Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 1999
Originaltitel:Deep Blue Sea
Länge:104:56 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:R-Rated
Regie:Renny Harlin
Buch:Duncan Kennedy, Donna Powers, Wayne Powers
Kamera:Stephen Windon
Musik:Trevor Rabin
SFX:Walt Conti, John Richardson
Darsteller:Saffron Burrows, Thomas Jane, Samuel L. Jackson, Jacqueline McKenzie, LL Cool J, Michael Rapaport, Stellan Skarsgard, Aida Turturro
Vertrieb:Warner
Norm:NTSC
Regionalcode:1
Bildformat:2.35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Englisch
Specials:
- Audiokommentar
- When Sharks Attack! (15:06 min)
- The Sharks Of The Deep Blue Sea (8:23 min)
- Deleted Scenes mit option. Audiokommentar (8:01 min)
- 4 Bio- und Filmografien
- Trailer (2:27 min)
- Bildergalerie (32 Bilder)
- DVD-ROM-Teil mit DVD-Informationen und Weblinks
Das Unterwasserlabor Aquatica erforscht Haie auf der Suche nach einem Mittel gegen die Alzheimer-Krankheit. Um den Wirkstoff in ausreichender Menge gewinnen zu können, wurden die Hirne der Testhaie genetisch vergrößert. In letzter Zeit nahmen Zwischenfälle durch die gefährlichen Meeresbewohner überhand, so dass der Konzern kurz vor dem Abbruch der Forschung steht. Doch das Team um Dr. Susan McCallister kann Erfolge vorweisen, die plötzlich durch den gewaltsamen Ausbruch des intelligenten Testexemplars überschattet werden. Fortan ist das Forschungsteam der Gejagte, gefangen in einem riesigen Laborkomplex auf hoher See, welches droht unterzugehen.
Natürlich haben wir das alles schon mal gesehen, womit "Deep Blue Sea" hier hausieren geht. Vor allem in vier mehr oder minder guten "Der Weiße Hai"-Filmen, die hier ausgiebig zitiert werden. (Wen's interessiert: Aus Teil 1 die Schlussszene und die Hai-Sprengung, samt Trümmerfeld, aus Teil 2 das Elektrokabel als Hai-Tod und der Angriff auf die jugendlichen Segler, aus Teil 3 der Angriff auf das Labor mit Glasbruch, aus Teil 4 die Versenkung des Hubschraubers (auch schon Teil 2).) Aber schlussendlich geht es hier um Action, und für die tut Renny Harlin bekanntlich so einiges, vor allem uralte Stories noch einmal aufrollen. Dabei kommt qualitativ sehr Unterschiedliches heraus, in diesem Fall aber springt der Funke einigermaßen über. Denn zwar setzt der Regisseur auf Tempo, aber zum Glück verliert er das dünne Script nicht vollends aus den Augen (wie es bei dem grauenhaften "Die Piratenbraut" war). Die Alzheimer-Story dient natürlich nur als Aufhänger für das gute alte Jaws trifft Alien trifft Poseidon Inferno, dass hier ausgiebig inszeniert wird. Doch die Mischung stimmt.
Mit Thomas Jane hat Harlin einen unverbrauchten Darsteller an der Hand, der sich durch den Film hocharbeitet, anstelle von vornherein als Main Attraction ausgezeichnet zu werden. Samuel Jackson bringt die Starpower und den Wegknuspereffekt mittendrin, die uns noch einmal sagt: Nobody in this station is safe. Und doch ahnen wir schon, dass es die Sympathieträger sein werden, die am Ende den Schluss von "Jaws" zitieren. Das hätte uns Harlin dann auch nicht antun können, wenn LL Cool J als Koch am Ende zernagt werden würde. Dafür tut die Regie so einiges, sie beugt sogar die Filmlogik und lässt ihn eine Runde durchs Becken schleifen, damit er auch mit Sicherheit überlebt. Saffron Burrows ist zunächst der Fixpunkt der Handlung, mutiert aber über die volle Filmlänge zum Totalaas, so dass der Vorwurf der Charakterbildung auch über den Jordan wäre. Der Rest der Besatzung goes Burger, wie nicht anders zu erwarten.
Bleiben noch die Haie: da werden die CGI-Freaks natürlich wieder den Verfremdungseffekt bemängeln und jammern, es sei nicht realistisch genug gewesen. Aber trotzdem sind die Monstren hübsch anzusehen und arbeiten ordentlich was weg.

"Deep Blue Sea" spielt seine Trümpfe im Tonbereich von der ersten Szene an aus und bietet einen krachigen, gut verteilten Dolby Digital 5.1-Klang, der jede Möglichkeit im Effektbereich gut nutzt, sei es durch den kräftigen Musiktrack oder die tollen, bewegten Umgebungsgeräusche. Sobald es unter Wasser geht, hat man das Gefühl, mittendrin im Geschehen zu sein und auch oberhalb der Meeresfläche machen Wettereinflüsse oder Explosionen den Film zum Klangerlebnis. Eigentlich überflüssig zu erwähnen, dass Warner sich bei dieser DVD-Umsetzung keine Schnitzer in der Dialogverständlichkeit oder dem Einsatz des Subwoofers geleistet hat.
Das anamorphe Breitbild ist so scharf gezeichnet, dass man sogar kleine Härchen und Wassertropfen auf den Gesichtern sehen kann und kann mit leuchtenden, starken Farben überzeugen, wobei die hellen Blautöne des Wassers oft sehr schön mit roter Beleuchtung im Kontrast stehen. Selbst in den Unterwasseraufnahmen wird eine hohe Detailschärfe gewahrt, wobei es natürlich auch einige Szenen gibt, die nicht ganz fokussiert erscheinen. Der Kontrast ist durchweg gut und die Kompression fällt nirgends störend auf. Bilddefekte treten äußerst selten auf und werden dem Zuschauer kaum auffallen. Ähnlich verhält es sich mit dem Hintergrundrauschen, welches zwar existent, aber nicht störend ist.
Der Audiokommentar mit Regisseur Renny Harlin ist die erste Wahl für Informationen über den Film. Ihm zur Seite steht Samuel L. Jackson. Zwar sprechen die beiden nur für sich, aber Jackson, der sich leider nach seinem filmischen Ableben aus dem Kommentar ausklinkt, lockert die Sache mit lustigen Kommentaren auf (sein derber Slang ist auch nicht zu verachten) und insgesamt werden viele Details offenbahrt. 2 Making Ofs (eins als Gesamtüberblick zum Film und ein aufschlussreicheres zu den Special Effects), 5 geschnittene Szene mit zuschaltbarem Audiokommentar (aber ohne Direktanwahl per Kapitel) und eine Bildergalerie mit Fotos vom Set runden das Bild einer mäßigen, aber nicht übermäßig gefüllten Scheibe ab. Bei den Informationen zu Darstellern und dem Stab hat es leider nur für 4 Personen gereicht. War beispielsweise Stellan Skarsgard nicht gut genug für einen Eintrag? Eingelegt in ein DVD-ROM-Laufwerk entgeht einem eigentlich wieder nix. Viel Wind wird um dieses Feature gemacht, aber so richtig verstanden hat Warner es auch hier noch nicht: Neben ein paar Produktvorstellungen mit winzigen Quicktime-Trailern sind sämtliche weitere Materialien per Links irgendwo im Internet ausgelagert. Toll für die, die eine Breitbandanbindung besitzen, aber wer will schon aus dem bequemen TV-Sessel aufstehen, um sich vor kleinem PC-Bildschirm auf einem knochigen Bürostuhl den Hintern platt zu sitzen?

Also: Inhaltlich (k)alter Kaffee, jedoch mit jugendlichem Drive und spannungserhaltender Routine gedreht. Rauscht nur so dahin und bietet außerdem ordentlich Blut etc., ohne den Humor zu vergessen. Pure Unterhaltung halt. Nur den gefressenen Papagei, den nehme ich euch übel. Die DVD ist technisch erste Sahne, Bild und Ton haben viel Biss und die Bonusmaterialien sind ordentlich - also eine klare Empfehlung für Tierhorror-Anhänger.


Film+++++-
Bild+++++-
Ton++++++
Bonus+++---


Druckbare Version
Deep Blue Sea
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.