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USA 2001
Originaltitel:Good Neighbor
Länge:83 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Todd Turner
Buch:T.S. O'Kelly, Mary Grace Higgs
Kamera:Michael C. Stailey
Musik:Adam Balazs, Jeffrey Charlton, Don Grady
SFX:Roy Wooley
Darsteller:Danica McKellar, Billy Dee Williams, Christine Horn, Mohamed T El Emam, Tobin Bell, James Stephen Jones
Vertrieb:Marketing Film
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.66:1
Tonformat:Dolby Digital 2.0 (Deu,En), Dolby Digital 5.1 (Deu)
Sprache:Deutsch, Englisch
Specials:
- dt. und engl. Trailer (jeweils 1:26 min)
- Slideshow (71 Bilder)
- Behind The Scenes-Slideshow (13 Bilder)
- Filmographie Danica McKellar (4 Tafeln), Billy Dee Williams (10 Tafeln) und Tobin Bell (7 Tafeln)
- Trailer zu Deadly Species (1:08 min), Labyrinth des Schreckens (1:33 min), Double Deception (1:29 min), You're Killing Me und Extreme Force (1:38 min)
Molly ist eine typische Studentin, die zusammen mit ihrer Freundin Rhea in einer WG wohnt. Gegenüber ziehen die zurückgezogen lebenden Geoffrey und Levi ein, die Molly eines Nachts dabei beobachtet, wie sie einen Müllsack in Personengröße durch den Garten schleifen. Kein Mensch glaubt ihr die Geschehnisse, nicht einmal die Polizei. Doch für Molly ist klar, dass die beiden wahnsinnige Serienkiller sind. Die beiden Nachbarsmänner versuchen Molly immer mehr einzuschüchtern und gehen dabei ihren Mordtaten weiter nach. Nur der zwangsversetzte Polizist Sgt. Paul Davidson, der bei seinem Vorgesetzten einen schweren Stand hat, versucht Molly zu helfen.
Seine B-Movie-Herkunft kann "The Killer Next Door" nicht verheimlichen: Die Sets sind einfach und erfüllen ihren Zweck, die Charaktere sind oft ein wenig überzeichnet und die Darsteller sind nicht gerade schlecht, aber auch nicht besonders erwähnenswert.
Vor allem an der Story hängt es gewaltig. Man möchte uns einen echten Psychothriller vorgaukeln, der unter die Haut geht, leider mangelt es aber an der nötig spannenden Umsetzung des Stoffes. Es reicht nun mal nicht, mit Tobin Bell einen überlegenen Psychopathen bereitzustellen, der die Aufmerksamkeit der Zuschauer mit doch recht charismatischen, unheilverkündenden Auftritten auf sich zieht. Danica McKellar als Molly verliert viel zu schnell ihr dünnes Nervenkostüm und schleudert von einem Trauma ins nächste. Bei dem Gedanken, dass ihr niemand die unglaublich klingende Geschichte von ihren zwei mordenden Nachbarn abkaufen mag, möchte man förmlich schreien. Da liegt eine Leiche in der Badewanne und ihre Freundin lässt sich partout nicht dazu bringen, sich diesen Beweis anzuschauen. Stattdessen wimmelt sie Molly mit mütterlichen Beruhigungsversuchen ab, was letztendlich dazu führt, dass diese blind vor Angst mit dem Wagen abhaut und ihn (natürlich) gegen die Wand setzt. Von Zeit zu Zeit wird dann ein kleiner Schockmoment eingesetzt, um die zu lang geratenen Dialoge auszugleichen.
Am interessantesten finde ich noch den Ex-Alkoholiker Sgt. Davidson (Billy Dee Williams, erinnert ihr euch an Lando Calrissian aus "Star Wars" 4+5 ?), der nach erfolgreicher Trockenlegung seiner Leber ins Berufsleben der Polizei zurückfinden muss. Dabei stellt ihm sein neuer Vorgesetzter -der kleine Hassbatzen- so ziemlich jedes Bein, das grade zur Verfügung steht. Der alt werdende Davidson lässt sich natürlich nur schwer aus der Ruhe bringen, was beim Anblick der faustfreundlichen Visage seines Chefs äußerst erstaunlich ist.
Nach einigen mehr oder weniger expliziten Gewaltszenen (die "Professionelle" hat's aber wirklich verdient :O ) gibt's ein unspektakuläres und schnelles Ende für den Film. Hier darf man dann noch einmal von einem Thriller reden. Ohne großartig in die Trickkiste zu greifen geht es also straight auf die Schlusssequenz zu und die, denke ich, muss man nicht wirklich verstanden haben, so abstrus die ist.

Zum Bild kann man nur sagen, dass es recht überzeugend geworden ist. Es hat einen guten Kontrast, einigermaßen gute Farben und weist wenige Fehler auf, die im Grunde kaum auffallen sollten. Kritikpunkte sind hierbei die unzureichende Schärfe und das leichte Rauschen, dass sich über den gesamten Film zieht (am besten zu sehen bei der Lehrerin vor der Tafel). In einigen Szenen wurde die Beleuchtung unzureichend eingesetzt, was zu Helligkeits- und sogar leichten Farbschwankungen führen kann. Trotzdem recht ordentlich!
Man, bin ich froh, dass der englische Originalton seinen Weg auf die DVD gefunden hat. Zwar ist der deutsche Ton akustisch ein wenig besser verständlich und lauter, aber gegenüber dem Original muss selbst der 5.1-Upmix den Kürzeren ziehen. Der Ton ist sauber, aber recht frontlastig und nur selten mit Effekten versehen - "The Killer Next Door" ist eben kein Effekt-Film. Leider ist die deutsche Synchronisation komplett Scheiße (sorry, aber anders kann man es nicht ausdrücken) und macht so einiges kaputt. Über kleinere Fehler der Lippensynchronität kann man ja noch hinwegschauen, schließlich achtet man eher selten auf sowas, wenn man sich den Film anschaut. Aber die Stimmen sind einfach unprofessionell und klingen kindisch, vor allem die Nebendarsteller klingen oft wie von 20jährigen gesprochen. Am schrägsten wird es dann, wenn man Dialekte umändert oder sogar eindeutscht (man denke an die blonde Puffmutter). Aua, aua, aua, dann doch lieber den Originalton. An Extras gibt es neben 2 Trailern zum Film (unterscheiden sich nur durch die Synchronisation) drei übersichtliche Filmographien zu den Hauptdarstellern und zwei Slideshows, wobei hier die Bildqualität aber nicht sehr ansprechend ist (deutliche JPEG-Artefake sind sichtbar). Weiterhin gibt es eine 5teilige Trailershow mit anderen Marketing-Titeln. Sind zwar insgesamt 30 Minuten, aber lange nicht dass, was man sich unter guten Extras vorstellt.
Der Trailer verspricht eine ganze Menge mehr als der Film dann halten kann, weshalb ich schon ein wenig enttäuscht war. Vom seltsamen Schluss, den ich mir immer noch nicht richtig erklären kann, mal ganz abgesehen. Die DVD ist technisch gesehen durchaus gelungen und bietet sogar einiges an Bonusmaterial.


Film+++---
Bild++++--
Ton++++--
Bonus++----


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