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CAN 2003
Originaltitel:Evil Breed: The Legend of Samhain
Alternativtitel:Samhain
Länge:80:45 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Christian Viel
Buch:Christian Viel, William R. Mariani
Kamera:Dan Goyens
Musik:Dan Goyens
SFX:Maestro FX
Darsteller:Bobbie Phillips, Howard Rosenstein, Ginger Lynn Allen, Chasey Lain, Taylor Hayes, Jenna Jameson, Richard Grieco, Brandi-Ann Milbradt, Lael Stellick, Phil Price, Neil Napier, Heidi Hawkins, Gillian Leigh, Simon Peacock, Robert Higden, Alana Dash
Vertrieb:I-On New Media
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:1.78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Verpackung:KeepCase im Metallschuber
DVD-Start:23.02.2007 (Verleih) / 30.03.2007 (Kauf)
Specials:
  • Deleted Scene 1 - Uncut (2:24 Min.)
  • Deleted Scene 2 - Uncut (5:04 Min.)
  • Trailershow:
    • Blood & Bones (1:53 Min.)
    • Calvaire (1:49 Min.)
    • Neighbour No. 13 (1:37 Min.)
    • Matando Cabos (2:21 Min.)
    • Moon Over Tao (1:13 Min.)
    • Red Shoes (2:08 Min.)
    • Sakuya - The Demon Slayer (2:56 Min.)
    • Shinobi (2:02 Min.)
    • Survive Style (1:33 Min.)
    • Tokyo Zombie (2:00 Min.)
  • Info (1 Seite)
Das Totenfest der keltischen Druiden, Samhain, gilt als Ursprung des Halloween-Brauchs. Grund genug für eine amerikanische Universitätsgruppe, diese Wurzeln direkt vor Ort zu erkunden. Was zu Anfang wie ein interessanter Ausflug in die Wälder Europas erscheint, entwickelt sich immer mehr zu einem Alptraum. In einer alten Kupfermine hausen die durch jahrhundertelange Inzucht mutierten Nachfahren eines alten Kannibalen-Clans. Schon bald lichten sich die Reihen der Touristen, denn diese Monster haben einen Mordshunger. Und sie gehen nicht gerade behutsam mit ihren Opfern um. Ein blutiges Gemetzel nimmt seinen Lauf, bei dem nur wenige die Chance auf ein Überleben haben ...
Manchmal sind es vor allem die kleinen Filme, die bei Horrorfans für großes Aufsehen sorgen. So z.B. "Evil Breed", der in Internetkreisen schon lange vor der offiziellen Veröffentlichung einen gewissen Kultstatus erreichte, da unterschiedliche Producer Cuts in diversen Internetforen die Runde machten. Doch die offiziell in Amerika veröffentlichte R-Rated-Fassung lässt immerhin ganze 13 Minuten missen, der mit 91 Minuten angegebenen, nicht offiziell erhältlichen Uncut-Fassung. Etwas länger, aber immer noch lange nicht ungekürzt erweist sich da die ca. 80 Minuten lange deutsche Fassung, die im Gegensatz zur R-rated-Fassung wenigstens in Sachen Gore ungekürzt sein soll, was auch gut so ist, da der Streifen, neben seinen Gore-Szenen, doch alles in allem eher als langweilig anzusehen ist.


Denn leider braucht "Evil Breed" viel zu lange, um wirklich in Schwung zu kommen. Da hilft auch die Story nichts, die weder Innovationen noch sonst etwas Besonderes zu bieten hat. Wie in so vielen Backwood-Slashern, so gerät auch hier eine Truppe von Jugendlichen in die Hände einiger aus Inzucht entstandenen Hinterwäldlern, die den Teenies zzgl. ihrer Lehrerin ans Leder wollen. Natürlich wird es zum Schluss eine Heldin geben und natürlich auch einen kleinen Cliffhanger. Ja, storymäßig gibt es hier wahrlich nichts Neues oder Brauchbares zu verzeichnen, alles läuft hübsch so ab, wie man es schon seit Interner Link"Wrong Turn" oft genug gesehen hat, nur meist spannender und mit ein paar mehr Ideen geschmückt, als wie hier.


Aber nun gut, dünne Geschichten ist man in diesem Genre ja gewöhnt, doch das so ein Film gerade einmal in den letzten 30 Minuten Unterhaltung bietet, das ist dann doch etwas wenig. Denn bevor das Gekröse und Gemetzel so richtig in die Gänge kommt, dauert es. Zwar bieten die ersten 5 Minuten auch schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf das kommende Gesplatter, in dem wir u.a. dabei zusehen dürfen, wie der Torso von Interner Link"Beverly Hills 90210"-Star Richard Grieco an einem Grillspieß schön über dem Feuer gebraten wird, doch danach herrscht erst einmal übelste Langeweile. Spannung und Atmosphäre sind auf einem Minimum, das Vorstellen der einzelnen Figuren funktioniert durchgehend nur auf unzureichendem Niveau. Zumal einem die Sippe durch ihr klischeehaftes Halten auch wieder einmal stark an den Nerven zerrt. Heutzutage möchte da schon ein wenig mehr kommen, als die üblichen 08/15-Typen, die man schon aus hunderten dieser Filme kennen gelernt hat.


Sobald dann aber endlich der erste Teenie seinen blutigen Filmtod stirbt, dreht sich der ganze Spaß dann glücklicherweise um fast 180 Grad und aus der öden Zeitverschwendung wird plötzlich doch noch ein richtig unterhaltsamer Teenie-Splatter, denn von nun an geht es wirklich ab. Das Tempo erhöht sich drastisch, um dem blutgeifernden Publikum eine Schlachtplatte der absoluten Luxus-Sorte zu bescheren, die die KJ-Freigabe hierzulande mal wieder ein wenig merkwürdig erscheinen lässt, sind doch so manch anderem Film, mit weit weniger Blut, diese begehrte Plakette vorenthalten geblieben. Ja, sogar die gerade noch bemängelten fehlenden Innovationen sind plötzlich auffindbar, wenn einer der Inzuchtbrüder seinem Opfer die Gedärme und Innereien nahezu komplett durch den Arsch heraus reist. Denn solche schräg-abgebrühten Todesszenarien hat man dann doch eher selten gesehen. Zudem sind diese Splatterszenen durchweg brillant gemacht und bringen einem zur Erkenntnis, dass das lange Warten und Ausharren zuvor sich doch noch gelohnt haben soll. Gut so!


Zudem gibt es auch ein paar nette Ideen bei der Besetzungsliste zu verzeichnen, denn neben den üblich unbekannten Möchtegern-Teenie-Darstellern fungieren hier u.a. auch Hardcore-Sternchen wie Ginger Lynn Allen, Chasey Lain, Taylor Hayes oder auch Jenna Jameson, die hier und da durchaus auch einmal ihre blanken Brüste in die Kamera halten dürfen. Auch wenn das noch kein wirkliches Zeichen für Schauspieltalent ist, so muss man trotzdem sagen, dass sie hier noch mit die besten Figuren machen. Den Rest kann man dagegen eher vergessen.


Man muss voranstellen, dass es sich hier um kleinere Independent-Produktion handelt, weswegen man keine Höchstleistungen bei der Bildumsetzung erwarten darf. Leider ist die Vorlage nicht zeitgemäß bzw. dementsprechend verarbeitet. Zuerst fällt der meist schwache Detailgrad auf, der beispielsweise auf Gesichtern unzureichende Ergebnisse erzielt, aber auch beim Blick durch den Wald gen Himmel einen etwas matschigen Eindruck macht. Die Rauscheindämmung hat leider ganze Arbeit geleistet und bleibt in helleren Szenen sehr deutlich als stehendes Rauschen zurück. Auch die Helligkeit arbeitet der Natürlichkeit des Transfers entgegen, denn das Bild scheint abgedunkelt. Da kann der Kontrast bei passendem Schwarzwert natürlich nur Durchschnittliches erreichen. Durchweg also etwas unter den Erwartungen, auch wegen seicht auftretendem Ghosting.


Der englische Ton hat eine ungewöhnlich dunkle Akustik. Stimmen als auch Umgebungsgeräusche gehen etwas unter im dumpfen Brei, der durch ein bassiges Rauschen an Qualität verliert. Lauter ist diese Sprachversion zwar, aber in den Effektkanälen tut sich auch nicht mehr als im Deutschen. Lediglich einige Figuren gestalten durch ihren Akzent diese Version etwas interessanter, andererseits sind die Originalstimmen teilweise auch nicht sehr professionell. Die deutsche Synchro, die durch immerzu laute Schrittgeräusche auffällt, macht einen dezent gehauchten Eindruck, wobei ich zugleich Dynamik als auch die ganz hohen Frequenzen vermisse. Insgesamt hat man zwar einen besseren, weil frischeren Klang hinbekommen als beim Original, sehr Front betont ist es aber immer noch. Soll heißen, dass die hinteren Lautsprecher nicht gerade aktiv sind und nur kurzzeitig für relativ einfallslose Schreckmomente in Anspruch genommen werden. Atmosphärisch wird damit nur wenig erreicht, daher nur 3 Punkte.


Das Hauptmenu ist wieder mal sehr stilsicher angefertigt und wartet mit einem Teil des Soundtracks auf. Der jedoch hat keine sonderlich gute Qualität, klingt einfach sehr dünn. Neben dem Trailer zu Interner Link"Shinobi" (auch in der Trailershow zu bestaunen) nach Einlegen der DVD werden noch zwei Deleted Scenes angeboten. Diese sind aber weitestgehend im Film enthalten, nur bei Szene 2 fällt in den letzten Sekunden auf, dass es sich hier um unfertiges Material handelt. Die Kaufversion steckt in einem Metallschuber mit gleichem Artwork wie das KeepCase.


Deftiger Hinterwäldler-Slasher, dessen Kultstatus ich persönlich allerdings nicht ganz nachvollziehen kann. Mag zwar sein, dass der Streifen in seiner letzten halben Stunde all das zu bieten hat, was das Slasher- und Splatterherz begehrt, doch davor herrscht mitunter wirklich schreckliche Langeweile, so dass es durchaus passieren kann, dass man schon längst weg gepennt ist, bevor es überhaupt erst einmal zur Sache geht. Nun gut, für das hoch unterhaltsame letzte Drittel will ich dann aber dennoch gnädig sein und den Streifen ins Mittelfeld hieven. Doch für wirklichen Kult reicht das (selbst im Genre) noch lange nicht aus!


Film+++---
Bild+++---
Ton+++---
Bonus+-----


Druckbare Version
News"Evil Breed - The Legend of Samhain" von I-ON / Splendid
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