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KR 1996
Originaltitel:Eunhaengnamoo chimdae
Alternativtitel:Gingko Bed
Länge:88 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Je-gyu Kang
Kamera:Hui-ju Park
Musik:Dong-jun Lee
Darsteller:Han Suk-Kyu, Jin Hee-Kyung, Shin Hyun-Jun, Shim Hae-Jin
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,85:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 (Deutsch, Koreanisch), Dolby Digital 5.1 (Deutsch)
Sprache:Deutsch, Koreanisch
Specials:
- Originaltrailer
- Filmografien und Biografien
Bonusmaterial zu "The Legend of Gingko" - Teil 1:
- Making of
- Videoclip
- Making of "The Soundtrack"
- Behind the Scenes
- Bildergalerie
- Originaltrailer
- Hidden Feature
Der Maler Su-Hyun wird von Visionen geplagt. In diesen sieht er eine mysteriöse Frau und ein altes Bett aus Gingko-Holz. Genau dieses Bett findet er auf einem Straßenmarkt und nimmt es mit nach Hause. Auch die altertümlich gekleidete Frau trifft er plötzlich wieder. Um Klarheit über die seltsamen Ereignisse zu bekommen sucht Su-Hyun einen weisen alten Mann auf. Dieser offenbart ihm, er sei die Reinkarnation eines hochtalentierten Musikers, der vor vielen Jahrhunderten wegen seiner Liebe zu einer Prinzessin von dem tyrannischen Krieger Hwang ermordet wurde, der ebenfalls unsterblich in diese Frau verliebt war. In diesem alten Bett nun schlummert seit Ewigkeiten der Geist der Prinzessin und hofft auf die Rückkehr ihres Geliebten. Aber auch Hwang, der wie sie zu ewigem Leben verdammt wurde, ist zurückgekommen und zieht eine blutige Spur durch das moderne Seoul.
Um es gleich vorweg zu nehmen: "Legend of Gingko 2" ist in Wahrheit Teil 1 und eher unter dem Titel "The Gingko Bed" bekannt. Der eigentliche "Legend of Gingko 2" ist vor einigen Wochen bei der e-m-s unter dem Titel "Legend of Gingko" erschienen, was natürlich für etwas Verwirrung sorgte. Zwar sind Beide Teil der Gingko-Saga, haben dennoch nichts miteinander zu tun. "The Gingko Bed" beginnt mit einer wunderbaren Szene zweier Gingko-Bäume, auf die ein Falke zufliegt, der mit ansieht, wie einer der Bäume von einem Blitz zerstört wird und der andere Baum nach einiger Zeit ebenfalls stirbt. Diese Szene stammt wohl zu 90% aus dem Computer und wird schon etwas abstrakt und fremd, dennoch schön und vor allem, wenn man sich den Anfang im Nachhinein noch einmal anschaut, sieht man diese Szene mit ganz anderen Augen. Die beiden Bäume symbolisieren zwei Liebende, deren Seele als Gingko-Bäume wiedergeboren wurde und für die Ewigkeit zusammenbleiben sollten. Der Falke symbolisiert den unglücklich Verliebten, der immer wieder das Glück der Liebenden zerstören will, da seine Liebe nicht erwidert wird. Hört sich komisch an? Ist es aber gar nicht....

Viel möchte ich zu diesem Film gar nicht sagen, da man sonst die Spannung wegnimmt, aber "The Gingko Bed" vermischt Fantasy, Horror und Dramaturgie geschickt miteinander und schafft es, eine packende Geschichte einer verlorenen Liebe zu erzählen. Zwei Männer eine Frau und kein Happy End, so kann man "The Gingko Bed" am Besten beschreiben.
Regisseur Je-gyu Kang baut hier eine besondere Atmosphäre auf, die mit einem hypnotisierenden Soundtrack unterlegt wurde. Die vielen Traumsequenzen und Visionen, die Su-Hyun heimsuchen, wurden sehr stimmungsvoll umgesetzt und auch das Erscheinen der beiden Geister wurde gut inszeniert. Man verzichtet hier auch auf komische Elemente, wie es viel zu oft in asiatischen Filmen der Fall ist und die Darsteller wurden sehr gut gewählt und spielen ihre Rollen allesamt sehr überzeugend.
Vorneweg Shin Hyun-Jun als Hwang spielt die Rolle des hoffnungslos verliebten Tyrannes hervorragend und er kann einem irgendwie auch leid tun, dass er seine geliebte nie bekommen hatte, aber man kann Liebe halt nicht erzwingen...

Alle diejenigen, die "The Legend of Gingko" vor einigen Wochen schon auf DVD geschaut haben, sei gesagt, dass "The Gingko Bed" kein reiner Actionfilm ist und man deshalb auch wenig Action geboten bekommt. Am Anfang gibt es eine heftige Herzrausreißszene und später in den Visionen von Su-Hyun verliert man auch schon mal den Arm oder Kopf, aber diese Szene dienen einzig und allein der Handlung und und nicht der Effekthascherei. Der Film wurde auch ohne diese Szenen funktionieren. In Korea war der Film mit über 1,5 Millionen Kinozuschauern ein großer Erfolg und das zu Recht. "The Gingko Bed" biete alles was man braucht, angefangen von der Story bis hin zur Inszenierung ist fast alles perfekt und fesselt einen 90 Minuten vor den heimischen TV.
Das einzigste Manko des Filmes ist der Endschnitt des Filmes, wo man mal wieder mit etwas mehr Sorgfalt hätte vorgehen können. Oftmals wirken Szene abgehackt und einige Einstellung etwas unglücklich gewählt, sodass man schnell durcheinander kommt und der Handlung nicht immer 100% folgen kann. Dies war es aber schon und fällt nicht sonderlich ins Gewicht.

Wie oben schon erwähnt hat die Firma e-m-s "The Gingko Bed" nun als "The Legend of Gingko 2" auf DVD gebracht und hat in der ungeschnittenen Fassung von der FSK eine 16er Freigabe bekommen, trotz der anfänglich recht harten Herzszene.
Die Bildqualität der im anamorphen 1,85:1 abgetasteten DVD ist leider nur mittelmäßig geworden. Das Bild wirkt recht unscharf und bei Bewegungen sieht man sehr oft einen deutlichen Nachzieheffekt. Die Detailschärfe ist ok, hätte aber besser sein können und auch der Rauschfaktor fällt an einigen Stellen zu hoch aus. Der Kontrast ist recht gut geworden, hätte aber gerade bei dunklen Szenen etwas heller sein dürfen. Einige Szenen wirken etwas zu matschig, was einmal an der Schärfe und den kühlen Farben liegt, die aber wohl extra für den Look des Filmes gewählt wurden. Artefaktebildung oder Bildfehler konnte kaum ausgemacht werden und wenn, stören sie nicht im Geringsten.
Der Ton liegt uns hier einmal in koreanisch 2.0 und in deutsch als 2.0 und 5.1 Track vor. Der deutsche 5.1 Track kommt klar und verständlich rüber und bietet eine ordentlichen Raumklang, auch wenn man hier kein großes Effektspektakel erwarten darf. Die Rear Speaker kommen zwar häufig zum Einsatz, halten sich aber dezent im Hintergrund und fallen nur selten auf. Die Musik kommt dynamisch mit einem guten Tiefenbass rüber und kann voll und ganz überzeugen. Die Dolby Digital 2.0-Spur wirkt in allem etwas leiser und ihr fehlt es etwas an Druck und Bass, ebenso die koranische Sprachfassung die aber deutlich klarer und nicht so dumpf wirkt. Die deutsche Synchronisation kann als recht gut bezeichnet werden, was recht selten bei asiatischen Filmen so ist. Hier fallen nur wenige Sprecher negativ auf und für die, die es trotzdem nicht aushalten, kann man bei der koreanischen Sprachfassung deutsche Untertitel einblenden.
Als Bonusmaterial gibt es zu "The Gingko Bed" nur einen Trailer und Bio- und Filmografien, was sehr mau ist und wir nur mit einem Punkt belohnen. Aber e-m-s hat hier noch Bonusmaterial zu "Legend of Gingko 1" mit beigepackt, was auf der ersten DVD laut e-m-s nicht mehr drauf passte. Im Grunde passt dies ja auch nicht zu dieser DVD und man hätte bei der anderen eine Doppel-DVD nehmen müssen, dennoch werden uns hier ein interessantes Making of, Behind the Scenes, Making of the Soundtrack, eine Bildergalerie, Trailer und ein Musikvideo geboten. Alles in allem viel Bonusmaterial, leider zum falschen Film, aber trotzdem schön, dass uns die e-m-s dies trotzdem noch präsentiert, andere Firmen hätten es wahrscheinlich nicht veröffentlicht. Bleibt noch zu sagen, dass für findige Osterhasen noch eine Überraschung versteckt ist, die wir hier aber nicht enthüllen wollen.

"The Gingko Bed" ist ein phantastischer Liebesfilm voller Wut und Schmerzen geworden und kann in dieser Intensivität nur aus Korea kommen. Uneingeschränkt empfehlenswert für Liebhaber des asiatischen Fantasy-Kinos.


Film+++++-
Bild+++---
Ton++++--
Bonus++++--


Druckbare Version
Legend of the Gingko, The - Das Schwert des Himmels
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