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D 2002
Originaltitel:Bibi Blocksberg
Länge:102 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ohne Altersbeschränkung
Regie:Hermine Huntgeburth
Buch:Elfie Donnelly
Kamera:Martin Langer
Musik:Biber Gullatz, Moritz Friese
SFX:Denis Behnke, Ca Scanline Production
Darsteller:Sidonie von Krosigk, Maximilian Befort, Katja Riemann, Corinna Harfouch, Ulrich Noethen, Anja Sommavilla, Elea Geissler, Inga Busch, Christian Nickel
Vertrieb:EuroVideo
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch
Specials:
- Trailershow
- Musik Clip: "Hexen Rap"
In Neustadt herrscht mal wieder Jubelstimmung, hat doch Bibi Blocksberg durch eine spontane kleine Hexerei, mit der sie einen kräftigen Regenschauer auslöste, zwei Kinder vor dem sicheren Flammentod bewahrt. Während Mutter Barbara, selbst Hexe aus Fleisch und Blut, mächtig stolz auf ihre Tochter ist, hält der beruflich gestresste Papa Bernhard nur sehr wenig von Bibis übersinnlichen Eskapaden. Da erhält Bibi von Oberhexe Walpurgia die Nachricht, dass ihr aufgrund besonderer Verdienste bereits vorzeitig die "Kristallkugel", die sie erst zur richtigen Hexe macht, verliehen wird.
Voller Stolz fliegt Bibi mit ihrem Besen, der auf den Namen "Kartoffelbrei" hört, auf den Blocksberg. Doch die verschlagene Rabia, eine der bösen Hexen, gönnt der Junghexe die hohe Ehre nicht. Noch am Blocksberg schwört sie erst zu ruhen, wenn sie Bibi die kostbare Kugel wieder abgejagt hat...
Seit Jahrzehnten gehören die Geschichten der kleinen Hexe Bibi Blocksberg zum Pflichtprogramm eines jeden Kinderzimmers, aber nicht nur Kinder begeisterte die kleine Hexe, nein auch wir Erwachsene sind deren Charme oftmals erlegen. Ich persönlich höre seitdem ich Kind war Bibi Blocksberg und jetzt wo ich selber ein Kind habe, höre ich dies mit meiner Tochter zusammen und habe immer noch sehr viel Spaß beim Hören.
Umso mehr habe ich mich natürlich auf einen Kinofilm gefreut, war aber sehr skeptisch. Kann man den Zauber der Hörspiele auf die Leinwand übertragen? Kann man die Vorstellungen der Fans und deren Phantasien gerecht werden? Kurz gesagt NEIN.

Bibi Blocksberg ist ein wirklich schöner Kinderfilm geworden, der teilweise etwas zu düster geraten ist, aber man kann ihn nicht im geringsten mit den Hörspielen vergleichen. Viel zu oberflächlich und zu brav wirkt diese filmische Umsetzung von Hermine Huntgeburth ("Der Hahn ist tot"). Bibi-Darstellerin Sidonie von Krosigk macht ihre Sache zwar gut, aber wo ist das Gör? Wo ist die freche und vorlaute kleine Hexe, die man als Fan der Hörspiele über die Jahre hinweg lieben gelernt hat. Bibi ist hier einfach zu brav und auch Katja Riemann als Barbara Blocksberg passt irgendwie überhaupt nicht in die Rolle. Oder was ist mit Inga Busch als Karla Kolumna? Keine flotten Sprüche, keine überdrehte Art.
Nur Ulrich Noethen als Bernhard Blocksberg und Corinna Harfouch als böse Hexe Rabia können voll und ganz überzeugen. Wobei Ulrich Noethen ja schon bei Das Sams mehr als nur überzeugt hat in seiner Rolle als Herr Taschenbier.

Im Grunde ist Bibi Blocksberg nur ein Harry Potter-Verschnitt für Arme geworden und auch die Spezialeffekte sind nicht gerade das, was man erwartet hat. Dann sind dann noch die schrecklichen Gesangseinlagen, ja wirklich, Bibi rappt hier. Einfach grausam.
Für Kinder und Zuschauer, die das Original nicht kennen, ist diese 11 Millionen teure deutsche Produktion von den Produzenten Uschi Reich, Karl Blatz ein netter Film, aber für Fans eine herbe Enttäuschung. Also Kassettenrecorder holen, Hörspiel rein und Hex Hex.

Anfänglich etwas skeptisch ob EuroVideo einmal eine DVD produzieren kann ohne starke Mängel in der Bild- und Tonqualität, darf man doch schon recht positiv überrascht sein von der Qualität der Verleih-DVD. Die Schärfe bewegt sich durchgehend auf einem angenehm hohen Niveau und auch der Kontrast kann durchweg überzeugen und als gut bezeichnet werden, nur selten wünscht man sich ein etwas schärferes Bild. Die Detailschärfe lässt kaum Wünsche übrig und die Farben wirken frisch und natürlich. Der Rauschfaktor ist sehr gering ausgefallen und fällt kaum ins Gewicht. Defekte oder sonstige Störungen gibt es so gut wie gar nicht und auch die Kompressionen sind sehr gut gelungen, wobei man hier das doch recht starke Blockrauschen kritisieren muss, welches vor allem bei hellen Flächen doch deutlich und unangenehm ins Gewicht fällt.
Dem deutsche Dolby Digital 5.1-Ton fehlt es deutlich an Druck und Dynamik. Die Dialogverständlichkeit ist zwar gut, jedoch wirken die Stimmen ein wenig verzerrt. Die Rearspeaker kommen dezent zum Einsatz und werden hauptsächlich für Musik und einige Umgebungsgeräusche genutzt. Richtiges Kinofeeling kommt hier leider gar nicht auf, dafür klingt der 5.1 Track einfach zu dumpf und zu kraftlos. Die Dolby Surround-Variante ist sehr Centerlastig und kann ebensowenig überzeugen wie die 5.1-Spur. Die Dialoge sind zwar verständlich, jedoch lauter als bei der Digital-Spur und wirken ebenso verzerrt. Eigentlich schade, hier hätte man bei so einem neuen Film deutlich mehr erwarten können.

Das DVD-Menü ist sehr schön animiert und als Bonus gibt es neben 2 Trailern zu weiteren Kinderfilmen aus dem Hause EuroVideo noch das Musik-Video "Hexen-Rap". Da es sich hier um eine Verleih-Fassung handelt ist leider nicht mehr Bonusmaterial vorhanden, dies soll aber bei der Verkaufversion nicht der Fall sein, diese soll mit Extras vollgepackt werden. Wir dürfen gespannt sein, denn in Sachen Bild und Ton hat sich EuroVideo zwar kräftig ins Zeug gelegt, aber sind immer noch weit weg vom gewünschten DVD-Standard.


Film+++---
Bild++++--
Ton+++---
Bonus+-----


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