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USA 1983
Originaltitel:Trading Places
Länge:111:35 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:John Landis
Buch:Herschel Weingrod, Timothy Harris
Kamera:Robert Paynter
Musik:Elmer Bernstein
Darsteller:Dan Aykroyd, Eddie Murphy, Denholm Elliott, Jamie Lee Curtis, Ralph Bellamy, Don Ameche, Maurice Woods, Richard D. Fisher Jr., Jim Gallagher, Anthony DiSabatino, Bonnie Behrend, Sunnie Merrill, James Belushi
Vertrieb:Paramount
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (nur engl.), Dolby Digital 1.0 Mono
Sprache:Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch
Untertitel:Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Arabisch, Bulgarisch, Dänisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Hebräisch, Isländisch, Italienisch, Kroatisch, Niederländisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Schwedisch, Slowenisch, Spanisch, Türkisch, Tschechisch, Ungarisch
Verpackung:KeepCase
DVD-Start:03.05.2007 (Kauf)
Specials:
DVD 2
  • Insidergeschäfte: Das Making of von Die Glücksritter (18:04 Min.)
  • Geschichten über Geschäfte (Interviews aus dem Jahr 1983, 8:00 Min.)
  • Die Kostüme (6:32 Min.)
  • Die Geschäfte der Glücksritter (5:26 Min.)
  • Entfernte Szene (1:48 Min.)
  • Vintage Film Industry Promo mit neuer Einführung von John Landis (4:19 Min.)
Was passiert, wenn ein Magnat an der Wall Street einen Gelegenheitsdieb kennen lernt? Dies erfahren Sie in dem Komödienklassiker, der zwei Hollywood-Superstars - Eddie Murphy und Jamie Lee Curtis - zum Durchbruch ihrer Karriere verholfen hat. Regisseur John Landis erzählt die Story eines heruntergekommenen Trickbetrügers, der mit einem wohlhabenden Investor (Dan Aykroyd) die Rollen tauscht. Mit einer verrückten Wette bringen zwei einflussreiche Börsenmakler das Rad zum Drehen.
"They're not just getting rich ... They're getting even." - Werbezeile

Sie gehören beide zu den absoluten Profis im Comedygeschäft von Hollywood: Eddie Murphy und Dan Aykroyd. Egal ob es nun der ewig quasselnde Murphy mit Comedy-Klassikern wie Interner Link"Nur 48 Stunden", Interner Link"Der Prinz aus Zamunda" und natürlich Interner Link"Beverly Hills Cop" ist, oder Aykroyd, der das Publikum mit Interner Link"Ghostbusters", "Valkenvania" und "Schlappe Bullen beißen nicht" begeisterte, keiner der beiden ist aus der Komödienwelt wegzudenken. Dass sich zwei gute Sachen aber leider nicht immer hundertprozentig ergänzen können, das beweisen leider "Die Glücksritter", die nicht viel mehr geworden sind als eine 08/15-Komödie, der es an wirklich guten Gags größtenteils fehlt.


Wenn man ehrlich ist, dann dürfte noch die Geschichte das beste Detail der "Glücksritter" darstellen. Zwei alte, geizige Geschäftsmänner wetten um einen schlaffen Dollar darum, dass sie es schaffen können, aus einem angesehenen reichen Manager einen armen kriminellen Bettler zu machen und umgekehrt. Als Opfer suchen sie sich dabei den versnobten reichen Winthorpe und den plappernden armenden Valentine aus und setzen ihren Plan in die Tat um, der sogar funktioniert. Doch als die beiden Gepeinigten hinter das Komplott kommen, schmieden sie einen perfiden Plan, um sich zu rächen. Ja, mit der Filmstory kann man durchaus zufrieden sein, da sie im Großen und Ganzen sogar mehr bietet als viele andere Komödien ihrer Art. Die einzelnen Szenen und Vorkommnisse wurden allesamt gut durchdacht, passen zusammen und haben sogar ein wenig Platz für Spannung zu bieten. Auch wenn das ganze Treiben natürlich so nur im Film funktionieren kann, so sind größere Logiklücken doch eher selten vorhanden und können übersehen werden. Von daher gibt es an der Geschichte an sich eigentlich nicht viel zu kritisieren.



Leider aber funktioniert das Wichtigste einer jeden Komödie, die Gags, hier nur bedingt. Größtenteils sind die Witze leider nur recht platt und witzlos ausgefallen und konzentrieren sich auch zu oft auf irgendwelche geschmacklosen Fluchwitzchen, die in eine beschwingte 80er-Jahre-Comedy irgendwie nicht so richtig passen wollen. Beschimpfungen, mitunter auch unnötig rassistische, kommen immer öfter vor und fahren die meistens Jokes an die Wand. Auch wirkt das meiste Geplapper von Murphys Figur Valentine eher nervig als wirklich unterhaltsam. Richtige Brüller stecken da höchstens in den Szenen, wenn Winthorpe als versoffener Weihnachtsmann eine X-Mas-Party stört, wenn sich Valentine auf einer Toilette versteckt und dabei ausversehen einen angezündeten Joint verschluckt oder er, als angeblich beinamputierter, blinder Bettler, versucht die Polizei zu verarschen. Ja, dann kann man sich doch schon mal auf die Schenkel klopfen. Aber meist bleibt es höchstens bei einem müden Lächeln.
Ebenfalls nicht richtig funktionieren will die stetig präsente Gesellschaftskritik des Films. Irgendwie lässt einen das Geschehen stets kalt, wenn hier aus arm reich wird und aus reich arm. Dazu sind die Charaktere dann alle schon eine Spur zu überzeichnet ausgefallen, als das man das Treiben wirklich als Kritik an der geizigen und geldgierigen Gesellschaft verstehen könnte. Hier hätte man dann vielleicht doch noch etwas mehr Feingefühl in der Figurenzeichnung mit einbringen müssen, damit es funktioniert. Einiges retten können da allerdings die Darsteller, die allesamt wieder eine bravouröse Leistung ablegen. Eddie Murphy und Dan Aykroyd stecken wirklich all ihr vorhandenes Können in ihre jeweiligen Rollen, so dass diese dann doch noch recht sympathisch rüber kommen. Jamie Lee Curtis gibt dazu eine vorzügliche Prostituierte ab und auch Ralph Bellamy und Don Ameche als geldgierige Wirtschaftsdinos machen ihre Sache gut.



"Some very funny business." - Werbezeile

Nach den beiden identischen Single-DVDs der letzten Jahre spendiert uns Paramount nun eine 2-Disc-Money-Edition. Der Transfer ist identisch zur 2006er Edition und überzeugt durch satte und kräftige Farben, sowie einen angenehmen Kontrast, der insgesamt jedoch etwas zu dunkel ausgefallen ist und ab und an ein paar Details verschlucken lässt. Die Schärfe ist ordentlich, zeigt saubere Konturen und eine noch ausreichende Detailwiedergabe, welche aber etwas unter dem eingesetzten Rauschfilter zu leiden hat. Dafür arbeiten die Kompressionen sehr sauber und zeigen nur selten Blockrauschen. Zudem trüben Defekte und Schmutz, dank eines sauberen Masters, nur selten den Sehgenuss.
Der deutsche Monotrack klingt gut verständlich und zeigt keinerlei Fehler, wirkt dafür aber etwas zu dumpf, was man vor allem beim Einsatz von Musik bemerkt. Der englische Dolby Digital 5.1-Mix klingt etwas frischer, spielt sich Genre bedingt aber überwiegend im Frontbereich ab. Lediglich die Musik und dezente Umgebungsgeräusche dürfen sich in die Rears verirren und sorgen für eine noch gute Räumlichkeit. Optional lassen sich Untertitel hinzuschalten.


Die Extras befinden sich komplett auf der zweiten DVD und beinhalten ein 18minütiges, sehr werbelastiges Making of, bei dem die Filmemacher und Darsteller zu Wort kommen. "Geschichte über Geschäfte" besteht aus Interviews aus dem Jahre 1983, welche erstmals wieder an die Öffentlichkeit getragen werden. Auch wenn acht Minuten nicht sehr lang sind, ist es schön, die Darsteller, sowie Regisseur John Landis noch einmal in "jungen" Jahren zu sehen. Weiter geht es mit einem kurzen Featurette über die Kostüme im Film, sowie ein weiteres knapp 6minütiges Featurette über die "Geschäfte der Glücksritter". Hier bekommen wir neben Filmausschnitten einen kleinen Einblick in das Börsengeschäft. Zum Schluss gibt es noch einen 4minütigen Promo Clip mit einer neuen Einleitung von John Landis, sowie eine geschnittene Szene. Über einen Audiokommentar oder zumindest einen Trailer hätten wir uns gefreut, so bleiben die Extras oberflächlich und wirklich nützliche Infos findet man kaum.


Durchschnittliche, seltsamerweise schon als Klassiker deklarierte 80er-Jahre Komödie, die zwar in ihrer Story recht gut funktioniert, aber dafür nur selten mit echten Brüllern aufwarten kann und auch den gesellschaftskritischen Teil nicht sonderlich glaubwürdig rüberzubringen vermag. Dafür sind Murphy, Aykroyd und alle anderen aber mal wieder bestens aufgelegt und können somit das ganze Treiben wenigstens auf Durchschnitt hieven. Trotzdem, bei den Voraussetzungen hätte wesentlich mehr draus werden können!
Die DVD ist technisch identisch zu der aus der Eddy Murphy Edition und im Grunde sind es nur die Extras, die uns hier locken. Doch diese sind nicht wirklich so ausgefallen, dass ein Neukauf für Besitzer der vorherigen DVD nötig erscheint. Wer bisher allerdings noch keine Veröffentlichung sein Eigen nennen kann, darf hier getrost zugreifen.


Film+++---
Bild++++--
Ton++----
Bonus++----


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