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FR, ESP 1970
Originaltitel:Vie amoureuse de l'homme invisible, La
Alternativtitel:Dr. Orloff's Invisible Monster
aka. Invisible Dead, The
aka. Orloff and the Invisible Man
aka. In den Krallen des Unsichtbaren
aka. Orloff y el hombre invisible
aka. Unsichtbare Tod, Der
aka. Orloff et l'homme invisble
Länge:76:33 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Pierre Chevalier (=Jess Franco)
Buch:Juan Fortuny, Pierre Chevalier
Kamera:Raymond Heil, Juan Fortuny
Musik:Camille Sauvage, Claude Sauvage
SFX:Juan Fortuny
Darsteller:Howard Vernom, Nadine Pascal, Brigitte Carva, Isabel Del Rio, Fernando Sancho
Vertrieb:X-Rated
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.66:1 (Letterbox)
Tonformat:Dolby Stereo
Sprache:Deutsch
Specials:
- Alternativ-Anfang
- Bildergalerie
- Deleted Scenes
- Deutscher Trailer
- Original französischer Kinotrailer
Ein junger Arzt wird in ein sehr abgelegenes Dorf gerufen, da dort im Schloss ein junges Mädchen krank sein soll. Doch niemand will ihm den Weg zeigen, da seltsame Gerüchte über das Schloss im Umlauf sind. Angeblich sollen dort unheimliche Experimente von einem verrückten Wissenschaftler durchgeführt werden. Als der Arzt hinter das Geheimnis kommt, bricht eine Zeit des Grauens für ihn an. Eine mordende, lebende Leiche, die sich dazu noch unsichtbar machen kann, geht in den Schlossgewölben umher. Nicht nur die Dorfbewohner, sondern auch im Schloss eingesperrte junge Frauen sind die bevorzugten Opfer dieser Kreatur.
Als ich Das Schreckenshaus des Dr. Orloffs das erste Mal sah, hat er mir überhaupt nicht gefallen und ich fand ihn stinklangweilig. Aber man wird älter, reifer und es wachsen einem Haare an Stellen, wo man es sich nie hätte zu träumen lassen. Dies ist jetzt ca. 1 Jahr her, und heute sehe ich den Film mit anderen Augen...

Das Schreckenshaus des Dr.Orloff ist nach typischen und altbewährten Mustern gestrickt worden, kann aber total überzeugen. Der Film fängt harmlos an und baut von Minute zu Minute an Atmosphäre auf und ist für alle Gruselfilmnostalgiker einfach Pflicht. Man hätte auch nie gedacht, dass dieser 32 Jahre alte Film schon so viel an Härte enthält. Nehmen wir mal die Vergewaltigung des Dienstmädchen durch den Unsichtbaren, was für damalige Verhältnisse unheimlich hart wirken musste und heutzutage unzensiert ab 16 frei ist.
Auch sehr nett, dass immer wenn die weiblichen Darstellerinnen in Gefahr geraten, sich ihre Kleider irgendwie selbständig machen, was mir natürlich nur recht sein kann (Urwald-Alarm!!!). Hier erinnert das Ganze sehr deutlich an die Filmes des Jean Rollin, obwohl Pierre Chevaliers Film sehr weit von der Qualität Rollins entfernt ist.

"In den Krallen des Unsichtbaren", so einer der alten deutschen Titel, ist ein Style echter Gruselfilm mit viel Atmosphäre, nackter Haut, aber dafür kaum Blut und richtige Spannung will sich auch nicht aufbauen. Für alle Gruselfilm-Fans und Leute, die auch mal 80 Minuten ohne blutiges Gemetzel auskommen, ist "Das Schreckenshaus des Dr. Orloff" genau das Richtige.

Nachdem die Firma X-RATED den Film damals unter dem etwas unglücklich gewählten Titel "Das Schloss der grausamen Leichen" herausbrachte, ging man davon aus, dass dieser Titel nur auf VHS erscheint. Aber zum Glück erbarmte sich X-RATED noch und brachte den Film FSK geprüft und ab 16 freigegeben unter neuem und diesmal passenden Titel auf DVD.
Und wen man bedenkt, dass der Film jetzt stolze 32 Jahre auf dem Buckel hat, kann man mit der DVD auch voll zufrieden sein. Das Bild weist zwar -wie sollte es auch anders sein- Verschmutzungen auf, die für den Ottonormalgucker und Kein-Verständnis-fürs-Alter-Haber störend sein mögen, aber dafür ist das vom Original-35mm-Negativ gezogene Bild scharf und kontrastreich.
Die Farbsättigung ist recht gut, es gibt keinerlei Nachzieheffekte. Natürlich macht sich auch Hintergrundrauschen bemerkbar, aber darüber brauchen wir ja wohl nicht reden oder...?
Hey, der Film ist 32 Jahre alt, also bitte... Das erinnert mich wieder daran, dass ich den Film mit noch einem Bekannten (Gruß an Mike) geguckt habe, der es einfach nicht verstanden hat, dass man Filme, die Ende der 60er entstanden sind, nicht mit Neuproduktionen vergleichen kann, aber auch egal, er fand den Film sowieso langweilig.
Aber abwarten, irgendwann wachsen ihm auch noch Haare an den wichtigen Stellen...

Der Ton kommt gut zur Geltung und die Sprachverständlichkeit kommt wirklich sehr gut rüber. Auch hier ist es logisch, dass ein 32 Jahre alter Film keinen besseren Ton als Stereo aufweisen kann und daher kann man seine Surroundanlage mit gutem Gewissen auslassen.
Bei der normalen Kaufhaus-DVD gab es als Bonus nur eine Bildergalerie, wo man ein paar Bilder von alten Covermotiven sieht und zum Vergleich zur neuen DVD-Fassung den alten Vor- und Abspann. Bei dieser auf 500 Stück limitierten Special Edition in einer edlen Hartbox, mit neuem noch besseren Cover, sind zusätzlich noch der deutsche und französische Trailer, 11 Minuten an Deleted Scenes und Alternativszenen aus der spanischen Fassung zu bewundern. Leider wurde letzteres in einem Abwasch gezeigt und ohne darauf hinzuweisen, dass jetzt Alternativszenen oder geschnittene Szenen kommen.
Diese Hartbox gibt es nur auf Filmbörsen, Mailorder oder in Special Interest-Läden zu kaufen und ist so gut wie vergriffen. Für alle, die schon die Erstauflage haben, sei gesagt, die Neuanschaffung lohnt alleine schon wegen der Hartbox.


Film++++--
Bild++----
Ton+-----
Bonus++++--


Druckbare Version
In den Krallen des Unsichtbaren
Schloss der grausamen Leichen
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