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IT 1977
Originaltitel:Suspiria
Alternativtitel:Dario Argento's Suspiria
aka. Suspiria - In den Krallen des Bösen
Länge:94:23 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Dario Argento
Buch:Dario Argento, Daria Nicolodi
Kamera:Luciano Tovoli
Musik:Goblin, Philip Glass, Dario Argento
SFX:Germano Natali
Darsteller:Jessica Harper, Stefania Casini, Flavio Bucci, Miguel Bose, Barbara Magnolfi, Udo Kier, Joan Bennett
Vertrieb:Dragon
Norm:PAL
Regionalcode:0
Bildformat:2,35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 (Stereo), Dolby Digital 5.1 (splitted)
Sprache:Deutsch, Englisch, Italienisch
Specials:
DVD 1:
- Trailershow

DVD 2:
- Dario Argento's World of Horror ( 71:26 Minuten; deutsch, englisch)
- Dario Argento in München (21:06 Minuten; deutsch, englisch)
- Argento talks (21:15 Minuten; deutsch, italienisch)
- Viennale '96 (54:03 Minuten; englisch mit deutschen Untertiteln)
- Trailer
- TV-Spot
- Music Clip Special mit "SCRAPHEAD" - Suspiria
- Music Clip mit "DAEMONIA" - Suspiria

CD:
- Soundtrack (12 Lieder, 42:23 Minuten)
Die junge Balletttänzerin Suzy kommt aus den USA nach München, um dort an einer angesehenen Schule Tanz zu studieren. Als sie dort ankommt, beobachtet sie ein junges Mädchen, das aus der Schule flieht, um dann aber später in der eigenen Wohnung auf mysteriöse Art und Weise ermordet zu werden. Doch auch Suzy kommt die Schule zunehmend merkwürdig vor. Die Lehrerinnen führen ein hartes Regiment, nachts hört man seltsame Geräusche und etwas schleicht nachts durch den Schlafsaal. Suzy forscht den merkwürdigen Vorgängen nach und findet langsam aber sicher heraus, dass das Haus an sich eine unheimliche Geschichte hat und eine dunkle Macht beherbergt.
Die Geburt der 3 Mütter ...

"Suspiria" war der erste Film einer erst später angelegten "Drei Mütter"-Trilogie. Inspiriert durch die Erlebnisse der Mutter seiner Partnerin Daria Nicoldi schrieb Argento zusammen mit ihr das Drehbuch zu "Suspiria". Darias Oma Ivon Müller hatte angeblich die Gabe des "zweiten Gesichtes" und war, so laut Aussage ihrer Enkelin, eine Expertin der Magie und eine sehr einflussreiche weiße Hexe.
Schon als Daria ein kleines Mädchen war, erzählte ihre Mutter fantastische Geschichten über ihre Großmutter. Einige dieser "Gruselmärchen" boten die Grundidee zu "Suspiria".
Ivon Müller soll im Alter von 15 Jahren eine Akademie besucht haben, wo sie ihre Klavierkünste verbessern sollte, aber anstelle von Klavierunterricht gab es Nachhilfe in schwarzer Magie. Argento und Nicoldi durchquerten ganz Europa um sich inspirieren zu lassen und so auch Deutschland und die Schweiz. Auch der Neubau der mittlerweile abgebrannten Akademie, wo Ivo Müller ihre angeblichen Künste lernte, wurde besucht und in den kleinen Schweizer Städchen Dorma stießen sie auf die Rudolf Steiner-Gemeinschaft, in der Ballett und Tanz mit esoterischen Inhalten vermittelt wurde, was sie zum Vorbild der Balletschule in "Suspiria" machten. Daria Nicoldi wollte die Hauptrolle übernehmen, doch durch eine angebliche Fußverletzung mußte man jemanden anderes suchen und besetzte Jessica Harper für die Rolle der Suzy. Die Fußverletzung war aber ein Schwindel, denn die amerikansichen Produzenten wollten eine Amerikanerin in der Hauptrolle sehen. Argento beugte sich den Wünschen seiner Produzenten, was einen Streit zwischen ihm und Daria vom Zaun brach und sie schlussendlich noch nicht einmal mehr in einer Nebenrolle auftauchen wollte und sich komplett vom Projekt distanzierte.

"Suspiria" ist neben Interner Link"Inferno", der den zweiten Teil der Mütter-Trilogie darstellt, der einzigste Film Argentos mit einem rein übersinnlichen Grundthema. In beiden Filmen ließ sich Argento von Thomas DeQuineey inspirieren und schaffte im Gegensatz zu den drei Grazien die Mütter der Tränen, der Seufzer und der Dunkelheit. Auch merkt man hier einen deutlichen Einfluss der Gebrüder Grimm und von Hans Christian Anders. Am deutlichsten waren aber noch die Einfllüsse bei Schneewitchen zu spüren, die kompletten Charaktere wirken absolut märchenhaft, was Argento mehr als nur beabsichtigte.
Dank seiner exzellenten Bildkompositionen, atemberaubenden Kamereinstellungen, den stimmungsvollen Dekors mit der Tapete, die an Escher-Motive erinnern (die Straße an der Balletschule heißt auch Escherstraße) und der äußerst blutigen Effekte wird "Suspiria" zu einem visuellen Erlebnis, wie es nur ein Argento machen kann und darf durchaus als Höhepunkt seines Schaffens gesehen werden. Böse Zungen schreiben zwar soche Sache wie: "Polanski dreht Alice im Wunderland" oder "Faßbinder in seine Perversen" werken, andere titulierten es als langweiliger Schund ohne Sinn und Verstand, worauf ich aber später noch genauer eingehen werde und versuche zu erklären, warum es sich einige Kritiker schwer mit Argento tun.

Ein visueller und akustischer Overdrive

In Zusammenarbeit mit Argentos Kameramann Luciano Tovoli gelang es ihm, ein wirklich märchenhaftes Szenario zu erzeugen, dessen visuelle Wirkung den geneigten Zuschauer umhauen wird. Man wird sich der Bilderflut an alptraumhafter und teilweise perverser Schönheit nicht zu entziehen wagen.
Gedreht wurde auf einem uralten, vom Hersteller Kodak längst aus dem Programm genommenen IB Technicolor-Negativmaterial, dessen Überreste Argento aufkaufte. Man konnte mit dem Einsetzen spezieller Filter die Farbe ganz nach Wunsch herausfiltern oder intensivieren. Für Argento war Kameramann Tovoli die Idealbesetzung, obwohl er anfänglich lieber wieder mit Luigi Kuveiller gearbeitet hätte, dieser sagte aber schon vor Beginn des Projektes, dass Argentos visuelle Vorstellung unmöglich zu realisieren wäre.
Ein wichtiger Bestandteil in "Suspria" ist der geniale Soundtrack, für den Argento erneut auf die Gruppe Goblin zurückgriff. Er hatte das Thema von "Suspiria" zwar schon selbst komponiert, jedoch war Goblin weniger begeistert von seiner Idee, weshalb sie es nochmal komplett neu arrangierten. Sie lieferten daraufhin mit diesem Soundtrack ihre wohl beste Arbeit ab und die erneute Zusammenarbeit rettete die Band vor dem unvermeidlichen Split.
Siomentti war dennoch etwas sauer, dass Argento sich, was die Musik anging, zu sehr in den Vordergrund rückte, obwohl er nur Ideen mit einbrachte, die die Gruppe zum Teil gar nicht realisierte. Den Rest machte Goblin selbst und spielte die Musik ein, die sie auch selbst schrieben. Goblin legte hier einen Melodischen Keyboardsound vor, der durch verstörend wirkenden Gitarrenlänge, sowie beängstiegnde Gesangsstücke untermalt wurde.

Alte Hexen und große Postboten

Wie Jessica Harper zu der Hauptrolle gekommen ist wurde oben schon erwähnt, deshalb möchte ich noch kurz auf die Nebenrollen in "Suspiria" eingehen. Eine sehr prägnante, wenn auch äußerst kurze Rolle hat hier Udo Kier als Psychiater. Der mittlerweile zum Kultdarsteller avancierte Kier spielt seine kurze Rolle mit Bravour und sorgt bei Fans für ein breites Grinsen auf den Wangen.
Die Ballettlehrerin wird von Alida Valli verkörpert, die schon für Carol Reed in "Der dritte Mann" gespielt hatte. Joan Bennet spielt Madame Blank und Argento zeigte mit dieser Auswahl einmal mehr seinen guten Geschmack, denn Joan Bennet war seinerzeit nicht mehr wegzudenken aus den Fritz Lange-Filmen, die er in Amerika drehte.
Aber viel interessante als Udo Kier und Joan Bennet war die Besetzung zweier Charaktere im Film. Da wäre einmal Pavel, der unheimliche stumme Diener der Hexen. Giuseppe Transocchi heißt dieser Mann, den Argento in einem Postgebäude traf und ieal für die Rolle zu sein schien. Eigentlich wollte Argento jemandenus einer psychatrischen Klinik für die Rolle, bekam aber keine Erlaubnis, was auch nicht schade ist, denn der Auftritt Transocchis bleibt unvergesslich. Für die Rolle der Hexe Elena Markos fand Argento eine Dame, die zum Zeitpunkt des Drehs 102 Jahre alt gewesen sein soll. Da kann man sich ja wohl vorstellen, dass man so gut wie keine Schminke mehr brauchte ...

Ein Hauch der Zensur

Das Thema Zensur darf bei Argento natürlich nicht fehlen, denn wie auch bei den meisten anderen seiner Filmen wurde hier die Schere angesetzt und der Film mal eben um 5 Minuten gekürzt. Unter anderem fiel die Szene des Hexenexperten Professor Milius, dargestellt von Rudolf Schündler, der Schere zu Opfer. Dazu soll auch die Szene aus der italenischen Erstaufführung gehören, die angeblich von Salvatore Argento vernichtet worden sein soll. Susy Banyon flüchtet aus der brennenden Schule und wird von dem Diener der Hexen verfolgt, der in der Empfangshalle von herabfallenden Glassplittern in zwei Hälften zerteilt wird und sich seine Gedärme über den Boden verteilen. Argento dementierte aber immer wieder, dass diese Einstellung überhaupt gedreht wurde.

Der Sieg über King Kong

Dass "Suspria" ein Erfolg wurde, muss ich ja niemanden mehr sagen, aber selbst Argento hätte niemals gedacht, dass sein Film ein so großer Erfolg werden würde. 1977 erschien der Film auf dem 6. Festival des Phantastischen- und Science Fiction-Films in Paris und wurde abgefeiert. In Italien toppte "Suspiria"die Einnahmen von Interner Link"Jaws" und dem Remake von "King Kong". Nur die Amis würdigten das Meisterwerk nicht und verramschten ihn in einem Doppelprogramm mit "Steiner - das eiserne Kreuz". Erst Jahre später kam "Suspiria" in einer vernünftigen Fassung nach Amerika auf Video und unlängst erschien sogar ein um 11 Minuten längerer Director's Cut auf Laserdisc.
Nach dem immensen Erfolg von "Suspiria" war es klar, dass es eine Fortsetzung geben musste. Damit lies sich Argento aber bis 1979 Zeit und kümmerte sich erstmal um Interner Link"Dawn Of The Dead". Den Japanern dauert das alles zu lange und so vermarkteten sie Interner Link"Profondo Rosso" als "Suspiria 2". Die spinnen, die Japaner ...

Der Chef-Redax gegen die Argentophilen?

Ich bezeichne mich zwar nicht als "Argentophiler", trotzdem halte ich Dario Argento für einen hervorragenden Künstler, der es versteht mit beindruckenden Bildkompositionen, innovativen Kameraführungen und tollen Regieeinfällen sein Publikum zu begeistern und mit seiner oftmals sadistischen, jedoch stehts kunstvollen Gewaltdarstellungen zu schockieren.
Jedoch halte ich Argento auch für einen vielfach überschätzen Geschichtenerzähler, denn viele seiner Filme haben weder Hand noch Fuß und dabei meine ich nicht die Stellen im Film, wo die Darsteller Selbiges verlieren. Das Problem ist einfach Folgendes: Argento überflutet uns gerade in "Suspiria" mit einer unheimlichen Farbgewalt und klaustrophobischer Atmosphäre, noch dazu kommt ein Soundtrack der Spitzenklasse. Dies alles sind Elemente, die man an Argentos Arbeit so sehr schätzt, keine Frage, aber für diese ganzen Dinge geht er auf Kosten der Handlung. Nicht nur bei "Suspiria", der sein bestes visuelles Werk darstellt, sondern auch bei vielen anderen seiner Filme ist dies der Fall. Seine Filme kränkeln oftmals an konfusen Handlungssträngen, die seine Filme unglaubwürdig und teilweise zäh werden lassen. Über dieses Manko kann nicht mal der größte Argento-Fans hinwegsehen und muss sich eingestehen, dass Argento als Geschichtenerzähler bei weitem nicht so viel Talent besitzt wie als Regisseur.

"Schande über jene Kleingeister der Kritik, die uns auch hier wieder und diesmal völlig unberechtigt, mit ihrem Gejammer über den dünnen Plot dieses Geniestreiches nerven."
von Detlef Klewer ("Inferno - Die Welt des Dario Argentos")

Ok, lieber Kollege, dann bin ich halt ein Kleingeist, aber ein guter Plot (die Geschichte an sich ist ja gut) gehört genauso zu einem Film wie die Musik, die schauspielerische Leistung und die gesamte Inzensierung eines Films.
Was wäre denn, wenn ein Film wie "Suspiria" oder Interner Link"Tenebre" nicht von Argento, sondern Bianchi wäre? Würden dann die Kritiker immer noch den Film so stark analysieren und in den Himmel loben oder in der Mitte zerreißen? Richtig, er würde wahrscheinlich weitaus weniger Beachtung bekommen. Der Name Dario Argento ist sowas wie eine heilige Kuh in Italien geworden und viele Fans meinen, man könnte ihn nur hassen oder lieben. Ich finde diese Aussage totaler Blödsinn. Argento ist ein begnadeter Visualist, der es immer wieder schafft einen mit seinen Filmen in den Bann zu ziehen, vorausgesetzt man lässt sich drauf ein. Wer an einen Argento-Film mit der Erwartung ran geht, ihm würde ein durchdachter Plot geboten, der wird ganz einfach enttäuscht sein.

Aber im Grunde muss man darüber gar nicht groß diskutieren, ich fand es eben nur immer witzig, dass man nur zwei Dinge über "Suspiria" und Argentos Filme im Allgemeinen liest. Entweder werden sie als totaler Müll bezeichnet oder ohne Wenn und Aber in den höchsten Tönen gelobt. Die Wenigsten haben beide Seiten begutachtet, dabei gibt es doch so viele Arten von Zuschauern argentophiler Alptäume als das man seine Werke nur einseitig betrachten oder sogar abstempeln sollte. Im Argento-Universum gibt es nunmal die Argentophilen, die alles lobpreisen, was ihr Herr und Meister produziert - und wehe man übt Kritik an einen seiner Filme, dann werden dich die Drei Mütter holen. Dann gibt es diese Art von Menschen, die sich an den visuellen Ergüssen von Argento ergötzen und sich in eine Traumwelt entführen lassen. Diese Leute achten nicht darauf, ob die Geschichte einen Sinn macht oder nicht. Dann gibt es die, die nur auf blutige Details aus sind und wehe, es ist was geschnitten, dann ist der film eh Scheiße. Letztendlich sind da noch die Allesgucker, die sich mit dem Genre gruseln oder sogar richtig ekeln, aber auch gleichzeitig Probleme haben, wenn Filme unlogisch werden und sie deshalb sagen, Argento sei langweilig.

Seht ihr, es ist mehr als nur schwer, einen Argento zu besprechen, weshalb ich das auch nicht sonderlich gerne mache, da dabei immer ellenlange Kritiken bei rauskommen, da die Filme Argento nicht einfach in Kürze bewertet werden können. Außerdem versinke ich in Erfurcht, wenn jemand wie Christian Kessler sein immenses Wissen und seien Wortgewandheit zur Anwendung bringt und über den Meister des Suspense schreibt. Aber ich hoffe, dass Euch lieber Leser mein Review trotzdem ein wenig gefallen hat und wir einer Meinung sind, dass Argento ein großartiger Künstler und "Suspiria" ein toller Film geworden ist, auf rein visueller Basis versteht sich... (duck und weg)

Ein Wort zur Versöhnung

Sollte dieses Review irgendwann einmal Detlef Klewer zu Gesicht bekommen, so möchte ich mich hier und jetzt bei ihm für das tolle "Inferno"-Buch, was ich tausende von Malen verschlungen habe. Ich muss jetzt bestimmt auch nicht erwähnen, dass das Zitat oben nicht böse gemeint war - nein, ganz und gar nicht. Ohne Detlef Klewers informative Bücher hätte ich Euch im Falle "Suspiria" nicht mal eine halbe Seite an Infos weitergeben können.



Eine DVD-Veröffentlichung mit langer Leitung

Ich möchte jetzt gar nicht erwähnen, wie lange es gedauert hat, bis Dragon diese DVD veröffentlichte, aber glaubt mir, es hat sehr lange gedauert. Fraglich ist jetzt nur, ob sich das Warten gelohnt hat, was wir an dieser Stelle analysieren wollen.
Ich fang mal mit der Verpackung an. Der schwarze Digipack ist auf den ersten Blick wirklich schön, aber auf dem Zweiten, naja. Zuerst ist das Frontcover an sich ja recht "stylisch" geworden, doch die viel zu moderne Schrift mit dem Titel "Ultimate Collector's Edition" wirkt mehr als nur befremdend. Die ganzen Schriften auf der Verpackung sind recht schwer zu lesen. Rot auf Schwarz und das so klein, dass selbst ein Brillenträger Probleme bekommt. Das Innenleben des Schubers ist schön designed und zum Aufklappen. Leider fällt hier wieder die unmögliche Schriftart auf, aber wir werden mit dem original Kinomotiv entschädigt. Das Digipack enthält 2 DVDs, sowie eine Audio-CD mit dem Original-Soundtrack von Goblin, der 12 Songs beinhaltet.

Auf der ersten DVD befinden sich 7 Trailer zu weiteren Dragon-Filmen, der Rest des Bonusmaterials ist auf der zweiten DVD mit drauf. Den Anfang macht die 70minütige und unheimlich informative Dokumentation "Dario Argento's World of Horror", in der man viel über Argento und seine Produktionen erfährt. Bei dem Punkt "Dario Argento in München" handelt sich um eine kleine Vorführung von Interner Link"Stendhal Syndrome", bei der Argento ein kurzes Vorwort spricht und im Anschluss einige Fragen der Zuschauer beantwortet. In "Argentos Talk" erhalten wir weitere Infos über den Dreh von "Suspiria" und bei der Vienalen 1996 gibt es ein weiteres, knapp 55 Minuten langes Publikumsgespräch zu Interner Link"Stendhal Syndrome". Hier erfahren wir eine Menge über diesen und weitere Argento-Filme. Leider läuft dieser Film ab der 34. Minute asynchron zum Ton.
Alle Dokus sind einmal in deutsch und englisch anwählbar, wobei bei der deutschen Spur ein Sprecher über den Originalton spricht. Bei der Vienalen 1996 gibt es deutsche Untertitel. Last but not least findet man noch einen Trailer, einen TV-Spot und zwei Musikvideos auf der Scheibe. Die Videos sind einmal von der Gruppe Scrapheap und Demonia. Mit beiden Clips hat Argento nichts zu tun und sie sind mehr als Hommage zu sehen.
Ihr fragt euch jetzt, weshalb ich bei der Menge an Extras keine volle Punktzahl gebe? Ganz einfach. Es heißt "ultimative Edition", leider fehlt hier ein Audiokommentar und eventuelle Biografien und Filmografien. Ich bin mir auch sicher, dass es mindestens 2 weitere Trailer zu "Suspiria" gibt, an die man hätte schnell rankommen können. Eine Artwork- oder Bildergalerie gibt es auch nicht. Ich weiß, ich bin penibel, aber volle 5 Punkte für ein gutes und informatives Bonusmaterial, vergebe ich hier gerne, mehr aber nicht.

Das Bild im Original-Kinoformat von 1:2,35 wurde anamorph abgetastet und kann für einen 26 Jahre alten Film auf alle Fälle überzeugen. Die Farben kommen satt und kraftvoll zu Geltung und auch der Kontrast kann überzeugen. Die Schärfe ist durchgehend gut und Nachzieheffekte fallen keine auf. Nur die Detailschärfe könnte minimal besser sein. Kompressionsfehler fallen gar nicht auf und auch Bildrauschen hält sich vornehmlich in Grenzen. Bildverschmutzungen oder Blockrauschen treten sehr selten auf so z.B. in der 15 Minute (siehe Foto), was aber mitten in einem Schnitt passiert und auf den ersten Blick nicht auffällt und man auch keiner weiteren Beachtung schenken sollte. Man kann wirklich sagen, dass wir hier einen perfekten PAL-Transfer geboten bekommen, wozu man Dragon wirklich gratulieren darf.


Der 5.1 Ton ist wieder ein splitted Mix, in dem die vorhandene Tonspur auf alle Kanäle verteilt wurde. Die deutsche Stereospur bietet zwar eine gute Dialogverständlichkeit, klingt dafür aber etwas kraftlos und fällt durch seinen zu hohen Rauschfaktor etwas negativ auf. Dann dürfen wir noch den italienischen Originalton hören, der etwas centerlastig geworden ist, sowie den englischen Ton, der etwas kraftvoller klingt als die anderen, es aber deutlich an Höhen mangelt. Deutsche Untertitel gibt es nicht und die damals geschnittenen Dialogszenen wurden von Dragon nachvertont, was sich zwar nicht nach einer Porno-Synchronisation anhört, aber dennoch aus dem Rahmen fällt.

Im Großen und Ganzen ist diese Special Edition wirklich eine tolle deutsche Veröffentlichung geworden, der es nur an Kleinigkeiten mangelt. Eine gute Bildqualität, mittelmäßiger Ton und umfangreiches Bonusmaterial zeichnen diese DVD aus, dennoch hätte man nach dieser langen Wartezeit mehr erwartet, vor allem einen Audiokommentar und deutsche Untertitel.
Aber ich höre jetzt auf zu mosern, denn das wäre bei dieser schönen Veröffentlichung nicht fair. Argento-Fans haben sie so oder so im Regal stehen, ich habe sie im Regal stehen und du ...?


Film++++++
Bild+++++-
Ton+++---
Bonus+++++-


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Suspiria
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