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JP 1967
Originaltitel:Kingukongu no gyakushu
Alternativtitel:King Kong Escapes
aka. King Kong Strikes Again
aka. King Kong's Counterattack
aka. Revenge of King Kong, The
Länge:85 Minuten (gekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Ishiro Honda
Buch:Takeshi Kimura
Kamera:Hajime Koizumi
Musik:Akira Ifukube
SFX:Eiji Tsuburaya
Darsteller:Rhodes Reason, Akira Takarada, Linda Miller, Mie Hama
Vertrieb:Media Target
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1,85:1 & 2,35:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 2.0 (Mono)
Sprache:Deutsch
Specials:
- Trailershow
- Bildergalerie
- Hintergrundinformationen
Der sympathische Riesenaffe Kong hat sich in Susan, die flotte amerikanische Krankenschwester des UN-Atom-U-Bootes "Explorer", verliebt. Doch ihre Romanze wird zerstört, als Kong von dem verrückten Wissenschaftler Dr. Who an den Nordpol entführt wird. Dort soll der Affe radioaktives "Element X" aus dem ewigen Eis fördern. Doch Kong kann flüchten. Aber jetzt ist ihm Mechanikong, der gigantische Affen-Roboter von Dr. Who auf den Fersen. So kommt es zum unausweichlichen Kampf der ungleichen Affenbrüder auf dem Tokyo Tower.
Ich kannte "King Kong - Frankensteins Sohn" zwar schon, hatte ihn aber aus unerklärlichen Gründen aus meinem Gedächnis gestrichen, oder es war einfach ein Wodka zuviel in meiner Jugend. Auf alle Fälle wollte ich mir einmal mehr einen trashigen Abend mit Godzilla & Co. machen und da durfte dieser Flick aus dem Jahre 1967 nicht fehlen. Also wie heißt es so schön: Video rein, Alltag raus.
"Kingukongu no gyakushu", so der Originaltitel, ist Trash pur und sowas von schlecht, dass er schon wieder gut ist. Die Darsteller spielen ihre Rollen sehr ernst und geben sich sichtlich Mühe bei ihrer Darstellung, was auch sehr schön ist, doch kaum taucht "King Kong" auf, darf gelacht werden und die Schauspieler sind nur noch zweitrangig. Man hatte hier eine Vereinbarung mit Rankin und Bass getroffen, in dem die Japaner die 78teilige Zeichentrickserie um Kong und Dr.Who verfilmen durften. Ganz dem 33er Vorbild musste dieser Gorosaurus zuerst einen Saurier überwinden, was bei "King Kong - Frankensteins Sohn" neben dem Auftreten des Affens schon für die ersten Lacher sorgt. Kong verprügelt in bester Wrestling-Manier den Plastik Saurier und später noch eine Riesenschlange, mit der er im Wasser rumplanscht. Selten so gelacht.
Goro sieht total lachhaft aus und wenn man bedenkt, dass man für die Enstehung Ryosako Takayama einstellte, der schon für Tsuburaya Productions und die Daiei Monsteranzüge verantwortlich war. Leider fand Nobujuki Yasumaru das Resultat zu schlecht und versuchte sich selbst. Was dabei rausgekommen ist, sieht man im Film, und da möchte man gar nicht erst wissen, wie das andere Design ausgesehen hätte... Bleibt noch zu sagen, dass Yasumaru, der mit "MOSURA" in der Modellabteilung angefangen hat, somit eine zweite Karriere gestartet hat, grausam aber wahr...

Egal, "King Kong - Frankensteins Sohn" hat alles was man braucht. Monster, Blondinen und einen verrückten Wissenschaftler, der King Kong hier einen Riesenroboter als Gegner vorsetzt. Dieser Blech-Afffe war im übrigen das Vorbild in den später erschienen "Mechagodzilla vs. Godzilla"-Filmen. Dr. Who wurde von Eisei Amamoto verkörpert, der vielen noch als Hohepriester des Mu-Reiches (Katei Gunkan) in Erinnerung sein dürfte.
Den Höhepunkt findet der Film nicht auf dem Empire State Building, sondern auf der Spitze des Tokio Fernsehturms. Kurz und knapp Trash für die ganze Familie...

Die Nummer 1 der TRIVIAL FILM KOLLEKTION von Target Media haut uns sofort einen Knaller vor den Latz, der für Normalsterbliche kaum auszuhalten ist, Trash-Fans hingegen werden ihn lieben. Die schön designte DVD bietet dem Fan neben einer Bildergalerie, einer Trailershow und einer Filmographie, noch Hintergrundinfos als Texttafel von Jörg Buttgereit. Diese sind sehr gut leserlich und laufen als Slideshow in einem angenehmen Tempo ab.

Wie auch "Godzilla gegen Megalon" wurde "King Kong - Frankensteins Sohn" von einer seltenen Kinokopie aus den 70er Jahren anamorph abgetastet, in 16:9 codiert und liegt uns somit im Originalformat von 2,35:1 vor. Aber wie auch bei den anderen Titeln darf man hier nicht viel erwarten, dafür ist der Film einfach zu alt und die Vorlage zu schlecht. Neben starken Bildstörungen, Kratzern und Dropouts, gibt es eine durchschnittliche Detailschärfe, starkes Hintergundrauschen und ein ausreichenden Kontrast, der seine Schwächen vor allem in dunklen Szenen zeigt. Natürlich sollte man daran denken, dass der Film von 1967 ist und man froh sein kann, dass man überhaupt noch ein schaubares Master gefunden hat für den Film. DVD-Fetischsten werden auf alle Fälle ein großen Bogen um die DVD machen, da sie nicht der Anspürche der Digital Freaks genügt, aber Nostalgiker und Fans von Monsterfilmen, die Trash lieben und haben wollen, ist das genau das Richtige. Der deutsche Monoton kommt verständlich und rauscharm aus dem Center und nur äußerst selten ist ein leichtes Knacksen zu hören, was aber auch nicht weiter stört.
"King Kong - Frankensteins Sohn" ist genau die richtige DVD für diejenigen, die sich ins analoge Zeitalter zurückversetzen wollen, wo in den Monstern noch Menschen steckten und das Bild noch richtig knisterte. Nostalgie und Trash Pur. Mainstream-Gucker Finger weg...
Bleibt nur noch zu erwähnen, dass die deutsche Kinofassung, die mit dieser DVD identisch ist, um ca. 12 Minuten gekürzt wurde, was bei den ganzen Toho-Sachen kein Wunder ist.


Film++----
Bild+-----
Ton++----
Bonus+-----


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