geehrt wird. Als Xena die Asche verschüttet, entfacht ein Feuer, das sich im Wind ausbreitete und 40.000 Menschen das Leben kostete, Seelen, die Yodoshi - Akemis Vater - sich einverleibte und seitdem gefangen hält. In der Stadt Higuchi angekommen wird Xena mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und will das Unrecht gutmachen. Vom Geisterjäger erfährt sie jedoch, dass nur ein Geist Yodoshi töten kann ...

Vor der großen Schlacht gegen Yodoshis Armee findet Gabrielle ihre Freundin in bedrückter Stimmung. Xena weiß, dass dies ihr letztes Abenteuer wird und lehrt Gabrielle den "Pinch", die darüber sichtlich beunruhigt ist. Xena schickt Gabrielle mit einem Teil der Armee fort, um ein Ablenkungsmanöver zu inszenieren.
Die Zeit ist gekommen und Xena stellt sich Yodoshis Armee. Doch lange hält sie den Ansturm der Soldaten nicht stand und unterliegt schwer verletzt den Soldaten Yodoshis. Nun hat der General leichtes Spiel und enthauptet die Kriegerin kurzer Hand. Nun ist Xena selbst ein Geist und sieht nun die Möglichkeit den grausamen Yodoshi endgültig zu vernichten. Gabrielle macht sich mit Xenas Asche auf den Weg zum Fuji Berg, um sie mit Hilfe der heiligen Quelle wieder zu beleben. Sie hat nur wenig Zeit und da wäre dann noch ein Haken, den man Gabrielle und Xena nicht mitteilte: Sollte Xena Yodoshi vernichten und somit die 40,0000 Seelen bereifen, muss Xena tot bleiben um ihnen den ewigen Frieden zu gewähren. In einem fantastischen Endkampf stehen sich Yodoshi, Xena, der General und Gabrielle gegenüber. Wofür werden sich die beiden Kriegerinnen entscheiden ...?
Wahrlich ein würdiger Abschluss dieser Serie und einer der besten Folgen überhaupt. Hier wurden die letzten beiden Folgen "Friend in need" als "Director's Cut" mit bisher unveröffentlichten Szenen zu einem Film zusammengeschnitten und markieren das Ende einer der wohl besten Fantasy-Serien der letzten Jahre.
Xena wird abermals mit ihrer grausamen Vergangenheit konfrontiert, nur diesmal scheint die Buße höher als jemals zuvor. Ihr Widersacher Yodoshi, ein Dämon mit der Macht von über 40,000 Seelen scheint unbesiegbar für einen Menschen zu sein und laut dem Seelenfänger kann nur der Geist eines ebenbürtigen Gegners seine Schreckensherrschaft beenden. Der Auftritt von Yodoshi wird hier sehr imposant dargestellt, und variiert von Szene zu Szene. Hier kann man als Genrekenner sogar eine Hommage an den ausführenden Produzenten Sam Raimi finden. Ganz wie in seinem Kultfilm "Tanz der Teufel" sieht man eine Kamerafahrt durch den Wald in das Teehaus hinein, bevor der Dämon sich zu erkennen gibt. Die Effekte sind dabei zwar nicht gut, jedoch angemessen für eine TV-Serie und bieten neben Feuerpeitschen, fliegenden Kämpfer noch einen Computer animierten Riesenkopf von Yodoshi.
Es war mehr als nur eine gute Idee, das Finale in Japan anzusiedeln, so bekommen wir atmosphärische und unheimlich schöne Kulissen zu sehen. Vor allem die Teehaus-Aufnahmen erinnerten mich sehr stark an alte Eastern-Filme oder an "The Chinese Ghost Story". Neben der bezaubernden Akemi, kommen wir jetzt auch in den Genuss einer nackten Xena und auch Gabrielle gibt sich freizügiger als sonst und hat nicht nur die Herzen der männlichen Fans erobert. Die weiblichen Fans, vorzüglich gelichgeschlechtlich Orientierte, interpretieren ja schon seit Anbeginn eine Menge Anspielung auf Xenas uns Gabrielles Sexualität in die einzelnen Folgen hinein und mittlerweile gibt es ganze Internetseiten, die sich mit der kompletten Analyse betreffende Episoden befassen.
Auch hier wird man fündig und es scheint als würde man mit der Thematik zum Ende hin noch mal richtig spielen. So wird hier die ganze Zeit von Liebe gesprochen und das Akemi Xena das Herz gebrochen hat, aber auch Gabrielle zeigt ihre Gefühle viel intensiver als sonst und wenn eine prägnanten Szene am Ende kein eindeutiger Beweis ist, dann bin ich ratlos. Aber neben den wirklich schönen Aufnahmen und ruhigen und sogar besinnlichen Momenten kommt die Action nicht zu kurz und erfährt hier vielleicht sogar den Höhepunkt der Serie. Beim Kampf zwischen Xena und der Armee Yodoshis artet das Gezeigte in ein Gemetzel aus und es fließt Blut, sogar sehr viel Blut. Aber auch wenn Xena im Alleingang sich tapfer durch die Horde von Soldaten kämpft, ist es am Ende immer ihr Blut, das vergossen wird. Wirklich sehr hart und dramatisch inszeniert, hofft man ständig, dass Gabrielle ihrer Freundin zu Hilfe eilt, jedoch kommt sie zu spät und der General hat sich bereits eine Trophäe aus Xenas Kopf gemacht.
Wer Xena hier das erste Mal anschaut, wird von dieser Wendung geschockt sein, aber Fans wissen, dass sie hier nicht das erste Mal gestorben ist und es am Ende immer wieder gut für sie endete. Die Frage ist jetzt natürlich, was man als Happy Ende bezeichnet und für wen es ein Happy End werden wird.
Da ich jetzt leider keinen direkten Fassungsvergleich machen konnte, fällt es mir schwer zu sagen, welche Szenen in diesem Director's Cut definitiv länger sind. Hier scheinen mir sämtliche Actionszenen erweitert worden zu sein, denn ich habe diese Folgen bei weitem nicht so intensiv in ihrer Härte in Erinnerung und auch die äußerst brutale Enthauptung eines Mönches kannte ich so nicht.
"Xena - Das Finale" ist somit nicht nur die wohl beste Folge, sondern obendrauf noch die härteste und dramatischste aller Folgen. Schade, dass die Serie nach über 130 Folgen eingestellt wurde und man den Wunsch eines Spin Offs mit Gabrielle bis heute nicht nachgekommen ist. Jedoch darf man im Falle "Xena" durchaus glücklich über diese Entwicklung sein, denn dass eine Serie so rühmlich, wenn auch tragisch zu Ende geht, ist eine Seltenheit. Wenn man sich da z.B. "Sliders", anschaut, wo man erst tausende von Darstellerwechseln und langweiligen Episoden über sich ergehen lassen muss, bevor die Sendung einstellt wird, darf man sich über dieses Ende mehr als nur freuen, behält man die Serie so doch immer positiv in Erinnerung ...

Nachdem uns Universal in Deutschland ja schon einige "Xena"-Folgen auf DVD gebannt haben, darf jetzt die e-m-s die letzten beiden Folgen der Serie im Director's Cut bringen. Etwas verwunderlich und lässt darauf schließen, dass diese Version gar nicht für Universal gedacht war, da diese nur die Rechte an den normalen TV-Folgen hat. In Amerika kam unlängst auch der Director's Cut von einem anderen Label und in den Boxen wird man dann nur die beiden Episoden in ihrer bekannten Version vorfinden. Abgesehen davon, dass diese DVD durch eine längere und härtere Version für Fans eine Berechtigung hat, ist es immer wieder fraglich, wieso man in Deutschland nicht direkt komplette Seasons herausbringt. Die Leute, die sich für "Xena" interessieren, kaufen sich eh eine ganze Box und möchten nicht mit Best of-Scheiben abgespeist werden. Dies sieht man deutlich an den Verkaufszahlen der ersten "Xena"-DVDs von Universal. Schlimm genug dass man einen vorprogrammierten Flop als ausreden für eine verworfene Veröffentlichung einer Season Boxen nimmt. Zuschauer, denen das "Xena"-Universum fremd ist, können diesen Film zwar anschauen, werden diese Folge aber bei weitem nicht so zu schätzen wissen wie der Fan, der ihre Abenteuer seit Jahren mitverfolgt.

Serienbedingt fällt bei der e-m-s-DVD sofort das starke Rauschen negativ auf, jedoch ist die Schärfe vor allem in den Details meist recht gut und nur selten fallen störende Bewegungsunschärfen auf. Der Kontrast kann durchweg überzeugen und die Farben wirken frisch und kraftvoll. An einigen Stellen wirkt das Bild insgesamt etwas zu weich. Die Kompressionen sind meist gut geworden und störendes Blockrauschen fällt kaum auf. Im Ganzen kann man also mit dem Bild zufrieden sein. Bei einem entsprechende Sitzabstand zum Fernseher stört das Bildrauschen dann auch kaum noch. Daher gute 3 Punkte.
Die Dolby Digital- und die Surround-Spur unterscheiden sich kaum voneinander. Beide recht frontlastig, wenig kraftvoll, klingt die Digitalspur nur etwas lauter und nicht mehr so dumpf wie die Surround-Spur, allerdings hätte man sich hier ein wenig mehr Bass gewünscht, der hier zunehmst vernachlässigt wird. Die englische Track enthält keine optionalen Untertitel und ist bis auf die etwas zurückhaltenderen Dialoge und Musik identisch mit dem deutschen Track. Wie so oft fällt hier deutlich auf, dass bei der Deutschen der gesamte Sound wesentlich lauter aufgespielt wird als bei der Originalspur.
Als Bonus gibt es eine Bildergalerie mit 28 Bildern, einen "Xena Serienguide" mit der Übersicht über alle Folgen, den Originaltrailer und ein knapp 30 Minuten langes "Behind the Scenes" Special in deutscher Sprache. Wirklich informativ und nicht werbelastig, dürfen wir hier einer Menge interessanter Momente der Dreharbeiten beiwohnen. Ein wirklich vorbildliches Making of. Zum Schluss gibt es noch eine e-m-s-Trailershow und 3 Bio- und Filmografien von Xena-DarstellerinLucy Lawless, Renee O'Connor und Regisseur Rob Tapert.

Für Fans eine wirklich gelungene DVD-Umsetzung und dank des Spezial-Cuts eine wunderbare Vervollständigung seiner "Xena"-Sammlung, wenn den mal endlich die anderen 131 Folgen in Deutschland erscheinen würden.
(weitere Quelle: diverse Xena-Seiten)


Film+++++-
Bild+++---
Ton+++---
Bonus+++---


Druckbare Version
Xena - Warrior Princess (Staffel 1)
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.