Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 2001
Originaltitel:Scary Movie 2
Alternativtitel:Scarier Movie
Länge:85 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Keenen Ivory Wayans
Buch:Shawn Wayans, Marlon Wayans, Buddy Johnson, Phil Beauman, Jason Friedberg, Aaron Seltzer
Kamera:Steven Bernstein
Musik:Christopher Guardino, George S. Clinton , Nelle
SFX:Charles E. Dolan u.a
Darsteller:Shawn Wayans, Marlon Wayans, Anna Faris, Regina Hall, James DeBello, Natasha Lyonne, James Woods
Vertrieb:Highlight
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, DTS 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:
  • Featurette, Special Effects Tour, Kitty Kitty
  • The Make Up mit Bear Cooper, div. Effekte
  • Alternative Film-Enden und entfallene Szenen
  • Alternative Schnitte für die DVD
  • Bildschirmschoner
  • Scary-Spiel
  • Musik-Clip
Cindy, Shorty, Ray und Brenda haben die Morde aus dem ersten Teil (zumindest teilweise auf recht mysteriöse Weise) überstanden und gehen nun wieder gemeinsam auf die High-School. Auf Grund ihrer Vergangenheit sind sie potentielle Kandidaten für die Experimente von Professor Oldman, der sich mit dem Phänomen der Schlaflosigkeit beschäftigt. Er lädt die Probanden nebst weiterer potentieller Insomanen in ein altes Herrenhaus ein um dort ungestört seine Untersuchungen durchführen zu können. Nach dem man den ersten Schrecken beim Abendbrot hinter sich gebracht hat, passieren in der folgenden Nacht die richtigen Schrecken. Jeder erlebt sein eigenes, geisterhaftes Erlebnis. Man findet schnell heraus, dass das Haus ein schreckliches Geheimnis und einen lüsternen Geist beherbergt. Doch an Flucht ist nicht zu denken - zum einen hat der Professor die Türen verriegeln lassen, zum Anderen gibt es noch den Geist, der seine eigenen Pläne verfolgt.
Heiteres Filmparodienraten ist mal wieder angesagt, wenn der Besuch von "Scary Movie 2" überhaupt zu etwas taugen soll. Denn diese zusammengeschnipselte Fortsetzung des Filmhits von 2000 bietet im Vergleich zum ebenfalls nicht perfekten Vorgänger noch weniger von so ziemlich allem. Dabei fängt es an, als würden sich sämtliche Beteiligte in absoluter Bestform befinden. Die siebenminütige Pre-Title-Sequenz, die sowohl den Exorzisten als auch Amityville durch den Kakao zieht, ist der Brüller, auf den man die ganze Kinowerbung über so sehnlich gewartet hat. Zwar feiert hier schon die Gross-Out-Komik unter Einsatz beinahe sämtlicher Körperflüssigkeiten (und fester Substanzen) Triumphe, doch dafür ist dieser Ausflug in die niedersten Gefilde ungemein gelungen. Das liegt weniger an Rotz und Kotz, als vielmehr an einem wie für diese Art von Comedy geboren scheinenden James Woods, der in absoluter Leslie-Nielsen-Manier toternst und staubtrocken buchstäblich jeden Scheiß mitmacht und hieße das auch, mit hunderten Liter künstlicher Kotze beworfen zu werden. (Kaum vorstellbar, daß Marlon Brando den Part übernehmen sollte.)
Leider war diese Sequenz dann auch der einzige (wirklich erwähnenswerte) Höhepunkt des ganzen Films, denn sobald wir in die reguläre "Handlung" starten, trocknet der Film aus wie ein Bachbett in der Sahara. Nicht, daß von nun an nicht ebenso auf die Tube gedrückt wird und die Gags wesentlich reinlicher werden würden, doch die Qualität läßt mehr und mehr nach. Das jetzt ganz allein auf die Besetzung zu schieben, die man beinahe vollständig aus dem ersten Teil herübergerettet hat (auch wenn die meisten dort bereits verstorben waren), aber einen gewissen Güte-Unterschied zu Woods gibt es schon. Der Gag-Standard jedenfalls wurde beibehalten. Anna Faris mimt wieder das Dummchen und darf erneut in einer Sperma-Fontäne baden. Marlon Wayans reiht wieder Kiffer-Gags aneinander, deren Niveau genauso dunstig ist, wie der Pot-Nebel, der ihn ständig umgibt und sein Bruder vögelt wieder alles, was nicht schnell genug unter dem Bett ist (und auch das reicht noch nicht), egal welchen Geschlechts. Dazu die kleine Schwarze mit der großen Klappe und als Extra die 90210-Schönchen Kathleen Robertson (als mega-draller Vamp) und Tori Spelling (als ungewaschene, aber extrem anhängliche Schlampe) und wir haben eine gute Grundlage für jede Menge Geschmacklosigkeiten.
Womit wir auch schon beim Hauptproblem des Ganzen wären. "Sracy Movie2" präsentiert sich nämlich als eine endlose Aneinanderreihung schmierigster Gross-Out-Gags, lediglich unterbrochen von beinahe ebensovielen Filmparodien, die mal geschickt, mal ungeschickt wirken. Wer jetzt glaubt, das sei genug, der sei noch informiert, daß das durchaus nicht reicht. Qualvoll vermisst wird hier nämlich ein roter Faden, die die Szenen irgendwie zusammen hält. Die Grundstory (das heißt, der am meisten zitierte Film) heißt hier zwar "Das Geisterschloss", aber das bedeutet noch nicht, daß das als Story funktioniert. Planlos wird ein Szene an die andere gebastelt und geklebt, ganz offensichtlich nur, weil der Gag bei einer Testvorführung wohl gut angekommen ist. Gewisse Szenen fallen aus dem Rahmen, werfen Fäden aus, die nie wieder aufgenommen werden oder offenbaren deutliche Anschlußfehler. Wer also z.B. die im Trailer vorkommende Szene erwartet, in der Marlon mittels Marihuana-Rauch einen Raum zukifft, um den Geist sichtbar zu machen (der dann ebenfalls high ist), die ist im Film nicht drin. Und so wird wohl auch das meiste Material auf dem Boden des Schneideraums geblieben sein und bestimmt nicht immer das Schlechteste.
Denn leider sind die Erwachsenenfiguren noch erbärmlicher als die Teenager. Tim Curry wird als notgeiler Professor mehr als verschenkt und sein Schicksal dem Zuschauer komplett vorenthalten. David Cross hat als Rollstuhlfahrer zwar eine nette Actionsequenz, bringt sonst aber kaum brauchbare Szenen, obwohl er einige hat. Am schlimmsten ist jedoch der ermüdende Einsatz Chris Elliots als Butler Hanson, der mit einer eklig verkrüppelten Hand für magenverdrehende Komik sorgt, die sich jedoch bereits beim ersten Einsatz erschöpft, ehe es überhaupt zu der völlig überlangen Dinnersequenz kommt, in der er ein Minimum an Komik aus einem Maximum an Ekligkeiten destilliert. An dieser Figur hätte deutlich gespart werden können, vor allem, was die Länge seiner Auftritte betrifft.
Tricktechnisch ist das höchstens lau zu nennen, obwohl reichlich Effekte zum Einsatz kommen, doch die Geisterhausfilme werden ja nicht umsonst des öfteren in die Mottenkiste eingeordnet. Harte Szenen sollte hier niemand erwarten, denn diesmal bleiben Tote jeder Couleur weitgehend aus.

Zum Glück ist der böse Spuk, der nicht einmal einen richtigen Höhepunkt besitzt, nach knapp 75 Minuten Nettospielzeit bereits vorbei und belästigt uns auch im Nachspann nicht mit Outtakes, sondern nur mit Fotos vom Dreh. Wer also noch nicht genug hat von endlosen und zusammenhangslosen Kot-, Urin-, Kotze- und Spermawitzen, angereichert durch Parodien von Filmen, die bisweilen bereits ihre eigenen Parodien sind, der bekommt hier die Volldröhnung. Allen anderen bleibt der eine oder andere funtionierende Gag (z.B. der Kampf mit der Katze und die "Drei Engel"-Parodie) und zuviele kleine Brüder, die sich einfach nie zu einem brauchbaren Lacher entwickeln können, weil sie mit der groben Kelle geschmiedet sind.
Ein (kurzer) Film wie eine Patchworkdecke für alle, die mal wieder die Keule statt des Degens schwingen möchten. Ob der Streifen jedoch sein Geld wert ist, darf mit Fug und Recht bezweifelt werden, auf jeden Fall sollte eine weitere Fortsetzung vermieden werden. Im Zweifel nach der Pre-Title-Sequenz aus dem Wohnzimmer flüchten, oder einfach ausschalten.

Auch bei "Scary Movies 2" rasselt das Bild knapp an der Höchstnote vorbei, was daran liegt das die Detailschärfe hätte etwas besser sein können und die Kompressionen durch leichtes Blockrauschen auf sich aufmerksam machen. Das anamorphe Bild liegt uns diesmal im Format von 1:1.85 vor, da hatten die Wyans-Brüder wohl keine Lust mehr auf Cinemascope. Die Farben sind kräftig und auch der Kontrast kann voll und ganz überzeugen. Loblicherweise hat man diesmal auf Rauschfilter verzichtet. Trotzdem ist das Bild noch steigerungsfähig.
Der Ton bietet wie auch schon beim ersten Teil eine tolle Effekt-Kulisse und eine gute Dynamik. Die Dialoge sind gut verständlich jedoch fehlt es dem Ton etwas an Druck und Tiefenbass. Der dts Track klingt minimal besser und bei der englischen Tonspur klingt alles etwas dumpfer und zurückhaltender, aber auch etwas natürlicher im Dialogbereich. Die deutschen Untertitel sind diesmal optional Ausblendabr und auch für Hörgeschädigte geeignet.
Das Bonusmaterial kann erneut als gelungen bezeichent werden und liegt uns diesmal komplett auf einer zusätzlichen DVD vor. Kaum reingeschmissen heißt uns ein Skellet Willkommen und das sogar in Dolby Digital 5.1. Das Menü ist witzig animiert und sorgt für einige Lacher. Als erste kann man 6 Biografien der Darsteller und Produzenten des Films anwählen, danach geht es weiter mit dem "Scary Movie - Special", in dem vier kurze Clips gezeigt werden, die Behind The Scenes-Aufnahmen von verschiedenen Special Effects-Szenen zeigen. Während der erste dieser Clips nur ein B-Roll-Zusammenschnitt ist, werden bei den den anderen drei Specials auch ein wneig erklärt. Hier kann man dann optional deutsche Untertitel hinzu schalten.
Als Nächstes erwartet uns ein Scary Movie-Quiz. Bei diesem Frage-Antwort-Spiel muss man Filmszenen erkennen, die von anderen Filmen inspiriert wurden. Als "Belohung" bekommt man dann ein Kennwort für die "Scary Movie 2"-Website, mit dem man dann elektronische Grußkarten versenden kann. Danch gibt es ein 8 minütiges Making of unter dem Menü Punkt Feature, welches optional deutsch Untertitelt wurde und ganz klar ein Werbe Making of darstellt, jedoch erfähr tman eine Menge über die Hintergründe und vorallen Beweggründe dieser Fortsetzung. Hatschiiiiii...Geld.... *hüstel hüstel*
Das Highlight dieser DVD ist auf alle Fälle die geschnittenen Szenen und 3 alternative Endem. Hier finden wir 13 Szenen, die es nicht in den Film geschaft haben und man muss ehrlich sagen, bei den meisten Szenen kann man es nicht nachvollziehen das sie rausgelassen wurden, da diese Jokes witziger sind als viele Gags die im Film vorkommen. Die 3 alternative Enden sind ebenfalls witzig wenn auch total überdreht und man bekommt hier noch einmal James Woods zu sehen. Dann gibt es noch einige verlängerte und veränderte Szenen, die aber mehr langweilig sind. Zum End ehin gibt es noch den besonderen Filmtipp, wo man sich dann den Trailer zu "Jay and Silent Bob schlagen zurück" und "Weil es dich gibt" anschauen kann. Diese Auschnitte wären auf der ersten DVD besser aufgehoben gewesen. Der DVD-Rom Part bietet dann noch Screensaver, kurze Schauspieler Bios zum Ausdrucken, sowie eine Bildergalerie und Grusskarten zum verschicken.

Für alles Gucker und Leute die immer noch über die "Nackte Kanone" lachen können ist dieser Platte Seitenhieb auf Hollywood gerade noch zu empfehlen, anders sieht es bei der DVD aus, hier wird uns eine wirklich tolle Umsetzung mit minimalen Schwächen gbeoten und kann sich in jedes Heimkino Regal bedenkenlos einreihen.


Film++----
Bild+++++-
Ton+++++-
Bonus++++--


Druckbare Version
Scary Movie 2
Scary Movie
Scary Movie
Scary Movie V
IMDb.com OFDb.de







 
 
Matthias Paul am 10.11.2003
Bewertung:

Zusammengeklaut, Zusammenhangslos und geschmacklich unzumutbar
Einen ganzen Deut schlechter als Teil 1 und mit einem derart tiefen Niveau ausgestattet, dass es mir nur ein einziges Mal innerhalb 80 Minuten möglich war, ein leichtes Lachen hervor zu bringen. "Scary Movie 2" versucht noch mehr Klassiker auf die Schippe zu nehmen, hat sein Pulver aber nach den gelungenen ersten 5 Minuten komplett verschossen und schon dort waren die Gags eher auf Niveau von Schenkelklopfer- und Gross Out-Lachern. Bis zum äußersten karikierte Charakter mit "90210"-Nachgeschmack blödeln sich nach bestem Gewissen (wohl eher Unwissen) durch diesen Streifen. Zum Erraten von Filmzitate und Anspielungen eher weniger geeignet, da viel zu offensichtlich. Und "scary" ist höchstens der Gedanke an den bevorstehenden dritten Teil. 2 Punkte für einen sehenswerten Beginn.



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.