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USA 1998
Originaltitel:Prophecy 2, The
Alternativtitel:Ashtown: Prophecy II
aka. Prophecy 2: Ashtown
Länge:80:09 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Greg Spence
Buch:Gregory Widen
Kamera:Richard Clabaugh
Musik:Dennis Michael Tenney, David C. Williams
SFX:Roy Knyrim
Darsteller:Christopher Walken, Russell Wong, Jennifer Beals, Brittany Murphy, Eric Roberts, Michael Glenn Danzig, Steve Hytner, Bruce Abbott, William Prael, Renee Victor
Vertrieb:BMG
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,85:1
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:
- Christopher Walken Special
Ausgestoßen aus seinem Exil in der Hölle, beginnt Erzengel Gabriel erneut einen grausamen Feldzug gegen die Sterblichen! Als die Mächte von Gut und Böse wieder über die Erde kommen, ist die einzige Hoffnung für das Überleben der Menschheit das ungeborene Kind der unschuldigen Valerie. Die Ankunft dieses Kindes, das die überirdische Macht der Erzengel mit dem freien Willen der Menschen vereint, wurde von einem Mönch prophezeit. Erzengel Gabriel kehrt auf die Erde zurück, um die Geburt dieses Kindes zu verhindern. Mit Hilfe eines mysteriösen Fremden versucht Valerie mit allen Mitteln, ihr Kind zu retten. Der Krieg zwischen den Mächten eskaliert und erlebt seinen Höhepunkt in einer riesigen Schlacht im Garten Eden...
Wenn denn Christopher Walken so gut angekommen ist, warum setzen wir ihn nicht einfach noch einmal in der gleichen Rolle ein. Zwar erstteilig zur Hölle gefahren, schickt ihn Luzifer hier zu Beginn gleich zurück, weil er zu viel Stunk in der heißen Bude gemacht hat. Ergo macht er sich (weil der Engelskonflikt ja noch schwelt) auf die Suche nach der Dame, die gerade von einem geflügelten Boten heiß geschwängert wurde und nun den schlachtentscheidenden Nefilim gebären soll.
An sich kein schlechtes Fortsetzungsschemata, wenn der Film nicht ununterbrochen den Plot des ersten Teils widerkäuen würde. Alles ist wieder mit dabei, ein altes Buch, die üblichen organlosen Leichen, ein paar Kloppkämpfe, Prophezeiungen, die Jagd und Walken kascht sich sogar wieder Selbstmörder. Das ist über die volle Laufzeit dermaßen öde, dass man nur hofft, es würde bald vorbei gehen.
Ein gewichtiges Problem ist sicherlich das noch knappere Budget, das fast überhaupt keine außergewöhnlichen Effekte erlaubte. Walken tappt etwas unbeholfen durch die Gegend, zeigt sich von Technik überfordert und kann es diesmal nicht vollständig reißen. Das liegt aber auch an der Abwesenheit eines brauchbaren männlichen Widerparts. Da gibt es nur den Engel Daniel und den arrogant-öde abzustempeln ist leicht. Als Schwangere (der man den angeblich sofort eintretenden 4-6.Monat nie ansieht!) kann Jennifer Beals nämlich keine der enstehenden personellen Lücken füllen, da hilft auch kein "Flashdance".
Nicht einmal der Auftritt von Eric Roberts als Michael bringt den Film am Ende weiter, der sich auf einen abgedroschenen Zweikampf in einer alten Fabrik beschränkt. Optisch arm und einfallslos bleibt vieles offen bis zum unvermeidlichen 3.Teil, sogar Walken können wir irgendwie wieder einsetzen, wenn nötig. Das sollte er sich allerdings schwer überlegen, denn es bedarf schon eines Wunders, diese unterproduzierte gute Idee zu einer vernünftigen und angemessenen Fortsetzung zu bringen. Brauchen tut diesen Film jedoch keiner.

Mit Bonusmaterial wird man bei der DVD von BMG nicht gerade überhäuft und so gibt es nur ein Christopher Walken Special mit 3 Trailern, einer Bio-/Filmografie und eine Auflistung seiner 2 Filmpreise. Noch nicht einmal den Trailer zu "Gods Army 2" gibt es zu sehen, so etwas darf man nicht Special nennen.
Auch von der Bildqualität kann man mehr als nur enttäuscht sein. Erst einmal kämpft das Bild mit den Kompressionen und leidet unter starkem Blockrauschen im Hintergrund, sowie Artefaktebildung, was bei einen relativ neuem Film und diesem Label einfach nicht passieren darf. Der Kontrast ist viel zu dunkel ausgefallen und die Detailschärfe nicht immer optimal. Bildrauschen ist teilweise sehr extrem ausgefallen und variiert von Szene zu Szene. Die Schärfe ist streckenweise gut nur die Farben wirken etwas unnatürlich und neben wenigen Defekten hat das Bild noch mit Bewegungsunschärfe zu kämpfen. Wenn man also das Alter des Filmes und dass es sich hier um eine BMG-Veröffentlichung handelt in Betracht zieht, ist die Bildqualität ein schlechter Scherz.
Da klingt der Ton doch schon um einiges besser. Neben der sehr guten Dialogverständlichkeit wird uns hier ein sauberer Raumklang geboten mit einer perfekten Kanalabmischung. Die Effektbereiche kommen ständig zum Einsatz, sei es bei der Musik, die im ganzen sehr dynamisch wirkt, bei den Umgebungsgeräuschen oder bei den Effektmomenten, wird uns ein kräftiger Digital-Ton geboten, der nebenbei mit einem kräftigen Bass aufwartet, aber im Tiefenbereich wesentlich mehr Druck hätte vertragen können. Der englische Dolby Digital-Ton kann optional mit deutschen Untertiteln versehen werden, bietet ebenfalls eine gute Sprachverständlichkeit und wirkt im ganzen etwas lauter und sauberer, aber auch hier hätte man sich einen etwas kräftigeren Tiefenbass gewünscht.

"Gods Army 2" ist eine Fortsetzung, die niemand braucht und darüber kann die gute Performance von Christopher Walken und der Gastauftritt von Kultmusiker Glen Danzig auch nicht hinwegtrösten. Noch dazu kommt, dass wir es hier mit einer lieblosen DVD-Umsetzung zu tun haben.


Film++----
Bild+++---
Ton++++--
Bonus------


Druckbare Version
Gods Army
God's Army 4 - Die Offenbarung
God's Army II - Die Prophezeihung
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