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USA 1983
Originaltitel:Dreamscape
Alternativtitel:Höllische Träume
aka. Dreamscape - Tödliche Träume
Länge:95 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Joseph Ruben
Buch:David Loughery, Joseph Ruben, Chuck Russell
Kamera:Brian Tufano
Musik:Maurice Jarre
SFX:Jim Doyle
Darsteller:Deniss Quaid, Max von Sydow, Christopher Plummer, Eddie Albert, Chris Mulkey
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,33:1 (Vollbild)
Tonformat:Dolby Digital 1.0 (Mono)
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:
- Trailer
- Trailershow
- Bio-/Filmografien
Der telepathisch begabte Alex Gardner wird von der Regierung gezwungen, sein Können einem Forschungsteam zur Verfügung zu stellen. Mit Hilfe einer neuen Technik loggt sich Alex in die Alpträume verschiedener Personen ein, um dort den Ursprung der Angst zu finden ... ihn auszuschalten ... und das seelische Gleichgewicht wieder herzustellen. Als der US-Präsident von seinen nuklearen Angstträumen geheilt werden soll, entdeckt Alex ein tödliches Komplott und muss handeln ...
Ein schon fast vergessener kleiner Klassiker ist Joseph Rubens "Dreamscape", der einige der intensivsten Szenen des B-Kinos aufweisen kann, aber in seinen Einzelteilen sich leider oft zu bieder gibt. Natürlich hätte der Plot für mehr herhalten können: in einem Institut hat man eine Maschine entwickelt, in der medial Begabte in die Träume anderer Personen einsteigen können, um deren tiefsitzende Ängste bekämpfen zu können. Leider hat auch der Präsident Alpträume vom Atomkrieg und will deswegen abrüsten. Ein Fall für einen patenten Traummörder...
Dennis Quaid ist dann der Strahlemann, der seine Fähigkeiten zum Guten einsetzt und den Präsi rettet und viele andere noch dazu, während er zum Schluss Kate Capshaw knutschen darf. Klar, das ist kongeniales B-Futter, dessen Story man von A-Z voraussagen kann. Trotzdem: der Film hat so seine genialen Qualitäten.
Zum einen sind die Träume tatsächlich mit einfachen, visuellen Mitteln so gestaltet, wie uns Träume tatsächlich manchmal vorkommen: teils real und gleichzeitig absolut unwirklich. Neben einer Impotenzepisode im grotesken Bereich, ist das Höhentrauma eines Mannes am schwebenden Stahlträger tatsächlich beklemmend. Der Klassiker schlechthin ist jedoch die Angst des kleinen Jungen vor einer Art Schlangenmann. Die Traumumgebung des heimischen Hauses bei Gewitter ist so vertraut und gleichzeitig bizarr und irreal, dass es ein Genuss ist. An Dali gemhnende Treppen führen scheinbar ins Nichts und nirgendwo ist man sicher. Ein wenig enttäuschender sind da schon die Post-Doomsdaykulissen, mäßig einkopiert, aber in ihrer atomaren Feuersröte trotzdem eindrucksvoll.
Leider sind die Szenen in der Realität dann aber voller Klischees, die sattsam bekannt sind, am unwürdigsten sicher Max von Sydows Maschinenentwickler, der dem Institutsleiter bei Nacht und Nebel ankündigt, sich an die Behörden wenden zu wollen, was natürlich sein Todesurteil ist. Auch der planmäßige Killer kommt nicht gerade geheimnisvoll rüber, sondern mehr als Vollblutarschloch zu allen Zeiten, dessen freudianisches Schachmattsetzen am Ende vorher mit dem Holzhammer vorbereitet wurde.
Für ein schickes Happyend werden dann auch alle weiterführenden Möglichkeiten verschenkt und der Verbleib der Maschine und ihre Nutzung bleiben ungeklärt, ebenso, wie auf eine Erklärung verzichtet wurde, wieso Quaid die Maschine nicht mehr braucht, als es drauf ankommt. Vorbereitende Rahmenhandlungen wie der Ärger mit ein paar finsteren Typen auf der Rennbahn sind dann komplett zu vergessen, haben kaum TV-Film-Niveau.
Trotzdem ein schicker kleiner Film mit einer originellen Idee, der seltsamerweise nie ein Remake erfuhr oder fortgesetzt wurde, obwohl er mit Plummer, von Sydow, Quaid, Capshaw, Albert und dem "Cheers"-Star George Wendt veritable Namen aufweisen kann.

Das erste, was im Bild dieser e-m-s-DVD auffällt, ist das geringe Bildrauschen, was man durch diverse Rauschfilter wegbekommen hat. Dies geht natürlich auf die Kosten der Schärfe und so haben wir hier doch mit deutlichen Bewegungsunschärfen zu kämpfen. Auch die Kompressionen sind nicht sonderlich gut und so bekommen wir zu dem viel zu unscharfen Bild noch Artefaktebildung und Blockrauschen geboten, was den Sehgenuss doch deutlich mindert. Hier hätte man lieber etwas Rauschen in Kauf genommen und uns dafür ein schärferes Bild präsentiert, aber so bekommt man das Gefühl, man schaut auf einen schlechten 100 Hertz-TV. Der Kontrast ist streckenweise zu hell, Details lassen sich nicht immer gut erkennen. Die Farben wirken natürlich, trotzdem kein gutes Bild.
Der deutsche und englische Ton liegt uns hier im schnöden Mono vor, kann aber durch seine gute Sprachverständlichkeit überzeugen. Rauschen ist extrem gering ausgefallen und nur die Originalspur klingt bei den Stimmen etwas zu dumpf.
Das Bonusmaterial ist mehr als nur mager ausgefallen und so bekommen wir nur den Original-Trailer und einige Bio- und Filmografien geboten, sowie eine e-m-s-Trailershow.
Nicht gerade die beste DVD-Umsetzung, aber für knapp 6 Euro trotzdem ein Kauf wert.


Film++++--
Bild++----
Ton++----
Bonus------


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Dreamscape
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