Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 2002
Originaltitel:Ghost Ship
Alternativtitel:Chimera
Länge:88 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Steve Beck
Buch:Mark Hanlon
Kamera:Gale Tattersall
Musik:John Frizzell
SFX:Brian Cox, Angelo Sahin
Darsteller:Gabriel Byrne, Julianna Margulies, Ron Eldard, Desmond Harrington, Isaiah Washington, Alex Dimitriades, Karl Urban
Vertrieb:Warner
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:
- Stab & Besetzung
- Cinemax TV Special
- Die Geheimnisse der Antonia G.
- Die visuellen Effekte
- Das Grauen
- Die Ausstattung
- Musikvideo
- Untertitel deutsch/englisch
- Trailer
Skipper Sean Murphy (Byrne) hat schon so manches Abenteuer auf See erlebt und als er die Möglichkeit bekommt, den seit 40 Jahren verschollenen Luxusdampfer Antonia Graza zu bergen, da zögert er nicht lange. Unterstützt von seinem Team unter der Leitung von Maureen Epps (Margulies), die ihm wie eine Tochter zur Seite steht, versucht man das verlassene Schiff in den nächsten Hafen zu ziehen. Doch schon beim ersten Rundgang durch das gespenstische Wrack passieren unheimliche Dinge, die vor allem Maureen nicht ganz geheuer vorkommen. Sieht sie doch öfter die Gestalt eines jungen Mädchens, das sie vor etwas warnen möchte.
Als die Crew an Bord mehrere Kisten mit Goldbarren findet, beschließt man rasch die mühselige Arbeit des Abschleppens sein zu lassen uns sich samt Gold zu verdrücken. Doch da haben die Leute die Rechnung ohne die Kräfte des Übernatürlichen gemacht. Das Abschleppboot Arctic Warrior explodiert wie von Geisterhand und der Maschinist kommt ums Leben. Jetzt ist Murphy mit seiner Truppe auf dem Ghost Ship gefangen und den Geistern hilflos ausgeliefert...
Die Firma "Dark Castle", die uns schon nette Horrorfilmchen wie "House on haunted Hill" und "13 Geister" bescherte, präsentiert hier ihr neuestes Werk. Wie auch schon bei den beiden Vorläufern handelt es sich abermals um ein Remake des 60er Jahre Gruselpapstes William Castle, der auch als Namensgeber der Produktionsstätte Pate stand.
Ein routinierter Hochglanzflick in dem, in dem ein Seebergungsteam einen verlassenen Luxusdampfer findet, auf dem Geister ihr Unwesen treiben. Mit Schauspielern wie Gabriel "End of Days" Byrne, Isaiah "Ein wahres Verbrechen" Washington und Julianna "Emergency Room" Margulies hatte Regisseur Steve "13 Geister" Beck ein gutes Ensemble beisammen um den Schiff-Horror glaubhaft rüberzubringen.
Wie das in einem nicht allzu originellen Horrorfilmchen so üblich ist, kommt in "Ghost Ship" einer nach dem anderen um und das Rätsel um die Antonia Graza lüftet sich. Was geschah wirklich vor 40 Jahren auf dem Schiff? Wie kam die komplette Mannschaft und die Passagiere ums Leben? Was hat es mit dem Gold auf sich? Fragen über Fragen, die am Ende nur einer Person des Teams komplett klar werden...denn alle anderen gehen drauf...oder? Die Idee mit den Geistern auf dem verlassenen Ozeanriesen finde ich okay, wenn auch die Inszenierung des Films ein wenig schleppend wirkt. Zu viele Expeditionen durch dunkle Gänge, hier mal ein Schock - da mal ein Geist. Am Besten funktioniert der Streifen wenn die teils recht krassen Effekte zum Vorschein kommen und Leute durch ein straff gespanntes Seil halbiert werden oder ein Typ mit dem Schlepphaken eines Förderkrans erschlagen wird. Auch die Übergänge der Rückblenden in die Vergangenheit sind klasse gemacht und wenn die Big Band-Sängerin ihr Abendkleid fallen lässt, wünscht man sich selbst, ein Geist zu sein, ha ha.
Regisseur Steve Beck hat also, wie schon bei "13 Geister", gute Akteure und gute Effekte zu bieten, aber Story, Tempo und Spannung sind leider nur mäßig. Die Hard Horror-Fans werden sich den Film allein wegen den teilweise recht heftigen Effekten ins Regal stellen, aber es reicht auch völlig aus, sich die DVD nur auszuleihen und das heimische Wohnzimmer einmal zum "Ghost Ship" zu erklären. Schiff Ahoi!

So muss eine DVD aussehen, dann klappt das auch mit dem Heimkino. Warner Bros. präsentiert uns hier wirklich einen erstklassigen Transfer. Das Bild ist knackscharf und überzeugt durch seine satten Farben zu Anfang und seinen kühlen Farbtönen für den Rest des Films. Blockrauschen gibt es nur beim genaueren Hingucken zu sehen und auch Verschmutzungen sind kaum zu finden. Der Kontrast ist top, man erkennt alles bis ins kleinste Detail. So was bekommt man selten zu sehen, vor allem Warner hat sich ja in der letzten Zeit nicht immer mit Ruhm bekleckert.
Beim deutschen Ton wird uns neben einer sehr guten Sprachverständlichkeit auch eine Spitzendynamik geboten. Der stimmige Soundtrack kann ebenso überzeugen wie der wuchtigen Bass. Trotzdem muss man leider sagen, dass hier das Klassenziel nicht ganz erreicht wurde, dafür fallen die Effekte zu wenig auf, was bei einem Film dieser Art hätte besser ausfallen müssen. Die englische Tonspur ist nahezu identisch, nur dass die Stimmverständlichkeit bei der Deutschen deutlich besser ist als in der Englischen.
Im Bereich Bonusmaterial hätte man sich aber durchaus mehr wünschen können. Stab & Besetzung umfasst die Hauptdarsteller und Crew als Texttafeln. Das Cinemax TV Special ist mal wieder so ein typisches Making of Featurette, welches aus vielen Ausschnitten, Statements und einigen kurzen Szenen vom Dreh besteht. Das Ganze geht rund 15 Minuten, bietet aber nur wenig Informationsgehalt.
Das Special „Die Geheimnisse der Antonia Graza" ist das langweiligste Special auf dieser DVD. Man muss einige Rätsel lösen und bekommt als Belohnung ein wenig Material geboten, was aber nicht sonderlich interessant ist. Das beste Extra ist das Feature zu den visuellen Effekten, was knapp 6 Minuten geht und das zu den Splattereffekten. Beide Specials sind aber viel zu kurz und hätten durchaus mehr in die Tiefe gehen können. Zum Schluss gibt es noch ein 6minütiges Special über die Ausstattung, sprich Bühne und Kulissenbau, sowie ein Musikvideo von der Gruppe "Mudvayne", welches nur auf der ungeschnittenen 18er DVD zu finden ist, da man bei diesem Metalstück diverse, in der 16er Fassung geschnitten Szene zu Gesicht bekommt.

"Ghost Ship" ist bei weitem kein Highlight, aber die DVD ist bildtechnisch hervorragend und hat nur tonal minimale Schwächen aufzuweisen und auch das Bonusmaterial hätte etwas umfangreicher sein können. Die ungeschnittene FSK18-DVD liegt in einem roten Schnapper mit Hologramm-Cover vor.


Film+++---
Bild++++++
Ton+++++-
Bonus+++---


Druckbare Version
Ghost Ship
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.