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USA 2001
Originaltitel:Mutant Aliens
Länge:78 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Bill Plympton
Buch:Bill Plympton
Kamera:John Donnelly
Musik:Maureen McElheron, Hank Bones
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,78:1
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:Trailer, Kurzfilm "Eat", Produktionstagebuch, Videoclip, Biografie (Booklet), Interview
Durch einen Sabotageakt, ausgeführt durch den Raumfahrtsindustrie-Magnat Dr. Frubar, strandet der legendäre amerikanische Astronaut Earl Jensen auf einem fremden Planeten. 20 Jahre später - Jensen wurde längst für Tod erklärt - kehrt er zurück. Begleitet wird er von 5 trainierten, fleischfressenden Aliens, die ihrer Neigung freien Lauf lassen (ansonsten aber recht sympathisch sind).
20 Jahre lang musste er unter fremden Spezies überleben, sich deren bizarren Gebräuchen und Ritualen unterwerfen. Doch nun kann er Rache nehmen - am amerikanischen Militär im Allgemeinen und Dr. Frubar im Speziellen. Es kommt zu einem regelrechten Krieg, den nur die wahre Liebe (natürlich Plympton-Style) überlebt ...
Als "Mutant Aliens" heute in der Redaktion eintraf, war ich etwas überrascht, hörte ich zwar von dem Titel, wusste aber nichts damit anzufangen und habe vorher auch nie was von Bill Plympton und seinen Zeichnungen gehört. Aber eins war mir jetzt schon klar: es wird ein etwas anderer DVD-Abend als sonst.

Schon nach den ersten Minuten war ich hellauf begeistert, denn was uns hier geboten wird ist bitterböse Satire im großen Stil. Direkt am Anfang wird eine blonde TV-Reporterin von einem Alien zerrissen. Da kann man natürlich nur noch autsch sagen...
Kurz darauf wird die Zeit erst einmal um 20 Jahre zurückgedreht und man sieht den Protagonisten Early Jensen sich mit seiner kleinen Tochter auf den Weg zum Raumschiff machen. Alles wirkt sehr harmonisch und liebevoll, nur als er im Weltraum ist und sein Vorgesetzter aus Profitgier per Funk den Treibstoff aus den Tank lässt, und dies auf seine Tochter schiebt. Diese dreht durch und beißt ihm den Finger ab. Ab da merkt man, dass die Reporterin erst der Anfang war und Bill Plympton noch eine Menge Gemeinheiten für uns parat hat.
Ich will jetzt wirklich nicht allzu viel verraten, aber "Mutant Aliens" ist ein frecher, zynischer, böser, satirischer und brutaler Film (hab ich noch was vergessen?) geworden, halt ganz normal. Zwar wirken Bill Plymptons Zeichnungen anfänglich etwas befremdend, aber wir sind ja hier auch nicht bei Disney und nach wenigen Minuten kann man sich den Film gar nicht mehr in einem anderen Stil vorstellen.

Die Story ist gut und lässt viel Spielraum für fiese und böse Dinge. Und neben dem ganzen derben, aber nie selbstzweckhaften Splattereinlagen darf natürlich auch der Sex nicht zu kurz kommen, welcher in verschiedenen Formen praktiziert wird.
Einmal ganz normal von hinten, im Auto oder gleich mit einer Außerirdischen, mit Beinen und Brüsten ausgestatteten Riesennase. Aber das Derbste ist definitiv, wie der Hauptdarsteller seine Tiere im Weltraum abfüllt und sie nach und nach... liebt, um es mal höflich auszudrücken.
Dass diese Tat natürlich nicht ohne Folgen bleibt ist klar und seine 6 neuen Kinder mutieren prächtig zu seinen "Mutant Aliens", mit denen er sich bei Dr. Frubar herzlich bedanken will...
Oh Gott, jetzt habe ich zuviel verraten. Schande über mein Haupt, ich bin jetzt auch ganz artig, aber eines sei noch gesagt: "Vorsicht beim Genuss dieses Filmes, er macht Lust auf mehr ..."

Die ist mittlerweile die Nummer 8 der Anolis Serie und wie ich finde ein ganz besondere Titel. Lief "Mutant Aliens" im Sommer noch beim Fantasy Filmfestival 2002 so gibt es hier eine tolle DVD, die sich durch ein wirklich gutes Bild auszeichnet. Die Bildschärfe ist optimal, der Kontrast gut und auch die mit vielen Brauntönen enthaltenen Farben kommen sehr gut zu Geltung. Rauschen gibt es so gut wie gar nicht.
Der deutsche und englische Dolby Digital 5.1 Sound kommt im Centerbereich sehr klar und deutlich rüber, kann aber nur beschränkt durch Sourroundeffekte aufwarten, was heißen soll, dass sich der Ton im Frontbereich abspielt.
Als Bonus gibt es einen Trailer, ein Musikvideo, einen Kurzfilm von Bill Plympton und ein Produktionstagebuch, wo man sehr viel über Bill Plympton und seine Zeichnungen erfährt, sowie ein knapp 1stündiges Interview.

Mit "Mutant Aliens" hat uns Anolis einen tollen Film in einer guten DVD-Umsetzung beschert, die in keiner Sammlung für Außergewöhnliches fehlen darf.
Wunderlich ist auf alle Fälle, dass der Film trotz seiner Härte ungekürzt ab 16 frei ist, da muss wohl die FSK einmal den Humor verstanden haben ...


Film++++++
Bild+++++-
Ton+++---
Bonus++++--


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