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USA 2000
Originaltitel:Hellraiser: Inferno
Alternativtitel:Hellraiser - Das Inferno
aka. Hellraiser 5
aka. Inferno
aka. Hellraiser 5: Inferno
aka. Hellraiser V
Länge:95:22 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Scott Derrickson
Buch:Paul Harris Boardman, Scott Derrickson
Kamera:Nathan Hope
Musik:Walter Werzowa
SFX:Gary J. Tunnicliffe,
Darsteller:Craig Sheffer, Doug Bradley, Nicholas Turturro, James Remar, Carmen Argenziano, Ian Barford, Sasha Barrese, Cliff Cadaver, Rachel Currence
Vertrieb:Kinowelt
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:
- Interview mit Doug Bradly
- Original Trailer
- Kinowelt-Trailershow
Nackte Realität oder perverser Alptraum?
Joseph kann es nicht mehr auseinanderhalten. Während der Ermittlungen in einem Mordfall wird der Cop plötzlich von schrecklichen Visionen gequält...
...Es ist, als ob sich in naher Zukunft weitere bestialische Morde ereignen würden und er selbst irgendwie darin verwickelt sei. So setzt Joseph alles daran, dem Mörder schnellstens auf die Spur zu kommen. Ein erster Fingerzeig scheint dieser eigenartige, metallische Würfel zu sein, den er am Tatort findet. Doch die Visionen lassen ihn jetzt nicht mehr los. Sie verzerren seinen klaren Blick. Joseph erlebt, wie ein anderes "Ich" offenbar mehr und mehr die Oberhand gewinnt und ihn zu sadistischen Handlungen treibt. Auf der verzweifelten Suche nach einem Ausweg durchlebt Joseph die Hölle...
Auch wenn ich bis jetzt noch nicht weiß, wo in diesem Film ein "Inferno" sein soll, entpuppt sich der fünfte Beitrag zur Hellraiser-Saga als erfreuliche Überraschung nach dem erzählerisch auf der Stelle tretenden und unkoordiniert konzipierten vierten Teil.
Besonders hilfreich erweist sich die Abkehr von einer ausufernden Cenobitensaga, zurück zu einem atmosphärisch-bizarren Kammerspiel, das schon das Original zu einer finsteren Hölle machte. Erzählerisch stellt sich das mehr als Mystery-Kriminal-Schocker dar, in dem ein Polizist auf der Jagd nach einem Serienkiller ist, geplagt von mysteriösen Cenobiten-Visionen, die seltsamerweise verstärkt um seine Person kreisen. Die Story an sich ist dabei kaum erwähnenswert, wer ein wenig aufmerksam mitdenkt, wird bald merken, in welche Richtung das Schiff steuert. Auf die Schlusspointe kann in einem "Usual Suspects"- und "Seven"-Universum nicht mehr wirklich überraschen.
Was aber der Plot nicht aufbringen kann, ergänzt eine einfallsreiche Produktion durch reichlich beunruhigende Bilder, sich verschiebende Realitäts- und Traumebenen und diverse visuelle Einfälle, die beizeiten sogar an David Lynchs (man denke nur mal an die bizarre Kneipe mit den Spielern mit Hut) und David Fincher (der von Kerzen erhellte Beginn und der gewisse ausgebleichte Dreck) dunkelste Stunden erinnern.
Scott Derrickson hat seine Vorbilder in punkto Verwirrung gut studiert und führt den Zuschauer permanent in die Irre, wobei er nicht vergisst, in regelmäßigen Abständen immmer wieder Cenobiten zu präsentieren, um bei der Saga zu bleiben. Pinhead selbst gibt dabei nur zwei kurze Gastauftritte, ehe er in der Schlusssequenz den entsprechenden Clou präsentiert. Mit gorigen Effekten wird zwar eher gespart, doch Blut fließt trotzdem ordentlich und diverse eklige Leichen liegen auch herum. Der Hauptschwerpunkt liegt jedoch auf der traditionellen Bizarrheit.
Falls man also nicht ständig Pinhead und seiner Höllendimension hinterherjault, kann einem dieser Film 90 Minuten brauchbare, wenn auch nicht unbedingt brandneue, aber dennoch spannende Unterhaltung bieten. Was man doch mit begrenzten Mitteln so alles schaffen kann...

Mit gut 2 Jahre Verspätung kommt der 5. Teil der nie endenden wollenen "Hellraiser"-Saga nach Deutschland und das sogar ungeschnitten. Die mehr als nur angekratzte Kinowelt AG bietet uns hier eine anamorph abgetastetes Widescreen-Bild, was im Ganzen als gut bezeichnet werden kann. Der Regisseur spielt hier mit verschiedenen Stilmitteln, was die Bildbewertung erschwert. Der Kontrast ist durchweg sehr gut und auch die Farben wirken sehr natürlich. An einigen Stellen wird aber mit Farbfiltern gearbeitet und auch der Kontrast und die Schärfe wechselt bei der zunehmenden Experimentierfreudigkeit des Regisseurs. Im Ganzen aber wirklich ein gutes Bild, nur das hier der Rauschfaktor viel zu hoch ausgefallen ist und uns ein ständiges Rauschen im Hintergrund begleitet, was bei einem so neuen Film einfach nicht hätte sein dürfen. Die Kompressionen sind gut gelungen und Artefaktebildung ist nicht auszumachen.
Hier wird uns ein recht guter 5.1 Ton geboten, der eine ordentliche Räumlichkeit abwirft. Die Effekte und die Musik kommen gut zur Geltung, hätten aber etwas dynamischer sein können, auch die verständlichen Dialoge klingen in der deutschen Fassung etwas zu dumpf. Hier hat der Originalton, den man noch deutsche Untertitel hinzuschalten kann, auf alle Fälle die Nase vorn, auch wenn sie sich nicht sonderlich von einander unterscheiden, wirkt der englische Score in einigen Sequenzen etwas kraftvoller und klarer und auch die Dialoge klingen viel natürlicher als in der deutschen Sprachfassung. Beide Version hätten aber mehr Tiefenbass vertragen können.
Das Bonusmaterial ist hier etwas mager ausgefallen. Hier gibt es neben der üblichen Kinowelt-Trailershow noch den deutschen und englischen Trailer zu "Hellraiser: Inferno", sowie ein knapp 5 minütiges Features mit Film- und Behind the Scenes-Ausschnitten und einem Interview mit Pinhead-Darsteller Doug Bradley. Hier hat Kinowelt schon eimal ein besseres Händchen bewiesen und so wurde das Interview noch nicht einmal deutsch untertitelt. Im Ganzen eine wirklich magere Vorstellung, egal ob ein FSK18-Titel sich in Deutschland finanziell kaum lohnt, ein wenig mehr an Extras hätte man aber trotzdem noch auftreiben können.

"Hellraiser: Inferno" spaltete die Fans in zwei Lagern, bringt aber nach Teil 3 und 4 endlich mal wieder frischen Wind in das Cenobiten-Universum, auch wenn Pinhead hier mehr die Gastrolle übernommen hat.
Die DVD bietet ein ordentliches, aber viel zu verrauschtes Bild und einem guten Dolby Digital-Ton. Die Extras hauen eine nicht um, aber die US-Disc ist auch nicht viel besser ausgestattet. Für Fans kein Fehlkauf.


Film+++---
Bild++++--
Ton++++--
Bonus+-----


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