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USA 1989
Originaltitel:Ghostbusters II
Alternativtitel:Ghostbusters II: River of Slime
aka. The Last of the Ghostbusters
Länge:103:56 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Ivan Reitman
Buch:Dan Aykroyd, Harold Ramis
Kamera:Michael Chapman
Musik:Randy Edelman
SFX:Industrial Light and Magic
Darsteller:Bill Murray, Dan Aykroyd, Sigourney Weaver, Harold Ramis, Rick Moranis, Ernie Hudson, Annie Potts, Peter MacNicol, Harris Yulin, Kurt Fuller, Wilhelm von Homburg
Vertrieb:Columbia
Norm:PAL
Regionalcode:2,4
Bildformat:2.35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (Eng), Dolby Digital 2.0 (Deu, Frz, It, Spa)
Sprache:Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch
Untertitel:Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Polnisch, Tschechisch, Ungarisch, Hindi, Türkisch, Arabisch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Isländisch, Holländisch, Norwegisch, Portugiesisch, Griechisch, Hebräisch, Italienisch
Verpackung:KeepCase
Specials:
  • 4seitiges Booklet
  • Engl. Kinotrailer (2:25 Min.)
  • Facts & Filmografien:
    • Ivan Reitman (2 Seiten)
    • Bill Murray (2 Seiten)
    • Dan Aykroyd (2 Seiten)
    • Sigourney Weaver (2 Seiten)
    • Harold Ramis (2 Seiten)
    • Rick Moranis (2 Seiten)
    • Ernie Hudson (2 Seiten)
    • Peter MacNicol (2 Seiten)
    • Annie Potts (2 Seiten)
Die Ghostbusters waren die Helden New Yorks - doch fünf Jahre nach ihrem Kampf gegen Dozer, einer alten sumerischen Gottheit (wir erinnern uns: Schlüsselmeister und Torwächter), will niemand mehr etwas von den vier Geisterjägern hören. Keine Geister, keine Geisterjäger. Doch unterhalb des Big Apple brodelt ein gewaltiger Schleimfluss, ausgehend von der Wiedererweckung des Karpatenfürsten Vigo. Dieser befindet sich noch in einem alten Gemälde, das genau in dem Museum steht, in dem Dana Barrett alte Kunstwerke restauriert. Vigo benötigt für seine endgültige Auferstehung allerdings noch ein Baby - vorzugsweise Oscar, den Sohn von Dana (in der deutschen Fassung lautet der Name merkwürdigerweise Donald). Die Ghostbusters kommen hinter das schleimige Geheimnis Vigos und müssen sich neben dem Ärger mit Behörden und Justiz mal wieder um die Rettung der Welt kümmern.
Die Fortsetzung des 5 Jahre zuvor gedrehten und weltweit zum absoluten Kino- und Videohit avancierten Interner Link"Ghostbusters" steht dem Vorgänger in nahezu nichts nach. Die Erfolgsformel des Originals wurde allerdings auch einfach wiederholt: Cast, Regisseur und Dramaturgie, das meiste bleibt beim Alten, aber alles andere wäre auch nicht wünschenswert gewesen. Tatsächlich nämlich funktionieren die Idee und deren Umsetzung erneut fantastisch.


Die Crew, die hinter "Ghostbusters II" und besonders vor der Kamera stand, bildet eine filmisch konsequente, aber vor allem produktive Einheit. Harold Ramis (spielt Egon Spengler) und Dan Aykroyd (Raymond Stantz) schrieben erneut das Drehbuch, wobei sie sich in Bezug auf den inhaltlichen Verlauf stellenweise ein wenig zu sicher am Vorgänger orientieren. Lässt man die fehlende Innovation grundlegender storytechnischer Punkte außen vor, fördert dieses Vorgehen aber die Weiterentwicklung der Charaktere. Hier hat das Drehbuch Stärken und bietet neben großartigen Einfällen einen sorgfältigen Umgang mit den Figuren. Selbst die Nebencharaktere des ersten Teils wie Rick Moranis ("Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft") und Annie Potts ("Texasville") harmonieren im Gesamtgefüge des Darsteller-Ensembles. Für den Zuschauer scheint sich der Eindruck durch die nahezu einmalige Chemie der Cast zu perfektionieren. Allen voran Bill Murray ("Ed Wood") mit seinem trockenen, süffisanten Humor liefert eine schauspielerisch genial pointierte Darstellung ab. Sigourney Weaver ("The Village"), die in hier abermals zeigt, wie wandlungsfähig sie ist, setzt im Vergleich zum Vorgänger auf eine zurückhaltende Darstellung. Für Highlights sorgt aber der Bösewicht, Karpatenfürsten Vigo, der vom deutschen Boxer Wilhelm von Homburg (1940-2004) dargestellt wird. Rein äußerlich bringt er alle Eigenschaften mit, die dem Filmtitel Berechtigung gäben und dürfte mit seiner Ausstrahlung sowohl für einige bewusst auf Over-Acting getrimmte, komische Momente, sowie (zumindest für jüngere Gemüter) auch gruselige Szenen sorgen.


Trägt im Grunde bereits das Ensemble den Film, so tun die Spezialeffekte ihr Übriges. Waren die Tricks schon im Original geradezu herausragend, insbesondere wenn man das Jahr der Entstehung (1984) bedenkt, so setzt "Ghostbusters II" in dieser Hinsicht natürlich noch einen drauf. Die visuellen Effekte können durchweg überzeugen und sind im Vergleich zu heutigen Produktionen, bei denen alles möglich scheint und leider auch häufiger überstrapaziert wird, konsequent in die Geschichte integriert, wobei den Höhepunkt dabei die Erweckung der Freiheitsstatue darstellt. Der rote Schleim übrigens dürfte an mehr als einer Stelle deutliche Erinnerungen an die beiden Interner Link"The Blob"-Filme hervorrufen und wurde im Film durch die witzige Idee des adäquaten Reagierens auf Geräusche erweitert. Technisch brilliert die Hollywood-Produktion auch sonst in jeder Hinsicht: Das Breitbild wird für tolle Aufnahmen genutzt und an der detailreichen Ausstattung kann man sich gar nicht satt sehen.


"Ghostbusters II" ist in erster Linie ein Fest an guten Gags und herrlicher Situationskomik, aber auch der Horrorgehalt wird nicht außer Acht gelassen. In einigen Momenten ist die Fortsetzung auch deutlich düsterer, bleibt letztlich aber immer in einem jugendfreien Rahmen und ist somit eigentlich sogar schon perfektes Familienkino. Völlig unverständlich erscheint die Tatsache, dass trotz ähnlich hoher Einspielergebnisse wie der Vorgänger (weltweit über 215 Mio. US-Dollar), bis heute keine Fortsetzung entstand. Das Potential der sicher nicht allzu dehnbaren Grundidee ist auch mit dem zweiten Teil bei weitem nicht erschöpft. Mittlerweile dürfte ein weiteres Sequel, zumindest mit der alten Crew, ausgeschlossen sein, doch man muss trotzdem feststellen, dass eine Trilogie durchaus möglich gewesen wäre.

Die Steigerung in der Bildqualität zwischen den deutschen DVDs der beiden Teile ist durchaus erkennbar. Der Detailbereich ist nun wesentlich besser ausgeprägt und erfüllt alle Anforderungen an eine sehr gute DVD, die jederzeit ein sehr scharfes, anamorphes Bild bietet, das man gegebenenfalls per Hand auf 16x9 umschalten muss. Die Farben sind für einen 80er Film gut herausgearbeitet, der Kontrast dem Geschehen jederzeit angepasst. Auch die Leistung der Kompression ist verbessert, so dass man nur in den seltensten Fällen leichte Artefakte oder Blockbildung sieht. Klar ist dabei, dass keine Bewegungen oder Vorlagendefekte auftreten.


Das selbe Problem wie beim ersten Teil: Alle Spuren sind ungewöhnlich leise abgemischt und für die Deutschen gibt es wieder nur Dolby Surround anstatt, wie beim Originalton einen echten, wenn auch nachträglich erstellten Dolby Digital 5.1-Mix. Dreht man auf, ist leichtes Rauschen zu hören, aber nicht wirklich schlimm. Die Surround-Einspielungen sind immer noch selten, klingen etwas dünn und können sich nicht sonderlich durchsetzen. Dieser Modus ist gegenüber Stereo also nur ein wenig schmückendes Beiwerk, denn die damalige Qualität des Surround-Tones war noch nicht sonderlich ausgeprägt. Dialoge sind wieder einmal klar und die Musik besitzt an einigen Stellen ausreichend Bassvolumen, was im Originalton noch etwas dichter hervorkommt. Nebenher sind noch drei weitere Tonspuren und unzählige Untertitel vorhanden, wobei die anderen Sprachen im Kurztest keine Fehler oder markante Abweichungen von der deutschen Spur enthielten.

Überraschte die DVD zum Vorgänger mit guten und unterhaltsamen Extras, beschränkt sich das Bonusmaterial bei der Fortsetzung auf den Kinotrailer, der auch bereits auf der Scheibe des ersten Teils enthalten war, und einigen Biographien der Besetzung und des Regisseurs. Der Trailer enthält übrigens einige kurze Momente, die im Film nicht enthalten sind (z.B. versucht Spengler in der Luft schwebende Kristalle zu untersuchen), was auf entfernte Szenen hinweist, die man natürlich gerne gesehen hätte. Hier wäre mehr möglich gewesen, denn auch für die Fortsetzung wurde beispielsweise sicherlich einst eine kommerzielle Featurette fürs Fernsehen produziert.


Das Sequel zum 84er-Erfolgsfilm Interner Link"Ghostbusters" erzählt grob gefasst die gleiche Geschichte noch einmal und trotzdem hat das Team des Originals einen weiteren Klassiker der späten 80er Jahre geschaffen. Als perfektes Unterhaltungskino inszeniert, schafft es die Fortsetzung sowohl technisch, als auch in Bezug auf die Darsteller weitreichend zu überzeugen. Dabei bietet "Ghostbusters II" den Ausgleich herrlichen Humors und harmlosen Horrors, vor allem aber großartiges und kurzweiliges Vergnügen.


Film+++++-
Bild+++++-
Ton+++---
Bonus+-----


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Ghostbusters
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