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USA 1996
Originaltitel:White Squall, The
Alternativtitel:White Squall - Reißende Strömung
Länge:123 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Ridley Scott
Buch:Charles Gieg Jr., Felix Sutton, Todd Robinson
Kamera:Hugh Johnson
Musik:Jeff Rona
SFX:Joss Williams
Darsteller:Jeff Bridges, Caroline Goodall, John Savage, Scott Wolf, Jeremy Sisto, Ryan Phillippe, David Lascher, Eric Michael Cole, Jason Marsden, David Selby, Julio Oscar Mechoso, Zeljko Ivanek, Balthazar Getty, Ethan Embry, Jordan Clarke
Vertrieb:Planet Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.85:1
Tonformat:Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1
Sprache:Deutsch
Specials:
- Making of (5:06 min)
- Interviews (10:42 min)
- B-Roll (8:47 min)
- Film Clips (8:42 min)
- Bildergalerie (20 Bilder)
- Biografie "Jeff Bridges"
- Biografie "Scott Wolf"
- Trailer
- Planet Media-Trailershow (4 Filme)
"White Squall" ist die wahre Geschichte eines Schulungsschiffes namens "Albatross". Das Schiff wird von Kapitän Christopher "Skipper" Sheldon (Jeff Bridges) und seiner Frau, Dr. Alice Sheldon (Caroline Goodall) gesteuert. In den 60ern nimmt das Paar acht Teenager an Bord, um den Jungen in acht Monaten beizubringen, wie man segelt, zu einer Crew zusammenwächst und sich gegenseitig respektiert. Es kommt immer wieder zu Spannungen und Entladungen. Es scheint nicht möglich, die Jungen dazu zu bringen, ihren Egoismus abzulegen. Aber als das Schiff mitten im Ozean in einem furchtbaren Sturm gerät, müssen sie zusammenhalten um zu überleben...
Wahre Begebenheiten bieten immer genug Stoff um einen opulenten Film zu erschaffen, ganz egal wie stark manschließlich von der Wahrheit abweicht. Bei Ridley Scotts Abenteuerepos "White Squall" bekommt man aber zu keiner Minute das Gefühl, dass einem nur ein weitergesponnenes Thema aufgetischt wird, dafür wirkt das Gezeigte einfach zu glaubhaft und lebensnah, auch wenn gerade derSchluss im Gerichtssaal sehr stark an "Der Club der toten Dichter" erinnert und den Film etwas schnulzig und klischeehaft erscheinen lässt. Was aber schlussendlich wirklich weggelassen oder abgeändert wurde, wissen nur die, die 1960 auf der "Albatros" waren und sollte an dieser Stelle nicht weiter spekuliert werden.
Ridley Scott inszenierte hier eine wirklich prachtvollen Abenteuerfilm über das Schulschiff, die "Albatros", welches reiche und vor allem verwöhnte Schüler zu erwachsenen Männern formen sollte. Dass die "Albatros" damals durch die "weise Böe" verunglückte, war eine Tragödie, für die niemand etwas konnte, aber trotzdem suchte man nach einem Schuldigen und fand diesen schnell in dem Skipper Chris Sheldon, der neben einigen seiner Schüler auch seine Frau auf dem Schiff verlor.
Scott verwirklicht diese authentische Geschichte mit sehr viel Feingefühl und einer Riege sehr guter Schauspieler, vorneweg Jeff Bridges ("Arlington Road", "Starman") der hier wohl in einer seiner besten Rollen seit "The Big Lebowski" zu sehen ist. Auch die damals noch recht unbekannten und jungen Gesichter von Scott Wolf ("Double Dragon"), Ryan Phillippe ("Eiskalte Engel", "The Way of the Gun") und Jeremy Sisto ("May", "Takedown") um nur einige zu nennen, liefern eine fabelhafte Performance ab, dass es eine wahre Freude ist, dieses Abenteuer miterleben zu dürfen.
Der herausragende Score von Jeff Rona wird nur noch durch die wunderbaren Landschafts- und Seeaufnahmen getoppt. Hier muss man sich aber eingestehen, dass der Film im heimischen Kino bei weitem nicht so imposant wirkt, wie auf der großen Leinwand. Trotzdem ist "White Squall" ein wirklich großer Film und Ridley Scott zeigt nach "Thelma & Louise", dass er sein Handwerk versteht. Leider wurde der Film, der zumal ohne große Effekthascherei auskommt, was man von Scotts späteren Filmen nicht mehr behaupten kann, viel zu wenig Beachtung geschenkt. Schade, denn bei diesem von Loyalität und Kameradschaft handelnden Film wird endlich mal nicht mit US typischen Pathos um sich geworfen, was den Film aus der Schwemme andere Real-Dramen positiv hervorhebt.

Dies ist mittlerweile die zweite Auflage des Films auf DVD, diesmal von Planet Media. Leider ist der Rauschfaktor beim Bild viel zu stark geworden und fällt oftmals unangenehm auf. Die Schärfe ist meist gut und driftet nur selten ins Durchschnittliche ab. Die Farbsättigung ist zwar recht natürlich, jedoch kann der Kontrast nicht immer überzeugen, was oftmals zur Folge hat, dass Details stellenweise nicht gut zu erkennen sind. Neben leichter Bewegungsunschärfe an einigen Stellen fallen noch viele Bildverschmutzungen auf, die nicht hätten sein müssen. Die Kompressionen zeigten sich durchweg gut, trotzdem kann man nicht mehr als 3 Punkte wegen dem starken Bildrauschen geben. Der Ton liegt uns leider nur in seiner synchronisierten Variante vor und dies einmal in Dolby Digital 5.1 und in Dolby Surround. Die Surroundspur klingt wirklich gut. Klare Dialogverständlichkeit, auch wenn der Frontbereich etwas zu dominant ist, so dass die Effektlautsprecher wenig zur Geltung kommen. Der 5.1 Mix unterscheidet sich nicht wirklich von der Surround-Spur und wirkt im Frontbereich etwas dezenter. Der Bass wird hier viel zu wenig beansprucht und fehlt es ihm deutlich an Druck. Dies kann man sehr schön bei der 74. Minute hören, da der Beschuss der "Albatros" sehr kraftlos herüber kommt. Für einen gelungenen Raumklang fehlt es hier einfach an Dynamik und Druck. Nett, aber mehr auch nicht ...
Das Bonusmaterial sieht anfänglich nach mehr aus als es in Wirklichkeit ist. Neben dem obligatorischen Trailer gibt es ein kurzes Werbe-Making Of, einige Minuten an B-Rolls und Film-Clips zu Werbezwecken. Die beiden Biografien kann man kaum als solche bezeichnen und die Interviews sind zwar recht nett, aber hier fehlt es wie bei dem Rest auch an deutschen Untertitel.

"The White Squall" ist ein wirklich toller Film und jedem Filmliebhaber zu empfehlen. Die DVD kränkelt etwas an Bild und Ton, aber dafür gibt es diesmal etwas Bonusmaterial. Da die DVD im Nice Price günstig zu erhalten ist, kann man eine Kaufempfehlung aussprechen.


Film+++++-
Bild+++---
Ton+++---
Bonus++----


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