Login 18er Bereich
oder "Poltergeist" erschuf und in den Jahren danach wenigstens solide B-Movies wie "Fire Syndrom", "Invasion vom Mars" oder aber "The Mangler" inszenierte. Mit "Mortuary" erreicht Tobe Hooper, der zuvor mit dem Remake zu "The Toolbox Murders" wenigsten noch einen netten Genre-Beitrag ablieferte, den absoluten Tiefpunkt seines Schaffens und hat es einfach nicht mehr verdient, dass man ihn aufgrund seiner filmischen Highlights, welche rund 20 Jahre zurückliegen, mit Samthandschuhen anfasst. Denn was er uns hier abliefert ist gelinde gesagt Scheiße! Weder technisch, noch inszenatorisch scheint Hooper hier Wert auf Qualität gelegt zu haben und verpasst den Zuschauer mit seiner konfusen Mischung aus Horror, Thriller und Monsterfilm einen derben Schlag ins Gesicht. Angefangen mit ein paar
atmosphärisch anmutenden Settings und einer füllig gewordenen Denise Crosby ("Friedhof der Kuscheltiere", "Star Trek - The Next Generation"), versucht man uns die Geschichte um die Witwe, welche mit ihren zwei Kindern in eine Kleinstadt zieht, um dort als Pathologin Fuß zu fassen, schmackhaft zu machen. Dabei wirkt das gesamte Gebäude und das Drumherum schon sehr einladend und lässt den Zuschauer auf einen feine Geistergeschichte hoffen. Als wir dann aber noch den Plot mit dem missgebildeten Sohn der Vorbesitzer erfahren, sowie diesen merkwürdigen grünen Pelz überall liegen sehen, fangen wir uns doch an zu fragen, was der Blödsinn überhaupt soll. Plötzlich tauchen Zombies auf und die auf dem Friedhof vor dem Haus kopulierende Teenager werden von dem missgebildeten Ungetüm angegriffen und kehren später als absolut verpeilte Freaks zurück, um die anderen Leute sprichwörtlich anzukotzen. Mindestens ab hier sollte jeder Zuschauer schon den ersten Krampf hinter sich haben, denn was uns Tobe Hooper hier an miserablen Spezialeffekten spendiert, ist nur noch durch die total beknackte und sinnfreie Auflösung am Ende des Filmes zu toppen. Schlussendlich weiß man nicht, was das eine mit dem anderen zu tun hat und man erfährt auch nichts über die Hintergründe oder woher dieser grüne Pilzbelag, der ein sonderbares Eigenleben führt, eigentlich kommt, sondern dürfen lediglich herausfinden, dass die "infizierten" Menschen nicht mit Salz in Berührung kommen
dürfen. Die gesamte Inszenierung wirkt hierbei hektisch und laienhaft. Es kommt weder Spannung noch Atmosphäre auf und keiner der Darsteller, außer die kleine Stephanie Patton, können überzeugen. Tobe Hooper wankt dabei ständig zwischen unfreiwilliger Komik und miserablen Effekten hin und her und lässt "Mortuary" schlussendlich zu einem wahrlich peinlichen Gesamtwerk verkommen, das selbst als Hommage an seine Frühwerke wie "TCM", "Invasion vom Marks" oder "Lifeforce" nicht überzeugen kann, wobei er diese Filme nur allzu gerne kopiert.

Schuber mit rot glänzender Prägschrift und enthält auf der Hauptfilm-Disc, einmal den englischen und deutschen Original-Trailer, eine Bildergalerie, einige Bio- und Filmographien, sowie diverse weitere Trailer aus dem Hause Koch Media. Das eigentliche Zusatzmaterial finden wir hierbei also auf der beiliegenden Bonus-Scheibe. Hier findet man eine knapp 54minütige "Behind the Scenes"-Dokumentation, welche in sieben Kapitel aufgeteilt wurde und uns einen sehr intensiven und interessanten Einblick in die Dreharbeiten bietet. Dabei bekommen wir nicht nur eine sehr schöne Vorstellung vom sehr lockeren und dennoch professionell wirkenden Dreh, sondern dürfen uns auch über vielen Statements der Crew-Mitglieder, sowie Tobe Hooper himself erfreuen, der sich hier als sehr gemütlicher und unheimlich sympathischer Regisseur erweist. Wenn man sich diese Dokumentation so anschaut, wieviel Spaß der Dreh gemacht haben muss, wie professionell die Make-Up-Spezialisten ihre Arbeit machen und wie toll das Set ausgewählt wurde (Die Crew denkt, dass es in dem alten Haus wirklich spukt), ist das Endresultat noch viel erschreckender und man fragt sich wirklich, ob uns Tobe Hooper mit seinem Film verarschen wollte, da es so ausschaut als wüsste er ganz genau, was er da dreht. Wie dem auch sei, die Dokumentation ist wirklich sehr gut und sogar besser als der gesamte Film. Danach finden wir auf der Bonus-DVD nur noch einen Promo-Trailer in einer knapp 13minütigen Langfassung und einer kürzeren, knapp 5 minütigen Version, welche für den Filmmarkt gedacht war. Zum Schluss dürfen wir uns noch mit einem DVD-ROM-Part vergnügen, bei dem wir Bildschirmschoner, eine weitere Bildergalerie, Artwork-Galerien und das deutsche, sowie englische Dialogbuch geboten bekommen. Außerdem findet sich dort ein Link zu einem Zombie-Game.

welche nicht das ganze Maß des Möglichen auszuschöpfen vermögen. Die deutsche Dolby Surround-Spur ist hierbei genauso unnütz wie der DTS 5.1-Mix, welcher sich als lediglich etwas lauter herausstellt. Das gesamte Klangspektrum bietet zwar eine gute Dialogverständlichkeit, obgleich die deutsche Synchronisation etwas unmotiviert wirkt und zudem viel zu viel Gewicht auf die Frontlautsprecher legt. Lediglich der Score verteilt sich hörbar über sämtliche Kanäle, schafft es aber nicht eine nötige Atmosphäre aufzubauen. Zwar wirkt die Abmischung grundsätzlich recht räumlich, schöpft die Möglichkeiten eines Horrorfilmes aber nicht konsequent aus, und trotz einiger nett eingesetzten Effekte wirkt das Klangbild zu dünn und unausgewogen. Hier wäre mehr Dynamik und Druck erforderlich gewesen, sowie ein besseres Zusammenspiel zwischen Vorder- und Rückkanälen. Der englische 5.1 Track klingt in den Dialogen zwar etwas natürlicher, wurde dafür aber sehr leise abgemischt. Insgesamt wirkt der englische Track in allen Belangen zurückhaltender als der
deutsche Mix und überzeugt weder in puncto Räumlichkeit noch Dynamik, wirkt stellenweise sogar sehr unverständlich und dumpf. Den englischen Dolby Digital 2.0 Mix hätten wir ebenfalls nicht gebraucht und zum Glück lassen sich optional deutsche Untertitel hinzuschalten. Leider kann man wie bei allen DVDs, welche in Kooperation mit Bronson Entertainment entstehen, die Tonspuren nicht während des Filmes wechseln.

































![]() | |
![]() | Druckbare Version |
![]() | ![]() |
![]() | Fantasy Filmfest 2005: Termine und Filme |
![]() | ![]() |