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USA 1984
Originaltitel:Ghostbusters
Alternativtitel:Ghostbusters - Die Geisterjäger
Länge:100:55 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Ivan Reitman
Buch:Dan Akroyd, Harold Ramis, Rick Moranis
Kamera:László Kovács
Musik:Elmer Bernstein
SFX:Boss Film Studios, Entertainment Effects Group
Darsteller:Bill Murray, Dan Aykroyd, Harold Ramis, Ernie Hudson, Sigourney Weaver, Rick Moranis, Annie Potts, William Atherton, David Margulies, Slavitza Jovan, Steven Tash, Jennifer Runyon, Alice Drummond, Jordan Charney
Vertrieb:Columbia
Norm:PAL
Regionalcode:2,4,5
Bildformat:2.35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (En), Dolby Digital 2.0 (Deu)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Englisch und Deutsch für den Audiokommentar, Deutsch (Facts Track), Englisch, Deutsch, Polnisch, Tschechisch, Ungarisch, Isländisch, Hindi, Hebräisch, Türkisch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch, Russisch, Griechisch
Verpackung:KeepCase
Specials:
  • 4seitiges Booklet
  • Audiokommentar
  • Kinotrailer (Engl., 2:14 Min.)
  • Szenenfriedhof:
    • Rausschmiß (0:58 Min.)
    • Dana (0:42 Min.)
    • Flitterwöchner (1:13 Min.)
    • Winston (0:50 Min.)
    • Penner (0:44 Min.)
    • Werbung (0:37 Min.)
    • Der Hut (0:28 Min.)
    • "Nein, Louis!" (0:36 Min.)
    • Rathaus (1:25 Min.)
    • "Festnahme" (0:18 Min.)
  • Filmdokumentation (9:29 Min.)
  • Ghostbuster 2-Trailer, englisch (2:25 Min.)
  • Special Effects:
    • Das Special Effects Team (15:24 Min.)
    • Special Effects vorher und nachher (4:36 Min.)
    • Konzeptzeichnungen (78 Bilder)
  • Storyboards:
    • Schleimer (2:00 Min.)
    • Gozer (1:47 Min.)
    • Der Torwächter (1:50 Min.)
  • Geisterhafte Galerie:
    • Marshmallow-Mann (15 Bilder)
    • Schleimer (21 Bilder)
    • Gebäude (12 Bilder)
    • Hund (18 Bilder)
    • Geist in Bibliothek (7 Bilder)
    • Levitation (6 Bilder)
Als Wissenschaftler sind sie kläglich gescheitert. Aber als selbstständige Geisterjäger stehen sie am Beginn einer großen Karriere - die Doktoren Venkman (Bill Murray), Stanz (Dan Aykroyd) und Spengler (Harold Ramis), kurz die Firma "Ghostbusters". Telekinese, PSI, modernste Apparaturen und 24-Stunden-Service sind ihre fürchterlichsten Waffen gegen das Gespensterunwesen. Und das treibt's gerade in New York kunterbunt: Eine uralte sumerische Gottheit schickt sich mitten in der City zur Wiedergeburt an. Es droht eine Katastrophe biblischen Ausmaßes - und die bringt den "Ghostbusters" ihren ersten Riesenauftrag ...
Wenn sich eingespielte Comedians zusammentun, ihre kreativen Gene einmal so richtig von den Zügeln lassen und vor Ideen nur so übersprudeln, dann spricht man in drei von vier Fällen von den "Ghostbusters" - ein denkbar gelungenes Stück Fantasy der Achtziger mit seinerzeit maximalem Unterhaltungswert. Der Humor hat etwas Staub angesetzt, wirkt heute etwas infantiler als damals, und die liebevollen Effekte sind natürlich auch überholt, aber dem Filmspaß tut dies keinen Abbruch.


Denn was Komödienspezialist Ivan Reitman ("Twins", Interner Link"Evolution") hier zusammen mit den beiden Hauptdarstellern und Drehbuchautoren Dan Aykroyd ("The Blues Brothers", "Spies Like Us") / Harold Ramis (Interner Link"Stripes", "Stealing Home") braute, ist ausgemachter Unfug (Das meine ich hier positiv ...), der neben einer Fortsetzung ebenfalls etliche Trickserien nach sich zog und seinerzeit auch mein Kinderzimmer in Form von Spielfiguren, Bettwäsche und Postern mitgestaltete.


Dass New York ein schlimmes Pflaster ist, hat uns der Big Apple in unzähligen Filmen mitgeteilt. Dass dort allerdings auch Geister die Einwohner terrorisieren, war uns bis dato unbekannt und ein gefundenes Fressen für die drei Parapsychologen Doktor Peter Venkman (Bill Murray, Interner Link"Groundhog Day", Interner Link"Lost in Translation"), Doktor Raymond Stantz (Aykroyd) und Doktor Egon Spengler (Ramis). Drei Typen, die nicht unterschiedlicher sein könnten, aber aus diversen Gründen vom Übersinnlichen fasziniert sind. Venkman, der Frauenheld und Zyniker, betrachtet seine Kollegen zwar erst sarkastisch und belächelnd, muss aber in der Bibliothek plötzlich feststellen, dass die beiden mit ihren Theorien über Geister wohl gar nicht mal so falsch liegen. Also dann auch noch ein mächtiger, sumerischer Dämon in die Menschenwelt eindringen will, scheinen sie die Einzigen, die vorbereitet sind. Denn als selbstständige Geisterjäger sind sie dank häufiger Erscheinungen bald Volkshelden ...


Neben der abgefahrenen, schrillen Geschäftsidee, die in einer heruntergekommenen Feuerwehrstation mit einem zu hohen Mietpreis ihren Anfang nimmt, und den völlig verschiedenen Geisterformaten (vom kultigen Slimer über Bibliothekarinnen bis hin zu Höllenwesen ist alles vertreten) beziehungsweise der effektreichen Jagd auf diese mittels selbstgebastelter Waffen und Fallen, punktet vor allem die Figurenkonstellation.
Bill Murray ist als Venkman der unangefochtene Star, der dem Film die nötige Selbstironie großzügig eintrichtert, alles lakonisch kommentieren muss, den Ruhm in vollen Zügen genießt und in wirklich jeder Situation sein Mundwerk nicht halten kann. Dagegen wirken der eher schüchterne, trottelige Stantz, sowie der rein wissenschaftlich denkende Spengler mit seinem staubtrockenen Humor schon fast wie eine Ergänzung und der erst später dazu stoßende Winston Zeddmore (Ernie Hudson, "Congo", "Operation Delta Force") als Einziger wie ein Normalo im Team. Natürlich bleiben bei so voneinander abweichenden Charakteren Meinungsverschiedenheiten nicht aus, aber grundsätzlich rauft man sich im Dienste New Yorks zusammen.


In Nebenrollen muss sich Sigourney Weaver (Interner Link"Alien", "1492: Conquest of Paradise") besessen und auserwählt etwas unter Wert verkaufen, während Rick Moranis ("Little Shop of Horrors", "Spaceballs") mir persönlich mit seiner verpeilten Art stets eher auf den Wecker geht, anstatt zu amüsieren. Macht aber nichts, weil das Hauptaugenmerk auf das Helden-Quartett gerichtet bleibt und die müssen sich final bekanntlich mit dem Marshmellow-Mann auseinander setzen.

Der wilde Mix funktioniert bei "Ghostbusters" leider nicht immer. Insbesondere der Showdown, bei dem die Vier gegen den sumerischen Obermotz antreten, der nebenher von zwei Höllenhunden begleitet wird, beißt sich, weil reichlich bedrohlich und wenig kindgerecht geraten, deutlich mit der sonst hier so dominanten Familienunterhaltung. Trotz diverser Hommagen an King Kong und Co schießt man hierbei ein wenig über das Ziel hinaus. Bleibt aber auch der einzige echte Ausrutscher des Films.


Denn ansonsten kann man sich hier wirklich kaum satt sehen. Tolle und vor allem abwechslungs- und ideenreiche Tricks (der Kühlschrank mit der höllischen Vision ...) wechseln sich mit wiederum mit Passagen einer reinen Komödien, nur um wann wieder zu gruseln. Immer wieder amüsieren diverse, oft improvisierte, neue Erfindungen von Spengler, die Venkman entsprechend zu kommentieren weiß. Wenn nichts mehr geht, bedient man sich der Aberwitzigkeit. Final werden die Geisterjäger wie rückkehrende Astronauten zu Ray Parker Jrs Theme von der Stadt gefeiert.

Wer diesen Klassiker nun sich tatsächlich noch nie zu Gemüte geführt hat, der sollte das schnellstens nachholen. "Ghostbusters" ist nicht DAS Gagfeuerwerk schlechthin, aber er hat tolle Darsteller mit herrlichen Dialogen und nach seiner etwas verschleppten Exposition auch ein ständig hohes Tempo, bei dem der Zuschauer von effektreichen Geisterjagden regelmäßig attackiert wird. Richtig zum Gruseln ist das natürlich nur noch für die Kleinen ...


Vom ersten Moment an ist das anamorphe Bild sehr sauber, die Zeit hat aber winzige Spuren hinterlassen, die sich in der gesamten Bildschärfe niederschlagen. "Ghostbusters" ist für einen Film Anfang der 80er zwar gut, aber nicht überragend, dafür sind besonders entfernte Details zu schnell verschwunden und Konturen etwas zu lasch. Nichtsdestotrotz ist die DVD von einem Major, also ist Gutes zu erwarten. Die Farben sind weitestgehend sehr natürlich mit leichtem Hang zu rötlicher Blässe, wie man es manchmal auf Gesichtern sieht. Aber hier ist überwiegend alles im grünen Bereich, ebenso wie beim Kontrast, der mitunter noch ein kräftigeres Schwarz anzeigen könnte. Ein Rauschen, vom Material oder von der Kompression, fällt nicht auf, nur minimale, träge Bewegungen weisen auf den Rauschfilter hin.


Die deutsche Tonspur ist zu leise, man muss zu laut aufdrehen, damit man das gewünschte Lautstärkelevel erreicht. Gerade die Dialoge sind im englischen Original etwas direkter, aber immer noch ein wenig zu zart. Die Dynamik, der Basseinsatz und die Klarheit moderner Titel wird natürlich nicht erreicht, der Score aber beispielsweise zeigt gute Ansätze und ist hauptsächlich für die Aktivität der hinteren Lautsprecher verantwortlich. Man muss aber sagen, dass es bis auf ein paar herausstechende Ausnahmen dort weder beim Dolby Digital 5.1-Ton, den es nur beim Originalton gibt, noch beim deutschen Dolby Surround besonders aufregend wird. Somit ein befriedigendes Ergebnis, mehr an Effekten als ein paar leichte Gewitterstöße oder mal ein Schreien eines Geistes waren wohl nicht zu machen. Der DVD sind mal wieder unzählige Untertitel aufgebracht.


Der englischsprachige Audiokommentar dieser DVD hat deutsche Untertitel spendiert bekommen, ein relativ seltenes Extra. Wer am Film Freude hat und hier nicht einschaltet, dem ist nicht mehr zu helfen, denn das lustige Gespräch von Regisseur Ivan Reitman, Darsteller und Drehbuch-Co-Autor Harold Ramis und Produzent Joe Medjuck sollte man auf keinen Fall verpassen, einerseits weil pure Partystimmung herrscht, andererseits weil die Jungs jede Menge interessante Fakten zu vermitteln haben. Neben den deutschen Untertiteln zum Audiokommentar kann man optional auch die drei Schattenköpfe der Sprecher in Form von extra Untertiteln bewundern, was ein netter, wenn auch sinnloser Gimmick ist.
Das Bonusmaterial ist zwar recht überschaubar, kann sich aber nichtsdestotrotz sehen lassen. Das knapp 10minütige Making Of wurde einst vor der Veröffentlichung fürs Fernsehen produziert und schwankt deshalb auch zwischen Information und Werbung, liefert aber witzige Hintergrundblicke und gibt vor allem die sichtbar gute Stimmung am damaligen Set wieder. Bei der für die DVD produzierten Special Effects-Doku, die eine Viertelstunde dauert, bekommt man in bester Reunion-Tradition von den beteiligten Effektkünstlern, allen voran Richard Edlund, die wesentlichen Tricks erklärt. Interessant sind diverse Anekdoten. So erfährt man z.B., dass die Animation von Slimey auf John Belushi (bzw. dessen Charakter in Interner Link"Ich glaub' mich knutscht ein Elch") basiert oder für die Rolle von Rick Moranis eigentlich John Candy vorgesehen war. Unglaublich auch, wenn die Crew von einst erzählt, dass man bei Konturierung einer visuellen Geisterszene auf Film für 1 bis 2 Sekunden rund drei Wochen einplanen musste, was in Zeiten von Computeranimationen natürlich unvorstellbar klingt. Unter der Option "Szenenfriedhof" gibt es 10 (untertitelte) Deleted Scenes, die nicht besonders spektakulär, aber doch recht interessant sind. Schlussendlich dürfen Storyboards, Konzeptzeichnungen und Galerien genauso wenig fehlen wie die Trailer zu beiden Teilen. Eingebettet sind die Extras darüber hinaus in wunderbar animierten Menüs und innerhalb der DVD-Hülle sollte ein 4seitiges Booklet klemmen, welches neben der Kapiteleinteilung auch ein paar Szenenfotos zeigt.


Abgefahrene Fantasykomödie mit erstklassigen Darstellern, viel Wortwitz und tollen Effekten, der damals wie heute Kult darstellt, allerdings auch leicht in die Jahre gekommen ist und heute nicht mehr ganz so rasant, effektgeladen und durchgeknallt wie damals daherkommt. Man stumpft mit jedem neuen audiovisuellen Overkill leider ab. Dennoch muss jeder Zuschauer die Liebe, die Sorgfalt und den Spaß hinter "Ghostbusters" selbst erfahren.


Film+++++-
Bild++++--
Ton+++---
Bonus+++---


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Ghostbusters
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