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USA 2002
Originaltitel:Frogmen Operation Stormbringer
Alternativtitel:U.S. Seals 3: Frogmen
aka. U.S. Seals: Dead or Alive
Länge:89:11 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Franklin A. Vallette
Buch:Steve Latshaw, Danny Lerner
Kamera:Don E. FauntLeRoy
Musik:Serge Colbert
SFX:Willie Botha
Darsteller:Tyler Christopher, Bentley Mitchum, John Simon Jones, Gary Murphy, George Stanchev, Atanas Srebrev, George Zlatarev, Ivaylo Geraskov, Daisy Lang, Svezhen Mladenov, Alexander Tumbev, Danko Jordanov, Harry Anichkin, Dobrin Dosev
Vertrieb:Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1 (Deu, Eng), Dolby Digital 2.0 (Deu), DTS 5.1 (Deu)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Specials:
  • Originaltrailer (1:55 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • No One Can Hear You (2:06 Min.)
    • Bruiser (1:26 Min.)
    • The House Next Door (2:26 Min.)
Die SEAL (Sea, Air, Land) Teams der US-Marine durchlaufen die härteste militärische Ausbildung der Welt. Hervorgegangen aus den "Underwater Demolition Teams" des Vietnam-Krieges übernehmen die SEALs hochbrisante Spezialaufträge zu Wasser und zu Land. Nur die besten Männer können bei dieser Truppe bestehen. Das Spezialkommendo "Deep Sea" stellt die Fähigkeiten von Captain Jeffries und seiner Einheit auf eine tödliche Probe. Mit allen Mitteln müssen sie verhindern, dass die russische Superbombe "Stormbringer" in die Hände einer fanatischen Terrorgruppe fällt. Sonst droht den Vereinigten Staaten von Amerika eine grauenvolle Katastrophe. Ihr Auftrag lautet: Stehlen Sie den "Stormbringer" - um jeden Preis!
"Commando Deep Sea", wie er hierzulande getauft wurde, ist der dritte Teil der "U.S. Seals"-Reihe aus dem Hause Nu Image. Nachdem Isaac Florentine mit dem zweiten Teil die Messlatte für B-Movie-Standarts ziemlich hoch anlegte, versuchte sich der unerfahrene Franklin A. Valette auf dem Regiestuhl und brachte einen überraschend guten Genrebeitrag zustande, der sich nicht vor seinen Vorgängern zu verstecken braucht.


Die Storys der verschiedensten "Special Forces"-Filme der zweiten Klasse, sind wie üblich nur Mittel zum Zweck, um ein kurzes und knappes Motiv für die Entsendung eines Teams zu stellen. Sonderlich variiert wird dieses Schema auch hier nicht, aber immerhin gibt es zwei kleinere Plottwists zu verbuchen, die in solchen Werken nicht zur Tagesordnung zählen.


Inszenatorisch gibt es auch dank Kameramann Don E. Faunt Le Roy ("Jeepers Creepers" 1 und 2), nichts auszusetzen, denn Valette filmt auf dem gehobenem Niveau eines Florentine, ohne auch nur in einer Szene in die Niederungen eines Yossi Wein oder Marc Roper abzusteigen. Die Bilder sind dank agiler Kameraführung sehr abwechslungsreich und gut geschnitten. So wird die Kamera zum Beispiel auch mal an Bäumen hoch geschwenkt, um aus luftigen Beobachterpositionen zu filmen und nicht am Erdboden festzukleben.


Die Unterwasser-Fights sind durchweg ansehbar, neigen jedoch leider oft dazu unübersichtlich zu werden, so dass man Freund und Feind nicht mehr auseinander halten kann. Erschwert durch die Tatsache, dass Valette in den nächtlichen Szenarien sehr gern einen dunklen Filter einsetzt, um die Gegend bedrohlicher und schmutziger zu gestalten. Die Shoot-Outs sind gewohnt blutig, die Explosionen können sich dank ausufernder Pyrotechnik ebenfalls sehen lassen und sogar von pathetischen, im Sterben liegenden, Soldaten wird man verschont, da hier ohne Umwege, sofort der Löffel abgegeben wird. Zwar wird kurz vor dem Ende noch mal auf die Emotionsschiene gesetzt, doch bleibt die Szene kurz und bündig.


Erwähnenswert ist vor allem die überdurchschnittlich gute Musikuntermalung, die tatsächlich so etwas wie Spannung und Atmosphäre aufkommen lässt, auch wenn sie manchmal etwas mehr Fingerspitzengefühl benötigt hätte. Zwar wird in puncto Action im Verlauf des Films nicht nur auf stupides Geballer, sondern auf viel Abwechslung gesetzt, jedoch hätte das Gezeigte oft etwas ausführlicher gestaltet werden dürfen. Insbesondere aus der Flucht vor zwei Panzern hätte sich wesentlich mehr entwickeln können.


Schade, dass bei diesen guten Ingredienzen die Mängel so offensichtlich sind. Der Plot an sich ist zwar nur Standardware, aber der Einheit einen Terroristen als Berater zur Seite zu stellen, den diese im vorher abgeschlossenen Einsatz gefangen hatten und nun vertrauen müssen, ist ein Fauxpas sondergleichen. Dazu dürfen sich recht auffällig ein paar Plotholes gesellen, denn einige Szenenübergänge sind nicht von Logik geprägt (Wie kommen die Seals in und an den UN-Laster?) Hinzu kommen die recht einsilbig aufspielenden Darsteller, bei denen besonders Tyler Christopher als Anführer, dank fehlendem Charisma, schlecht wegkommt. Man entwickelt im Verlauf kaum Sympathien für die Jungs, da sie oft unsympathisch gespielt oder gleich zur Nebenfigur degradiert werden.


Die Sunfilm-DVD bietet doch mal ein gutes Bild. Von Perfektion kann man zwar noch nicht sprechen, für einen B-Movie siehts aber fein aus. Das anamorphe Format ist gut detailliert, in einigen Fällen sogar fast sehr gut, die Farben sind stets bemüht, ein ausgereiftes und freudiges Bild abzuliefern und vor analogen Defekten bleibt man weitestgehend verschont. Natürlich sind nicht alle Szenen hervorragend, bei Unterwasserszenen darfs aber schon mal ein wenig weicher aussehen, das erscheint durchaus realistisch. Der Kontrast trennt den Film noch vom großen Actionkino und einige dunklere Aufnahmen lassen in der Schärfe nach. In hellen Szenen, z.B. sehr schön zu sehen beim Überfall auf das russisch-albanische Lager, sieht dann alles wieder sehr fein aus. Es gibt nur wenig stehendes Rauschen, die Farben sind prächtig und die Kompression fällt nicht auf. Der Rest sind geringere Fehler, wie leichtes Rauschen oder auch mal ein paar Defekte am Material, aber es tritt alles nur sporadisch auf, ist also für die gut ausgefallene Gesamtbewertung nur von geringer Bedeutung.


Sowohl im Dolby- als auch im DTS-Modus bleibt das Geschehen innerhalb der deutschen Fassung sehr Front betont. So reicht es selten für Umgebungsgeräusche, sieht man von der Musik ab, die sich schon mal nach hinten bewegt. Wenn, dann sind es eher leichte Halleffekte, die niemanden vom Hocker reißen werden. Weiterhin ist der Ton trotz bester Dialogverständlichkeit und Störungsfreiheit ein wenig hohl, was man am ehesten im Kampfgetümmel mitbekommt und die Dialoge tragen leichte Übersteuerungen. Der Bass reicht ebenfalls nicht aus, um das Actionerlebnis auch tonal zu unterstützen, was bei diesem Film, bei dem es ständig irgendwo rumst, schade ist. Das Original hat mit ähnlichen Problemen zu kämpfen und will auch nicht so recht räumlich klingen. Zumindest knallt es hier minimal besser, eine Explosion der Handgranate klingt auch annähernd nach einer solchen. Aber auch hier beschleicht mich das Gefühl, dass im Grunde nur ein Stereo-Ton aufgeblasen wurde. Deutsche Untertitel lassen sich zuschalten, sind aber selten gut getimet.


"Command Deep Sea" gehört neben "Special Forces U.S.A." zu den besten Vertretern seines Subgenres und überzeugt mit einer professionellen Inszenierung, abwechslungsreicher Action, guter Musikbegleitung und gesunder Härte. Auch wenn das Drehbuch etwas intelligenter als bei verwandten Produktionen geriet, ist es im Kern etwas unglaubwürdig. Wäre das Geld für einen routinierten Cast vorhanden gewesen, wäre sicher auch eine höhere Platzierung möglich gewesen. B-Fans dürfen bedenkenlos zugreifen. Die DVD lädt zumindest durch das gute Bild dazu ein, beim Ton wäre mehr Action nötig gewesen und bei den Extras hinkt die Scheibe, denn es gibt nichts bis auf ein paar Trailer.


Film++++--
Bild++++--
Ton+++---
Bonus------


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