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USA 2005
Originaltitel:Mortuary
Länge:89:37 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Tobe Hooper
Buch:Jace Anderson, Adam Gierasch
Kamera:Jaron Presant
Musik:Joseph Conlan
SFX:Lloyd Lee Barnett
Darsteller:Stephanie Patton, Alexandra Adi, William Alva, Dan Byrd, Denise Crosby, Lee Garlington, Adam Gierasch, Bug Hall, Christy Johnson, Joe Langer, Rocky Marquette, Paul G. Pagnini, Tarah Paige, Stephanie Patton, Courtney Peldon, Greg Travis
Vertrieb:Bronson / Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
Bildformat:1.78:1 (anamorph)
Tonformat:Dolby Digital 5.1, DTS 5.1 (dt.), Dolby Surround (dt.), Dolby Digital 2.0 (engl.)
Sprache:Deutsch, Englisch
Untertitel:Deutsch
Specials:
Hauptfilm:
  • Originaltrailer (deutsch/englisch) (2:33 Min.)
  • Slideshow (23 Bilder)
  • Bio- / Filmografien (Texttafeln):
    • Tobe Hooper, Regie
    • Dan Byrd
    • Denise Crosby
    • Lee Garlington
    • Price Carson
  • Trailershow:
    • Wake of Death (1:01 Min.)
    • Pursued (2:25 Min.)
    • Jennifer's Shadow (1:03 Min.)
    • Parasite (1:11 Min.)
    • Crash Landing (1:46 Min.)
    • Freeze Frame (2:09 Min.)
    • Lost (2:19 Min.)
Bonus:
  • Behind the Scenes Dokumentation in 7 Teilen (53:42 Min.)
  • Promotrailer:
    • Kurzfassung (4:24 Min.)
    • Langfassung (13:50 Min.)
  • DVD-ROM-Part:
    • Bildschirmschoner
    • A3 Artwork
    • Poster
    • Dialogbuch deutsch/englisch
    • Umfangreiche Bildergalerie
    • Link zum Zombie Game
Die Doyles ziehen in eine idyllische, ländliche Kleinstadt in Kalifornien, um dort ein neues Leben mit einem neuen Job zu beginnen. Das längst verlassene Haus des Bestattungsunternehmers der Fowler Brüder ist ihr neues Zuhause. Die Bewohner des Ortes meiden das Haus und seine Umgebung, weil sich seltsame Gerüchte um die Fowler-Familie ranken. Auch die Doyles stellen schnell fest, dass etwas Unheimliches im Hinterhalt lauert, etwas so bedrohliches, dass niemand in diesem Haus - ob tot oder lebendig - zur Ruhe kommt...
Kaum zu glauben, dass "Mortuary" vom gleichen Regisseur stammt, welcher bereits solch Klassiker wie z.B. "Texas Chainsaw Massacre", "Lifeforce" oder "Poltergeist" erschuf und in den Jahren danach wenigstens solide B-Movies wie "Fire Syndrom", "Invasion vom Mars" oder aber "The Mangler" inszenierte. Mit "Mortuary" erreicht Tobe Hooper, der zuvor mit dem Remake zu "The Toolbox Murders" wenigsten noch einen netten Genre-Beitrag ablieferte, den absoluten Tiefpunkt seines Schaffens und hat es einfach nicht mehr verdient, dass man ihn aufgrund seiner filmischen Highlights, welche rund 20 Jahre zurückliegen, mit Samthandschuhen anfasst. Denn was er uns hier abliefert ist gelinde gesagt Scheiße! Weder technisch, noch inszenatorisch scheint Hooper hier Wert auf Qualität gelegt zu haben und verpasst den Zuschauer mit seiner konfusen Mischung aus Horror, Thriller und Monsterfilm einen derben Schlag ins Gesicht. Angefangen mit ein paar atmosphärisch anmutenden Settings und einer füllig gewordenen Denise Crosby ("Friedhof der Kuscheltiere", "Star Trek - The Next Generation"), versucht man uns die Geschichte um die Witwe, welche mit ihren zwei Kindern in eine Kleinstadt zieht, um dort als Pathologin Fuß zu fassen, schmackhaft zu machen. Dabei wirkt das gesamte Gebäude und das Drumherum schon sehr einladend und lässt den Zuschauer auf einen feine Geistergeschichte hoffen. Als wir dann aber noch den Plot mit dem missgebildeten Sohn der Vorbesitzer erfahren, sowie diesen merkwürdigen grünen Pelz überall liegen sehen, fangen wir uns doch an zu fragen, was der Blödsinn überhaupt soll. Plötzlich tauchen Zombies auf und die auf dem Friedhof vor dem Haus kopulierende Teenager werden von dem missgebildeten Ungetüm angegriffen und kehren später als absolut verpeilte Freaks zurück, um die anderen Leute sprichwörtlich anzukotzen. Mindestens ab hier sollte jeder Zuschauer schon den ersten Krampf hinter sich haben, denn was uns Tobe Hooper hier an miserablen Spezialeffekten spendiert, ist nur noch durch die total beknackte und sinnfreie Auflösung am Ende des Filmes zu toppen. Schlussendlich weiß man nicht, was das eine mit dem anderen zu tun hat und man erfährt auch nichts über die Hintergründe oder woher dieser grüne Pilzbelag, der ein sonderbares Eigenleben führt, eigentlich kommt, sondern dürfen lediglich herausfinden, dass die "infizierten" Menschen nicht mit Salz in Berührung kommen dürfen. Die gesamte Inszenierung wirkt hierbei hektisch und laienhaft. Es kommt weder Spannung noch Atmosphäre auf und keiner der Darsteller, außer die kleine Stephanie Patton, können überzeugen. Tobe Hooper wankt dabei ständig zwischen unfreiwilliger Komik und miserablen Effekten hin und her und lässt "Mortuary" schlussendlich zu einem wahrlich peinlichen Gesamtwerk verkommen, das selbst als Hommage an seine Frühwerke wie "TCM", "Invasion vom Marks" oder "Lifeforce" nicht überzeugen kann, wobei er diese Filme nur allzu gerne kopiert.
Zwar stimmen die Sets und der Look des Films wirkt angenehm schmutzig, jedoch erscheint schlussendlich alles recht zusammengeklaut und für die gar fürchterliche H.P.Lovecraft-Hommage am Ende des Filmes müsste man Tobe Hooper schon drei Schläge auf die nackte Eichel verpassen.
Ernsthaft: Nach diesem Film möchte man am liebsten Regieführerscheine einführen und Tobe Hooper sollte für die nächsten 20 Jahre eine Sperre bekommen, doch leider hat er schon wieder drei weitere Projekte am Laufen, doch ob man diese nach "Morturay" noch freudig erwarten kann, bleibt ungewiss. Denn eines sollte jedem klar sein: "Mortuary" ist weder Fisch noch Fleisch, weiß selbst nichts so recht mit sich anzufangen und wartet mit einem hirnrissigen Plot auf, der nicht einmal auf Drogen für Erheiterung sorgen würde.



Etwas versöhnlicher darf man zum Glück mit der technischen Seite der DVD umgehen und von daher fange ich gleich mal mit dem Zusatzmaterial an. Die Doppel-DVD-Edition aus dem Hause Koch Media erscheint als Keep-Case in einem hübschen Schuber mit rot glänzender Prägschrift und enthält auf der Hauptfilm-Disc, einmal den englischen und deutschen Original-Trailer, eine Bildergalerie, einige Bio- und Filmographien, sowie diverse weitere Trailer aus dem Hause Koch Media. Das eigentliche Zusatzmaterial finden wir hierbei also auf der beiliegenden Bonus-Scheibe. Hier findet man eine knapp 54minütige "Behind the Scenes"-Dokumentation, welche in sieben Kapitel aufgeteilt wurde und uns einen sehr intensiven und interessanten Einblick in die Dreharbeiten bietet. Dabei bekommen wir nicht nur eine sehr schöne Vorstellung vom sehr lockeren und dennoch professionell wirkenden Dreh, sondern dürfen uns auch über vielen Statements der Crew-Mitglieder, sowie Tobe Hooper himself erfreuen, der sich hier als sehr gemütlicher und unheimlich sympathischer Regisseur erweist. Wenn man sich diese Dokumentation so anschaut, wieviel Spaß der Dreh gemacht haben muss, wie professionell die Make-Up-Spezialisten ihre Arbeit machen und wie toll das Set ausgewählt wurde (Die Crew denkt, dass es in dem alten Haus wirklich spukt), ist das Endresultat noch viel erschreckender und man fragt sich wirklich, ob uns Tobe Hooper mit seinem Film verarschen wollte, da es so ausschaut als wüsste er ganz genau, was er da dreht. Wie dem auch sei, die Dokumentation ist wirklich sehr gut und sogar besser als der gesamte Film. Danach finden wir auf der Bonus-DVD nur noch einen Promo-Trailer in einer knapp 13minütigen Langfassung und einer kürzeren, knapp 5 minütigen Version, welche für den Filmmarkt gedacht war. Zum Schluss dürfen wir uns noch mit einem DVD-ROM-Part vergnügen, bei dem wir Bildschirmschoner, eine weitere Bildergalerie, Artwork-Galerien und das deutsche, sowie englische Dialogbuch geboten bekommen. Außerdem findet sich dort ein Link zu einem Zombie-Game.



Kommen wir nun noch einmal zu Hauptfilm-DVD und dem Ton. "Mortuary" liegt uns einmal in deutsch und englisch vor und bietet an sich wieder viel zu viele Tonspuren, welche nicht das ganze Maß des Möglichen auszuschöpfen vermögen. Die deutsche Dolby Surround-Spur ist hierbei genauso unnütz wie der DTS 5.1-Mix, welcher sich als lediglich etwas lauter herausstellt. Das gesamte Klangspektrum bietet zwar eine gute Dialogverständlichkeit, obgleich die deutsche Synchronisation etwas unmotiviert wirkt und zudem viel zu viel Gewicht auf die Frontlautsprecher legt. Lediglich der Score verteilt sich hörbar über sämtliche Kanäle, schafft es aber nicht eine nötige Atmosphäre aufzubauen. Zwar wirkt die Abmischung grundsätzlich recht räumlich, schöpft die Möglichkeiten eines Horrorfilmes aber nicht konsequent aus, und trotz einiger nett eingesetzten Effekte wirkt das Klangbild zu dünn und unausgewogen. Hier wäre mehr Dynamik und Druck erforderlich gewesen, sowie ein besseres Zusammenspiel zwischen Vorder- und Rückkanälen. Der englische 5.1 Track klingt in den Dialogen zwar etwas natürlicher, wurde dafür aber sehr leise abgemischt. Insgesamt wirkt der englische Track in allen Belangen zurückhaltender als der deutsche Mix und überzeugt weder in puncto Räumlichkeit noch Dynamik, wirkt stellenweise sogar sehr unverständlich und dumpf. Den englischen Dolby Digital 2.0 Mix hätten wir ebenfalls nicht gebraucht und zum Glück lassen sich optional deutsche Untertitel hinzuschalten. Leider kann man wie bei allen DVDs, welche in Kooperation mit Bronson Entertainment entstehen, die Tonspuren nicht während des Filmes wechseln.
Der anamorphe Transfer überzeugt durch seine sehr kräftige und intensive Farbgebung und viel mit Farbtönen, welche hier als Stilmittel eingesetzt werden. Dabei zeigt sich der Kontrast recht angenehm, verschluckt aber in dunklen Szenen stellenweise nötige Details und auch der Schwarzwert wirkt nicht immer sehr ausgeglichen und driftet hin und wieder ins Gräuliche ab. Desweiteren wirkt das Bild etwas zu matschig und nicht so scharf wie man es von einer neuen Produktion erwarten dürfte. Selbst Nahaufnahmen werden nicht sonderlich detailliert wiedergegeben und auch die Kantenschärfe zeigt einige Schwächen wie z.B. Treppenmuster auf, welche einfach nicht hätten sein müssen. Zudem macht sich leichtes Rauschen im Hintergrund bemerkbar, welches ebenfalls zu Lasten der Schärfe geht. Die Kompressionen arbeiten nicht sonderlich sauber und zeigen immer mal wieder stehende Rauschmuster bis hin zu leichtem Blockrauschen. Desweiteren sind leichte Unschärfen in Bewegungen auszumachen, welche bis hin zu Nachzieheffekten ausarten. Dafür ist der Transfer aber frei von Defekten und Verschmutzungen und bekommt von uns noch so gerade vier Punkte.



Miserable Computereffekte, unfreiwillige Komik, sowie einer total billige und unbeholfene Inszenierung sprechen nicht gerade für "Mortuary". Auch auf dem Fantasy Filmfestival waren die Fans nicht sonderlich angetan von Tobe Hoopers Versuch sich anscheinend selbst zu parodieren und dankten es diesen Flick mit Popcorn-Attacken und Buhrufen. Und in der Tat: Was Tobe Hooper hier geschaffen hat, entzieht sich jeder Logik und funktioniert nicht einmal als Trashfilm, da man sich so extrem ernst und scheinbar auch wichtig nimmt. Doch "Mortuary" ist einfach nur dumm und langweilig und über die Tatsache kann nicht einmal die solide umgesetzte Doppel-DVD mit edlem Schuber hinwegtäuschen. Einfach nur peinlich ...


Film+-----
Bild++++--
Ton++++--
Bonus+++---


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