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USA 1976
Originaltitel:Shock Waves
Alternativtitel:Almost Human
aka. Death Corps
Länge:84:32 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Ken Wiederhorn
Buch:Ken Wiederhorn, Ken Pare und John Kent Harrison
Kamera:Reuben Trane
Musik:Richard Einhorn
SFX:Alan Ormsby
Darsteller:Peter Cushing, John Carradine, Brooke Adams, Fred Buch, Jack Davidson, Luke Halpin, D.J. Sidney, Don Stout
Vertrieb:Marketing Film
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 (Stereo), Dolby Digital 5.1 (splitted)
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:
- Audiokommentar mit Ken Wiederhorn, Fred Olen Ray und Alan Ormsby
- Trailer
- 2 Radio Spots
- TV-Spot
- Behind the Scenes
- Pressefotos
- Artwork
- Produktionszeichnungen
- Behind Shockwaves
- Slideshow
- Interview mit Luke Halpin
- Alter deutscher Vorspann
- Vorspann der UK-DVD
Die Besatzung eines kleinen Ausflug-Dampfers entdeckt eine kleine, scheinbar verlassene, Insel, nachdem ihr Schiff durch ein seltsames Seebeben auf eine Schlammbank gelaufen ist. Dort finden sie auch die Leiche ihres verschwundenen Kapitäns und treffen auf einen mysteriösen Inselbewohner, der sie auffordert, das Eiland so schnell wie möglich zu verlassen. Die Touristen übernachten in einem alten Hotel und erkunden die unerforschte Wildnis. Aber eine dunkle Bedrohung lauert auf die Urlauber, denn die Insel birgt ein tödliches Geheimnis. Aus den Untiefen vor den Stränden entsteigen untote Kampfsoldaten einer deutschen Eliteeinheit aus dem Zweiten Weltkrieg und machen Jagd auf die ungebetenen Gäste. Ein grauenvoller Alptraum beginnt. ..
"Shock Waves" ist mal wieder eines dieser Nischenprodukte, die man auch nicht als absoluter Film- und Genre-Liebhaber, sowie Sammler und ach was weiß ich nicht alles haben muss und man stellt sich sehr schnell die Frage, was uns Regisseur Ken Wiederhorn ("Return of the Living Dead 2" mit diesem Machwerk sagen wollte, wenn er uns überhaupt was sagen wollte.
Die Story alleine ist sowas von bescheuert, dass sie schon wieder genial ist: Nazis, die im 2.Weltkrieg Supersoldaten züchten und nun wieder zum Leben erwachen und grundlos morden. Das Nazi-Thema wurde schon immer gerne in Zombiefilmen verheizt, aber moment, diese Typen mit ihren übergroßen Sonnenbrillen sollen Zombies sein? Ok, wenn ihr meint... Die alte deutsche Verleihfirma fand jedenfalls, dass dies hammerböse Zombies sind und hat den Titel des Filmes in "Die Schreckensmacht der Zombies" geändert und es ist wirklich schrecklich, was wir hier zu Gesicht bekommen.
Es ist ja schon schlimm, das Peter Cushing sich für solch einen Fick...ähh Flick hergab und auch John Carradine ("The Howling", "The Boogeyman" schien sich nicht zu schade zu sein - obwohl, das war er sich ja auch nicht für "The Astro-Zombies". Für schlappe 5000$ Gage und mit insgesamt 4 Tagen Drehzeit konnte man beide durch Zufall verpflichten. Auch Brooke Adams ("Manchmal kommen sie wieder", "The Dead Zone" die hier noch am Anfang ihrer Karriere stand, muss wohl was an diesem Streifen gefunden haben und spielt bei Shock Waves mit gutem Einsatz ihre erste Hauptrolle. Dabei sind die drei genannten Darsteller schon die einzigsten, die überhaupt Talent beweisen. Die restlichen Schauspieler fallen in die Kategorie "mies", aber sie bemühen sich zumindestens, nicht offensichtlich in die Kamera zu stieren und zu lachen...
"Shock Wave" hat alles, was einen Trashfilm ausmacht. Blöde Schauspieler, eine bekloppte Story voller Handlungs- und Anschlussfehler, dümmliche Dialoge etc. etc. Leider nimmt sich der Film aber selbst zu ernst und man hat wohl wirklich gedacht, man hätte hier was Tolles geschaffen. Aber wenn man schon so dumme Ideen sieht, wie z.B. dass die Soldaten nur durch das Abreißen ihrer Sonnenbrillen sterben können und die Protagonisten dies nicht machen, sondern lieber wie die Bekloppten auf der Insel rumlaufen, kann man sich im Film mit Klischees zu werfen. Autsch... Wo wir gerade bei Schmerzen sind: Wieso läuft ein Zombie ohne Sonnenbrille rum? Da sollte man sich schon so seine Gedanken machen...

Wenn die Amis nicht zu blöd wären Trashfilme mit guter Atmosphäre à la Fulci zu machen, wäre der Film ja wirklich noch eine Empfehlung wert, noch dazu kommt, dass der damals FSK18 und sogar indizierte Film in seiner ungeschnittenen Fassung völlig blutleer ist und deshalb nun auch ab 16 frei ist. Nicht, dass Goreszenen den Film besser machen würden, aber sie hätten den Schmerz auf alle Fälle erträglicher gemacht. Das Einzige, was mir persönlich gefiel, ist der schräge Soundtrack, der aus Elektrogeklimpere besteht. Einige werden jetzt sagen "Der Typ hat keine Ahnung", andere wiederum werden sagen "Lasst ihn doch, er ist zu jung und hat keinen Plan von Klassikern". Oh doch, lieber Leser, das habe ich. Ich kenne und liebe die Winnetou-Filme und bekomme bei Sisi nen Abgang, werde ich jetzt ernst genommen? Wohl kaum, naja egal ich tauche jetzt erstmal ab, bevor man mich für diese Kritik noch lyncht.

Das Löbliche vorweg. Marketing Film hat es geschafft, diesen Film vom Index zu holen, was bei solch einem harmlosen Titel auch kein Wunder war. Der in 16mm gedrehte und auf 35mm aufgeblasene Flick wurde in 1,78:1 anamorph abgetastet, kann aber dennoch vom Bild her nicht überzeugen. Die Schärfe ist zu gering ausgefallen, wobei viele Details einfach untergehen und man vor allen in Hintergründen kaum etwas richtig erkennen kann. Der Rauschfaktor ist zwar recht gering ausgefallen, was wohl an den Filtern liegt, dafür zieht das Bild aber recht stark nach und auch Blockrauschen und Kompressionsfehler sind im Hintergrund deutlich zu bemängeln.
Das Bild ist recht dunkel und die Farben wirken unnatürlich und blass. Bilddefekte fallen selten auf, lassen sich aber kaum verhindern. Im Ganzen ist das Bild im VHS-Bereich anzusiedeln und kann dem heutigen DVD-Standard nicht gerecht werden. Dies ist aber durchaus klar und nachvollziehbar, da man bedenken muss, welche Art von Produktion war und aus welchem Jahr sie stammt. Wäre man etwas vorsichtiger mit den Rauschfiltern umgegangen, damit die Schärfe nicht leidet, hätte man für das Alter entsprechend guter Durchschnitt sagen können, aber so nur knappe 2 Punkte. DVD-Junkies machen 1 Punkt draus.

Der deutsche 5.1 Ton ist wie so oft bei Marketing ein splitted Mix, wo der vorhandene Ton auf alle Kanäle gelegt wurde und ist im Grunde uninteressant. Dafür klingt die Stereospur gut verständlich, jedoch fällt auf, dass die Stimmen sich etwas übersteuert bzw. kratzend anhören, auch der Rauschfaktor ist etwas zu hoch ausgefallen. Die Nase vorn hat hierbei auf alle Fälle der englische Ton, der klarer und sauberer rüber kommt. Da es für einige damals geschnittene Szenen keinen deutschen Ton gab, wurden die eingefügten Stellen fest deutsch untertitelt. Leider gibt es keine optionalen deutschen Untertitel für die Originalspur.
Als Bonus gibt es einen Audiokommentar mit Regisseur Ken Wiederhorn, Fred Olen Ray und Alan Ormsby welcher nicht deutsch untertitelt wurde. Dann bekommen wir Trailer, Radio- und TV-Spots geboten, Behind the Scenes-Fotos mit 51 Bildern, 19 Pressefotos, 30 verschiedene Artwork-Bilder, 9 Produktionszeichnungen, 15 Hinter den Kulissen-Bilder, sowie eine Slideshow mit weiteren 38 Bildern zum Film. Dann gibt es ein Interview mit Luke Halpin ohne Untertitel, sowie den alten deutschen Vorspann und den Vorspann der UK-DVD. Im Ganzen nicht schlecht, nur schade, dass das Interview und der Audiokommentar nicht deutsch untertitelt wurden.

Für Fans von Trashperlen ist "Shock Waves" auf alle Fälle ein netter Film, der mit dieser DVD eine solide Umsetzung erfahren hat, wenn man die Umstände des Filmaterials in Betracht zieht. Denn rein bildmäßig ist dies einer der schlechtesten Marketing-DVDs, die mir bisher untergekommen sind. Dennoch macht das nette Bonusmaterial einiges wieder weg. Leute die aber Wert auf eine technisch saubere DVD legen, sollten hier die Finger von weg lassen.


Film+-----
Bild++----
Ton++----
Bonus++++--


Druckbare Version
Shock Waves - Die aus der Tiefe kamen
Schreckensmacht der Zombies, Die
Shock Waves
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